Antidepressiva
23. März 2009 05:45

Laut Wikipedia werden Medikamente die gegen Depressionen, Zwangsstörungen, Panikattacken, Angststörungen, phobischen Störungen, Essstörungen, chronischen Schmerzen, Entzugssyndromen, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen, posttraumatischen Belastungsstörungen und prämenstruell-dysphorischem Syndromen eingesetzt werden unter dem Begriff “Antidepressiva” zusammengefasst.
Nachdem die Bundesregierung zu der freudigen Erkenntnis gebracht worden war, dass die bundesdeutschen Banken ihre fruchtbaren Tage nunmehr hinter sich gebracht hatten und die im Herbst 2008 vermehrt auftretenden prämenstruellen Syndrome wegen der periodisch in dieser Branche auftretenden Windeiern diesmal nicht mit einer leichten Schmierblutung enden würden, sondern sich alle Symptome eines globalen “Abortus incipiens” zeigten, wurden den “notleidenden Banken” präventiv schon mal Antidepressiva in Milliardenhöhe verschrieben.
Da im kranken System der Bundesrepublik Deutschland die Patienten in der zweiten und dritten Klasse schon seit Jahren unter Entzugssyndromen, erheblichen posttraumatischen Belastungsstörungen sowie chronischen Schmerzen und Panikattacken leiden, wurde auch ihnen rasch mal Antidepressiva für circa 50 Milliarden Euro verordnet.
Damit soll vor allem die im Land grassierende Konsumschwindsucht bekämpft und die Angst vor Bildungs- und Altersarmut gelindert werden.
Natürlich handelt es sich um ein reines Placebo, das derart selbstheilende Kräfte entwickeln soll, dass sich die Ausgaben unter dem Strich in Mehreinnahmen für den Staat umwandeln, wo ihn doch jetzt gerade erst die vom Bundesverfassungsbericht verordnete Wiedergewährung der Pendlerpauschale satte 5,3 Milliarden “kostet”.
Doch in Wahrheit ist diese Dopingspritze für das Fußvolk ja nur ein kleiner Teil dessen, was man sich an notwendigen Infrastrukturausgaben in den letzten Jahren gespart hat.
Und diese “Kosteneinsparungen”, die ursächlich dafür verantwortlich sind, dass sich das Land in einem absolut jämmerlichen Zustand befindet, werden jetzt von den Regierungsparteien als “die größte Investition seit Kriegsende” angepriesen.
Dabei ist es nur eine der größten Lügen seit Kriegsende.
Oder sollte es wirklich jemand “ernsthaft” für möglich halten, dass man das marode Bildungswesen dadurch bessern kann, dass nach 25 Jahren die Kloschüsseln der Schultoilette ausgetauscht werden und das Flachdach der Turnhalle geflickt wird?
Daran, dass die Luft im Lande sauberer wird und existenzsichernde Arbeitsplätze erhalten werden, nur weil ein alter Opel verschrottet und durch einen neuen Suzuki ersetzt wird, kann auch nur jemand glauben, der völlig verdrängt dass der PKW-Verkehr lediglich zu 14% an der Luftverschmutzung beteiligt ist und die Wertschöpfungskette eines japanischen Kleinwagens überwiegend außerhalb der bundesdeutschen Landesgrenzen abläuft.
Halten Sie es etwa wirklich für möglich, dass von einer Änderung der KFZ-Besteuerung oder der Erneuerung einer mehrfach geflickten Fahrbahndecke einer Autobahn ein bundeweiter Impuls für Wachstum ausgeht?
Oder lassen Sie sich gar durch die “Investitionen in die energiesparende Sanierung öffentlicher Gebäude” blenden?
Dann haben Sie sicher schon vergessen, dass genau diese “öffentlichen Gebäude” bisher bewusst ausgeklammert wurden, als man den privaten Gebäudeeigentümern im Jahr 2006 die Energiesparverordnung (EnEV) und den Energieausweis für Wohngebäude aufs Auge gedrückt hat.
Den Eigentümern öffentlicher Gebäude wurde damals eine “Schonfrist” bis zum 1. Juli 2009 eingeräumt, denn der für die Gebäudesanierung notwendige (finanzielle) Aufwand, war den Eigentümern mit der öffentlichen Hand damals nicht “zumutbar”.
Und genau diese aufgeschobenen Gebäudesanierungen werden jetzt von der Bundesregierung als “besonderes Investitionsprogramm zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise” verkauft.
Dagegen ist selbst der Baron von Münchhausen ein echter Wahrheitsfanatiker.
Also lassen Sie sich von den Regierenden nichts vormachen, denn diese Antidepressiva sollen Sie nur so weit benebeln und gefügig machen, dass Sie zumindest bis zur Wahl nicht merken wie sie permanent auf’s Kreuz gelegt und über den Tisch gezogen werden.
Wenn Sie dann im Herbst 2009 Ihr Kreuz an der vorgegebenen Stelle gemacht oder den Weg ins Wahllokal gar nicht erst gefunden haben, erhalten Sie dann die Rechnung für diese staatlich verordneten “Antidepressiva”.
Aber machen Sie denen da oben doch einfach einen Strich durch die Rechnung.
Am besten auf dem ganzen Wahlzettel, entweder von rechts unten nach links oben, oder links unten nach rechts oben.
Mitten durch die Mitte!!
Denn auch Wähler mit Depressionen, Zwangsstörungen, Panikattacken, Angststörungen, phobischen Störungen, Essstörungen, chronischen Schmerzen, Entzugssyndromen, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen, posttraumatischen Belastungsstörungen und prämenstruell-dysphorischem Syndromen sollten ab und an noch ihre lichten Momente haben und zwischen Ursache und Wirkung unterscheiden können.

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