Unterwanderung

30. Juni 2005 05:45

Mein lieber Freund!

Stellen Sie sich mal vor - nur so zum Spaß – Sie wären Berufspolitiker auf dem Weg zur Macht und wollten Ihrem politischen Gegner schaden ohne viel Geld auszugeben. Geld, das Sie ohnehin noch nicht haben, denn Sie sind ja erst auf dem Weg zu den Honigtöpfen.

Also was würden Sie machen?
Versuchen mit sachlichen Argumenten den Wähler zu überzeugen?
Mit einer Werbekampagne den Gegner übertrumpfen?

Alles falsch!
Sie müssen Ihren Gegner unterwandern!
Ja, wie die Kröten auf dem Weg zu Ihren Laichplätzen. Sie müssen die Krötentunnels benutzen.
Das sollten Sie jetzt nicht mit der „Krötenwanderung“ verwechseln, denn die Nutzung der Krötentunnels ist kostenfrei, da mit Steuermitteln erbaut und noch nicht mautpflichtig.

Unterwanderung ist das Lösungswort, denn in der Politik gibt es kein Niveau, das sich nicht noch unterbieten lassen würde.
Unterwanderung ist so eine Art „Unterlaufen“, aber in Zeitlupe, eben gaaaaanz laaaangsaaaam, damit der Unterlaufene es gar nicht merkt.

Im Spiegel war jetzt zu lesen, dass die NPD die WASG unterwandert haben will.
«”Wir haben von Anfang an Mitstreiter in die WASG geschickt”, behauptete der NPD-Vorsitzende Udo Voigt. Genaue Zahlen zu eingeschleusten Mitgliedern wollte er allerdings nicht nennen. Es seien Leute unter anderem aus den so genannten freien Kameradschaften und aus dem nationalen Lager platziert worden, sagte Voigt. Das sei logisch, wenn etwas gegen die NPD gegründet werde. Diese politischen Spione sollen nach den Worten Voigts dafür sorgen, dass in der WASG rechte Positionen übernommen werden. Außerdem sei es wichtig zu erfahren, was eine Linkspartei plane, die gegründet worden sei, um den Einzug der NPD in den Bundestag zu verhindern.»

Jetzt fragt man sich (zumindest ich frage mich das) natürlich, warum der Obervoigt von der NPD die Enttarnung seiner Spione gerade jetzt vornimmt – so kurz vor der Wahl.
Vielleicht deshalb, weil das Bündnis aus PDS und WASG in der Wählergunst vor dem Bündnis aus DVU und NPD steht, das durchaus an der 5%-Hürde scheitern könnte.
Und ob der ganze Aufwand, aus der Nachfolgepartei der SED und einer Absplitterung der SPD eine neue Linkspartei mit Rechtsproblemen zu gründen, nur gemacht wurde um der NPD den Einzug in den Bundestag zu verwehren – na da hat der Herr Voigt doch wohl ziemlich weit ausgeholt.
Natürlich ist die Unterwanderung einer Partei nie gänzlich auszuschließen. Oskar Lafontaine war ja schließlich auch lange Zeit in der SPD bis rauskam, dass er eigentlich schon immer ganz andere Interessen hatte. Oder nehmen wir mal den Herrn Hohmann von der CDU, der hatte ja angeblich auch ein ganz anderes Parteibuch.

Querdenker, der ich nun mal bin, hat mir beim Lesen des Artikels im Spiegel ein ganz anderer Gedanke die Hirnrinde unterwandert:
„Wem nützt denn die rechtzeitige, rechtsseitige Unterwanderung der Linkseitigen? Hat nicht das Bundesverfassungsgericht feststellen müssen, dass die Rechten im Auftrag der regierenden Parteien mit freien Kameraden vom Verfassungsschutz unterwandert wurden, weil man ja wissen musste, was die Rechtspartei plane um in den Bundestag einziehen zu können? Ist vielleicht gerade der Herr Voigt einer der Gründe, warum die NPD damals nicht verboten werden konnte?“

Man könnte ja mal den Herrn Schily fragen.
Der hat ja auch als linker Läufer angefangen und ist im Laufe der Zeit auf dem Weg ins juristische Abseits dann vom rechten Weg abgekommen.

