Fuß Kuss Schluss

22. März 2006 05:45

Der Fußkuss ist eine historische Geste der Unterwerfung.
Er hatte im Mittelalter und bis in die Neuzeit hinein vor allem symbolisch-juristische Bedeutung, zum Beispiel als Akt der Unterwerfung des Lehensmannes gegenüber dem Kaiser in bestimmten Situationen oder auch von weltlichen Fürsten gegenüber dem Papst.
Heute ist der Fußkuss fast gänzlich verschwunden.
So steht das bei Wikipedia.
Doch jetzt meldet der Spiegel, dass durch den Fußkuss die berufliche Laufbahn eines US-amerikanischen Schuldirektors ein abruptes Ende gefunden habe.
Nein, nicht wegen dem Geruch von dem Fuß oder gar Sabberspeichel auf den Zehen. Nein, wegen sexueller Belästigung.
Dabei hatte der gute Mann vor einem Volleyballspiel der Lehrer gegen die Schüler nur siegessicher getönt, dass er den Spielern der Gegenmannschaft im Falle eines Sieges nach dem Spiel die Füße küssen würde.
Stellen Sie sich die Situation mal bei unserem Bundestrainer Klinsmann vor.
Der gute Mann würde ja Zeit seines Lebens den Käsefußgeruch ja nie mehr von den Lippen bekommen.

Also im vorliegenden Fall war es wohl so, dass die Lehrermannschaft das Spiel verloren hat und der Schulleiter sein Wettversprechen wohl oder übel einlösen musste, denn Spielschulden sind nun mal Ehrenschulden.
Als aber einer der Schüler seiner Mutter von dem Fußkuss berichtete, war für diese Schluss mit lustig und sie erstattete Anzeige gegen den „Fußfetischisten“ wegen „sexueller Belästigung“.
Für Europäer sicher eine erstaunliche Reaktion, doch durchaus üblich in einem Land in dem Schüler eher erschossen als fußgeküsst werden. Sowas muss ja abartig sein.

“Er begreift, dass das, was er getan hat, dumm war”, sagte ein ermittelnder Polizist nach der Vernehmung des Padagogen der Lokalzeitung “Mourning Journal”. Der Schulleiter habe die Jungen nur zum Lachen bringen wollen, einen Fußfetisch besitze er nach eigener Aussage nicht.

Jetzt ist dem Schulleiter aber das Lachen vergangen, denn er wurde erst „suspendiert“ und dann entlassen.
Ein Suspensorium besitze er nach eigener Aussage aber nicht

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 22. März 2006 um 05:45:41 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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Der Fußkuss ist eine historische Geste der Unterwerfung.
Er hatte im Mittelalter und bis in die Neuzeit hinein vor allem symbolisch-juristische Bedeutung, zum Beispiel als Akt der Unterwerfung des Lehensmannes gegenüber dem Kaiser in bestimmten Situationen oder auch von weltlichen Fürsten gegenüber dem Papst.
Heute ist der Fußkuss fast gänzlich verschwunden.
So steht das bei Wikipedia.
Doch jetzt meldet der Spiegel, dass durch den Fußkuss die berufliche Laufbahn eines US-amerikanischen Schuldirektors ein abruptes Ende gefunden habe.
Nein, nicht wegen dem Geruch von dem Fuß oder gar Sabberspeichel auf den Zehen. Nein, wegen sexueller Belästigung.
Dabei hatte der gute Mann vor einem Volleyballspiel der Lehrer gegen die Schüler nur siegessicher getönt, dass er den Spielern der Gegenmannschaft im Falle eines Sieges nach dem Spiel die Füße küssen würde.
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Der gute Mann würde ja Zeit seines Lebens den Käsefußgeruch ja nie mehr von den Lippen bekommen.

Also im vorliegenden Fall war es wohl so, dass die Lehrermannschaft das Spiel verloren hat und der Schulleiter sein Wettversprechen wohl oder übel einlösen musste, denn Spielschulden sind nun mal Ehrenschulden.
Als aber einer der Schüler seiner Mutter von dem Fußkuss berichtete, war für diese Schluss mit lustig und sie erstattete Anzeige gegen den „Fußfetischisten“ wegen „sexueller Belästigung“.
Für Europäer sicher eine erstaunliche Reaktion, doch durchaus üblich in einem Land in dem Schüler eher erschossen als fußgeküsst werden. Sowas muss ja abartig sein.

“Er begreift, dass das, was er getan hat, dumm war”, sagte ein ermittelnder Polizist nach der Vernehmung des Padagogen der Lokalzeitung “Mourning Journal”. Der Schulleiter habe die Jungen nur zum Lachen bringen wollen, einen Fußfetisch besitze er nach eigener Aussage nicht.

Jetzt ist dem Schulleiter aber das Lachen vergangen, denn er wurde erst „suspendiert“ und dann entlassen.
Ein Suspensorium besitze er nach eigener Aussage aber nicht

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