Sparschwein

31. Oktober 2006 05:45

Wie das Statistische Bundesamt zum Weltspartag am 30. Oktober 2006 mitteilte, haben die Einwohner in Deutschland in den ersten sechs Monaten diesen Jahres durchschnittlich 160 Euro monatlich auf die Seite gelegt.

Leider erfährt man aus dem Text des Statististischen Bundesamtes nicht so ganz genau, auf welche Seite die Einwohner Deutschlands diese 78 Milliarden Euro gelegt haben.
War es eher die rechte Seite oder die linke Seite, war es auf der linksrheinischen oder rechtsrheinisch Seite?
War es im Osten oder im Westen oder nördlich des Mains oder südlich davon?

Die Einwohner Deutschlands sollten doch schon wissen, wo sie diese statistischen 10,4% ihres verfügbaren Einkommens hingelegt haben.
Zumindest von den Angehörigen der Unterschicht und den Hartz IV Empfängern sollte man doch schon rwarten können, dass sie mit dem Geld sorgsam umgehen und es nicht einfach irgend hinlegen!
Bei so einem ALGII machen die 160 Euro immerhin fast ein Viertel seines monatlich verfügbaren Einkommens aus!
Da ist es schon eine starke Leistung 160 Euro im Monat auf die Seite zu legen!
Da zeigt sich doch noch erhebliches Einsparpotential bei den Beziehern staatlicher Transferleistungen!
Da wird sicher über eine unverzügliche Erhöhung des parteipolitische Drangsalierungsfaktors zur Sanierung der maroden Staatsfinanzen nachgedacht werden müssen!

SparschweinOder könnte es sein, dass die Sparneigung einem gewissen Gefälle unterliegt?
Nord-Süd zum Beispiel oder Oben-Unten, denn wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, «lag das in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen ermittelte Sparen der privaten Haushalte saisonbereinigt auf der Höhe des Vorjahres. Je nach Sparneigung und Einkommen gibt es im Einzelfall natürlich deutliche Unterschiede zwischen den Haushalten. Aus den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen kann jedoch nur der Durchschnitt ermittelt werden.»

Daher dürfte sich die Bevölkerungsgruppe vom Durchschnittsbürger bis zum Angehörigen der Unterschicht primär dafür interessieren auf welche Seite das für sie Gesparte gelegt wurde.
Oder glauben Sie, dass es bei der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung eine Rolle spielt „wer da an wem gespart hat?“

Anfragen richten Sie am besten an das Statistische Bundesamt in Wiesbaden, denn die haben die Meldung zum Weltspartag auch ausbaldowert.
Einen ausgefüllten Überweisungsträger an die „Sparschweine der Nation“ denen man permanent den „Sparerfreibetrag“ kürzt, können Sie dem Anschreiben auch gleich beifügen.
Bankverbindung nicht vergessen, auch wenn aus Ihrem Soll/Haben-Konto zwischenzeitlich ein existenzgefährdendes Soll/Gehabthaben-Konto geworden ist.

Zahlbar binnen 14 Tagen rein netto ohne Abzug!
Ansonsten Androhung von Zwangsmaßnahmen!
Erhöhen Sie doch einfach mal Ihrerseits den Drangsalierungsfaktor :-)


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Freier Freigang

30. Oktober 2006 05:45

In dieser Republik wird nichts freier.
Noch nicht einmal mehr der freie Zugang zum Arbeitsmarkt wird freier!
Egal in welcher Position, Stellung oder Lage sich der Arbeitnehmer / die Arbeitnehmerin befindet und um welche Position, Stellung oder Lage es sich handelt, wichtig ist vor allem dass der Arbeitnehmer / die Arbeitnehmerin diese Tätigkeit freiwillig und nicht unter Zwang ausübt.
Alles andere soll jetzt durch Gesetz verboten werden und unter Strafe gestellt werden.
Zuwiderhandlungen können mit bis zu 5 Jahren Haft bestraft werden“, vertickerte der CDU-Rechtspolitiker Siegfried Kauder der „Welt am Sonntag“.

Na das ist doch endlich mal eine durchschlagende und seit langem fällige Reform des Arbeitsmarktes. Dass da nicht schon der Bundesschröder drauf gekommen ist!
Dann müsste er jetzt nicht schon Memoiren vorstellen, sondern könnte noch weiter an seiner Vision von der Halbierung der Arbeitslosenzahlen herumdoktern.

Kauder, der bundesweit durch seine regelmäßig unregelmäßig in der Presse unter dem Titel „Kauder’s Welsch“ veröffentlichten Kalauer bekannte Autor für unterhaltsame Volksverdummung, bezeichnete außerdem das „italienische Modell“ als ein faires Angebot für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen.

Nun sind ja zwischenzeitlich die Sinne der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen hellwach, wenn irgendein Politiker etwas für „gut“ findet, erwies es sich doch in der Vergangenheit meist als das Gegenteil für die Betroffenen, das man nur noch mit „eye alder, eye echt super eye!“ kommentieren konnte.

So natürlich auch wieder in diesem Fall.
Wie immer wenn sich Politiker per Gesetz in den zwischenmenschlichen Bereich drängen, ist das Ergebnis nicht nur einen mittlere Katastrophe.
Nein, es ist (noch) nicht die angedrohte Regelung des innerfamiliären Rauchverbots oder die erste Stufe der Vorschrift über „Gesunde Ernährung in der Bedarfgemeinschaft zur Vermeidung volkswirtschaftlicher Schäden“.
Es ist auch nicht, wie Sie vielleicht befürchten, die rechtsverbindliche „Anleitung für Ein- und Mehrpersonenhaushalte zur Informationsgewinnung aus Angeboten der öffentlich-rechtlichen Medienanstalten“, als Basis zur Erhebung einer lebenslangen Pro-Kopf Medienpauschale, bei der auf Antrag für Kleinkinder bis zum Eintritt in den Kindergarten eine großzügige Übergangsregelung vorgesehen ist.
Nein, nein, nein, das ist es leider alles nicht!
Es ist noch viel, viel schlimmer und wird unsere Gesellschaft grundlegend verändern. Es ist schlimmer als Hartz IV und ALG II und die weiter oben erwähnten von kranken Hirnen auserdachten Regelwerke für die unteren Gesellschaftschichten der deutsche Nation.

Es geht um die Regelung beim ….
Ach wie schreibe ich das jetzt ohne gleich wieder per Google irgendwelche abartig veranlagten Widerlinge anzulocken?
Also, es geht um das, was die meisten von uns meist heimlich zu Hause machen, es geht ums F*****.
Nein es geht nicht ums Furzen im Privatbereich, das gehört noch (die Betonung liegt auf NOCH) zur Intimsphäre, die nach Ansicht des Bundesgerichtshofes auch gewahrt bleibt wenn Sie zu Hause im Team furzen. Wir haben ja schließlich noch ein Grundgesetz, auch wenn dort diese Art der Freizeitgestaltung nicht explizit erwähnt ist.
Nein, na wie sag ich das jetzt. Also, es geht um das was „die Männer immer wollen“ und die Frauen nicht, obwohl man dazu (normalerweise) mindestens einen Mann und mindestens eine Frau braucht.
Nein, ich meine jetzt nicht „HEIRATEN“, das Wort das ich suche ist kürzer und der Vorgang dauert auch nicht so lange.
Ich versuche es mal andersrum.
Wissen Sie was „Kranzgeld“ ist?
Wenn Sie glauben, dass das die Kosten für den letzten Blumenschmuck auf ihrer Grabstelle sind und Sie auch keinen Joker mehr haben, dann sollten Sie mal rasch bei Wikipedia nachschlagen und danach erst weiter lesen.

Na, alles klar?
Es geht um die „Beiwohnung“ und deren Folgen:
«Das Kranzgeld ist also einer der Fälle, in denen für einen immateriellen Schaden materieller Ersatz gefordert werden konnte. Begründet wurde der Schadenersatzanspruch damit, dass die Ledige wegen des Verlusts ihrer Jungfräulichkeit geringere Chancen auf eine standesgemäße Heirat mit einem anderen Mann habe. War die Ledige oder die Witwe hingegen schon vor der „Beiwohnung“ nicht mehr „unbescholten“, so stand ihr auch kein Kranzgeld zu. Wobei sich der Begriff „unbescholten“ nicht nur auf die Jungfräulichkeit bezog, sondern auch auf andere Sachverhalte, wie z.B. Gefängnisaufenthalte

Will heißen, dass man mit vorbestraften Frauen ins Bett hüpfen konnte, so oft es eben ging und dennoch niemals garnienicht dafür bezahlen musste.
Der entsprechende §1300 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) wurde übrigens am 4. Mai 1998 im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Verkehr gezogen. Wenn ich mich recht erinnere, dann war das noch vor der Machtergreifung durch die rot-grünen Chaoten unter Gerhard dem Schredder.

