Datenaustausch

24. Januar 2007 05:45

Lieber Freund

Sind Sie noch Straftäter oder schon Fahrzeughalter?
Das ist wichtig, denn die Innenminister der EU haben sich dieser Tage unter Leitung unseres IM Zweirad darauf verständigt, dass zukünftig die Daten von Fahrzeughaltern dem vollen grenzübergreifenden Zugriff der nationalen Ermittlungsbehörden zur Verfügung stehen.

Wer also die Absicht hat irgendwo eine Bank zu überfallen oder gar einen Mord zu begehen, sollte vor und nach der Tatzeit nicht mit dem eigenen Auto unterwegs sein, denn die Gefahr wegen Falschparken oder einer Geschwindigkeitsübertretung zur europaweiten Fahndung ausgeschrieben zu werden, ist viel höher als wegen der begangenen Straftat erwischt zu werden.

Bei einem „informellen Treffen“ in Dresden hätten alle 27 EU-Innenminister seiner Idee zugestimmt, sagte der Bundesinnenwolfgang. Zwar gebe es noch einzelne Vorbehalte in Detailfragen, aber er sei sich sicher, dass man diese bis zum nächsten Treffen auch noch vom Tisch wischen könne. Dazu wolle er eine entsprechende Initiative ausarbeiten.
Die Bundesjustizbrigitte sieht das koalitionsbedingt ähnlich, denn noch ein Disput könnte in der rot-schwarz-bayerische Chaos-Koalition mit „Macht nur weiter so!“ ein weiteres Machtwort der Kanzlerin auslösen.
Dabei ist das Mädchen aus der Uckermark ja jetzt schon ganz heiser von der vielen Wörtern der Macht und ihre Umfragewerte haben sich seit ihrem letzten Rektoskopeinsatz in Washington auch noch nicht wieder erholt.

Der Vize-Präsident der Europäischen Kommission, Franco Frattini, begrüßte das von Schäuble initiierte Vorhaben, denn es gebe Bewegung „zum Optimismus“ und könne in der Zukunft hilfreich sein.

„So weit, so gut also?“, schreibt die Frankfurter Rundschau in einem Kommentar von Steffen Hebebrecht und gewährt nebenbei einen Blick in das wahre Seelenleben des Bundesinnenministers, der sich dahin äußerte, dass „der Steuerzahler es nicht billigen würde, wenn vorhandene Daten nicht genutzt würden.“
Nun weiß der aufmerksame und langjährige Beobachter, dass sich der Herrn Schäuble in seinen diversen Funktionen und Ämtern schon immer ideologisch etwas schwer getan hat, „dem Deutschen Volke“ zu dienen und nicht nur unter den gleichen chronischen „Erinnerungslücken“ und „Black-Outs“ leidet, wie sein einstiger Ziehvater Helmut Kohl, sondern auch noch mit der, medizinisch unerklärlichen, spontanen Bereitschaft zur Änderung des Grundgesetzes geschlagen ist.
Selbst für den obersten ideologischen Verbrechensjäger der Nation aber gilt, dass die Summe aller geistigen und körperlichen Gebrechen nicht mehr als 100% betragen sollte.
Nach neuesten medizinischen Erkenntnissen wird nun vermutet, dass „mobile Amnesie“ ähnliche Ursachen hat wie „amnesive Mobilität“ und vermehrt als Anlass zur Frühverrentung betroffener Arbeitnehmer mit Leitungsfunktion herangezogen werden (können).

Da auch der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Peter Schaar, keine Bedenken gegen den verstärkten grenzübergreifenden Austausch personenbezogener Daten hat und in diesem Zusammenhang auf den hohen Datenschutzstandard des Vertrages von Prüm verwies, wird sich also wohl kurzfristig niemand finden, der dem Innenwolfgang einen Satz Zaunlatten in die Speichen steckt um seine Irrfahrt auf dem Holzweg abrupt zu beenden und ihm das Brett vor dem Kopf entfernt.
So wird der Datenaustausch wohl grenzenlos werden und die Vernetzung der Polizei- und Justizcomputer Europas weiter vorangetrieben, bis aus dem feinmaschigen Netz zur „Sicherheit in Europa“ mit Sicherheit ein Leichentuch werden wird, mit dem jede „sicherheitsgefährdende Tendenz“ im Ansatz erkannt und im Keim erstickt werden kann.

Doch jeder Autofahrer weiß, dass Spikes zwar die Sicherheit und Spurtreue des Fahrzeug auf glattem Untergrund erhöhen, dennoch sollte man aber die Lenkung des Fahrzeugs auf keinen Falle einem „vernagelten“ Fahrer überlassen.