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Rücktritt

27. Juni 2005 05:45

Mein lieber Freund!

Einem „erhöhten Erpressungspotential“, sieht sich der Bundesgerd nach eigenen Angaben in seiner eigenen Fraktion gegenüber.
Das hört sich eher nach mafiosen Seilschaften, denn nach politischen Strukturen an, auch wenn man in den letzten Jahren eine gewisse Angleichung nicht verleugnen konnte.
Ist aber kein Wunder wenn man soviel Dreck am Stecken hat.

Die ehrlichste Lösung wäre der Rücktritt des Kanzlers“, meinten dazu vorlaut die im kleinen monetären Grenzverkehr bestens geübten Mitglieder des „Oggersheimer Bimbesvereins“, die ja selbst einige Leichen im Keller haben sollen.

Denn ein Rücktritt ist nach § 323 des deutschen Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) wegen nicht oder nicht vertragsgemäß erbrachter Leistung jederzeit möglich. Wobei mir persönlich die knappe und einfache Regelung des §349 BGB besonders gut gefällt, da sie auch einem in vierter Ehe lebenden, kinderlosen Juristen mit Hund verständlich sein dürfte.

Jetzt warten wir alle gespannt auf den 1. Juli, wie die kleinen Kinder auf das Christkind. Denn dann wird der Bundesgerd versuchen, seine Kumpels von der rot-grünen Armeefraktion, die zum Staatsfeind Nr. 1 mutiert ist, zu einem konstruktiven Misstrauensvotum zu überreden.

Wenn dieser Coup gelingt, wird der oberste Hüter des längst vergessenen Grundgesetzschatzes mit seinen Jüngern in Klausur gehen und binnen 21 Tagen zu ergründen versuchen, ob der Bundeskasper versucht ihn anzuschmieren. Nach allem was sich der Kasper da so in den letzten Jahren geleistet hat, geht der Bundesköhler wohl recht in der Annahme, dass es sich auch diesmal wieder um ein die Vortäuschung falscher Tatsachen handeln könnte.
Zum Sachverhalt kann sich der Bundeshotte dann bis zum 20. Juli äußern, oder die Klappe halten und den Weg zur Befreiung der Republik freimachen. So könnte dieser geschichtsträchtige Tag auch im Jahre 2005 wieder zu einem wichtigen Datum werden, das in den Geschichtsbüchern der folgenden Generationen lobende Erwähnung finden wird.

Zwischenzeitlich jettet der Bundeskasper auf Staatskosten noch mal rasch zu „Georgie Double U“. Nein, nicht um nach den Wahlen im Iran nun auch dieses Land auf amerikanische Art zu befrieden, sondern um Informationen einzuholen, wie man trotz einer Scheißpolitik vom Volk in einem Land, in dem es keine Wahlmaschinen gibt, wiedergewählt werden kann.

You can go when you will“, wird ihm der Double U mit auf den Weg geben und sich freuen, dass mit Angie „Miss“ Griff Merkel ein Nachfolger in Sicht ist, der im kriechenden Umgang mit dem größten Kriegsherrn aller Zeiten bereits geübt ist.

Doch dass der Bundesschröder freiwillig geht, wird sowohl von selbsternannten Experten als auch von politischen Laien weitgehendst ausgeschlossen. Ist ja auch irgendwie logisch, dass sich der Bundesgerd die Daten in seinem Lebenslauf nicht durch einen weiteren Abtritt innerhalb weniger Monate versauen will.

Deshalb versucht er noch, ähnlich wie der Dicke, der als „Kanzler der widerlichen Vereinigung“, in die Geschichtsbücher einging, noch einen Abgang als „„Kanzler der versiebten Reformen“ hinzubekommen. Sonst bekommt er ja auch keinen Job mehr, denn eine verpflichtende Ausbildung ist in Deutschland für Berufspolitiker nicht vorgesehen.
So jemand kann doch nur noch zum Arbeitsamt, äähhh zur Bundesagentur für arbeitsseitige Ahnungslosigkeit gehen, in der Hoffnung einen Vermittlungsschein als ukrainischer Spargelstecher zu ergattern. Denn ALG II bekommt hier in diesem unseren Lande niemand der in einer Bedarfsgemeinschaft mit Adoptivkind, Hund und pferdegesichtiger Viertfrau lebt.
Das wäre ja noch schöner.

