Schweinebande

20. März 2006 05:45

„Rüde Worte“ oder „die Sprache des Volkes“ fand unser Oskärsche und Parteilinker Lafontaine, nach einem Bericht der „Leipziger Volkszeitung“, bei einer Wahlkampfveranstaltung in Rheinland-Pfalz. Dort soll er die im Bundestag versammelten Parteien –seine Partei natürlich ausgenommen – als „Schweinebande“ bezeichnet haben.
Nach der Titulierung Herbert Wehners als „Kommunistensau“ und dem von Franz-Josef Strauß urkundlich erwähnten roten „Saustall Deutschland“ endlich mal wieder eine richtige politische „Sauerei“.

Natürlich fanden sich in Berlin sofort einige Zunftkollegen, die sich getroffen fühlten und dies der Presse auch unverzüglich mitteilen mussten.
So verlangte der Fraktionschef der Grünen, Fritz Kuhn, sofort eine förmliche Entschuldigung im Schweinestall, äähhhhh Bundestag, während die FDP-Präsidiumsmitgliedin Birgit Homburger die Linkspartei aufforderte sich von Lafontaines Äußerung zu distanzieren. An welche Distanz sie dabei gedacht hatte, ließ sie jedoch offen.

Es handelt sich um beabsichtigte Ausrutsche in der politischen Kultur. So produziert man mehr Politikverdrossenheit und leistet dem Populismus Vorschub“, sagte Bundestagsvizepräsidentin und Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt.
Ich weiß nicht in welcher Republik die gute Frau Bundestagsvizepräsidentin mit dem Doppelnamen lebt, aber in etwas was es nicht (mehr) gibt, kann man ja wohl nicht ausrutschen. Und die Politikverdrossenheit gab es auch schon bevor die WASG gegründet wurde.

Kritik gab es auch von der FDP-Bundestagsabgeordneten Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Sie nannte das Wahlkampfgequieke vom Oskärsche einen „Tiefpunkt in der parlamentarischen Auseinandersetzung“, dabei befindet sich das Niveau der parlamentarischen Auseinandersetzung schon seit Jahren auf Minus X unter Normalnull.

Nichts besseres als ein Griff in die Mottenkiste fiel dem rheinland-pfälzischen Ministerpräsident Kurt Beck ein, denn er warf dem Oskärsche vor, mit derartigen Angriffen um die Stimmen rechtsradikaler Wähler zu werben.
Als ob die so blöd wären, wegen einmal „Schweinebande“ sofort zu den Linken überzulaufen.

Solche Sprüche von einem zu hören, der immer den Oberlinken gespielt hat, ist schlicht eine Sauerei“, kritisierte Beck. Berichte wonach Beck die sofortige Keulung der linken Sau gefordert habe, entbehren jedoch jeder Grundlage.

Stattdessen besteht Hoffnung, dass sich die ganze Angelegenheit durch die Ausbreitung der nicht auf normale Menschen übertragbaren Schweinepest von selbst erledigt.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 20. März 2006 um 05:45:39 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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20. März 2006 05:45

„Rüde Worte“ oder „die Sprache des Volkes“ fand unser Oskärsche und Parteilinker Lafontaine, nach einem Bericht der „Leipziger Volkszeitung“, bei einer Wahlkampfveranstaltung in Rheinland-Pfalz. Dort soll er die im Bundestag versammelten Parteien –seine Partei natürlich ausgenommen – als „Schweinebande“ bezeichnet haben.
Nach der Titulierung Herbert Wehners als „Kommunistensau“ und dem von Franz-Josef Strauß urkundlich erwähnten roten „Saustall Deutschland“ endlich mal wieder eine richtige politische „Sauerei“.

Natürlich fanden sich in Berlin sofort einige Zunftkollegen, die sich getroffen fühlten und dies der Presse auch unverzüglich mitteilen mussten.
So verlangte der Fraktionschef der Grünen, Fritz Kuhn, sofort eine förmliche Entschuldigung im Schweinestall, äähhhhh Bundestag, während die FDP-Präsidiumsmitgliedin Birgit Homburger die Linkspartei aufforderte sich von Lafontaines Äußerung zu distanzieren. An welche Distanz sie dabei gedacht hatte, ließ sie jedoch offen.

Es handelt sich um beabsichtigte Ausrutsche in der politischen Kultur. So produziert man mehr Politikverdrossenheit und leistet dem Populismus Vorschub“, sagte Bundestagsvizepräsidentin und Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt.
Ich weiß nicht in welcher Republik die gute Frau Bundestagsvizepräsidentin mit dem Doppelnamen lebt, aber in etwas was es nicht (mehr) gibt, kann man ja wohl nicht ausrutschen. Und die Politikverdrossenheit gab es auch schon bevor die WASG gegründet wurde.

Kritik gab es auch von der FDP-Bundestagsabgeordneten Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Sie nannte das Wahlkampfgequieke vom Oskärsche einen „Tiefpunkt in der parlamentarischen Auseinandersetzung“, dabei befindet sich das Niveau der parlamentarischen Auseinandersetzung schon seit Jahren auf Minus X unter Normalnull.

Nichts besseres als ein Griff in die Mottenkiste fiel dem rheinland-pfälzischen Ministerpräsident Kurt Beck ein, denn er warf dem Oskärsche vor, mit derartigen Angriffen um die Stimmen rechtsradikaler Wähler zu werben.
Als ob die so blöd wären, wegen einmal „Schweinebande“ sofort zu den Linken überzulaufen.

Solche Sprüche von einem zu hören, der immer den Oberlinken gespielt hat, ist schlicht eine Sauerei“, kritisierte Beck. Berichte wonach Beck die sofortige Keulung der linken Sau gefordert habe, entbehren jedoch jeder Grundlage.

Stattdessen besteht Hoffnung, dass sich die ganze Angelegenheit durch die Ausbreitung der nicht auf normale Menschen übertragbaren Schweinepest von selbst erledigt.

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