Nimm zwei …

8. Februar 2008 05:45

Lieber Freund

Man nehme zwei Glatzköpfe in der Nähe eines abgebrannten Hauses und „abramakabra“ fertig ist die „rechtsextreme Szene“ in der mit 164.000 Einwohnern zweitgrößten Stadt des Bundeslandes Rheinland-Pfalz.
Richtig geraten, es ist die kreisfreie Stadt Ludwigshafen, in der wie Spiegel-Online berichtet „eine rechtsextreme Szene in Ludwigshafen durchaus existiert - auch das wurde an diesem Donnerstag klar. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE nahm die Polizei gegen 15.20 Uhr in der Ludwigshafener Maxstraße, rund 300 Meter vom Brandhaus entfernt, zwei 24-jährige Männer in Gewahrsam. Die mutmaßlich rechtsextremen Störer hatten gegen mehrfach ausgesprochene Platzverweise verstoßen.

Nun ist jeder fünfte Einwohner in Ludwigshafen (21,1%) Ausländer und niemand spricht von Überwanderung, aber der Presse genügen zwei „mutmaßlich rechtsextreme Störer“ um die Existenz einer rechtsextremen Szene nachzuweisen, denn „DIE ANGST GEHT UM IN LUDWIGSHAFEN“ - schreibt der Spiegel am 7. Februar des Jahres 2008.
Der Artikel selbst liest sich wie das Drehbuch zu einem Western von Sergio Leone: „Das ausgebrannte Haus liegt im rötlichen Licht der untergehenden Sonne. Von einer Litfasssäule schreit eine schrille Radiowerbung gegen den düsteren Ernst der Trauerkränze an. Und an zwei Mikrofonen, im Pulk vieler dunkel gekleideter Herren, ….“ stehen - nein, nicht Bud Spencer und Terence Hill - sondern der stämmige Deutsche Kurti Beck, Anführer der SPD-Bande, bekannt für sozialverträgliches Waschen, Schneiden und Fönen und der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan. Sie sind herbeigeeilt, um Seite an Seite den von braunen Horden bedrohten Ausländern in Ludwigshafen beizustehen.
“Seien Sie versichert”, ruft Beck in die seit Stunden wartende Menschenmenge, „es wird alles daran gesetzt, die Brandkatastrophe aufzuklären“ und Erdogan fügt hinzu: „Die deutsche Polizei und Feuerwehr hat alles in ihrer Macht Stehende getan, um zu helfen. Trotzdem ist unser Schmerz groß.“

Doch DIE ANGST GEHT UM IN LUDWIGSHAFEN, denn nur knapp 300 Meter von Brandort entfernt konnte die Polizei gegen 15.20 Uhr in der Ludwigshafener Maxstraße, zwei glatzköpfige Männer in Gewahrsam nehmen, musste sie aber nach wenigen Stunden wieder auf freien Fuß setzen, denn die an der Brandruine gefunden Nazi-Symbole „sind nicht frisch, sondern vor mehreren Jahren an die Wände geschmiert worden. Das gab Staatsanwalt Liebig bekannt. Neben dem Eingang des ausgebrannten und einsturzgefährdeten Wohnhauses steht zweimal das Wort “Hass”. Die Buchstaben “S” sind mit SS-Runen geschrieben“.
Scheint so, als hätte sich jahrelang niemand daran gestört!
Weder die Bewohner des Hauses, noch der Besitzer, noch die Anwohner, noch die Behörden der Stadt Ludwigshafen.

Doch DIE ANGST GEHT UM IN LUDWIGSHAFEN dichteln die Meinungsmacher der „vierten Gewalt“ in Ausübung ihrer Mission zur Meinungs- und Willensbildung im Volke munter weiter.
Noch sind nicht alle Bürger überzeugt, aber die Zahl derer, die Nachts aus Angst vor Anschlägen nicht mehr ruhig schlafen können, steigt stetig, denn die in Deutschland lebenden Ausländer fürchten radikale Deutsche fast genauso wie Deutsche die radikalen Ausländer.
Nun hoffen alle gemeinsam, dass der Brand in Ludwigshafen kein “Nazi-Anschlag” war - denn „sonst gibt es Krieg hier auf den Straßen.

Und jetzt, mein lieber Freund, jetzt stellen Sie sich mal vor, die Ermittler in Ludwigshafen würden behaupten, die Brandursache wäre ein simpler Kurzschluss, eine weggeworfene Zigarettenkippe oder eine umgefallene Kerze gewesen.
Aber bis dahin wird es noch Wochen dauern und sollte es wirklich „Krieg auf den Straßen“ geben, müsste wohl umgehend der gesellschaftliche Notstand ausgerufen und kampferfahrene Truppenverbände aus dem wilden Kurdistan und Afghanistan nach Deutschland verlegt werden um ihre Landsleute zu schützen.

Man muss nur zwei und zwei …
aber das ist ein anderes Thema und gehört zu den vier Grundrechenarten der eigenen Medienkompetenz.

