Familienfeierlichkeiten

24. Oktober 2007 05:45

Lieber Freund

Wegen immens wichtigen und wirklich einmaligen Familienfeierlichkeiten gibt es heute, am 24. Oktober 2007, nichts zu schreiben, nichts zu lesen und nichts zu meckern.

Heute ist alles supi - oder so.

Machopan
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Wucher

23. Oktober 2007 05:45

Lieber Freund

Was fällt Ihnen als erstes ein, wenn Sie ein Schreiben Ihrer Bank erhalten in dem Ihnen kurz und knapp mitgeteilt wird, dass die Bank durch die Entwicklung am Geld- und Kapitalmarkt „gezwungen“ ist, Ihren Zinssatz anzupassen. Der Sollzins betrage nunmehr 13,250 % und der Überziehungszins 18,250 %, der Habenzins wird in dem Schreiben nicht erwähnt und auf Nachfrage stellt sich heraus, dass dieser im Rahmen des kundenseitig gewählten „Kontenmodells“ weiterhin bei 0,000 % verharren wird.

Anhand dieses Sachverhalts fiel mir spontan die Bezeichnung für ein ganz altes Gewerbe ein, das schon zu Jesus Zeiten sein Unwesen trieb und sogar in der Bibel Erwähnung fand.
Nein, ich meine jetzt nicht die Nutten, ähhhh die Prostituierten, sondern die Wucherer, ähhhh die Banken.

Sie glauben, die beiden Berufsgruppen hätten nichts miteinander zu tun, man könnte sie nicht im gleichen Atemzug nennen und schon gar nicht wären sie vergleichbar. Na, dann denken Sie mal scharf nach und sehr schnell werden Sie auf die erste Gemeinsamkeit kommen, denn für Geld machen die doch alles, oder fast alles. Und was dem einen Berufszweig der Beischlafdiebstahl oder der vorgetäuschte GV ist, ist beim anderen Berufszweig die Wertstellung und die Überziehungszinsen.
Außerdem wird in beiden Geschäftsmodellen die „Notlage“ des Kunden schamlos ausgenützt.

Das glauben Sie nicht?

Ach, Sie haben keine Erfahrung mit Prostituierten?
Ok, ok, aber rein statistisch gesehen müssten Sie welche haben, denn pro Tag sollen circa 1,2 Millionen Männer „freiwillig“ bei den etwa 400.000 „Sachbearbeiterinnen des horizontalen Gewerbes“ nach dem rechten sehen und danach befriedigt das Weite suchen.

Das kann man von der gleichen Anzahl von Konteninhabern nach einem Blick auf den aktuellen Kontostand sicher nicht sagen. Und was man(n) auch nicht vergessen sollte - beim Kontostand hilft kein Viagra.
Wobei von einem größeren Geldbetrag durchaus eine gewisse erotisierende Wirkung ausgehen soll.

Machopan
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Schmusekurs

22. Oktober 2007 05:45

Lieber Freund

Am Freitag den 19. Oktober 2007 ging die Meldung über den Ticker, dass die Deutsche Bahn ihre Verhandlungen mit den Gewerkschaften Transnet und GDBA über eine neue Einkommensstruktur für den Konzern fortsetzt.

«Transnet und GDBA forderten von der Bahn ein Bekenntnis zu einem neuen Entgeltsystem für die 135.000 Tarifkräfte. ‘Insgesamt muss die Lohnfindung gerechter werden’, erklärten die Gewerkschaftsvorsitzenden Norbert Hansen und Klaus-Dieter Hommel vor den Gesprächen
Seit Start der Bahnreform sei den Beschäftigten immer mehr abverlangt worden. Die Eingruppierung sei aber seit 15 Jahren unverändert. Über die Neugestaltung des Entgeltsystems wird seit Jahresbeginn verhandelt. Auch der aktuelle Tarifkonflikt mit der GDL dürfte bei dem Treffen auch erörtert werden, hieß es bei Transnet
»

Ei guck a mol do!

