Weltnichtrauchertag

31. Mai 2007 05:45

Lieber Freund

Als ob wir nicht schon genug die Tage hätten, an denen bevölkerungspolitisch gesehen so gut wie nix geht, jetzt war dieser Tage auch noch der Weltnichtrauchertag.
Das ist sicher einer der Tage, von dem die Welt gedacht hat, dass sie ihn nicht braucht. Doch nun ist er da und die Welt raucht nicht.
Oder doch?

Gut, O.K., die Zahl der Zigarettenraucher soll ja einen beispiellosen Tiefstand erreicht haben und derzeit in etwa auf Augenhöhe mit dem politischen Niveau liegen.
Ist ja auch kein Wunder!
Stellen Sie sich doch mal vor, ein Helmut Schmidt könnte heutzutage ja nicht einmal mehr Bundeskanzler werden. Von Ludwig Erhard wollen wir jetzt erst mal gar nicht reden. Und wenn ich mich recht erinnere, dann habe ich auch Konrad Adenauer ab und zu mal mit einer „guten“ Zigarre gesehen.

Bei den flächendeckenden Rauchverboten in öffentlichen Kneipen und Regierungsgebäuden kommt man sich inzwischen fast vor wie in einer Lungenheilanstalt. Oder, solche Menschen soll es auch noch geben, wie in einer Strafanstalt.
Zwar schwächt sich die mit missionarrischem Eifer geführte Debatte über den Schutz der Nichtraucher etwas ab, doch das könnte durchaus daran liegen, dass die Raucher in den Untergrund gegangen sind und sich mit den „anonymen Aljoholikern“ zusammen getan haben. Neben den heimlichen Trinkern gibt es jetzt eben auch noch die heimlichen Raucher.
Einer aktuellen Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zufolge könnte sich die Angelegenheit jedoch ganz von selbst erledigen.
Nicht nur weil die Kid’s dank PISA nicht mehr wissen was ein „Lungenzug“ ist, lieber Koma-Saufen und sich fett fressen und nicht nur weil Deutschland zu wenig Kinder hat und unter einer Unterjüngung leidet, die sich als Überalterung bemerkbar macht.
Nein, auch der Trend der letzten Jahren geht eindeutig zum nichtrauchenden Kleinkind im nikotonfleckfreien Kinderzimmer und wenn dieser Trend so anhält, dann stirbt in Deutschland der Rauchernachwuchs einfach aus.

Wobei aus der Statistik hervorgeht, dass die Zahl der „Wasserpfeifenraucher“ unter den jugendlichen Rauchern zunimmt. Unsere Gesundheitsulla erhofft sich zwar durch das ab 1. September 2007 in Kraft tretende Abgabeverbot von Tabakwaren an Jugendliche unter 18 Jahren einen positiven Effekt auf die Zahl der „Nie-Raucher“, aber die Frau war ja geistig schon immer guter Hoffnung und hat es in den letzten Jahren geschafft sich auch körperlich in diese Richtung zu deformieren.

Zusammenfassend kann man sagen, dass „Zigaretten“ total out sind und auch Zigarren und Zigarillos nur noch in konspirativen Logen und Zirkeln konsumiert werden, zu denen der „Otto Normalraucher“ keinen Zugang findet.

Also geht der Trend eben zur Pfeife!
Nicht zur Wasserpfeife, nicht zur Friedenspfeife, sondern zur Trillerpfeife!
Und die Rote Karte gibt es gleich dazu.

Machopan
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Kreidefresser

30. Mai 2007 05:45

Lieber Freund

Als ob er gerade Kreide gefressen hätte, bekundet Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) plötzlich Sympathie für Demonstrationen zum G8-Gipfel, denn wenn Bürger darauf „aufmerksam machen wollen, dass es nicht so weiter gehen kann mit Afrika oder mit der Klimapolitik, dann ist das nur zu begrüßen“, sagte er der “Bild am Sonntag”.

Nun fragt sich der Leser, woher denn dieser plötzliche Sinneswandel beim Oberscharfmacher der Nation wohl kommen mag und warum er wohl bei den „guten“ Demonstrationsgründen die „böse“ Globalisierung vergessen hat.
Die Globalisierung, der seine Chefin ein ordentliches Makeup auf die Visage malen möchte und daher die G8-Gegner und Globalisierungskritiker dazu aufrief „auf Gewalt zu verzichten, sich friedlich für eine menschliche Globalisierung zu engagieren und ihren Beitrag dazu zu leisten, dass Proteste friedlich sind, dass sie gehört werden, aber dass Gewaltanwendung vermieden wird“.

