Migrationsstudie

29. Juni 2009 05:45

Lieber Freund

Wenn Sie glauben, in den Neuen Bundesländern einen männlichen Muslim mit Kopftuch gesehen zu haben, dann kann es sich nur um eine Fata Morgana handeln, denn 98% der in Deutschland lebenden Muslime wohnen in den Alten Bundesländern und Kopftücher trägt nur eine weibliche Minderheit von 30%.

Dieses und weiter Erstaunliches hat eine im Auftrag des Bundesinnenministeriums durchgeführte „Migrationsstudie“ ergeben, bei der, man höre und staune, 6004 Menschen telefonisch befragt wurden.

Bevor Sie jetzt weiterlesen, sollten Sie auch unbedingt wissen, dass es sich dabei nach Angaben des SPIEGEL um «die erste repräsentative Studie in diesem „Milieu“ handelt und unter Einrechnung der Auskünfte über Familienangehörige ergebe sich daraus eine rechnerische Datenbasis von rund 17.000 Personen.»

Also vergessen Sie alles was Sie bisher über “Muslime in Deutschland” ahnten und lassen Sie die folgenden Zahlen und Erkenntnisse unbedingt etwas länger auf sich wirken, da Ihnen sonst der intellektuelle Zugang zum etwas verborgenen Spaßfaktor sicher nicht gelingen wird.

Also aufgepasst!
Laut dieser Studie leben in Deutschland mehr Muslime als bisher angenommen, nämlich rund vier Millionen statt der bisher geschätzten 3,3 Millionen und damit rund fünf Prozent der Gesamtbevölkerung.
Leider gibt die Studie weder Auskunft darüber wo sich die rund 700.000 zusätzlichen Muslime bisher versteckt gehalten haben, noch wie viele der in Deutschland lebenden Muslime über einen Telefonanschluß gepaart mit den für eine telefonische Befragung notwendigen Kenntnissen der deutschen Sprache verfügen.

45% der in Deutschland lebenden Muslime haben einen deutschen Pass.
Erstaunlich, echt erstaunlich, wusste man doch bis eben noch nicht einmal wie viele Muslime sich in Deutschland aufhalten, aber wie viele Ausländer muslimischen Glaubens einen deutschen Pass besitzen sollte man eigentlich nicht erst über eine Telefonbefragung feststellen müssen.

Über zwei Drittel der Musliminnen tragen kein Kopftuch und 70 Prozent der Musliminnen tragen nie ein Kopftuch.
Ah jetzt ja! Kann man sich zwar rein mathematisch kaum vorstellen, ist aber doch echt erstaunlich was man mit einem Telefonanruf im muslimischen „Milieu“ Deutschlands so erfahren kann. Jetzt wäre es nur noch interessant, ob sich diese Auskunft über das Tragen eines Kopftuchs nur auf den heimischen Bereich oder auch die Öffentlichkeit bezog.

Ganz lustig ist auch der Schluss der diesen informell hochwertigen Artikel im SPIEGEL ziert, denn es wird Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble zitiert, der nach dreieinhalb Jahren Islamkonferenz die Lage wir folgt zusammenfasst: „Die Muslime fühlen sich heute in Deutschland besser aufgehoben, besser wahrgenommen, und der nichtmuslimische Teil der Gesellschaft hat besser verstanden, dass der Islam ein Teil unseres Landes geworden ist und dass uns die Vielfalt nicht bedroht, sondern eine Bereicherung ist.”

Übrigens fühlen sich laut „Migrationsstudie“ nur etwa 25% der Muslime durch die „Dachverbände“ repräsentiert, mit denen der Bundesinnenminister Schäuble seit mehr als drei Jahren in der „Islamkonferenz“ rumkaspert.

Na denn.

Machopan
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Wahlkater

22. Juni 2009 05:45

Lieber Freund

Wie immer nach einer Wahl beginnt bei den offensichtlichen Verlierern das Wundenlecken und bei den vermeintlichen Gewinnern das Frohlocken darüber, dass es nicht ganz so schlimm gekommen ist, wie man es vorher eigentlich befürchtet hatte.
Verwunderlich ist eigentlich nur, warum es in der Menge der Abgewatschten nur wenige lange Gesichter unter den vielen chronisch dickbackigen Langnasen gibt.
Den Mund mit Vorwahllügen und Wahlversprechungen voll genommen haben habe sie ja alle und mehr oder minder gut versucht das Ergebnis ihre Schleimspuren und Schmierblutungen während der letzten Legislaturperiode als tatkräftige „Befruchtung“ der Gesellschaft und „Entwicklung“ des wirtschaftlichen, politischen und sozialen Gemeinwesens darzustellen.

Jeder Nochmittelständler und Schonpräkarier, der seit Jahren auf den unteren Sprossen der bundesdeutschen Gesellschaftsleiter den Hampelmann machen darf, kennt zwischenzeitlich die von der „ehrenwerten Gesellschaft der oberen Zehntausend“ ausgeheckten wirtschaftlichen, politischen und sozialen Gemeinheiten des bundesdeutschen Gemeinwesens zur Genüge. Auch die flotten Sprüche, die leeren Worthülsen und hirnrissigen Entscheidungen der verschiedenfarbigen Regierungen sind hinlänglich bekannt.

Vor diesem, teilweise existenzgefährdenden und menschenverachtenden Hintergrund ist es mehr als verwunderlich, dass die Mehrheit der Deutschen nur „politikverdrossen“ ist, den Wahlen fernbleibt und sich damit der Stimme enthält.
Für die Parteien ist dies jedoch kein Grund zur Sorge oder gar zur Besinnung und Rückkehr zur Vernunft, denn auch wenn nur noch Minderheiten wählen, so ergeben sich daraus durchaus politische Mehrheiten und nur die spielen für machtgeile Politiker eine Rolle.
Frei jeglicher Selbstkritik sieht dann auch SPD-Chef Franz Müntefering die Ursache für das schlechte Abschneiden seiner ehemals sozialdemokratischen Partei bei der Europawahl in erster Linie in der niedrigen Wahlbeteiligung, denn die SPD habe es offensichtlich nicht geschafft, die eigenen Wähler von den Zielen der Partei zu überzeugen.

Nun muss man sich allen Ernstes fragen, welche Ziele Münte denn noch meinen kann, nachdem sich die ehemalige Sozialdemokratische (Volks)Partei Deutschland (SPD) unter Schröder und Merkel selbst in die Unwählbarkeit regiert hat. Und solange sich die Parteibasis immer noch brav von den alten Strippenziehern am Nasenring vorführen lässt, statt Schröders Kumpane und Merkels Sympathisanten endlich aus der Partei zu kicken, solange wird sich daran auch nichts ändern.
Diese „Sozialdemokraten nach Gutsherrenart“ sind nicht Teil einer Lösung, sie sind das Problem, denn welcher Arbeitnehmer wird im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte noch eine Partei mit einem Kanzlerkandidaten Steinmeier und einem Parteivorsitzenden Müntefering wählen?
Von den anderen Figuren in Führungspositionen wollen wir erst gar nicht reden, denn zwischenzeitlich reicht schon die Erwähnung der Namen „Steinbrück“, „Schmidt“, „Scholz“ „Tiefensee“, „Gabriel“, „Zypries“ und „Heil“ aus, um jeden friedlichen Stammtisch binnen Minuten zur blutrünstigen Horde mutieren zu lassen.

Es kann sicher keine Rechtfertigung sein, dass die Namen anderer Führungsgrößen und anderer Parteien ähnlich stimulierende Wirkung beim Souverän auslösen. Und wenn der bereits unter völligem Realitätsverlust leidende Bundesfinanzminister und stellvertretende Parteivorsitzende der SPD, Peer Steinbrück, vehement einer Führungskrise widerspricht, weil er der festen Überzeugung sei, dass „sich das Spitzenpersonal der SPD gegenüber dem anderer Parteien nicht zu verstecken habe“, dann ist das für den Wähler nur ein weiteres Indiz für das gesellschaftspolitisch verheerende Niveau dieser Partei.

Dass man in der SPD auch mit einem Wahlergebnis knapp über dem aktuellen Mehrwertsteuersatz noch immer nicht zur Besinnung kommt zeigt die Äußerung von SPD-Generalsekretär Hubertus Heil, der im NDR davor warnte Rückschlüsse von der Europawahl auf die Bundestagswahl zu ziehen, denn „das Rennen ist offen“.