Und der nächste Winter kommt bestimmt, auch wenn die Koalition der Unfähigen jede Menge heiße Luft produziert.

Machopan
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Sicherheitsabstand

23. Januar 2007 05:45

Lieber Freund

Nach der Straßenverkehrsordnung wird bestraft, wer keinen genügenden Sicherheitsabstand zu anderen Verkehrsteilnehmern einhält.
Dies gilt sowohl für den Abstand zu Vorausfahrenden, als auch für den Abstand zu Vorbeifahrenden, wobei der Abstand zu Vorbeifahrenden mit einem Abstandshalter geregelt werden kann und wesentlich geringer ist als der Abstand zu einem Vorausfahrenden.
Der Abstand zum Vorausfahrenden ist geschwindigkeitsabhängig und wird nach der Faustformel „Geschwindigkeit halbe“ berechnet, im Volksmund oft auch fälschlicherweise als „Tacho halbe“ bezeichnet, denn Tachos haben, zumindest in den Autos die ich fahre, meist einen Durchmesser von nur 10 – 12 Zentimeter.
Daher wird vom Gesetzgeber als Messgröße für den Sicherheitsabstand in Metern die vom Tacho angezeigte „Geschwindigkeit“ in Kilometer je Stunde bevorzugt.

Daraus errechnet sich zum Beispiel bei einer Geschwindigkeit von 100 Km/h ein Sicherheitsabstand von mindestens 50 Metern. Entsprechende Messgeräte zur Überprüfung dieses Abstandes haben die Sicherheitsbehörden unseres Landes seit Jahren im Einsatz. Das ist allgemein bekannt und auch mir selbst liegt der fotographische und aktenkundige Existenznachweis dieser Geräte vor.

Vielen unbekannt ist aber, dass man umgekehrt aus dem benötigten Sicherheitsabstand auch Rückschlüsse auf die Geschwindigkeit ziehen kann.
Diesen Umstand haben sich die Sicherheitsbehörden unseres Landes jetzt zu Nutzen gemacht und einen Sicherheitsabstand von 12.000 Metern berechnet, was für ein Mitte des Jahres 2007 stattfindendes Ereignis auf eine Bewegungsgeschwindigkeit von ca. 24.000 km/h schließen lässt.
Das ist zwar wesentlich langsamer als das Licht, aber immer noch erheblich schneller als der Schall.

SicherheitszaunDieses Ereignis mit dem hohen Sicherheitsabstand findet Anfang Juni 2007 in Heiligendamm statt. Es handelt sich dabei nicht, wie der Name des Ortes vermuten lässt, um eine Heiligenerscheinung die Hunderttausende anlocken wird, denn dann würde man ja diesen enormen Sicherheitsabstand nicht benötigen, steht doch bereits in der Bibel, dass Jesus die Kindlein zu sich kommen lassen wollte um ihnen die Hand aufzulegen und sie zu segnen.

Nein, Anfang Juni 2007 erscheint in Heiligendamm die „Trippelschritt- Angela“ zusammen mit einigen anderen Scheinheiligen in Begleitung ihrer Pharisäer. Und die schlagen dort bei ihrer Zwischenlandung aus dem All mit einer derartigen Geschwindigkeit auf, dass man einen Sicherheitsabstand von 12 Kilometern benötigt um die Schaulustigen vor der „Globalen Verblendung“ dieser Lichtgestalten zu schützen, denen dazu auch noch ein extrem schlechter Ruf vorauseilt.

Damit die „Jungfrau aus der Uckermark“ und die anderen Scheinheiligen während ihrer zweitägigen Menstruationsklausurtagung auf Mittelerde nicht durch die Rufe ihrer Bewunderer gestört oder aus den globalen Träumereien gerissen werden, hat man einen Sicherheitsabstand gewählt, der es auch den größten Rufern in der Wüste unmöglich macht akustisch in den Meditationsbereich einzudringen.
Während die irdischen Erfüllungsgehilfen schon dabei sind den Zaun zur Einhaltung des Sicherheitsabstandes zu errichten, wird auf höchster Ebene noch „schönes Wetter“ gemacht und mit Petrus über eine sicherheitstechnisch notwendige Änderung der Windrichtung verhandelt, damit den Teilnehmern an diesem ergötzlichen Happening der kalte Wind aus den durch die Globalisierung entstandenen blühenden Landschaften der widerlich vereinten BRddr nicht zu sehr ins Gesicht bläst.