Da wundert man sich nur, warum die GDL nicht auch gleich an den Gesprächen teilnimmt. Letztendlich muss es doch allen Gewerkschaften um die Arbeits- und Entgeltbedingungen ihrer Mitglieder gehen. Da würde es durchaus Sinn machen, wenn man nicht über, sondern miteinander redet und die Gewerkschaften gemeinsam - und vor allem im Interesse ihrer Mitglieder - an einem Strang ziehen würden.

So aber kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es neben Volkswagen und Siemens wohl noch andere Unternehmen gibt, die sich seit Jahren der konspirativen Kooperation „ihrer“ Gewerkschaft durch koordinierte Finanzierung und unentgeltliche Kopulation vergewissern.
Natürlich haben Vorstand und Aufsichtsrat des Unternehmens davon keinen blassen Schimmer und auch die Gewerkschaftsfunktionäre sind sich keiner Schuld bewußt.

Auch wenn, wie in diesem Fall, der Schein nicht trügt.

Machopan
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Rentenprivilegien

19. Oktober 2007 05:45

Lieber Freund

Wir schreiben den 18. Oktober 2007, in Deutschland bestreiken seit ein paar Stunden etwa 1400 Lokführer den Nahverkehr und die Presse berichtet sich seit Wochen zu Tode.
Was für ein Chaos!
Welch Ungemach für die Berufspendler!
Welcher Schaden für die Wirtschaft!
Muss das denn sein?
Nur wegen ein paar Euro fuffzig!
Sind zwei zusätzlich bezahlte Überstunden und 4,5% mehr Brutto denn nicht genug?
Muss es auch noch ein eigenständiger Tarifvertrag sein?
Denkt doch auch mal an die Bahn und ihre Kunden!
Was sollen denn die europäischen Nachbarn von uns denken?

Man muss schon lange in den deutschen Medien suchen, bis man außer der Nachricht über die „vermutliche“ Scheidung des französischen Staatspräsidenten Sarkozy endlich Informationen darüber findet, wie die Stimmung in unserem linksrheinischen Nachbarland gerade so ist:

FRANKREICH STEHT STILL!
Und das nicht etwa aus Trauer über die Trennung des Präsidentenpaares oder gar aus Ehrfurcht über den wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland.
Nein, Frankreich steht still weil die französischen Gewerkschaften streiken!
Flächendeckend!
Und nicht nur die Lokführer, sondern auch die Postbediensteten, die Lehrer, die Beamten und die Angestellten der Strom- und Gasversorger!
« Betroffen war vor allem der öffentliche Nahverkehr in Paris und in anderen Städten wie Lyon, Toulouse oder Reims. Am Morgen fuhren im Großraum Paris zur Stoßzeit so gut wie keine U-Bahnen oder Vorortzüge. In den Stadtzentren blieben viele Geschäfte geschlossen. Im ganzen Land kam es zu kilometerlangen Staus. Der überregionale Bahnverkehr war bereits seit dem Vorabend stark gestört. Auch der Zugverkehr von und nach Deutschland war betroffen.», meldet n-tv.de

Potz Blitz, das ist aber ein ganz anderes Kaliber als das, was hier die kleine GDL für ein paar Stunden mit ihren paar Lokführern abzieht.
Die Franzosen streiken nicht nur für ein paar Stunden. Der Streik dauert bis Freitag und wenn die Regierung nicht nachgibt, dann geht es nächste Woche weiter.
Dann soll der Arbeitskampf auch auf weitere Branchen wie die Müllabfuhr oder den Flugverkehr und andere Branchen ausgedehnt werden.
Da kommt richtig Freude auf!

Französische Lokführer verdienen übrigens mehr als ihre Kollegen in Deutschland und können schon mit 50 Jahren in Rente gehen.

Warum die Franzosen streiken?
Nein, nicht für mehr Geld oder mehr bezahlte Überstunden, sondern weil die Regierung die „Rentenprivilegien“ für Staatsbedienstete abschaffen will.
Der deutsche Michel sollte eben öfter mal nach Westen schauen.

Und ich gehe jede Wette ein, dass in der deutschen Presse mehr über die Scheidung des französischen Präsidenten zu lesen sein wird, als über die landesweiten Streiks in unserem Nachbarland.
Woran das wohl liegen mag?

Machopan
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Die Regenwurmpartei

18. Oktober 2007 05:45

Lieber Freund

Dass die Scharfmachern und Mitläufern der rot-grünen Chaosregierung unter Gerhard dem Schredder irgendwann mal von ihren Taten eingeholt werden, das haben sich Millionen von Menschen, die heute am unteren Rand unserer Gesellschaft stehen, seit Jahren gewünscht.

Jetzt zeichnet sich ab, dass diese Wünsche in Erfüllung gehen könnten, denn die Umfragewerte der Wahlforschungsinstitute signalisieren ein rasantes Schmelzen der Sympathiewerte, was wiederum auf eine erhöhte Betriebstemperatur der Republik hinweist.

Schauen wir uns die Parteienlandschaft, deren Programme und die handelnden Personen an, so wird rasch klar, dass es für Wähler, die noch über einen Hauch von freiheitlich-demokratischem Grundverständnis und sozialer Kompetenz verfügen, fast unmöglich geworden ist noch guten Gewissens ein Kreuz auf dem Wahlzettel zu machen. Was bleibt, ist nur noch vom Regen unter die Traufe zu wechseln oder durch die Wahl des kleineren Übels den Teufel mit dem Belzebub auszutreiben.

Eine Partei, die wie die SPD derart gegen ihre eigenen Grundprinzipien verstößt und ihre Wähler in einem einzigartigen Exodus in die wirtschaftliche Armut, soziale Abhängigkeit und gesellschaftliche Ausgrenzung treibt, hat jegliche Existenzberechtigung verloren. Statt “Agenda 2010” wäre „Holocaust made by SPD“ die richtige Bezeichnung für ein derartiges Regierungsprogramm, ergänzt durch den Zusatz „Powered by Deutsche Wirtschaft“.

Die Grünen, einst angetreten um den deutschen Wald zu schützen und für klares Wasser in Deutschlands Bächen zu sorgen, haben sich in sieben Jahren Rot-Grün derart prostituiert und unter der Führung Joschka Fischer’s jeden außenpolitischen, wirtschaftpolitischen und sozialpolitischen Schwachsinn abgenickt, dass sie nur noch für wirklich hartgesottene Ökö-Freaks wählbar sind.

Über die „Freien Demokraten“, die nun schon seit Jahrzehnten brav in der oppositionellen Duckstellung verharren und es weitgehendst ihrem „Guido“ überlassen, vom blau-gelben Narrenwagen aufgewärmte Kamellen in die Republik zu werfen, gibt es nicht wirklich viel zu sagen. Wie auch, wenn die Jungs und Mädels dieses Vereins schon chronisch froh sind, wenn sie knapp über der 5%-Hürde verweilen dürfen, um sich in sporadischen Abständen als möglicher Partner einer „Ampel Koalition“ in Gespräch bringen zu können.

Und die „Rechten“ und die „Linken“ kann man getrost in der Pfeife rauchen, sammeln sich doch in beiden Gruppierungen überwiegend Personen und Ideologien, die bereits bewiesen haben, dass das von ihnen vertretene Gedankengut ins Verderben führt. Das gilt für die rechten Nationalen und Anhänger des 1000-jährigen Reiches genauso wie für die Wende- und Schreihälse, die am liebsten ihren an die Mauer gefahrenen Arbeiter- und Bauernstaat reanimieren möchten.

„Nein danke“, kann man da selbst als Frust- oder Protestwähler nur sagen und sich die Frage stellen, was dann auf der politischen Farbpalette noch bleibt.