Dennoch gibt es auch für Abtrittsexperten und Erfinder von Latrinengerüchten noch Hoffnung auf dem Arbeitsmarkt.
Zum Beispiel als Vertreter der Welttoilettenorganisation, die in der wiedervereinigten BRddr noch auf die Gründung einer bundesdeutschen Landesniederlassung harrt. Bei der Scheiße, die in unserem Lande durch Politik und Bürokratie angerichtet wird, dürfte das nur eine Frage der Zeit sein.
Der letzte Welttoilettengipfel fand übrigens in China statt, einem Land, in dem sich unser Nochkanzler während seiner Amtszeit im Gegenzug zur Abschaffung der Menschenrechte mit Abrüstungsraketen und abgewrackten Atomkraftwerken beliebt machen wollte. Da das, wie so manche andere zur Chefsache erklärte Angelegenheit, in die Hose gegangen ist, soll ihm jetzt beim nächsten Welttoillettentag am 19. November, das Logo der WTO - eine blaue Klobrille – mit Schwertern und Brillianten verliehen werden.

Ironie der Geschichte: Im Jahre 1972 wurde am 19. November bei vorgezogenen Parlamentswahlen die SPD unter Willy Brandt erstmals zur stärkste Bundestagsfraktion gewählt. Wie sich die Zeiten ändern!

Aber jetzt warten wir erst mal bis der Mattenrichter Köhler bis zum 20. Juli ausgedacht hat. Es muss ja nicht gleich eine Bombe sein, die da im Führerbunker als sichtbares Zeichen von Deutschen gegen das herrschende Regime hochgeht.
Ein bisschen weißer Rauch, als Zeichen der Veränderung, tut’s sicher auch

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Finanzchaosgipfel

20. Juni 2005 05:45

Mein lieber Freund!

Gerhard der Schredder, Prinz von Volkes Gnaden aus dem Hause „Kann und Taugt nix“ hat sich zum Finanzchaos der Europäischen Union geäußert.
Mehr zahlen wollt er gerne, damit die anderen wieder alle lieb zu einander sind und die Briten weiter Rabattmarken in ihr „Maggie-Thatcher-Rabattheft“ kleben können und den Franzosen nicht die Agrarsubventionen streitig machen.

Ich finde das ist endlich mal eine richtig innovative Idee vom Bundeskasper, vor allem vor dem Hintergrund, dass während seiner nun siebenjährigen Regentschaft bereits zum vierten Male gegen den europäischen Stabilitätspakt verstoßen wurde und an Staatsvermögen alles verscherbelt wurde, was nicht niet- und nagelfest war oder von seinen Besitzern rechtzeitig ins Ausland geschafft werden konnte.

Es macht richtig Spaß –zumindest mir, der von Geburt an eine gehörige Portion Schadenfreude sein eigen nennen darf, zu sehen, dass dieses „Europa“ das vor Monaten noch der einzig glückseligmachende Weg zu Friede, Freude und Eierkuchen war, jetzt unter die Räder schnöder finanzieller Interessen gerät, denn beim Geld hört schließlich jede Freundschaft auf.
Ganz besonders wenn zu wenig da ist.

«Insbesondere Schröder schlug auf seiner Pressekonferenz einen ungewöhnlich scharfen Ton an. Das Scheitern sei der “völligen Uneinsichtigkeit zweier Länder geschuldet”, giftete er. Und er nannte die Schuldigen beim Namen: Das Verhalten der Regierungschefs Tony Blair und Jan Peter Balkenende sei “beschämend”.» schreibt der Spiegel.

Naja, es geht halt nicht jeder so sorglos mit dem Geld seiner Bürger um, wie sich das der Bundeskasper in den letzten Jahren angewöhnt hat.
Dass die „armen“ Länder der Europäischen Union Opfer bringen wollten und einen „teilweisen“ Verzicht auf die ihnen „zustehenden“ Finanzhilfen anboten beschrieb der Bundeskasper «als “berührendes” Erlebnis, das ihm Hoffnung für die europäische Zukunft mache. “Der Funke wird überspringen”, zeigte er sich überzeugt. Europas Bevölkerung werde die politische Union irgendwann “erzwingen”».
Allein schon dieser Satz sollte eigentlich genügen, um ihn wegen erwiesenem Realitätsverlust in eine geschlossene Anstalt einweisen zu lassen. Scheint es doch vollkommen an unserem Kanzler vorüber gegangen zu sein, dass Europas Bevölkerung – soweit sie sich überhaupt dazu äußern durfte – bereits Zwang ausübt. Und wenn dieser Funke überspringt, dann haben einige lernresistente Eurokraten und Regionalpolitiker nichts zu Lachen.