Wenn Sie mangels anderer Beschäftigung nichts besseres zu tun haben sollten, dann fahren Sie doch mal hin und schauen sich die Vorbereitungen auf dieses „göttliche“ Ereignis an, bei dem allein für den „Sicherheitsabstand“ mehr als zwölf Millionen Euro im märkischen Sand verbuddelt werden-
Oder noch besser, Sie sind am D-Day, dem 6. Juni 2007 (dem Jahrestag der Landung der Allierten in der Normandie) bei der Operation Overlord mit dabei, wenn die geballte Inkarnation des Hades mit einer Geschwindigkeit von mehr als 24.000 km/h meteoritenartig nach Heiligendamm einfällt.

Mehr fällt mir, zumindest im Moment, dazu nicht ein.

Machopan
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Ermittlungserfolg

22. Januar 2007 05:45

Lieber Freund

Einen Erfolg besonderer Art konnte die Polizei dieser Tage in einer hessischen Kleinstadt am Rande Frankfurts verbuchen.
In der Sparte „Autoaufbrüche“ gelang es der Polizei, einen 16-Jährigen, der zwei abgestellte Fahrzeuge gewaltsam „geöffnet“ und zwei Navigationsgeräte hatte „mitgehen“ lassen, dank eines Zeugenhinweises festzunehmen. Nach Angaben der “Ermittler” wurde der „wegen gleicher Delikte“ in 35 Fällen bereits wohlbekannte Teenager dem Haftrichter vorgeführt.

Selbst nach längerem Nachdenken bleibt da wohl manchem Leser die Spucke weg.
Da treibt in einer kleinen Stadt ein kleiner Krimineller sein Unwesen, ist bei unbekannter Dunkelziffer bereits 35 mal „erwischt“ worden und läuft immer noch frei herum.

An solche himmlischen Zustände in unseren Städten, mit freilaufenden Kriminellen und Wiederholungstätern hat sich „Otto Normalbürger“ ja zwangsweise schon gewöhnt.
Gewöhnt hat er sich auch daran, dass er den durch das „Öffnen“ seines Pkw entstandenen Schaden ohne Kasko-Versicherung selbst bezahlen darf. Mit Kasko-Versicherung zahlt er spätestens beim zweiten Mal die Zeche in Form höherer Beiträge oder Rückstufungen in andere Schadensklassen.

Nicht gewöhnen will sich „Otto Normalbürger“ aber daran, dass er den Ermittlungsbehörden auch noch mitteilen muss, dass der „übliche Verdächtige“ nun schon zum sechsunddreißigsten und siebenunddreißigsten Mal zugeschlagen hat.
Stellen Sie sich doch mal vor, was das für eine Arbeit wäre, wenn die “Ermittler” den Täter auch noch selber “ermitteln” müssten.
Es reicht doch schon, dass der Haftrichter in regelmäßigen Abständen mit dem Früchtchen zu tun hat und sei es auch nur um den Täter unverzüglich wieder auf freien Fuß setzen zu können.

Und kommen Sie jetzt nur nicht auf die Idee, die sich abzeichnende Karriere dieses vielversprechenden Teenagers durch fürchterlich gequetschte Finger in (ausgerechnet) Ihrer Autotüre beenden zu müssen.
Dafür würde SIE doch die volle Härte des Gesetzes treffen und der Haftrichter würde SIE doch glatt für ein paar Monate aus dem Verkehr ziehen.
An den Schadenersatz für die bleibende „Berufsunfähigkeit“ des jugendlichen Langfingers wollen wir jetzt erst mal gar nicht denken.

Machopan
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Klimakatastrophe

19. Januar 2007 05:45

Lieber Freund

Meteorologen ist es jetzt gelungen, den Nachweis zu erbringen, dass die primäre Ursache für die Klimakatastrophe und den milden Winter, der bis jetzt noch gar keiner war, nicht im vermehrten Ausstoß von Kohlendioxyd zu suchen ist.

Sie werden es nicht glauben, aber die Ursache für den milden Winter liegt primär in der Politik unserer Bundesregierung und der von ihr produzierten heißen Luft.
Diese Regierung läuft so heiß, dass allein mit der Abwärme einer einzigen Kabinettssitzung eine mittlere Kleinstadt mehrere Monate versorgt werden könnte.
Verstärkt wird dieser Aufheizeffekt noch durch die Reibungswärme, die durch die Geschwindigkeit entsteht, mit der die Bürger und Arbeitnehmer in diesem Land seit Jahren über den Tisch gezogen werden.

Auch die Auswirkungen des Schwelbrandes im deutschen Gesundheitswesen, in dem jede Menge Kohle unter der ganzen Asche vor sich hinkokelt, sind nach Meinung von Wetterexperten dafür verantwortlich, dass das Konsumklima generell schlechter geworden ist.
Hinzu kommen noch die Reformwinde aus ständig wechselnden Richtungen, die in Bodennähe meist orkanartige Ausmaße annehmen und schwere Verwüstungen am Vermögen des Volkes anrichten, während sie in höheren Regionen nur als milde säuselnde Brise wahrnehmbar sind, in der so manches Mäntelchen im Winde hängen kann.