Die Schwarzen?
Welche Schwarzen meinen Sie denn?
Meinen Sie die Christlich-Sozialen oder die Christlichen-Demokraten?
Ja gut, die bezeichnen sich beide und jeder für sich als „Union“, aber als Wähler haben Sie damit natürlich das Problem, dass es in Wirklichkeit zwei Parteien sind, die sich nur ihre Claims in Deutschland abgesteckt haben. Das ist, ähnlich wie bei den Energiekonzernen, so eine Art Gebietsabsprache und eigentlich ein Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht. Aber das Bundesverfassungsgericht ist ja schließlich nicht das Kartellamt und hat auch bisher kein Interesse gezeigt diese „Absurdität“ zur Sicherung der eigenen Existenzberechtigung zu beenden.
Diese „Gebietsaufteilung“ der Wählerschaft hat zur Konsequenz, dass ein im Freistaat Bayern wohnender deutscher Staatsangehöriger, der aus politischer Überzeugung die „Christlich Demokratische Union (CDU)“ wählen möchte, das gar nicht kann. sondern sich mit der Ersatzdroge CSU, der Christlich Sozialen Union, zufrieden geben muss. Und die Wahlberechtigten außerhalb der Landesgrenzen des zur Bundesrepublik Deutschland gehörenden Freistaats Bayern haben, auch wenn sie es gern möchten, keine Möglichkeit die CSU zu wählen.

Warum die CDU und die CSU das so machen?
Natürlich weil es Vorteile für sie hat, denn die CSU muss bundesweit nicht die 5%-Hürde überspringen und kann trotzdem in die Bundespolitik mitmischen und sogar Bundesminister stellen, wie derzeit zum Beispiel den für Gammelfleisch zuständigen Herrn Seehofer.
Und die CDU hat den Vorteil, dass sie steif und fest behaupten kann, dass sie die größte Partei Deutschlands ist, wobei eben diese bayerische Besonderheit gerne vergessen wird.
Für beide Parteien hat es einige weitere Vorteile, denn selbstverständlich braucht man zum Beispiel zwei Parteivorsitzende und jede Partei kann im Wahlkampf von den öffentlich-rechtlichen Medienanstalten bundesweite kostenlose Sendezeit für sich beanspruchen. Was im Falle der CSU einer Farce gleichkommt, denn wie schon gesagt, kann diese Partei, der ein gewisser Unterhaltungswert sicher nicht angesprochen werden kann, außerhalb Bayerns gar nicht gewählt werden.

Warum ich so weit aushole und all diese, aus Sicht des Wählers, unverständlichen Selbstverständlichkeiten aufwärme?
Ja, weil der Spiegel jetzt meldet, dass die bundesweit agierenden Sozialen Demokraten Deutschlands (SPD) ein Problem mit der Lokalpartei CSU in Bayern haben, denn - so der Spiegel - nach einer Forsa-Umfrage würden nur noch 17% der Bayern SPD wählen, aber 58% die CSU, was sicher mit dem höheren Unterhaltungswert dieser Partei zusammenhängen könnte
Und in Sachsen ist es noch schlimmer, denn da wurden die Genossen von den Sozialchaotischen Partei Deutschlands bereits rechts und links überholt und laufen Gefahr im Wahlergebnis nur noch im einstelligen Prozentbereich zu liegen.

Da wundert es kaum, dass sich die SPD bundesweit windet und dreht, wie ein Regenwurm auf einer heißen Herdplatte, aber erstaunlich ist schon, dass immer noch darüber diskutiert wo Vorne und wo Hinten, wo der Kopf und wo der Arsch ist.
Dass das bei Regenwürmern nicht so einfach ist, musste der Herr Beck jetzt auch feststellen.

Regenwurm

Als kleiner Junge habe ich das Problem mit meinem Taschenmesser immer diplomatisch gelöst. Ein kurzer Schnitt, ein kurzes Zucken und schon konnte jeder Teil des Wurms hinmarschieren wo er wollte.

Im Falle der SPD müsste man allerdings den Kopf abtrennen und das ist bei einem Regenwurm ein schwieriges Unterfangen, denn der Kopf könnte auch der Arsch sein.

Machopan
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