Tierisches 2006

1. September 2006 05:45

Wie jedes Jahr im Sommer mussten mal wieder diverse Tiere die Lücken im medialen Nachschub füllen.
Wie schon in den Jahren zuvor entfleuchte das Känguruh „Skippy“ aus einem privaten Tierpark und unterhielt mit seinen lustigen Abenteuern in Wald und Flur die halbe Nation.
Dann tauchte wieder mal in einem Badesee ein krokodilähnliches Ungetier auf, das die Bevölkerung in Schrecken versetzte und Polizei, Feuerwehr und die extra aus dem Ausland eingeflogenen Experten in Atem hielt bevor es dann, rechtzeitig zum Ende der Parlamentsferien wieder verschwand.
Ebenso regelmäßig wird von den Medien ein „unbekanntes Objekt“, vermutlich tierischen Ursprungs im Oberrhein gesichtet und die Diskussion, ob es sich dabei um Moby Dick oder gar etwas Ähnliches wie „Nessy“ handeln könnte, diente so mancher „Expertenrunde“ im TV oder am Stammtisch als Existenzberechtigung.

Nachdem Bruno Braunbär durch schiere bayerische Gewalt zu früh aus den Schlagzeilen der Gazetten entfernt wurde, war Ersatz von Nöten und der wurde aus Boulogne-sur-Mer geliefert.

BESTIEN-ALARM“ schrieb der Spiegel und berichtete von einem obskuren Tier, ähnlich einer Großkatze, das die Menschen an der nordfranzösischen Küste verunsicherte: «Tagelang suchte die Polizei in der Küstenregion mit einem Großaufgebot von 80 Polizisten und einem Hubschrauber erfolglos nach der Bestie, die Touristen und Spaziergänger in Angst und Schrecken versetzte. Nach Angaben der Gendarmerie gelang es einem Spaziergänger, das schwarze Lebewesen nördlich von Boulogne-sur-Mer auf Film zu bannen. Auf den aus 400 Metern Entfernung gemachten Fotos scheint das Tier keine rundlichen Ohren zu haben wie ein Panther. Schwanz und Körper sind offenbar ziemlich lang”, berichtete ein Polizeisprecher. Die Abzüge sollen nun Tierexperten vorgelegt werden.»

Das mysteriöse Tier war erstmals am 9. August, gerade noch rechtzeitig zum Ferienbeginn in Frankreich, gesichtet worden und hatte sofort und unverzüglich seinen Weg in die Medien gefunden. Muss ja auch, sonst wäre die Sogwirkung auf die noch unentschlossenen Urlauber in die Region um Boulogne-sur-Mer wirkungslos verpufft.

Genau vom 16. – 20. August stattete dann der Finnwal „Henry“ der Flensburger Förde einen Besuch ab, fraß sie leer und verzog sich danach wieder in tiefere Gewässer.

El Condom BastaUnd wie aus verlässlichen Quellen zu erfahren war, wurde während der Parlamentsferien über dem Familienministerium der Frau von der Leyen ein riesiger Condor gesichtet, der vor allem die Berlinerinnen im gebärfähigen Alter in Angst und Schrecken versetzte, denn auf seiner Unterseite sollen die Worte „El Condom Basta“ erkennbar gewesen sein.
Ein Parlamentssprecher hat auf das heftigste dementiert, dass es sich dabei um einen Werbegag des Ministeriums für familiäre Nachzucht handelt.
Es sei vielmehr ein Herzensanliegen der Frau Ministerin und “tierischer Ernst”.


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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 1. September 2006 um 05:45:37 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

5 Antworten zu “Tierisches 2006”

  1. mitdenker meint:

    Bestien-Alarm? In Frankreich? Da sollen sie doch mal nach Berlin kommen, in den Reichstag….
    Da kann man Ungeheuer sehen – Lebensgroß und en mass.
    Und wie schreibt der Spiegel?:
    „…habe das Wildtier auch noch keine Schafe gerissen.“
    Na, da haben die Journalisten doch noch mal Glück gehabt…

    Und was den El angeht, den Condor (Familie der Neuweltgeier). Da habe ich doch so meine Zweifel.
    Ich glaube eher, es war ein Pleitegeier über besagten Reichstag.