Am Ende dieses historischen Tages, an dem auf dem Partydampfer Europa erst mal Schluss mit Lustig war, trat ein «müder und enttäuschter Beichtvater Juncker vor die Presse. Er schäme sich, sagte der luxemburgische Premier. Seine Europa-Begeisterung habe “einen tiefen Knacks” bekommen.»
Na Klasse, kann ich da nur sagen - dann sind wir ja schon zu Zweit, die einen tiefen Europaknacks haben. Allerdings schäme ich mich deswegen nicht. Wirklich nicht die Bohne!

Kennen Sie übrigens den Unterschied zwischen einem Spieler und einem Bundeskanzler?
Der Spieler bringt sein Vermögen unters Volk, hebt die Hand zum Schwur und geht in die Insolvenz.
Der Bundeskanzler hebt die Hand zum Schwur, bringt sein Volk ums Vermögen und geht in die Pension.
Spätestens im Herbst, wenn die Bürger wieder wählen dürfen.

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Tipp Kick Trick

13. Juni 2005 05:45

Mein lieber Freund!

Manchem Kicker deucht es eine gute Idee zu sein, seine aktive Spielzeit mit einem medienwirksamen Abschiedsspiel zu beenden.
Das war fast schon immer so, denn in vielen Fällen ist das Abschiedsspiel das einzig konkrete Ereignis in der Karriere eines Berufsspielers, an das sich der Zuschauer später noch erinnern kann.
Bisher waren Abschiedsspiele eine Domäne der Professionellen, der Berufskicker. Doch nun drängte es auch einen Freizeitkicker nach einem Abschiedsspiel, das ihm eine Möglichkeit bietet, seine aktive Laufbahn noch rechtzeitig mit dem ihm vermeindlich zustehenden Glanz und Gloria zu beenden und ein Waterloo für seine Vita verhindern hilft.

Bomber „Gägges“ Schröder, der Deutsche Meister im rhythmischen Schienbeintreten will ein Abschiedsspiel haben.
Ein vorgezogenes Abschiedspiel der besonderen Art, über dessen Ablauf, Termin und Regelwerke noch weitgehendst Unklarheit herrscht. Nur der Anlass ist offensichtlich: Eklatante Schwäche seines Dreamteams bei Heimspielen mit einhergehenden Punktverlusten, die auch durch mäßige Erfolge bei den Auswärtsspielen nicht mehr wettgemacht werden konnten.
Vom Abstieg bedroht, von den Zuschauern ausgebuht und ausgepfiffen, vom Gegner in der eigenen Spielhälfte eingeschnürt, holte der Spielführer vom FC Chaos Rot-Grün zum Befreiungsschlag aus. Es mag wohl an der eigenen Spielschwäche und fehlenden Spielübersicht gelegen haben, dass er mit der spontan geschlagenen Bananenflanke zwar den Ball endlich mal wieder bis vor das gegnerische Tor drosch, aber dabei eigene Mitspieler anschoss, bevor der Ball wirkungslos ins Seitenaus kullerte.
Dem unparteiischen Pfeifenmann „Hotte“ Köhler blieb ob einer solchen Kurzschlussreaktion die Spucke und die Luft zum Pfeifen weg und er winkte den Übeltäter und Spielführer von Rot-Grün zu sich.
Auf dem Rasen wälzten sich zwischenzeitlich die Spieler des rot-grünen Dreamteams. Unklar war, ob vor Schmerzen oder aus Verzweiflung darüber, dass durch eigene Dummheit die gegnerische Mannschaft in Ballbesitz kam und sich nun natürlich heftig Zeit mit dem Einwurf lässt.