Nun sind die Schwarz-Roten unter Angela der Schrecklichen auf die Idee gekommen, die „Beiwohnung“ generell wieder unter Strafe zu stellen, auch wenn der Verlust der Jungfräulichkeit schon verjährt ist und das „Kranzgeld“, das die Juristen und Finanzbehörden jetzt „Hurenlohn“ nennen, vom Freier bereits vor der Beiwohnung oder neudeutsch „Beischlafung“ gezahlt wurde. Dabei spielt es, wie eingangs ausgeführt, auch keine Rolle mehr in welcher Position, Stellung oder Lage diese „Beischlafung“ stattfindet.
Wichtig ist allein nur noch die Sache mit dem Zwang, wobei darunter nun nicht der Zwang des Freiers zu verstehen ist, seinen hormonellen Überdruck abbauen zu wollen. Dafür gibt es noch nicht einmal mildernde Umstände.
Wichtig ist für den Gesetzgeber allein der Zwang dem die Beschlafene/der Beschlafene unterliegt.

So berichtet es das Handelblatt.
«Dem Bericht zufolge sollen Freier, die bewusst Sex mit einem Opfer von Menschenhandel haben, mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden können. Bisher ist Verkehr mit Zwangsprostituierten straffrei. Freier, die leichtfertig nicht erkennen, dass sie Sex mit einem Opfer von Menschenhandel haben, sollen mit zwei Jahren Haft oder einer Geldstrafe bestraft werden können.»

FreierJetzt können wir darauf warten, bis die ersten Schulungskurse zur zweifelfreien Erkennung von menschengehandelten Zwangprostituierten an den Volkshochschulen angeboten werden.
Denn Experten halten das Risiko für enorm groß, auf der Suche nach 5 Minuten Entspannung für 5 Jahre hinter Gittern zu landen.
Nur am Rande sei erwähnt, dass das Gesetz selbstverständlich auch für Freierinnen gilt.
Wenn also Mutti von ihrer abendlichen Bauch-Bein-Po-Turnstunde nicht mehr nach Hause kommt, dann wenden Sie sich zukünftig vertrauensvoll an das nächste Polizeirevier.

Und jetzt wollen Sie sicher noch wissen was in diesem Zusammenhang das vom Rechtsexperten Kauder erwähnte „italienische Modell“ bedeutet.
Bevor ich das jetzt lang, breit und umständlich erkläre, guckst du einfach hier.
Und Autodidakten aufgepasst, denn die über Google durchgeführte Selbstaufschlauung zum „italienischen Modell“ ist eher verwirrend.

An dem Gerücht, dass diese vom Rechtsexperten Kauder kommentierte Gesetzesänderung durch den intimen Umgang eines Frankfurter Rechtsanwaltes mit polnischen Zwangsprostituierten initiiert wurde, ist sicher nichts dran. Denn bis zu seiner Verurteilung als Polennuttenficker hat der friedliche Mann unentwegt an seiner missionarischen Stellung als “schlechtes Gewissen” der Nation gearbeitet und niemand hätte ihm auch nur ein Schäferstündchen zugetraut.
Aber jetzt stellen Sie sich mal vor, ein weniger juristisch versierter Mann gerät in einer hormonell bedingten Notlage an eine ihm vollkommen unbekannte Dame, welche nach erfolgter Beschlafung behauptet, sie wäre zu dem Akt „gezwungen“ worden und eigentlich ein Opfer des Menschenhandels.
Warum sie das tun sollte?
Na, seit die rot-grünen Sozialchaoten nicht mehr an der Macht sind und der Aussenjoschka statt seine Gedächtnislücken in der VISA-Affäre vor dem Untersuchungsausschuss zu präsentieren, lieber sein staatsmännisches Wissen vor Studenten zum Besten gibt, ist es verhältnismäßig schwierig geworden eine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung für das Bundesgebiet zu bekommen.
Und mit dem „italienischen Modell“ darf man als Zwangsprostituierte zumindest bis zum Prozessende in Deutschland bleiben, was bei der Arbeitsgeschwindigkeit deutscher Gerichte Jahre dauern kann, ohne dass damit der Weg durch die Instanzen voll ausgeschöpft wäre.