    Übrigens hat man ganz in der Nähe des Buntesforschungsministeriums die neueste Züchtung der im Kooperation mit dem Familienplanungsministerium der Frau von Leiden sehen können:
    Ein auf Antibabypillen klauendes und vernichtendes Wesen ähnlich einem Eichhorn
    (ich sagte Eichhorn, meine Herren, nicht Einhorn!)
    (http://lustige-ecards.de/Tiere/25408/fettes-Hoernchen.html)

  2. machopan meint:

    Dann ist es wohl ein Gerücht, dass die Koalítionsparteien den Berliner Bär durch ein kopulierendes Koalabärenpärchen ersetzen wollen.

  3. mitdenker meint:

    Äääääm, welche Koalitionsparteien?
    Doch nicht etwa die gerade noch 16 Tage regierenden Berliner?
    Denen würde doch nie so etwas wie diese Schwarz-Weiß angemalten bambusverputzenden Petze in den Sinn kommen. Dazu ist Berlin viel zu bunt; naja mit viel, viel grau dazwischen. Aber nie und nimmer nur schwarz-weiß! Genau genommen auch nicht nur rot-rot (magenta? tiefrosa? blassrot?).
    Also: Das ist eine Ente, besser Graugans.
    Wobei - bei der Umbenennungswut in Berlin könnte man ja mal drüber nachdenken. Berlin umbenennen in Bao-Bao oder besser BY-BY? Wär doch was.

  4. machopan meint:

    vielleicht hilft der link etwas weiter - selbst bei studierten Betriebswirten (oder war das jetzt schon anmaßend?)

  5. machopan meint:

    gemeint war dieser link

    http://zwangsversteigerung.net/teilungsversteigerung/verfahren_teilungsversteigerung.htm

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Tierisches 2006

1. September 2006 05:45

Wie jedes Jahr im Sommer mussten mal wieder diverse Tiere die Lücken im medialen Nachschub füllen.
Wie schon in den Jahren zuvor entfleuchte das Känguruh „Skippy“ aus einem privaten Tierpark und unterhielt mit seinen lustigen Abenteuern in Wald und Flur die halbe Nation.
Dann tauchte wieder mal in einem Badesee ein krokodilähnliches Ungetier auf, das die Bevölkerung in Schrecken versetzte und Polizei, Feuerwehr und die extra aus dem Ausland eingeflogenen Experten in Atem hielt bevor es dann, rechtzeitig zum Ende der Parlamentsferien wieder verschwand.
Ebenso regelmäßig wird von den Medien ein „unbekanntes Objekt“, vermutlich tierischen Ursprungs im Oberrhein gesichtet und die Diskussion, ob es sich dabei um Moby Dick oder gar etwas Ähnliches wie „Nessy“ handeln könnte, diente so mancher „Expertenrunde“ im TV oder am Stammtisch als Existenzberechtigung.

Nachdem Bruno Braunbär durch schiere bayerische Gewalt zu früh aus den Schlagzeilen der Gazetten entfernt wurde, war Ersatz von Nöten und der wurde aus Boulogne-sur-Mer geliefert.

BESTIEN-ALARM“ schrieb der Spiegel und berichtete von einem obskuren Tier, ähnlich einer Großkatze, das die Menschen an der nordfranzösischen Küste verunsicherte: «Tagelang suchte die Polizei in der Küstenregion mit einem Großaufgebot von 80 Polizisten und einem Hubschrauber erfolglos nach der Bestie, die Touristen und Spaziergänger in Angst und Schrecken versetzte. Nach Angaben der Gendarmerie gelang es einem Spaziergänger, das schwarze Lebewesen nördlich von Boulogne-sur-Mer auf Film zu bannen. Auf den aus 400 Metern Entfernung gemachten Fotos scheint das Tier keine rundlichen Ohren zu haben wie ein Panther. Schwanz und Körper sind offenbar ziemlich lang”, berichtete ein Polizeisprecher. Die Abzüge sollen nun Tierexperten vorgelegt werden.»