Diese für Deutschland seit Jahren typische Inversionshochwetterlage mit ständig steigender Tieferdrücktendenz am Boden ist häufig auch eine Ursache für Smog. Trotz oder wegen mit missionarischem Eifer flächendeckend durchgeführten „Antiraucherkampagnen“, ruht eine kalte Luftschicht unter einer wärmeren und verhindert so eine ordentliche Durchmischung der prekären Unterschicht mit den wärmeren Oberschichten. So können Staub, Ruß, Schmutz und (giftige) Abgase am Boden gehalten werden, während „über den Wolken“ dagegen meist „gutes Wetter“ mit jahreszeitenabhängiger Eintrübungs- bzw. Vernebelungsneigung überwiegt.

Derartige Wetterlagen führen auch zu einer nachhaltigen, saisonal schwankenden Beeinträchtigung der Bodensicht. Verdeckten anfangs schwere kohlschwarze Wolken die Sicht auf die blühenden Landschaften, folgte eine turbulente Phase mit ganz schröderlichen Graupelschauern unterschiedlichster Korngrößen und heftigen sozialen Niederschlägen, die seit einiger Zeit in kaum merkeliche Bewölkung in Verbindung mit heftigsten Luftspiegelungen und Aufwinden übergangen ist.

Zu guter letzt darf man die wirtschaftliche Bedeutung des Wetters nicht vernachlässigen, denn laut Wikipedia hat das Wetter für eine Reihe von Unternehmen auch Auswirkungen auf die betrieblichen Erfolgsgrößen: „Zu den Branchen, bei denen sich das Wetter stark auswirken kann, gehören die Baubranche sowie die Tourismus- und Freizeitindustrie. Für einige Unternehmen kann das Wetterrisiko so signifikant sein, dass es gezielt im Risikomanagement des Unternehmens beobachtet und beispielsweise über so genannte Wetterderivate abgesichert wird.“

Nach Ansicht der Meteorologen erklärt sich mit diesem Sachverhalt auch der „wirtschaftlichen Aufwind“, der nach Ansicht so vieler Politiker über das Land bläst.

Auch wenn Sie selbst von diesem speziellen Aufwind noch nichts mitbekommen haben sollten, so kann es nicht nur für den wetterfühligen Bürger dieses Landes äußerst interessant sein woher der Wind weht der ihm ständig ins Gesicht bläst und warum er selbst meist im Regen steht.

Machopan
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Europa sicher leben

18. Januar 2007 05:45

Lieber Freund

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat die Website „Europa sicher leben“ unter dem Internetaktenzeichen „http://www.eu2007.bmi.bund.de/“ sicherheitszertifiziert und zur Benutzung durch die Bürger freigeschaltet.
Aus Anlass der deutschen EU-Ratspräsidentschaft kann sich dort der sicherheitsinteressierte bundesdeutsche „potenzielle Straftäter“ in drei(!) Sprachen neben dem „innenpolitischen Arbeitsprogramm“ auch das „gesammelte Gestammel“ des Herrn Innenministers antun.

Wer allerdings nach einer Möglichkeit sucht, sich mit Ideen, Visionen, Fragen, Wünschen oder gar Befürchtungen zur Entwicklung Europas an den Minister zu wenden, der wird enttäuscht, denn „die Webseite bietet derzeit keine Möglichkeit für EU-Bürger sich zu Europa-Fragen zu äußern.“.

Auch wer nach einer Anleitung zur Firewall-Konfigration seines Volks-PC’s sucht, um den Sicherheitsbehörden den uneingeschränkten Zugang zu möglicherweise terroristischem Datenmaterial zu ermöglichen, wird derzeit noch nicht fündig.
Jedoch ist es zum Nachweis der Verfassungstreue des Bürgers sicher nicht schädlich, den wöchentlichen Besuch dieser Webseite in den Verbindungsdaten deutlich zu dokumentieren und den Behörden ohne weitere Aufforderung für ihre Ermittlungsarbeiten zur Verfügung zu stellen.

Aber man kann sich schon mal die bei Ludwig van Beethoven abgekupferte „Europahymne“ anhören, denn so viel ist sicher, es gibt ein Europa nach Schäuble.
Doch heute sichern wir erst mal Europa und morgen dann die ganze Welt.

Ich wünsche Ihnen eine erkenntnisreiche Lektüre der „innenpolitischen Ziele“ auf den Webseiten des bunten Innenministeriums deutscher Nation, damit wir „Europa sicher überleben“.

Machopan
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