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WHO is .....

1947 in einer s√ľddeutschen Kleinstadt als Sohn eines schw√§bischen Beamten und einer √∂sterreichischen Mutter geboren.
Bedingt durch den Beruf des Vaters, aufgewachsen in verschiedenen Dörfern und Städtchen im schwäbisch-hohenlohischen Sprachraum.

Nach Schule, technischer Lehre und Militärdienst, dann Studium des Maschinenbaus um anschließend, wie jeder Schwabe bei Bosch, Porsche oder beim Daimler arbeiten zu können.
Studium nach zwei Semestern aus diversen Gr√ľnden abgebrochen.
Kein Geld, kein Bock und keine Lust f√ľr den Rest des Lebens R√ľckspiegel oder Wasserpumpen f√ľr schw√§bische Fahrzeuge konstruieren zu m√ľssen.

1973 Fachschulausbildung -Betriebswirtschaft und Informatik- in Heidelberg. Finanziert durch studienbegleitende Tätigkeiten jeder Art und diverse Ferienjobs als Gabelstablerfahrer, Bauarbeiter und Schlosser.
Teils w√§hrend des Studiums, teils davor und danach, -aber immer in der von den Konfessionen empfohlenen Reihenfolge- Heirat, Nachwuchs und Gr√ľndung eines festen Wohnsitzes als Nest f√ľr die junge Familie.

1976 In den Folgejahren diverse Jobs als Dozent f√ľr Betriebswirtschaft, EDV-Leiter, Programmierer und DV-Trainer.

1980 dann der Wechsel als Systemberater f√ľr Materialwirtschaft und Logistik zu einem kleinen Softwarehaus.
Aufgabenbereich -Alles, von der Softwareerstellung und -pflege, √ľber Kundenberatung, Vertrieb und Verkauf-.
Projektleitung und Fachberatung bei Kundenprojekten zur Einf√ľhrung betrieblicher Standardsoftware im In- und zunehmend auch im Ausland, verbunden mit extremster Reiset√§tigkeit.

1986 dann der Wechsel ins deutschsprachige Ausland zum Aufbau einer Tochtergesellschaft. Gesch√§ftsf√ľhrer der neuen Gesellschaft mit Firmensitz in Wien.
Die Familie, die zwischenzeitlich auf vier Personen angewachsen ist, behält ihren Wohnsitz in Deutschland bei.
Wochenendehe mit allen damit verbundenen Problemen ist die Folge. 

1988 sind die Aufbauarbeiten an der neuen Gesellschaft erfolgreich abgeschlossen. Daher, und vor allem weil durch die permanenten Abwesenheit von der Familie verst√§rkt private Probleme auftreten, R√ľckkehr nach Deutschland.
Hier warten gleich neue Aufgaben, wie der Aufbau eines Schulungszentrums f√ľr Kunden- und Mitarbeiterschulungen mit einer Tageskapazit√§t von 1200 Teilnehmern.
Die Firma wächst und gedeiht, Mitarbeiter- und Umsatzzahlen schnellen p.a. im 2-3 stelligen Prozentbereich rapide in die Höhe.
Eine Managementaufgabe, die wieder nicht mit einer 40-Stunden Woche, oder in einer 5-Tage Woche zu lösen ist.

1990 dann die Entscheidung aus diesem Beruf auszusteigen. Weniger zu arbeiten, mehr Zeit f√ľr die Familie und die Kinder zu haben. Mehr Lebensqualit√§t, mehr Familie, mehr Partnerschaft.
Vom international erfolgreichen Geschäftsmann und Workaholic zum Hausmann.

Es folgen qualvolle Erfahrungen.
Loriot‚Äôs ‚ÄúPapa anteportas‚ÄĚ umschreibt nur ann√§hernd die Pleiten und Pannen, die ein Manager erfahren muss, wenn er -gegen den Willen der betroffenen Personen- versucht das eigene Familienleben zu organisieren und f√ľr klare Regelwerke zu sorgen.
‚ÄúGeh wieder arbeiten, es ist nicht mehr zu ertragen‚ÄĚ. Diese Aussage meiner Familie bereitet nach einem Jahr meinen Wiedereinstieg in das Arbeitsleben vor.

1991 Mehrjährige Beratungsprojekte als Projektleiter und fachlicher Berater bei Großprojekten von multinationalen Fertigungsunternehmen aus verschiedenen Branchen im europäischen In- und Ausland.
Wieder Reisetätigkeit, wieder Leben aus dem Koffer, wieder Wochenendehe. Das Familienleben verschlechtert sich danach zunehmend.

1995 kommt es dann nach fast 25jähriger Ehe zur Trennung und nach dem vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Trennungsjahr, zur Scheidung.
Kinder, Katze und Kohle bleiben, wie meistens bei bundesdeutschen Scheidungen, bei der EX.

Als 50j√§hriger m√§nnlicher Single mit Unterhaltsverpflichtungen Gr√ľndung eines neuen, eigenen Hausstands mit den dabei typischen Erfahrungen eines Mannes, der sich bisher nicht √ľberwiegend mit den niedrigen T√§tigkeiten in einem Haushalt besch√§ftigt hat.
W√§schewaschen f√ľr die Kleidertonne vom Roten Kreuz und Kochen f√ľr den M√ľlleimer.

1996 Gesch√§ftsf√ľhrer und Country Manager Germany einer gro√üen internationalen Beratungsgesellschaft. Ironie des Schicksals - kaum noch Reiset√§tigkeit.

Achtung:
Ab jetzt wird es menschlich...
Ich k√ľmmere mich intensiv um meinen minderj√§hrigen Sohn und versuche als Freund die Fehler zu vermeiden, die ich als Vater sicher gemacht habe. Eine sehr tief gehende Freundschaft zwischen mir und meinem Sohn Ingo ist die Folge.

2000 Im Mai kommt Ingo bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall ums Leben.
F√ľr mich bricht alles, wof√ľr ich gelebt habe, zusammen.
Ich falle durch, gehe in die Knie, liege am Boden und stelle mir die Frage nach dem weiteren Sinn meines Lebens.
Es hätte damals sicher ein vorzeitiges Ende gefunden, wenn zu diesem Zeitpunkt nicht eine gute Freundin an meiner Seite gestanden wäre.

2001 Nochmaliger beruflicher Neuanfang. Gr√ľndung einer Aktiengesellschaft und deren F√ľhrung als Vorstand.

2002 Nach heftigen Auseinandersetzungen mit Gesch√§ftspartnern und Investoren √ľber die operative  Ausrichtung des Unternehmens, ziehe ich mich aus dem aktiven Gesch√§ftsleben zur√ľck.
Ein Jahr später stellt die Gesellschaft ihren operativen Geschäftsbetrieb ein.

2003 Erlebe ich ruhig und zur√ľckgezogen, zusammen mit meiner Freundin und jetzigen Ehefrau, und schreibe.
Nach dem Tod meines Sohnes als Therapie begonnen um seinen tragischen Tod zu verarbeiten, dann fortgesetzt um anderen Menschen mit ähnlichem Schicksal zu helfen und Mut zu machen.

Heute schreibe ich deftig sarkastische Kommentare zu aktuellen Ereignissen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft, weil es mir schon zeitweise den Mageninhalt hebt, wenn mir am Morgen die Schlagzeilen der Medien ins noch nachtm√ľde Hirn dringen.

Au√üerdem schreibe ich noch Kurzgeschichten, B√ľcher und arbeite an verschiedenen Internetprojekten.

That’s it.

That’s