Das mysteriöse Tier war erstmals am 9. August, gerade noch rechtzeitig zum Ferienbeginn in Frankreich, gesichtet worden und hatte sofort und unverzüglich seinen Weg in die Medien gefunden. Muss ja auch, sonst wäre die Sogwirkung auf die noch unentschlossenen Urlauber in die Region um Boulogne-sur-Mer wirkungslos verpufft.

Genau vom 16. – 20. August stattete dann der Finnwal „Henry“ der Flensburger Förde einen Besuch ab, fraß sie leer und verzog sich danach wieder in tiefere Gewässer.

El Condom BastaUnd wie aus verlässlichen Quellen zu erfahren war, wurde während der Parlamentsferien über dem Familienministerium der Frau von der Leyen ein riesiger Condor gesichtet, der vor allem die Berlinerinnen im gebärfähigen Alter in Angst und Schrecken versetzte, denn auf seiner Unterseite sollen die Worte „El Condom Basta“ erkennbar gewesen sein.
Ein Parlamentssprecher hat auf das heftigste dementiert, dass es sich dabei um einen Werbegag des Ministeriums für familiäre Nachzucht handelt.
Es sei vielmehr ein Herzensanliegen der Frau Ministerin und “tierischer Ernst”.


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5 Antworten zu “Tierisches 2006”

  1. mitdenker meint:

    Bestien-Alarm? In Frankreich? Da sollen sie doch mal nach Berlin kommen, in den Reichstag….
    Da kann man Ungeheuer sehen – Lebensgroß und en mass.
    Und wie schreibt der Spiegel?:
    „…habe das Wildtier auch noch keine Schafe gerissen.“
    Na, da haben die Journalisten doch noch mal Glück gehabt…

    Und was den El angeht, den Condor (Familie der Neuweltgeier). Da habe ich doch so meine Zweifel.
    Ich glaube eher, es war ein Pleitegeier über besagten Reichstag.

    Übrigens hat man ganz in der Nähe des Buntesforschungsministeriums die neueste Züchtung der im Kooperation mit dem Familienplanungsministerium der Frau von Leiden sehen können:
    Ein auf Antibabypillen klauendes und vernichtendes Wesen ähnlich einem Eichhorn
    (ich sagte Eichhorn, meine Herren, nicht Einhorn!)
    (http://lustige-ecards.de/Tiere/25408/fettes-Hoernchen.html)

  2. machopan meint:

    Dann ist es wohl ein Gerücht, dass die Koalítionsparteien den Berliner Bär durch ein kopulierendes Koalabärenpärchen ersetzen wollen.

  3. mitdenker meint:

    Äääääm, welche Koalitionsparteien?
    Doch nicht etwa die gerade noch 16 Tage regierenden Berliner?
    Denen würde doch nie so etwas wie diese Schwarz-Weiß angemalten bambusverputzenden Petze in den Sinn kommen. Dazu ist Berlin viel zu bunt; naja mit viel, viel grau dazwischen. Aber nie und nimmer nur schwarz-weiß! Genau genommen auch nicht nur rot-rot (magenta? tiefrosa? blassrot?).
    Also: Das ist eine Ente, besser Graugans.
    Wobei - bei der Umbenennungswut in Berlin könnte man ja mal drüber nachdenken. Berlin umbenennen in Bao-Bao oder besser BY-BY? Wär doch was.

  4. machopan meint:

    vielleicht hilft der link etwas weiter - selbst bei studierten Betriebswirten (oder war das jetzt schon anmaßend?)

  5. machopan meint:

    gemeint war dieser link

    http://zwangsversteigerung.net/teilungsversteigerung/verfahren_teilungsversteigerung.htm

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