Ritter Redenklau

22. Februar 2006 05:45

Mein lieber Freund!

Der jecke Ritter Friederich Merz von Redenklau hat mal wieder gnadenlos zugeschlagen und abgekupfert, was das Zeug hält um sich mit fremden Federn zu schmücken.
Nachdem er sich unlängst die Steuerideen des Herrn Kirchhoff zu eigen machte und die Preise für Bierdeckel in die Höhe trieb, war er nun im Internet auf Beutezug unterwegs.

Zum „Ritter wider den tierischen Ernst“ sollte er vom Aachener Karnevalsverein (AKV) gekürt werden. Das ist laut Website der Stadt Aachen «der einzige Orden, der nicht für, sondern gegen etwas vergeben wird. Alljährlich wird er an Persönlichkeiten verliehen, die Individualität, Beliebtheit und Mutterwitz in sich vereinen, vor allem aber Humor und Menschlichkeit im Amt bewiesen haben.»

Wieso der AKV dann auf die Idee kommt ausgerechnet den Friedrich Merz dafür auszuwählen, wird wohl ein Geheimnis des AKV bleiben, denn zumindest mit dem „eigenen“ Mutterwitz hat es der Erwählte nicht so heftig.
Motto der Sitzung war dann auch passenderweise: “Prinzen, Gaukler, Bänkelsänger - Ritter Merz, der Narrenfänger”.
Und da hockten nun die Narren im Saal und der eiserne Ritter Merz erklomm das Podium und begann „mutterwitzig“ lustig zu sein.
Gar nicht so lustig fand allerdings Monika Rieboldt die Rede, denn bei ihr hatte der Ritter Redeklau schamlos abgeschrieben und aus dem Satiremagazin „Zyn“ kopiert, wie die Aachener Zeitung meldete.
Ich habe meine Rede selbst geschrieben und bekomme bis heute sehr viel Zustimmung dafür.” reagierte Ritter Merz auf die Vorwürfe, um kurz darauf kleinlaut einzuräumen, dass «er den Satiretext im vergangenen Jahr als E-Mail-Anhang geschickt bekommen habe. Er sei davon ausgegangen, dass der Absender auch der Verfasser des Textes gewesen sei. Er habe sich gedacht, “das ist doch was für Aachen“. Dass der Elf-Punkte-Plan schon andernorts erschienen sei, “konnte ich nicht ahnen“. An den Verfasser der Mail „könne er sich nicht erinnern“.»

Wollen wir dem Ritter Merz von Redenklau abnehmen, dass er wirklich so ahnungslos und so naiv ist?
Falls ja, ist er als Politiker sicher eine Gefahr für diese Republik!
Und falls nein, ist er schamloser Lügner und als solcher nicht für ein höheres Amt geeignet.
Oder vielleicht gerade deshalb?

Ich auf jeden Fall kann auf „widerlich tierische narrenfangende weiße Ritter“ nicht nur im Karneval liebend gern verzichten.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 22. Februar 2006 um 05:45:11 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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22. Februar 2006 05:45

Mein lieber Freund!

Der jecke Ritter Friederich Merz von Redenklau hat mal wieder gnadenlos zugeschlagen und abgekupfert, was das Zeug hält um sich mit fremden Federn zu schmücken.
Nachdem er sich unlängst die Steuerideen des Herrn Kirchhoff zu eigen machte und die Preise für Bierdeckel in die Höhe trieb, war er nun im Internet auf Beutezug unterwegs.

Zum „Ritter wider den tierischen Ernst“ sollte er vom Aachener Karnevalsverein (AKV) gekürt werden. Das ist laut Website der Stadt Aachen «der einzige Orden, der nicht für, sondern gegen etwas vergeben wird. Alljährlich wird er an Persönlichkeiten verliehen, die Individualität, Beliebtheit und Mutterwitz in sich vereinen, vor allem aber Humor und Menschlichkeit im Amt bewiesen haben.»

Wieso der AKV dann auf die Idee kommt ausgerechnet den Friedrich Merz dafür auszuwählen, wird wohl ein Geheimnis des AKV bleiben, denn zumindest mit dem „eigenen“ Mutterwitz hat es der Erwählte nicht so heftig.
Motto der Sitzung war dann auch passenderweise: “Prinzen, Gaukler, Bänkelsänger - Ritter Merz, der Narrenfänger”.
Und da hockten nun die Narren im Saal und der eiserne Ritter Merz erklomm das Podium und begann „mutterwitzig“ lustig zu sein.
Gar nicht so lustig fand allerdings Monika Rieboldt die Rede, denn bei ihr hatte der Ritter Redeklau schamlos abgeschrieben und aus dem Satiremagazin „Zyn“ kopiert, wie die Aachener Zeitung meldete.
Ich habe meine Rede selbst geschrieben und bekomme bis heute sehr viel Zustimmung dafür.” reagierte Ritter Merz auf die Vorwürfe, um kurz darauf kleinlaut einzuräumen, dass «er den Satiretext im vergangenen Jahr als E-Mail-Anhang geschickt bekommen habe. Er sei davon ausgegangen, dass der Absender auch der Verfasser des Textes gewesen sei. Er habe sich gedacht, “das ist doch was für Aachen“. Dass der Elf-Punkte-Plan schon andernorts erschienen sei, “konnte ich nicht ahnen“. An den Verfasser der Mail „könne er sich nicht erinnern“.»

Wollen wir dem Ritter Merz von Redenklau abnehmen, dass er wirklich so ahnungslos und so naiv ist?
Falls ja, ist er als Politiker sicher eine Gefahr für diese Republik!
Und falls nein, ist er schamloser Lügner und als solcher nicht für ein höheres Amt geeignet.
Oder vielleicht gerade deshalb?

Ich auf jeden Fall kann auf „widerlich tierische narrenfangende weiße Ritter“ nicht nur im Karneval liebend gern verzichten.

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