Bundesdeutsche Kegel- und Skatbrüder sollten angesichts dieser neuen Sachlage deshalb gut überlegen, ob sie den nächsten Ausflug nicht doch lieber ins technische Museum nach München machen sollten.
Denn wenn der Kauder recht hat … dann hört der Menschenhandel erst auf, wenn alle Freier hinter Gitter sitzen.
Wäre es da nicht besser und auch billiger statt dem bürgerlichen Freier erst mal die Zuhälter aus dem Verkehr zu ziehen und hinter Gitter zu bringen?
Aber die sind ja nicht so blöd und kommen zur Verhaftung auch noch selbst in den Puff gelaufen. Die telefonieren lieber …


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Schwerin

27. Oktober 2006 05:45

Jetzt geht es aber ans Eingemachte!
Es wird verscherbelt was noch irgendwie geht!
Und Ballast abgeworfen um den drohenden Bodenkontakt zu verhindern.

Trotzdem wachsen die Schulden auf 90 Millionen Euro“, meldet die Schweriner Volkszeitung in der Rubrik „Vermischtes“.
Na und“ mag so mancher Zeitgenosse sagen, „das ist doch anderswo auch so, dass versilbert wird, was noch irgendwie werthaltig erscheint.

Das ist natürlich richtig und nicht erst seit heute so.
Was vor Jahren als angeblich listiges Finanzierungsmodell „Sell and lease back“ begann ist längst zum Notverkauf durch Haushaltsauflösung geworden.
So auch in Schwerin.

Nachdem die Landeshauptstadt ihre 14.500 Wohnungen verkauft hat und sich die Mieter schon mal Gedanken darüber machen sollten, wie sie die Mieterhöhung finanzieren, die ihnen der neue Eigentümer im Rahmen der REITs-Gesetze präsentieren wird, muss nun der Verkauf von 49% der städtischen Abfallentsorgungs- und Straßenreinigungsgesellschaft (SAS) erfolgen, denn es fehlen der Stadt auch im Haushalt 2007 rund 20 Millionen Euro.
Damit würden sich die Gesamtschulden der Stadt auf etwa 90 Millionen addieren.
Na und“ mag so mancher Zeitgenosse sagen, „das ist doch anderswo auch so, dass die Schulden noch das Einzige ist, das ungebremstes Wachstum aufweist.

Das ist natürlich richtig und nicht erst seit heute so.
Was schon zu Finanzminister Waigels Zeiten unter der Regierung Kohl begann und von dem Kasseler Studienrat Eichel unter der rot-grünen Regierung Schröder vehement forciert wurde, neigt sich nun aber langsam, mangels Masse, dem Ende zu.
So auch in Schwerin. Denn der Verkauf der SAS wird nur wenig mehr als 2 Millionen bringen. Damit bleibt immer noch ein Fehlbetrag von 18 Millionen und viel zum Verkaufen ist nicht mehr übrig.

Und jetzt kommt das, was Schwerin von anderen chronisch finanzschwachen Kommunen unterscheidet.
In Schwerin wirft man die Flinte nicht ins Korn und lamentiert und jammert nur um und ruft nach staatlichen Hilfen, sondern packt das Problem aktiv an und hat auch schon eine Lösung für die Beseitigung des Fehlbetrages im Schweriner Haushalt gefunden:
Sparpotenziale sieht der Finanzdezernent Wolfgang Schmülling von der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) vor allem in den Bereichen Jugend- und Sozialarbeit.

War das nicht in Schwerin wo die NPD unter den Jungwählern so starken Zulauf erhalten hat?
Oder irre ich mich jetzt?
Genau, das war gar nicht in Schwerin, das war doch in Mecklenburg-Vorpommern.
Na denn.
Nix für ungut.

Ach noch was, wenn Sie sich wundern, dass es keinen Link zum Artikel in der Schweriner Volkszeitung gibt, dann liegt das nur daran, dass der zitierte Artikel bereits nach 2 Tagen im kostenpflichtigen Archiv gelandet ist.
Mein Gott muss bei den Jungs das Geld knapp sein.