Das brachte den rot-grünen Linksaussen Mike „Wusel“ Müller, an dem das Spiel bisher weitgehendst vorbei lief, derart in Rage, dass er den überparteilichen Unparteiischen heftigst attackierte. Selbst undeutschlich genuschelte Ermahnungen vom Vorstopper „Münte“ Fehring zeigten keine Wirkung. Läufer Müller spuckte weiter Gift und Galle in die Mikrofone der am Spielfeldrand nach Informationen lechzenden Medienvertreter und bezichtigte den Pfeifenmann sogar der Hoyzer-Sportwetten-Bruderschaft, die durch ihren Werbespruch: „Pfeif drauf - kauf dein Tor bei Hoyzer“ bundesweites Aufsehen erregen konnte.

Währenddessen lümmelte sich der mit einer ukrainischen Spielerlizenz spielende Außenstürmer Joschka „Friend“ Fisherman in der Nähe der Mittellinie herum und verhandelte per Handy mit den Spieleraufkäufern vom FC Eurokratije Bruxelles.

Auf der Ersatzbank lümmelt sich derweil der seit einigen Wochen als Libero agierende freie Mann Peer Steinbrück neben der ebenfalls aus dem Spiel genommenen und kielgeholten Heide Simonis. Vor ihnen tobte an der Seitenlinie der Flügelstürmer Siggi „Fluglahm“ Gabriel entlang, um im Falle einer drohenden Niederlage wieder ins Spiel zu kommen.

Was wird der Pfeifenmann “Hotte” Köhler nun machen?
Tut er so, als hätte er nichts gesehen?
Hoyzert er, natürlich unter Abwiegung diverser Interessenlagen und Vermeidung von Interessenskonflikten, noch etwas herum?
Oder bekommt er doch noch die Luft zum Pfiff aus der schwarzen Lunge?
Pfeift er Foul, Abseits, Elfer oder gibt es die rote Karte?

Bereits machen wilde Spekulationen die Runde und das Gerücht tritt an die Stelle der Information.

Also mal ganz ehrlich, so unter uns Sportfreunden - es ist doch einfach nur ein Spiel.
Zugegeben, ein Scheißspiel!
Eher Tipp-Kick als Profifußball.
Warum tun wir uns als Zuschauer sowas eigentlich an?
Wer auf dem Spielfeld den Ball immer wieder ins eigene Tor kickt, verärgert nicht nur die eigenen Fans, sondern kämpft auch noch gegen die eigene Abwehr und wird mit dieser Spielweise sicher keinen Blumentopf gewinnen. Auch wenn sich die gegnerische Mannschaft vom ehemaligen Absteiger FC „Bimbes“ Oggersheim lange Zeit nicht entscheiden konnte, wie und an welchem Körperteil denn ihr Spielführer die Kapitänsbinde tragen soll.

Selbst wenn jetzt die Vertreter vom Seeheimer Senioren Sportclub Unterstützung für Rot-Grün heucheln, scheint die Lage dieses Vereins aussichtslos und der Abstieg unvermeidbar zu sein.

Um diese Seifenoperette zügig zu beenden kann der Spielführer vom FC Chaos Rot-Grün nur noch die gelbe Kapitänsbinde mit den drei schwarzen Punkten abgeben, sich beim zahlenden Publikum für die miserablen Spielleistungen seiner Mannschaft entschuldigen, zur weiteren Schadensbegrenzung vom Platz schleichen und sich den Hirnschweiß aus dem ungefärbten Naturhaar duschen. Aber für einen Abgang dieser Art hat der nicht die Eier! Man wird ihn wohl vom Spielfeld tragen müssen.

Denn merke: “Wer auf dem Spielfeld herum foult und außerdem noch die zahlenden Zuschauer für doof hält und beschimpft, wird nicht nur mit der roten Karte verabschiedet, sondern hat auch noch Probleme körperlich unversehrt in die Kabine zu kommen.“

Ich sag’s ja immer – Politiker kannste nur kicken.
Haben Sie denn schon einen Tipp für diesen Kick?

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Amtseid

10. Juni 2005 05:45

Mein lieber Freund!

„Ich muss zur Kenntnis nehmen, dass es in einer politischen Ausnahmesituation zu unangemessenen Reaktionen und zu ausufernden Spekulationen kommt.“, hat der Bundesgerd in einer Erklärung anlässlich des Kasperletheaters verlautbart, das er mit seiner Ankündigung zur Stellung der Vertrauensfrage nach der verlorenen Landtagswahl in NRW auf den Spielplan dieser geplagten Republik gesetzt hat.
„Ich habe einen Amtseid geschworen“, heißt es in der Erklärung weiter, „aus dieser Verpflichtung ergibt sich für mich eine besondere Verantwortung. Der von mir und meiner Regierung eingeschlagene Weg der Reformpolitik ist nach meiner festen Überzeugung der richtige Weg, unser Land zu erneuern, den Wohlstand zu bewahren sowie dauerhaft soziale Sicherheit und Teilhabe zu garantieren. Ich werde mit ganzer Kraft dafür kämpfen, diesen Weg zum Wohle der Menschen in unserem Land fortzusetzen.”

Diese Worte muss sich der Bürger dieser BRddr erstmal auf der Zunge zergehen lassen: „Ich werde mit ganzer Kraft dafür kämpfen, diesen Weg zum Wohle der Menschen in unserem Lande fortzusetzen.“
Mein lieber Freund, sie brauchen jetzt nicht zu lachen – der Mann meint das wirklich ernst.
Doch was er als seine Mission sieht, wirkt auf die Menschen dieses Landes nur noch als dümmliche Drohung.
Statt mit seinem Rücktritt einfach die Konsequenz aus sieben Jahren rot-grünem politischem Bockmist zu ziehen und dem Land eine derartige Seifenoper zu ersparen, wollte sich der Bundeskasper die Hauptrolle im Kampf gegen die bösen Schwarzen auf den Leib schneidern und zum Befreiungsschlag ausholen. Doch das ist heftig in die Hose gegangen, denn irgendwann während seiner Amtszeit hat der Bundesschröder den Bezug zur Realität gänzlich verloren und vergessen was er dem Herrn Bundestagspräsidenten „Vater Abraham“ Thierse mit der Hand auf dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland versprochen hat:
„Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.”

Aus dem „so wahr mir Gott helfe“ ist dann sehr rasch ein „den Teufel werde ich tun“ oder etwas ähnliches geworden.
Das zeigt, dass sich zu der Realitätsferne auch noch Lernresistenz, Altersstarrsinn und Machtgeilheit gesellten. Dabei hätte er sich nur an seinen Amtsvorgänger erinnern müssen, der ihm die folgenden Worte mit auf den Weg gab:
„Neuer Bundeskanzler, ich wünsche Ihnen für unser Vaterland eine glückliche Hand. Sie übernehmen diese Aufgabe in einer Zeit mit ganz anderen Maßstäben und vor allem mit ganz anderen Herausforderungen als ich das damals erfahren habe vor 16 Jahren. Aber ich finde es hat auch - macht wenig Sinn, unentwegt die Geschichte zu versuchen neu zu schreiben.”

“Sie sind Geschichte” hat ihm damals der neue Bundeskanzler Gerhard Schröder geantwortet, „Ich muss Ihnen ein Kompliment machen. Das Kompliment nämlich, dass die Art und Weise, wie Sie Selbstverständlichkeit und Normalität deutlich gemacht haben im demokratischen Wechsel, dass dies uns allen sehr geholfen hat. Sie haben zu Recht davon geredet, dass das Deutschlands Ansehen auch in der Welt im übrigen vermehrt hat. Und lassen Sie mich das so schlicht sagen. Ich verspreche Ihnen, in der Regierungserklärung werden Sie noch einmal lobend erwähnt - dann ist aber auch Schluss.”

Nun kann man von Bundesgerd & Co. ja nicht gerade behaupten, dass die uns allen sehr geholfen haben. Und vermehrt hat sich während deren Amtszeit auch nicht das Ansehen, sondern nur die Zahl der Arbeitslosen, die Zahl der Gesetze und Verordnungen und die Zahl der Armen in diesem Land. Lobend erwähnen in der Regierungserklärung des nächsten Kanzlers muss man das wohl nicht.
Irgendwann muss einfach Schluss sein, auch wenn sich durch einen Regierungswechsel nur die Richtung wechselt, in der die kleinen Leute rasiert werden.

Mal sehen wie lange sich Angie „Missgriff“ Merkel an ihren Amtseid erinnern kann.

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