Steuerausfall

25. Mai 2009 05:45

Lieber Freund

Wenn Sie sich unter einem Steuerausfall so eine Art defekter Steuerung vorstellen, dann dürften Sie verkehrstechnisch nur knapp daneben, jedoch finanztechnisch völlig schief liegen.
Natürlich ist und bleibt so ein Ausfall “eine Störung oder auch das Versagen eines Teils oder eines Systems, das dessen Funktionieren verhindert“.

Nun könnte man sich im Fall der “Steuerausfälle” der Bundesrepublik Deutschland lang und breit darüber Gedanken machen, welcher Teil der politischen Steuerung und Lenkung für welche Störung und damit letztendlich für das Versagen des Systems verantwortlich ist.
Wie gesagt, man könnte sich Gedanken machen - muss es aber nicht (mehr), denn das Problem wird sich durch den finalen Crash des Systems selbst erledigen.
Statt dessen sollten Sie sich (und zwar ganz rasch) Gedanken darüber machen, dass Sie genau dort stehen, wo der Aufprall dieses aus der Bahn geratenen schwarz-rot-senffarbigen Spielmobils die größten kollateralen Sach- und Personenschäden verursachen wird.

Dass das Gefährt schon vor vielen Jahren auf die Gegenfahrspur geraten ist, dürfte zwischenzeitlich ja jedem Verkehrsteilnehmer hinlänglich bekannt sein.
Aber das kommt eben davon, wenn Lenkungs- und Führungspositionen ständig mit egomanischen Fahranfängern besetzt werden, die mit ihrem materiell-ideologisch verzerrten Sichtwinkel zwar wissen wo in ihrer Märchenwelt politisch Links und politisch Rechts ist, sich aber beim Abbiegen in jedem Kreisverkehr verfahren und offensichtlich keine Ahnung davon haben wo es eigentlich wirklich lang geht.
Nachdem diese Sonntagsfahrer auf ihrer Irrfahrt die Orientierung völlig verloren hatten, drückten sie das Gaspedal durch und hielten das zunehmende Tempo für Aufschwung und die Fliehkraft ihrer Schlangenlinien für Eigendynamik.

Zwar dämmert dem Einen oder Anderen dieser bekifften Geisterfahrer, dass jede Gerade endlich ist und an ihrem Ende eine Kurve lauert.
Aber die Banker haben doch gerade erst vorgemacht, dass es für eine stolzgeschwellte Brust unter einer weißen Weste völlig genügt, das während der Finanzorgie vollgekotzte Sabberlätzchen einfach an Andere weiterzureichen.

Und wenn Sie jetzt noch raten müssen, wem dieses von der Finanzwelt „vollgekotzte Sabberlätzchen“ umgebunden wird, dann darf ich Ihnen einen Tipp geben, denn es werden die gleichen Personen sein, die die von der Politik in den letzten Jahren vollgeschissene Windel auftragen dürfen.

Weiterführende Literatur zu diesem Thema, sowie eine “Faustformel für Steuerausfälle” finden Sie hier!

Und jetzt machen Sie mal brav Ihr „Bäuerchen
Ob durch Ruktus oder Anus spielt keine Rolle mehr.

Machopan
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Auf der Straße

18. Mai 2009 05:45

Lieber Freund

heute fasse ich mich diplomatisch kurz, denn ich bin diese Woche nicht im Netz unterwegs, sondern auf der Straße.
Zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Souverän und Politik werde ich den direkten Kontakt zu den vom Volk gewählten und hauptberuflich dafür bezahlten Vertreter völkischer Interessen aufnehmen, um ihnen mitzuteilen:

a-tens: wo der Schuh drückt
b-tens: was die Uhr geschlagen hat
c-tens: wo der Hammer hängt und
d-tens: dass nunmehr Schluss mit Lustig ist.

Ausgestattet mit jeder Menge schlagender Argumente, werde ich außerdem dem einen oder anderer Exemplar dieser Spezies die Hand zu geben, wenn es denn sein muss auch mitten ins Gesicht. So kurz vor der Wahl, darf sich das Zielobjekt selbstverständlich zwischen der offenen Hand und der geballten Faust entscheiden.

Bei dieser Gelegenheit fällt mir ein alter Witz ein:
«Sitzen zwei Rentner auf einer Parkbank.
Sagt der Eine zum Anderen: „Hast du den gestern den Minister für Arbeit und Soziales getroffen?“.
Sagt der Andere: „Ja, genau zwischen die Augen!“»

Von dem Witz gibt es noch eine andere Version:
«Sitzen zwei Langzeitarbeitslose auf einer Parkbank.
Sagt der Eine zum Anderen: „Hast du den gestern den Minister für Wirtschaft getroffen?“
Sagt der Andere: „Ja, genau zwischen die Augen!“»

Vor kurzem ist noch eine weitere Version im Internet aufgetaucht, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte:
«Sitzen zwei Steuerzahler auf einer Parkbank.
Sagt der Eine zum Anderen: „Hast du den gestern den Bundesminister für verschwendete Staatsfinanzen getroffen?“
Sagt der Andere: „Ja, wie es sich gehört, mit einem Dumdum-Geschoss genau da hin wo bei einem normalen Menschen statt dem Großkapital das Großhirn sitzt“.
Sagt der Erste: „Das wäre aber nicht nötig gewesen“.
Sagt der Zweite: „Warum?“
Sagt der Erste: „Weil der Mann sich doch die Kugel schon längst selbst gegeben hat!“.