Machopan
(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Nimm zwei …

8. Februar 2008 05:45

Lieber Freund

Man nehme zwei Glatzköpfe in der Nähe eines abgebrannten Hauses und „abramakabra“ fertig ist die „rechtsextreme Szene“ in der mit 164.000 Einwohnern zweitgrößten Stadt des Bundeslandes Rheinland-Pfalz.
Richtig geraten, es ist die kreisfreie Stadt Ludwigshafen, in der wie Spiegel-Online berichtet „eine rechtsextreme Szene in Ludwigshafen durchaus existiert - auch das wurde an diesem Donnerstag klar. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE nahm die Polizei gegen 15.20 Uhr in der Ludwigshafener Maxstraße, rund 300 Meter vom Brandhaus entfernt, zwei 24-jährige Männer in Gewahrsam. Die mutmaßlich rechtsextremen Störer hatten gegen mehrfach ausgesprochene Platzverweise verstoßen.

Nun ist jeder fünfte Einwohner in Ludwigshafen (21,1%) Ausländer und niemand spricht von Überwanderung, aber der Presse genügen zwei „mutmaßlich rechtsextreme Störer“ um die Existenz einer rechtsextremen Szene nachzuweisen, denn „DIE ANGST GEHT UM IN LUDWIGSHAFEN“ - schreibt der Spiegel am 7. Februar des Jahres 2008.
Der Artikel selbst liest sich wie das Drehbuch zu einem Western von Sergio Leone: „Das ausgebrannte Haus liegt im rötlichen Licht der untergehenden Sonne. Von einer Litfasssäule schreit eine schrille Radiowerbung gegen den düsteren Ernst der Trauerkränze an. Und an zwei Mikrofonen, im Pulk vieler dunkel gekleideter Herren, ….“ stehen - nein, nicht Bud Spencer und Terence Hill - sondern der stämmige Deutsche Kurti Beck, Anführer der SPD-Bande, bekannt für sozialverträgliches Waschen, Schneiden und Fönen und der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan. Sie sind herbeigeeilt, um Seite an Seite den von braunen Horden bedrohten Ausländern in Ludwigshafen beizustehen.
“Seien Sie versichert”, ruft Beck in die seit Stunden wartende Menschenmenge, „es wird alles daran gesetzt, die Brandkatastrophe aufzuklären“ und Erdogan fügt hinzu: „Die deutsche Polizei und Feuerwehr hat alles in ihrer Macht Stehende getan, um zu helfen. Trotzdem ist unser Schmerz groß.“

Doch DIE ANGST GEHT UM IN LUDWIGSHAFEN, denn nur knapp 300 Meter von Brandort entfernt konnte die Polizei gegen 15.20 Uhr in der Ludwigshafener Maxstraße, zwei glatzköpfige Männer in Gewahrsam nehmen, musste sie aber nach wenigen Stunden wieder auf freien Fuß setzen, denn die an der Brandruine gefunden Nazi-Symbole „sind nicht frisch, sondern vor mehreren Jahren an die Wände geschmiert worden. Das gab Staatsanwalt Liebig bekannt. Neben dem Eingang des ausgebrannten und einsturzgefährdeten Wohnhauses steht zweimal das Wort “Hass”. Die Buchstaben “S” sind mit SS-Runen geschrieben“.
Scheint so, als hätte sich jahrelang niemand daran gestört!
Weder die Bewohner des Hauses, noch der Besitzer, noch die Anwohner, noch die Behörden der Stadt Ludwigshafen.

Doch DIE ANGST GEHT UM IN LUDWIGSHAFEN dichteln die Meinungsmacher der „vierten Gewalt“ in Ausübung ihrer Mission zur Meinungs- und Willensbildung im Volke munter weiter.
Noch sind nicht alle Bürger überzeugt, aber die Zahl derer, die Nachts aus Angst vor Anschlägen nicht mehr ruhig schlafen können, steigt stetig, denn die in Deutschland lebenden Ausländer fürchten radikale Deutsche fast genauso wie Deutsche die radikalen Ausländer.
Nun hoffen alle gemeinsam, dass der Brand in Ludwigshafen kein “Nazi-Anschlag” war - denn „sonst gibt es Krieg hier auf den Straßen.

Und jetzt, mein lieber Freund, jetzt stellen Sie sich mal vor, die Ermittler in Ludwigshafen würden behaupten, die Brandursache wäre ein simpler Kurzschluss, eine weggeworfene Zigarettenkippe oder eine umgefallene Kerze gewesen.
Aber bis dahin wird es noch Wochen dauern und sollte es wirklich „Krieg auf den Straßen“ geben, müsste wohl umgehend der gesellschaftliche Notstand ausgerufen und kampferfahrene Truppenverbände aus dem wilden Kurdistan und Afghanistan nach Deutschland verlegt werden um ihre Landsleute zu schützen.

Man muss nur zwei und zwei …
aber das ist ein anderes Thema und gehört zu den vier Grundrechenarten der eigenen Medienkompetenz.

Machopan
(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten