Tamiflu

1. März 2006 05:45

“Eeene meene muh und raus bist du!”
Tja, das war einmal ein Kinderreim, der dazu diente nach dem Zufallprinzip die Einen von den Anderen zu trennen.
Der Text ist zwar zu “Eeene meene muh, für dich gibt’s kein Tamiflu“ mutiert, aber an seinem Verwendungszweck hat sich im Prinzip nichts geändert.

Das kann man, sofern man sich dafür interessiert, einem Artikel der Berliner Zeitung entnehmen:
«Tamiflu wird knapp steht da zu lesen und weiter, dass “nach Ansicht des Robert-Koch-Instituts für mindestens 20 % der Bevölkerung Medikamentenvorräte bereit gehalten werden sollten.
Derzeit werden aber in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und anderen Ländern nur für sechs bis acht Prozent der Bevölkerung antivirale Medikamente wie Tamiflu gelagert. In Bayern sind es 15 Prozent, in Nordrhein-Westfalen 30 Prozent

Von Hessen stand in dem Artikel nix.
Sollte sich also die Gefahr der Vogelgrippe präzisieren, werde ich wohl rechtzeitig meinen Wohnsitz nach NRW verlegen müssen, um zu den möglichen Überlebenden einer Pandemie gehören zu können.
Zu Wort gemeldet haben sich, wie immer wenn sie eigentlich nichts zu sagen haben, die üblichen politischen Phrasendrescher und Dumpfbacken, allen voran mal wieder Bärbel Höhn von den Grünen: „Bei Krisen wie der Vogelgrippe muss der Bund zentral eingreifen dürfen. Dies müsse bei der Föderalismusreform berücksichtigt werden.
Dabei hat sie anscheinend komplett vergessen, dass ihre Partei an der Schaffung einer der größten Seuchen dieses geknechteten Landes maßgeblich beteiligt war. Dagegen ist die Vogelgrippe rein gar nix. Von der rot-grünen Krankheit sind uns heute noch 5 Millionen Infizierte geblieben, auch nach saisonal-mathematischer Bereinigung mit immer noch zunehmender Tendenz.

Der bayerische Gesundheitsminister Werner Schnappauf (welch ein Name!) von der Christlich-Sozialen-Union ist dagegen der Meinung, dass die Bundesregierung sich bei der Vorratshaltung stärker engagieren müsste: „Der Bund muss entscheiden, wie viel Vorräte nötig sind. Deshalb ist eine Klarstellung im Grundgesetz nötig.
Als ob sich in unserer Parteiendemokratie jemals jemand an den Wortlaut des Grundgesetzes dieser bunten Republik gehalten hätte. Außer dass man daran mal rasch was ändern müsste, interessiert sich doch kein Schwein für dieses Vertragswerk. Als nächstes soll dann wohl auch noch ein Dünnpfiffparagraph eingebaut und die Bevorratung von Windeln per Grundgesetz geregelt werden.
Und wie bei Politikern üblich hat der Herr Schnappauf (nicht verwandt mit der Frau Schnipp-Schnapp oder dem Herrn Schluckauf) sich auch gleich noch Gedanken über die Finanzierung der Bevorratung gemacht: „Die Kosten für die Bevorratung sollten private und gesetzliche Kassen übernehmen.
Die Antwort auf die Frage „Warum sollten die das tun, wo sie doch chronisch klamm sind“ blieb der Minister für bayrische Gesundheit schuldig.
Nach Friedrisch Nietzsche sind Gedanken übrigens „die Schatten unserer Empfindungen - immer dunkler, leerer, einfacher als diese“. Und auf diesen tiefschürfenden Satz ist der Herr Nietzsche gekommen, ohne den Herr Schnappauf persönlich gekannt zu haben.

Die Gesundheitssenatorin der Bundeshauptstadt Berlin, Frau Heidi Knake-Werner (zu dem Namen sag ich jetzt lieber nix) von der Linkspartei sprach sich gegen eine Bevorratung aus, da „eine Pandemie in Wellen verläuft und Tamiflu nur für die erste benötigt wird, weil bis zur Ankunft der zweiten Welle ein Impfstoff entwickelt werden könnte.
Das müssen Sie sich ungefähr so vorstellen wie bei einem Tsunami.
Wenn die erste Welle vorbei ist, könnten die Überlebenden dann anfangen Staudämme zu bauen. Bei soviel sachlich-fachlicher Gesundheitskorpulenz in Berlin, kann man getrost davon ausgehen, dass bereits das Auftreten einer La Ola-Welle im Reichstag Hunderten das Leben kosten würde.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 1. März 2006 um 05:45:48 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

Eine Nachricht hinterlassen

*Notwendig
*Notwendig (wird nicht veröffentlicht)
 

Tamiflu

1. März 2006 05:45

“Eeene meene muh und raus bist du!”
Tja, das war einmal ein Kinderreim, der dazu diente nach dem Zufallprinzip die Einen von den Anderen zu trennen.
Der Text ist zwar zu “Eeene meene muh, für dich gibt’s kein Tamiflu“ mutiert, aber an seinem Verwendungszweck hat sich im Prinzip nichts geändert.

Das kann man, sofern man sich dafür interessiert, einem Artikel der Berliner Zeitung entnehmen:
«Tamiflu wird knapp steht da zu lesen und weiter, dass “nach Ansicht des Robert-Koch-Instituts für mindestens 20 % der Bevölkerung Medikamentenvorräte bereit gehalten werden sollten.
Derzeit werden aber in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und anderen Ländern nur für sechs bis acht Prozent der Bevölkerung antivirale Medikamente wie Tamiflu gelagert. In Bayern sind es 15 Prozent, in Nordrhein-Westfalen 30 Prozent

Von Hessen stand in dem Artikel nix.
Sollte sich also die Gefahr der Vogelgrippe präzisieren, werde ich wohl rechtzeitig meinen Wohnsitz nach NRW verlegen müssen, um zu den möglichen Überlebenden einer Pandemie gehören zu können.
Zu Wort gemeldet haben sich, wie immer wenn sie eigentlich nichts zu sagen haben, die üblichen politischen Phrasendrescher und Dumpfbacken, allen voran mal wieder Bärbel Höhn von den Grünen: „Bei Krisen wie der Vogelgrippe muss der Bund zentral eingreifen dürfen. Dies müsse bei der Föderalismusreform berücksichtigt werden.
Dabei hat sie anscheinend komplett vergessen, dass ihre Partei an der Schaffung einer der größten Seuchen dieses geknechteten Landes maßgeblich beteiligt war. Dagegen ist die Vogelgrippe rein gar nix. Von der rot-grünen Krankheit sind uns heute noch 5 Millionen Infizierte geblieben, auch nach saisonal-mathematischer Bereinigung mit immer noch zunehmender Tendenz.

Der bayerische Gesundheitsminister Werner Schnappauf (welch ein Name!) von der Christlich-Sozialen-Union ist dagegen der Meinung, dass die Bundesregierung sich bei der Vorratshaltung stärker engagieren müsste: „Der Bund muss entscheiden, wie viel Vorräte nötig sind. Deshalb ist eine Klarstellung im Grundgesetz nötig.
Als ob sich in unserer Parteiendemokratie jemals jemand an den Wortlaut des Grundgesetzes dieser bunten Republik gehalten hätte. Außer dass man daran mal rasch was ändern müsste, interessiert sich doch kein Schwein für dieses Vertragswerk. Als nächstes soll dann wohl auch noch ein Dünnpfiffparagraph eingebaut und die Bevorratung von Windeln per Grundgesetz geregelt werden.
Und wie bei Politikern üblich hat der Herr Schnappauf (nicht verwandt mit der Frau Schnipp-Schnapp oder dem Herrn Schluckauf) sich auch gleich noch Gedanken über die Finanzierung der Bevorratung gemacht: „Die Kosten für die Bevorratung sollten private und gesetzliche Kassen übernehmen.
Die Antwort auf die Frage „Warum sollten die das tun, wo sie doch chronisch klamm sind“ blieb der Minister für bayrische Gesundheit schuldig.
Nach Friedrisch Nietzsche sind Gedanken übrigens „die Schatten unserer Empfindungen - immer dunkler, leerer, einfacher als diese“. Und auf diesen tiefschürfenden Satz ist der Herr Nietzsche gekommen, ohne den Herr Schnappauf persönlich gekannt zu haben.

Die Gesundheitssenatorin der Bundeshauptstadt Berlin, Frau Heidi Knake-Werner (zu dem Namen sag ich jetzt lieber nix) von der Linkspartei sprach sich gegen eine Bevorratung aus, da „eine Pandemie in Wellen verläuft und Tamiflu nur für die erste benötigt wird, weil bis zur Ankunft der zweiten Welle ein Impfstoff entwickelt werden könnte.
Das müssen Sie sich ungefähr so vorstellen wie bei einem Tsunami.
Wenn die erste Welle vorbei ist, könnten die Überlebenden dann anfangen Staudämme zu bauen. Bei soviel sachlich-fachlicher Gesundheitskorpulenz in Berlin, kann man getrost davon ausgehen, dass bereits das Auftreten einer La Ola-Welle im Reichstag Hunderten das Leben kosten würde.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 1. März 2006 um 05:45:48 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

Eine Nachricht hinterlassen

*Notwendig
*Notwendig (wird nicht veröffentlicht)