Und einen habe ich noch!
«Sitzen ein Wessi und ein Ossi auf einer Parkbank.
Sagt der Wessi zu dem Ossi: „Ist dir auch aufgefallen, dass sich 20 Jahre nach dem Mauerfall kein Politiker mehr an der Mauer fotografieren lassen will?“
Sagt der Ossi: „Jetzt wo du es sagt. Die Jungs und Mädels wollen sich eben nicht mit dem Rücken zur Wand ablichten lassen?“
„Nee“, sagt der Wessi, „das ist es nicht. Die haben Angst, dass jemand diese Gelegenheit ausnützen könnte und wer möchte schon gerne als der erste Mauertote nach der Wiedervereinigung in die Geschichte eingehen!“

Und zum Schluss noch einen, ganz aktuellen und realistischen, aber schlechten Witz:
Unterhält sich der behinderte Bundesinnenminister Schäuble vor einer Bundestagssitzung mit einem blinden Bundestagsabgeordneten.
Sagt Schäuble: „Ich werde heute das Grundgesetz ändern“.
Sagt der Blinde: „Und ich werde Ihnen dabei genau auf die Finger schauen“.

Dabei weiß doch jedes Kind, dass man dem Bundesinnenminister nicht nur genau auf die Finger „schauen“ muss, sondern richtig auf die Finger „hauen“ muss.

In diesem Sinne.
Folgen wir dem Ruf der Straße.
Man sieht sich.

Machopan
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Heimweh

11. Mai 2009 05:45

Lieber Freund

Ich habe sicher Vieles, darunter auch manche Wünsche, einige Fehler, verborgene Talente, wechselnde Visionen, spezielle Neigungen, krude Ideen und spontane Gefühle, aber Heimweh habe ich definitiv nicht.
Die Gründe, warum ich Deutschland den Rücken gekehrt habe, sind vielfältiger Art und haben nach jahrelanger Abwägung zu dem Entschluss geführt das Land meiner Väter für immer zu verlassen. Und mit dieser Entscheidung stehe ich nicht völlig allein.
Wer meine Blog-Einträge der letzten Jahre liest, kann an den Themen und der zunehmenden Verrohung meiner Sprache die geringe Wertschätzung ablesen, die ich für die herrschenden bundesdeutschen Politikern und Wirtschaftslobbyisten hege.

Fakt ist, dass eine autoritäre Politkaste in kooperativer Komplizenschaft mit skrupellosen Wirtschaftsganoven ein System der kollektiven Ausbeutung, Unterdrückung, Überwachung und Bevormundung des Volkes aufgebaut hat und ständig daran arbeitet es weiter zu perfektionieren und zu schützen.
Dass der Deutsche in seiner genetisch bedingten Art ein eher stoischer und gutmütiger Ochse ist, der sich vor fast jeden Karren spannen lässt, hat den von langer Hand geplanten Umbau der Deutschland-AG zumindest begünstigt.
Und während der deutsche Ochse weisungsgemäß den Riemen täglich enger schnallt, das Maul hält, brav seine Arbeit erledigt und den Kopf einzieht, führt man ihn am Nasenring zum Schlachter und erzählt ihm die Geschichte vom Licht am Ende des Tunnels, das er irgendwann zu sehen bekommt.
Für einen alten schwäbischen “Häge” wie mich war das nun wirklich keine erstrebenswerte Perspektive.
Außerdem sind mir mit zunehmenden Alter die dümmlichen Sprechblasen, permanenten Lügen, rotzfrechen Manipulationen und hinterfotzigen Intrigen der Berliner Politclowns auf die männlichen Weichteile gegangen.
Dies hätte in näherer Zukunft unweigerlich zu einer zunehmenden Gewaltbereitschaft geführt, den einen oder anderen Politiker einige Zähne oder das Leben gekostet und mich lebenslänglich kriminalisiert.

Daher habe ich mich entschlossen dem bundesdeutschen Ausbeutungssystem meine weitere Mitgliedschaft aufzukündigen und mich persönlich, ohne um Erlaubnis zu fragen, aus politischen, wirtschaftlichen und familiären Gründen aus der bundesdeutschen Republik zu entfernen und bei Nacht und Nebel in den Westen „rübergemacht“.
Etwas salopper könnte auch sagen, dass ich mit Sack und Pack ins Ausland bin, weil mir in Deutschland das Pack auf den Sack gegangen ist.
Selbstverständlich habe ich mir erlaubt meine gesamte Arbeitskraft, mein Wissen, meine Familie und den größten Teil meiner Habe mitzunehmen. Der verbliebene Rest wird gerade vom wildgewordenen Bundesfinanzminister Peer Steinbrück per “HRE Notstandsgesetz” enteignet um die Republik zu retten.

Solch freche Bubenstückchen hätten mich vor Jahresfrist noch aufgeregt.
Heute sehe ich das als ein intersubjektives Symptom eines 3K-Systems (krank, korrupt, kaputt), das sich gerade im Vorbereitungsstadium zu den Endphasenverbrechen befindet.
Da muss man als Fahnenflüchtiger, sozialer Demokrat, Umstürzler und Dissident schon froh sein, wenn man selbst außer Schussweite ist und nur das Vermögen verliert während man auf den großen Knall wartet.
Und Heimweh gibt es erst wieder, wenn die obersten Schreibtischtäter vor Gericht stehen und ich als Zeitzeuge geladen werde!

Machopan
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