Dennoch denkt der SPD-Bundestagsabgeordneten Jörn Thießen darüber nach, die Bürger der Bundesrepublik Deutschland per Gesetz zum Wählen zu verpflichten und Wahlverweigerung mit 50 Euro Strafe zu belegen. Vermutlich würde eine derartige Maßnahme nur die Zahl der ungültigen Stimmzettel nach oben katapultieren und bundesweit Erinnerungen an die Zustände in der Deutschen Demokratischen Republik wachrufen.

Der SPD-Innenpolitiker Dieter Wiefelspütz forderte die Politik dazu auf, über Möglichkeiten nachzudenken, künftig per Internet die Wählerstimme abgeben zu können, denn „wenn es eine sichere Übertragung gibt, sollte man darüber nachdenken“.
Man mag es kaum glauben, aber das ist der gleiche Wiefelspütz, der sich zur Bekämpfung von Kinderpornographie im Internet für DNS-Sperren und eine stärkere Überwachung des Internet durch das Bundeskriminalamt stark macht.
Dass der Mann jetzt erst mal darüber nachdenkt, ob es im Internet eine „sichere Übertragung“ gibt, wirft ein bezeichnendes Licht auf seine fachlichen Kenntnisse als „Internetinnenexperte“ der SPD.

Fast schon vernünftig wirkt da der ehemalige Bundesminister für Bildung und Wissenschaft und frühere Hamburger Bürgermeister Klaus von Dohnanyi, der in der „Thüringer Allgemeinen“ die Ansicht vertrat, dass die „SPD mit ihren wirtschaftspolitischen Argumenten nicht überzeugt und mit sich selbst und der Linken im Streit liege wie weit man Sozialpolitik losgelöst vom Wettbewerb betreiben könne“.

Wie wäre es also zur Abwechslung mal mit einer Politik, bei der die Profiteure nicht nur in den Chefetagen und Aufsichtsraten der Konzerne sitzen oder als Mitglieder der bundesdeutschen High-Society damit beschäftigt sind mit Hilfe der Politik ihr Vermögen auf Kosten der kleinen Leute zu vermehren?
Ein solcher Richtungswechsel würde sich, zusammen mit einer rigorosen und konsequenten Neubesetzung der wichtigsten Führungspositionen, sicherlich nicht negativ auf das Wahlergebnis der SPD auswirken.

Machopan
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ARCANDOR pasa

15. Juni 2009 05:45

Lieber Freund

Es ist gerade mal zwei Jahre her, da verpasste sich der Konzern Karstadt-Quelle einen neuen Namen. Der neue Name solle Verlässlichkeit, Treue, Mut und Zukunftsorientierung vermitteln, sagte damals der Vorstandsvorsitzende Thomas Middelhoff.
ARCANDOR” solle das zukunftsorientierte Unternehmen daher künftig heißen, dem zu allem Übel mit “committed to create value” auch noch ein neuer Slogan verpasst wurde. Das ist zwar grammatikalisch grottenfalsch, aber wen juckt das schon. Vor allem niemand, der so bescheuert ist und einem deutschen Traditionsunternehmen den Namen eines Zwergenkriegers aus dem Computerspiel “World of Warcraft” verpasst

Mit “Karstadt-Quelle goes Mittelerde” kommentierte damals der Sprecher der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Jürgen Kurz, den Namenswechsel, denn der erinnere ihn an das Fantasy-Epos “Herr der Ringe”.

Dass diese Assoziation nicht völlig aus der Luft gegriffen war, zeigt die jüngste Geschichte, denn jetzt ist Arcandor nicht nur nach Mittelerde gegangen, sondern gleich richtig in die Grube gefahren, kurz nachdem sich der Vorstandsvorsitzende Middelhoff vom Acker machen musste.ARCANDOR

Nun beginnt die Blutspur des Herrn Middelhoff durch die deutsche Wirtschaft ja nicht erst mit seinem Wirken für die Frau Schickedanz, auf deren besonderen Wunsch er zu Karstadt-Quelle gerufen wurde und binnen vier Jahren Karstadt von der Quelle bis an den Rand der Grube fahren durfte.
Wie man das macht, kann man in der WIRTSCHAFTSWOCHE nachlesen.
Vor diesem Hintergrund mag man dann auch der “verarmten” Frau Schickedanz ihre Krokodilstränen über die “unvermeidbare Insolvenz” von Arcandor dann doch nicht so ganz glauben.

Vielleicht wurde ihr der Herr Middelhoff ja auch von Liz Mohn empfohlen, einer guten Freundin unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel und ehemaligen Telefonistin bei Bertelsmann, spätere Geliebte und seit 1981 zweite Ehefrau des zwanzig Jahre älteren Unternehmers Reinhard Mohn, der sich nunmehr schon seit dem Jahr 2000 aus dem aktiven Geschäftsleben bei der Bertelsmann AG zurückzieht und seiner Frau Liz “eine immer wichtigere Rolle in der Bertelsmann Stiftung überlässt, die 76,9 % des Aktienkapitals der Bertelsmann AG kontrolliert”.
Besagter Herr Middelhoff war Vorstandsvorsitzender dieser Bertelsmann AG und hat das Unternehmen im Jahr 2002 mit einer Abfindung in zweistelliger Millionenhöhe verlassen, weil es Differenzen über die zukünftige Strategie des Unternehmens mit Reinhard Mohn, dem “Firmenpatriarchen” gab. Insbesondere strittig war die Frage, ob das Unternehmen an die Börse gebracht werden und sich damit Mittel zur weiteren Expansion beschaffen solle oder seine Entwicklung aus eigener Kraft finanzieren sollte.

Bertelsmann kann von Glück sagen, dass der “alte Mohn” auf einer soliden Finanzierung bestand und Middelhoff seine kreditfinanzierten Expansion erst bei “Arcandor” umsetzen durfte. Sonst müsste heute vielleicht die Liz Mohn ihre Freundin Angela anrufen und Bertelsmann mit Steuermitteln retten lassen.
Obwohl so mancher, der sich in den letzten Jahren mit den Aktivitäten von Frau Liz Mohn und der Bertelsmann-Stiftung beschäftigt hat, es sicher nicht bedauern würde, wenn diese Frau auch mal von ihrem hohen Ross fallen würde.

Bei der Recherche ist mir übrigens aufgefallen, dass es zwischen Liz Mohn und Friede Springer, der Milliardärin und Witwe von Axel Springer, viele Gemeinsamkeiten gibt, denn Friede Springer arbeitete als Kindermädchen im Hause Springer, bevor sie die Geliebte, Lebensgefährtin und später Springers fünfte und letzte Ehefrau wurde. Friede Springer ist Hauptgesellschafterin der Axel Springer Gesellschaft für Publizistik GmbH & Co. und als Dr. h.c. Friede Springer noch stellvertretende Aufsichtsratvorsitzende der Axel Springer AG, dem nach der Bertelsmann AG zweitgrößten deutschen Medienkonzern.
Und eine gute Freundin von Angela Merkel ist Friede Springer auch, was wiederum die gute Umfragewerte unserer Kanzlerin erklären könnte.

Dass jetzt “Arcandor” Insolvenz anmelden musste und Frau Schickedanz eventuell keine Milliardärin mehr ist, bereitet mir allerdings keine so großen Kopfschmerzen wie die Tatsache, dass zwei ehemalige Mätressen die größten Medien der Republik kontrollieren und Busenfreundinnen der “mächtigsten Merkelin aller Zeiten” sind.
Bevor Sie sich jedoch jetzt fragen, mit wem Angela Merkel wohl ins Bett gehüpft ist, sollten Sie sich in Erinnerung rufen, dass die Bundeskanzlerin vom ganzen Bundestag “gewählt” wird und das sind immerhin mehr als 600 Personen beiderlei Geschlechts.

Auch wenn die Staatsanwaltschaft nun gegen den Herrn Middelhoff wegen Verdacht auf Untreue beim Verkauf von Firmenimmobilien “ermiddelt”, wird sich Karstadt-Quelle sicher retten lassen, denn dafür wird das obige Damenkaffeekränzchen im Wahljahr 2009 schon sorgen.

Und damit wieder alles gut geht und die Wiederwahl gesichert ist, schickt die Bundesangela einfach mal den jungdynamischen Wirtschaftsminister mit den vielen Vornamen mitsamt einem aus Steuergeld finanzierten Rettungspaket vorbei.

Von wegen “Arcandor pasa” oder “Arcandor basta”!
Doch nicht in einem Wahljahr.

Machopan
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Gequirlte Scheiße

8. Juni 2009 05:45

Lieber Freund

Es tut mir leid, aber als ich dieser Tage im Manager-Magazin einen Artikel von Karsten Stumm über den “Steuerschwund” bis zum Jahr 2013 las, hat es mir nicht nur die Sprache verschlagen, sondern mein Gehirn deklarierte das Gelesene spontan als “gequirlte Scheiße”.
Es geht in dem Artikel um die, vom Arbeitskreis Steuerschätzung wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise stark nach unten korrigierten “Erwartungen für die Einnahmen des Bundes, der Länder und der Kommunen für die kommenden Jahre“.
Auch wenn es ins gängige Schema der Volksverdummung passt, ist es doch immer wieder erstaunlich, welches Szenario die Schergen der staatsgelenkten Medienindustrie aus der “rechnerischen Differenz zwischen zwei Schätzwerten” konstruieren können.

Es wirkt wie Hohn, wenn zwar richtigerweise angeführt wird, dass das Realsteueraufkommen für Bund, Länder und Gemeinden von 415 Milliarden Euro im Jahr 2005 auf 555 Milliarden Euro im Jahr 2008 angeschwollen sind, aber der nun “rein rechnerisch” in 2009 drohende Rückgang um “geschätzte” 22 Milliarden nicht ohne harte Einschnitte für “die Deutschen” bleiben kann.
Damit dieser “Steuerausfall” gegenfinanziert werden kann, “rechnen” die Experten sogar mit einer Erhöhung der Mehrwertsteuer, der Wiederabschaffung der Pendlerpauschale und weiteren Ausgabenkürzungen im Sozialbereich.

Gar “einen Einbruch der Steuereinnahmen in gigantischem Ausmaß“, ahnt Otto Fricke (FDP), der Vorsitzende des Bundestags-Haushaltsausschusses voraus und stellt damit zumindest seine finanzmathematische Dyskalkulie unter Beweis.

Michael Thöne, der Geschäftsführer des Finanzwissenschaftlichen Forschungsinstituts an der Universität Köln, verklickerte dem Manager-Magazin, dass „die Finanzkrise die Bundesbürger um den gesamten Ertrag ihrer Arbeit gebracht hat, den sie mit dem vergangenen Aufschwung geleistet haben“.
Vor diesem Hintergrund muss man auf die Langzeitarbeitslosen und Sozialschmarotzer der Republik fast neidisch sein, denn die wurden offensichtlich durch die Finanzkrise nicht um die Früchte ihrer Arbeit gebracht.

Statt kritisch zu hinterfragen, was denn die Bundesregierung und der Bundesfinanzminister mit den Steuermehreinnahmen seit dem Jahr 2005 gemacht haben, wird vor dem Hintergrund der Finanzkrise und steigender Neuverschuldung in den Medien der Weg für weitere Steuererhöhungen vorbereitet.
Dass Bundesfinanzminister Peer Steinbrück den bisherigen Rekordinhaber in Sachen Neuverschuldung aus dem Guinnessbuch der Rekorde verdrängen konnte, wird für die Steuerzahler sicher nur ein kleiner Trost sein.
Wie krank das politische System des Landes wirklich ist, kann man daran erkennen, dass der Bundestag die größte Neuverschuldung seit Kriegsende krisenbedingt hurtig „durchwinkt“ und fürsorglich und zeitnah zur Vermeidung weiterer Verschuldung die Verankerung einer „Schuldenbremse“ im Grundgesetz „beschließt“.

Vielleicht verstehen Sie jetzt meine körperliche Spontanreaktion mit der „gequirlten Scheiße“.

Machopan
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DNS-Sperren

2. Juni 2009 05:45

Lieber Freund

Genau so wie mir Herr Dr. Dieter Wiefelspütz als Politiker gehörig auf den Sack geht, gehe ich ihm als Wähler sicher am Arsch vorbei.
Das wäre ja nicht weiter tragisch, wenn sich dieser Sack nicht immer als volksvertretender Sicherheitsexperte aufplustern würde, aber ganz offensichtlich zu dämlich ist das Toupet abzunehmen, bevor ihm seine krude Gesinnung ins Gehirn geschissen wird.

DNS-Sperren

Fragen Sie diesen Bundestagsabgeordneten mit dem Parteibuch von den Sozialen Demokraten doch einfach mal nach dem Unterschied zwischen DNS, DNA, BKA und BND und Sie werden nur herumschwurbelnde und völlig nichtssagenden Antworten mit dem Hinweis erhalten, sich doch “bitte in Zukunft an einen Wahlkreisabgeordneten Ihres Vertrauens” zu wenden.