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Neue Armut

26. Oktober 2006 05:45

Über die Ursachen der „neuen Armut“ ist jetzt ein heftiger Streit entbrannt, dabei ist die Armut gar nicht so neu.
Nur jetzt stehen einige unschöne Dinge in einer von der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung noch unter Verschluß gehaltenen Studie und das haben die Genossen nun mal nicht so gerne, lässt sich doch ein Pamphlet aus dem eigenen Hause nicht so einfach ignorieren wie der Armutsbericht der Bundesregierung.

«Der neuen Unterschicht gehören 20 Prozent der Ost- und vier Prozent der Westdeutschen an; zwei Drittel der neuen Unterschicht haben ihren Job bereits verloren, wie die “Bild am Sonntag” aus der Studie zitiert. Es bestehe “größte finanzielle Unsicherheit: sehr niedriges monatliches Haushaltseinkommen, kaum Wohneigentum oder finanzielle Rücklagen, Schulden, wenig familiärer Rückhalt”. Die neuen Armen zeigten “ausgesprochene Verunsicherung” und fühlten sich vom Staat alleingelassen. Viele empfänden ihr Leben als “gesellschaftlichen Abstieg”; ihr Bildungsgrad sei überwiegend einfach, beruflicher Aufstiegswille sei nur gering ausgeprägt.» schreibt der Spiegel.

In Verbindung mit dem stetigen Mitgliederschwund und den schlechten Wahlprognosen geht da dem einen oder anderen Genossen schon mal die Muffe und der Ton wird deutlicher.
So nennt die Spitze der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) die Ergebnisse der Studie einen “handfesten gesellschaftlichen Skandal“, wobei man durchaus davon ausgehen kann, dass sie damit die geplante Veröffentlichung der Studie gemeint haben. Denn nach sieben Jahren rot-grüner Regierungsverantwortung und einem Jahr schwarz-rotem Mitregieren kann man nur nach völligem Realitätsverlust und totaler Ignoranz behaupten „man hätte das nicht gewußt“.

Und als die Gesundheitsulla am 02.Juni 2005 den Zweiten Armuts- und Reichtumsbericht der damals noch rot-grünen Bundesregierung vor dem Deutschen Bundestag vorgestellt hat, da hat man auch nicht hingehört, weil man ja sich auf die vorgezogenen Neuwahlen konzentrieren musste.

«Zu allen notwendigen Reformen des Arbeitsmarktes sowie der sozialen Sicherungssysteme gehört es, dass wir Arbeitsplätze schaffen, die den Menschen ein Einkommen garantieren, von dem sie und ihre Familien leben können und bei denen die Schutzrechte der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen gewahrt bleiben. Denn die eigene Existenz zu sichern ist eine wesentliche Voraussetzung für die Freiheit von Menschen und die Bekämpfung von Armut.» hat die Gesundheitsulla damals gesagt.
Doch die Partei war gedanklich bereits bei den Neuwahlen, mit denen die „Weiterführung der Reformen unter Berücksichtigung sozialer Aspekte und der Verbleib in der Regierung” erreicht werden sollte.
Nun hat es ja, nach erheblichen personellen Verlusten im sozialdemokratischen Lager, nur zum Verbleib in der Regierungsverantwortung gereicht. Dennoch darf man den nun entbrannten Streit nicht als Aufheulen der sozialdemokratischen Seele über den eingeschlagenen Kurs der Koalitionsparteien oder gar als späte Reue über das eigene Versagen interpretieren.
Auch wenn der SPD-Linke Ottmar Schreiner dem Altbundeskaper Schröder nun vorwirft mit seiner verharzten Agendapolitik maßgeblich an der „neuen Armut“ mitgewürgt zu haben und der
SPD-Fraktionsvize Stefan Hilsberg die Hartz-IV-Politik von Rot-Grün als“ Lebenslüge” bezeichnet.
Wer jahrelang die Problematik der Massenarbeitslosigkeit ignoriert, verharmlost und mit Sprüchen wie „jeder hat durch die Reformen das Recht in Arbeit vermittelt zu werden“ um sich wirft, nachdem er mit seinen Parteigenossen angetreten war um „die Arbeitslosigkeit zu halbieren“ muss sich nun nicht wundern, wenn heute bei den „neuen Armen“ der letzte Funken Hoffnung durch „Verunsicherung“, Verzweiflung und Wut ersetzt wurde.
Dass fortwährend, auch unter der schwarz-roten Regierung, durch Verschärfung der HARTZ IV-Gesetze der Drangsalierungs- und Schikanefaktor auf die Arbeitsunwilligen, Faulenzer, Drückeberger und Sozialschmarotzer verstärkt wird, ist wenig zweckdienlich. Aber auf jeden Fall hilft es, das erzeugte Feindbild aufrecht zu erhalten. Nicht unbedingt nur um das eigene politische Versagen zu kaschieren, sondern auch um die wahren wirtschaftlichen Gründe zu verschleiern.