Sollte etwa die besänftigende Tonart damit zusammenhängen, dass der Finanzminister Steinbrück die Millionen aus dem Weiterverkauf des Sicherheitszaun um Heiligendamm (neuwertig, nur einmal gebraucht, mit geringen Gebrauchsspuren) bereits fest in die Finanzierung der Kindergartenplätze eingeplant hat?

Oder glauben Sie, dass das Parfüm der Macht, das zum größten Teil auf dem Arbeits- und Angstschweiß der Massen basiert, nun zusammen mit den Schnüffelproben der möglicherweise gewaltbereiten Demonstranten zum Himmel stinkt.

Sie werden doch nicht wirklich annehmen, dass sich in der Bundesregierung die Erkenntnis durchgerungen hat, dass die psychisch von der zunehmenden Globalisierung Betroffenen ihren Unmut zunehmend mit physischen Mitteln zum Ausdruck bringen könnten.
Eher wird wohl die Erde eine Scheibe und zum Zentrum unseres Universum werden.
Machopan
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Spritpreise

29. Mai 2007 05:45

Lieber Freund

Sie brauchen eigentlich nicht mehr auf den Kalender zu schauen, sondern können an den Preisanzeigen der Tankstellen feststellen ob Feiertage in Sicht sind.
Das ist eigentlich eine gute Einrichtung, wobei die Öl-Multis ja immer noch heftigst dementieren, dass zwischen dem Benzinpreis und der Ferienzeit ein kausaler Zusammenhang besteht.

Das unterscheidet den Sprit vom Alkohol, denn Alkohol wird am Wochenende meist billiger und für 5 Euro kann man sich in jeder besseren Kneipe abfüllen und den Tank voll laufen lassen, bis nix mehr geht.
Wenn es mit den Benzinpreisen so weitergeht, dann kostet der Liter Sprit an der Tankstelle bald soviel wie ein Vollrausch in der Kneipe.
Es wird daher langsam Zeit, dass sich die Autofahrer darauf einstellen!

Also zukünftig zum Tanken und Kanister füllen in die Kneipe und wenn’s denn mal wieder Zeit für einen Rauschzustand ist, dann kann man sich ja mal einen Liter Benzin an der Tankstelle gönnen. Das ist zwar nicht mehr normal, wird aber ab 95 Oktan sicher Super.

Haben Sie sich eigentlich schon mal ausgerechnet, wie weit Sie mit ihrem Nobelhobel mit einer Flasche Jack Daniels kommen? Oder ist Wodka Gorbatschow besser?
Die meisten Autos können ja auch problemlos mit Alkohol gefahren werden, denn sonst könnte sich die Polizei die ganzen Alkoholkontrollen ja sparen.

Machopan
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Hyperlinks

25. Mai 2007 05:45

Lieber Freund

Bei der Recherche zu einem Posting über Uran bin ich bei Wikipedia auf die Begrifflichkeit der Halbwertszeit gestoßen und habe dort unter anderem erfahre, dass «die Halbwertszeit von Hyperlinks etwa 51 Monate beträgt. Das heißt, dass nach einem Jahr etwa 15% aller Hyperlinks nicht mehr gültig sind»

HyperlinkDas ist ja nun drastisch weniger als die Halbwertzeit von Uran mit 4,5. Mrd. Jahren. Dennoch lohnt es sich als Blogger, diesem Satz seinen vollen Informationswert zu entreißen. Denn das heißt doch nichts anderes, als dass eine der Grundsäulen des Internets, der Link, nicht dauerhaft tragfähig ist und früher oder später ins informationstechnologische Nirwana zeigt. Mir ist das zum ersten Mal richtig klargeworden, als die Rot-Schwarzen die Spuren der Rot-Grünen von den Internetseiten der Bundesregeierung getilgt haben.

Frei nach dem Motto „Was interessiert uns unser dummes Geschwätz von gestern“ wurde so die Dokumentation der Grausamkeiten vernichtet mit denen die Lebensgrundlagen der Bürger maßgeblich beeinflusst und verschlechtert wurden.

Stellen Sie sich mal vor, Sie werden irgendwann man von Ihren Enkeln (wenn Sie jemals welche haben sollten) gefragt, warum Sie dagegen nichts unternommen haben.
„Ich habe das nicht gewusst“, wird Ihnen als Antwort sicher nicht genügen, um sich gegen der Vorwurf der Mitläuferschaft zu wehren.
Und auf Ihre Frage, wie sie sich denn hätten zur Wehr setzen sollen, bekommen Sie sicher die Antwort: „Hi per Links“

Machopan
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Lebenslängliche Steuernummer

24. Mai 2007 05:45

Lieber Freund

Jeder Steuerpflichtige erhält ab 1. Juli 2007 „lebenslänglich“ und damit er im Gewirr der Gesetze und im Paragraphendschungel nicht verloren geht, erhält er zum gleichen Zeitpunkt auch noch eine neue „Steuernummer“.
Nein, die wird ihm (noch) nicht auf dem Unterarm eintätowiert, sondern zu seiner Akte genommen. Die Steuernummer dient dazu den Steuerpflichtigen zu steuern und vom Steuerbetrug abzuhalten.
Auf diese Weise kann jedes Finanzamt zügig Einblick in die Akten eines Steuerpflichtigen erhalten. So sollen Tricksereien eingedämmt werden.“, schreibt dazu der Spiegel, „Um die nun eingeführte Identifikationsnummer einzuführen, werden alle Daten der Meldeämter Deutschlands abgerufen und verglichen. Das sind Millionen von Datensätzen. Die neue bundeseinheitliche Steuer-Identifikationsnummer ersetzt die bisherige Steuernummer und besteht aus zehn Ziffern und einer zusätzlichen Prüfziffer. Daraus ergeben sich Name, Anschrift, Geschlecht, Geburtstag und -ort sowie das zuständige Finanzamt.“

Jetzt stellen Sie sich einfach einmal vor, Sie hätten bereits eine solche „bundeseinheitliche lebenslängliche Steuernummer“ und beabsichtigen im Rahmen ihrer individuellen Lebensabschnittsgestaltung in den Stand der Ehe zu treten, den Namen ihres Lebensabschnittsgefährten anzunehmen und mit ihm/ihr zusammen einen neuen Hausstand an einem anderen Ort im Zuständigkeitsbereich eines anderen Finanzamtes zu gründen. Um die Angelegenheit nicht noch unnötig zu komplizieren, wollen wir von einer zeitgleichen Geschlechtsumwandlung mal absehen.

So ein Vorgang sieht mir irgendwie nach einer umfangreichen Änderung dieser „lebenslänglichen Steueridentifikationsnummer“ aus.
Auch sollten Sie unbedingt in der Zeit vom 30. Juni 2007 bis Ende September 2007 von einem Umzug Abstand nehmen, denn in dieser Zeit werden „die Meldebehörden eine Liste mit den in ihrem Bereich registrierten Einwohnern an das Bundeszentralamt für Steuern übermitteln. Dieses wertet die Listen bis Ende September aus. Im Anschluss wird den Steuerpflichtigen ihre neue endgültige Steuernummer mitgeteilt.“

Das erinnert mich irgendwie an die Volkszählung im alten Palästina, als alle Bürger an den Ort ihrer Geburt zurückkehren mussten um sich dort zählen und registrieren zu lassen. Der damalige Herrscher Herodes nahm damals die Gelegenheit wahr, alle männlichen Kinder bis zum Alter von zwei Jahren erschlagen zu lassen um seinen Nachfolger auszuschalten.
Heute genügen der Frau Merkel dazu die Kindergartenplätze der Bundesfamilienministerin U.v.d.L, denn der Nachfolger für unsere Bundesangela muss erst noch geboren werden.
Und Kurti Beck wird Weinkönigin in der Pfalz - natürlich mit einer neuen Steuernummer.

Um mehr Bürgernähe zu schaffen, die Akzeptanz in der Bevölkerung für die neue Steuernummer nicht zur Lachnummer werden zu lassen, raten Steuerexperten dazu unbedingt die Vergabe von biometrischen Wunschsteuernummern vorzusehen, die dem Steuerpflichtigen das Gefühl vermitteln in diesem Land nicht nur Humankapital und Biomasse zu sein.

Auch sollte in der „lebenslänglichen Steueridentifikationsnummer“ noch Platz für die Verschlüsselung der politischen Gesinnung geschaffen werden, denn der Bundesinnenwolfgang befürchtet schon seit langem eine zunehmende Radikalisierung der Steuerzahler.

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