Wie gut dieser Tipp ist, zeigt ein Blick in den Wahlkreis Hamm-Unna II, wo außer dem Spiefelwützchen auch noch so ein Charakterkopf wie Laurenz Meyer die Interessen des Volkes vertritt, sich aber seit Monaten in Schweigen hüllt. Dabei haben seit 2004 die Fragen über seine Nehmerqualitäten als “Laurenz Nimmersatt” doch schon merklich nachgelassen.

Nun ist es nicht verwunderlich, dass sich die Herren Volksvertreter im Dialog mit dem mündigen Bürger so schwer tun, denn schließlich drückt ihnen die Last ihres Amtes nicht nur Geld aufs Konto, sondern auch noch die letzten Skrupel aus dem Gewissen. Und wie soll man diese wahlbedingte Mutation dem Wähler erklären und ihm “befriedigende” Antworten auf seine “dringlichen” Fragen geben.

Also vermeidet man den Dialog mit dem Souverän weitgehendst und unterstellt ihm “Politikmüdigkeit”, nur weil er sich angewidert von parteipolitischen Einheitsfraß und zunehmender staatlicher Bevormundung abwendet und still vor sich hin schimpft und damit vom gesellschaftstragenden Bürger zum sicherheitspolitischen Risiko wird.
DDR reloaded, nur dass eben als Ersatz für die “kapitalistischen Staatsfeinde” nun die “muslimischen Terroristen” herhalten müssen um die “diversen Schutzmaßnahmen” des Staates vor der Bevölkerung rechtfertigen zu können, denn längst muss jedem “aufgeklärten” Bürger klar sein, dass dieser Staat krampfhaft versucht sich vor dem Unmut und der Wut seiner “Leibeigenen” zu schützen.
So sind auch die “DNS-Sperren” gegen Kinderpornographen im Internet nur ein weiterer Vorwand um klamm und heimlich unliebsames und kritisches Gedankengut überwachen, reglementieren und notfalls völlig ausschalten zu können.

Wer sich mit der Materie und den wahren Motiven der handelnden Personen beschäftigt, wird sehr schnell dem Lager der heimlichen Kinderpornographen zugerechnet und sieht sich mit dem Vorwurf konfrontiert die “Vergewaltigung von Kindern im Internet” zu unterstützen.
Dabei ist längst bekannt, dass 90% aller kinderpornographischen Angebote im Internet auf westeuropäischen oder US-amerikanischen Servern liegen. Und zwischen den meisten dieser Staaten und der Bundesrepublik Deutschland gibt es bestehende Rechtshilfeabkommen. Damit stünde eigentlich einer Abschaltung der kinderpornographischen Internetangebote und einer strafrechtliche Verfolgung der Betreiber nichts im Wege.
Eigentlich … aber … doch darum geht es gar nicht … denn die nur auf den ersten Blick laienhaft anmutende Kinderpornographiekampagne der Frau von der Leyen ist in Wirklichkeit nichts anderes als ein cleverer Schachzug zum weiteren Abbau informeller Freiheit und zunehmender Kriminalisierung der Bevölkerung in einem Land, in dem bereits die DNA-Bestimmung der Speichelprobe eines Kleinkindes strafrechtliche Konsequenzen für den mutmaßlichen Kindsvater haben kann, aber vom Staat zur biometrischen Identifikation seiner Leibeigenen und deren lückenloser Überwachung jedes Mittel per Gesetz zu Recht gemacht wird.

Übrigens beruht die von der Bundesgebärmutter Leyen zur Rechtfertigung ihrer Kampagne stets gebetmühlenartig vorgetragene rapide Zunahme von Kinderpornographie um 111% im Wesentlichen auf einer am 5. November 2008 in Kraft getretenen Änderung des Strafgesetzbuches (§176 - §184g), mit dem der Straftatbestand der “Kinderpornographie” ausgeweitet wurde.
Dieser Umstand ist der Bundesfamilienministerin durchaus bekannt, was sie jedoch nicht davon abhält, die Statistik des Bundeskriminalamtes eifrig nach eigenem Gutdünken und im Interesse ihrer Sache zu interpretieren.

Zensursula

Denn erst wenn der letzte politisch Andersdenkende zensiert, die letzte investigative Zeitung verboten und der letzte kritische Journalist eingesperrt ist, wird der entmündigte Bürger herausfinden, dass die DNS-Sperren der Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen rein gar nichts mit Kinderpornographie zu tun hatten.

Machopan
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