Neue ArmutJetzt so zu tun, als wäre die Arbeitsmarktpolitik, die Wirtschaftspolitik und die Finanzpolitik der letzten Jahre alleine ein Werk von Schröder, Clemens und Eichel gewesen, grenzt schon an Volksverdummung.
Wer hat denn das alles für gut befunden und im Bundestag und Bundesrat mit abgenickt?
Den Bockmist für den die Gesundheitsulla verantwortlich zeichnet, den hat sie sich ja auch nicht ganz alleine ausgedacht.

Wer nun also angesichts der wenig berauschender Realitäten weiter den tumben Sprüchen der Politiker glauben will, der darf gerne in der fruchtlosen Diskussion um die „neue Armut“, die „Unterschichten“, die „neue Philosophie für den Sozialstaat“, den „Bildungsaufbruch“,den „Bürokratieabbau“, die „Unternehmensteuerreform“, die „Bildungsreform“ und die „neue Familienpolitik“ mitmachen.

Aber wer von den „Reformen“ bereits betroffen ist und die „neue Armut” zu spüren bekommt, oder kurz davor steht, weil er so doof war bei Airbus oder BenQ zu arbeiten und immer das Märchen von den Langzeitfaulenzern und Sozialschmarotzern geglaubt hat, der sollte seine Wut und Empörung so rasch wie möglich auf die Straße tragen, denn zu Hause sitzen und Däumchen drehen kann er noch lange genug.
Sofern er so lange noch ein „zu Hause“ hat.


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Ist am Pool …

25. Oktober 2006 05:45

Was für eine Kanzlerin!!!!
Gestern noch im Hosenanzug beim zähen Ringen und Fingerhakeln mit stoppelbärtigen Sozialchaoten und sprachbehinderten Altbayern um den kleinsten gemeinsamen Nenner in der zukunftsweisenden Reform des deutschen Gesundheitssystems und heute schon wieder am Pool …

Bundeskanzlerin Merkel ist am Pool“ vernimmt der mit halb geschlossenen Augen vor sich hin dösende Arbeitnehmer im morgendlichen Nahverkehr auf dem Weg zur Arbeit und befürchtet im ersten Moment weitere Hängebackenporträts der Kanzlerin, wie sie unlängst von der britischen Zeitung SUN veröffentlicht wurden.

Doch dem jäh und erschreckt hochzuckenden Auge zeigt sich diese Information als Schlagzeile auf dem Titelblatt einer überregionalen Tageszeitung und entpuppt sich bei näherem Hinsehen als „Bundeskanzlerin Merkel in Istanbul“. Angela Merkel in Istanbul
Das zugehörige Foto zeigt eine dem Anlass entsprechend gekleidete Kanzlerin während der Transferverhandlungen beim Händedruck mit dem türkischen Premier Recep Tayyip Erdogan, vom FC Bosporus.

Nach unbestätigten Berichten aus dem Umfeld der mächtigsten Kanzlerin aller Zeiten ging es bei dem Happening am Bosporus nicht nur um die Feierlichkeiten zum Fastenbrechen am Ende des Ramadan, vergleichbar mit den Festivitäten am Ende der Bundesligasaison, sondern auch um die Rücknahme nicht integrierbarer türkischer Nationalspieler und im Gegenzug um den Bau einer Moschee auf dem Gelände des Reichstags in Berlin.
Außerdem soll darüber diskutiert worden sein, die Verwendung des Wortes „Gammelfleischdöner“ mit der Aberkennung der deutschen Ehrenrechte und der standrechtlichen Erschießung zu ahnden. Nach zähen Verhandlungen ist es jedoch der bundesdeutschen Verhandlungsführerin Üngülü Mürgülün gelungen mit der standesrechtlichen Erschießung ohne Aberkennung der Ehrenrechte einen Kompromiss auszuhandeln, der auch vom Zentralrat der deutschen Muslime mitgetragen werden kann.

Schon beim EU-Gipfel im Dezember 2005 war der mächtigsten Kanzlerin aller Zeiten durch geschicktes Taktieren gelungen, den deutschen Beitrag zum EU-Haushalt um zwei Milliarden in die Höhe zu treiben.
Und ohne ihren selbstlosen Einsatz beim Grillfest in Rostock, anlässlich des Kurzbesuchs des amerikanischen Präsidenten George W. Bush würden die deutschen Kriegschiffe heute noch in ihren Heimathäfen vor Anker liegen, statt im Mittelmehr zur allgemeinen Belustigung der Hisbollah Abenteuerkreuzfahrten vor der libanesischen Küste zu veranstalten.

Die vielfältigen Ergebnisse ihrer Gespräche mit dem russischen Ministerpräsidenten Putin befinden sich noch in der Übersetzungsabteilung des Bundeskanzleramtes. Wie jedoch aus gewöhnlich gut informierten Kreisen zu erfahren war, sei die Kohlebeschaffung für Glückauf Schalke 04 im Rahmen eines Kompensationsgeschäftes „Kohle gegen Gas“ mit dem in der russischen Mafialiga spielenden Verein „Gazprom“ auch durch Vermittlung von Iwanowitsch Schröder zu Stande gekommen. Der deutschstämmige Iwanowitsch Schröder mit dem Beinamen „der Schreckliche“ hatte sich bis zum Herbst 2005 noch durch die „Vermittlung von Arbeitskräften, die ein Anrecht auf Vermittlung hatten“ einen gewissen Ruf verschafft, der in die bundesdeutsche Geschichte eingegangen ist und Millionen von Menschen unvergessen bleiben wird.

Auch unvergessen bleiben wird Millionen von Zwangsversicherten in der gesetzlichen Krankenversicherung der wiedervereinten BRddr, der unermüdliche Einsatz der Merkelin bei der Nacht- und Nebelaktion „Gesundstoßen am bundesdeutschen Gesundheitssystem“ in Kooperation mit Ulla Schmidt, berüchtigt und bekannt auch als „die Gesundheitsulla mit dem visionären Blick für Beitragssenkung im Gesundheitswesen“.
Leider war es dieser Frau Schmidt nicht gegönnt innerhalb einer Regelstudienzeit von 8 Jahren die grundlegenden Regelwerke dieses Gesundheitssystem zu begreifen. Aber zumindest ihren Sprachfehler hätte sie sich mal auf Kosten der kranken Kassen behandeln lassen „gönnen“.

Wir dürfen daher gespannt sein, was die Üngülu Mürkülün, die geschickteste Verhandlungsführerin aller Zeiten in Zusammenarbeit mit dem „Berliner Gruselkabinett“ und den „Komikern der Laienspielgruppe Schwarz-Rot-Berlin“ in den nächsten Wochen und Monaten bis zum offiziellen Beginn der Narrenzeit noch vorbereiten und leisten wird.
Es wird vermutet, dass für den Fall, dass es ihr gelingt einen Besuchstermin in Pjöngjang zu bekommen, alsbald die Salzstöcke bei Gorleben zum Test von Atombomben wieder in Betrieb genommen werden könnten.
Was wäre dagegen schon der kläglich misslungene Versuch ihres Amtsvorgängers das „waffenfähige“ Atomkraftwerk von Hanau an die Chinesen abzugeben. Damals hatte der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) dem „Tagesspiegel“ erklärt, dass es schon vernünftig sei, wenn deutsche Spitzentechnologie wenigstens in China eine Zukunft habe.
Wobei sich in diesem Zusammenhang unwillkürlich schon die Frage stellt wie eigentlich Nordkorea …

Aber das war noch „in einem Land vor der Zeit der mächtigsten Merkelin“, die sich wie man den Medien entnehmen kann, nun auf ihre Rolle als Gastgeberin beim nächsten G8-Gipfel vorbereitet. Dabei sollen jedoch „außenpolitische Konflikte eher am Rande behandelt werden“, war aus Regierungskreisen zu hören.
Ist wohl auch besser so für eine Regierung, über deren Land seit Jahren die Geier kreisen und sich bis jetzt durch den teilweisen Wechsel der Obergeier unter der Führung der Geierwally nur die Flugrichtung geändert hat.
Jetzt halt gegen den Uhrzeigersinn.

Das aber macht aus Sicht der Kadaver nun wirklich keinen Sinn.


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