Islamophobie

6. Februar 2006 05:45

Mein lieber Freund!

Dieser Tage wird man von den Medien regelrecht zugeballert mit Informationen über die religiöse Befindlichkeit von 1.500.000.000 Muslimen, die sich als Leser der dänischen Zeitung „Jyllands-Posten“ über die Veröffentlichung einiger Karikaturen über alle Maßen erregen.

Kommen Sie jetzt um Allahs oder Gottes Willen nicht auf die Idee zu fragen was wichtiger ist, die Religions- oder die Meinungsfreiheit. Das spielt im vorliegenden Fall überhaupt keine Rolle (mehr).
Denn die in der „Jyllands-Posten“ abgebildeten Karikaturen sind dermaßen erschreckend, dass sie selbst mein religiöses Ehrgefühl als überzeugter Atheist aus den Grundfesten meiner kleinkarierten Weltordnung reißen.
Doch urteilen Sie selbst, welches erschreckendes Ausmaß die Dekadenz und Respektlosigkeit des Abendlandes vor den Kulturen und Religionen des Morgenlandes zwischenzeitlich erreicht hat.
Ist das nicht erschreckend?
Mal ganz ehrlich, hätten Sie auf diesem Bild erkannt, dass es sich bei der etwas dümmlich grinsenden Person mit leichtem Überbiss, die mit ihrer Nickelbrille eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Amerikaner aus Seattle zu haben scheint, um Allah, Mohammed oder einen anderen Propheten handeln könnte?
Mein Gott, würde diese Frage bei Jauch gestellt werden, würde sicher nicht nur ich mit 50 Euro nach Hause gehen.

Aber dieses Gekritzel, das aus der Feder eines mäßig begabten, spätpubertären Schülers stammen könnte, hat nun zu Massenprotesten in der islamischen Welt geführt und dort die Botschaften einiger westeuropäischer Staaten abgefackelt.

Stellen Sie sich mal vor, was erst geschehen würde wenn ein Italiener, der noch immer von der Macht Roms überzeugt ist, ein Heft von Asterix dem Gallier in die Hände fallen würde.
Denn dass die Römer spinnen, das wissen wir ja.
Aber sagen Sie das mal von einem Islamisten und sie werfen unweigerlich die Fackel des „Dschihad“ unter die Völker dieser Erde.

Der Präsident des französischen Muslimrates, Dalil Boubakeur, nannte in Paris die Karikaturen abscheulich und “eine wahre Provokation der Millionen Muslime in Frankreich“.
Der Sprecher der in London ansässigen Organisation al-Ghurabaa drohte sogar mit Mord. Der Koran ordne für jemanden, der den Propheten beleidige, die Todesstrafe an, sagte er im Interview.
Und der dänische Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen warnte in Kopenhagen vor einer globalen Ausweitung des Konfliktes.
Dem allgemeinen Gezeter möchte ich mich in Frankfurt (BRddr) anschließen und darauf hinweisen, dass ich mir nie hätte träumen lassen, dass der dritte Weltkrieg durch den Funkenflug einer Karikatur ausgelöst würde, auch wenn mir bekannt ist, dass schon der zweite Weltkrieg durch eine Witzfigur deutscher Nationalität vom Zaun gebrochen wurde.

Und ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie erinnert mich das Geschehen um die „Provokativen Karikaturen“ der Jyllands-Posten an die „Satanischen Verse“ von Salman Rushdie.

Und da ich jetzt auch zu den Provokateuren der Muslime gehöre, muss ich mir schon überlegen, was ich beim nächsten Mal trage wenn ich mein sicheres Heim verlasse: „Kugelsichere Weste oder Maschinenpistole.“
Vermutlich ist beides notwendig, um sich gegen die zunehmende Islamophobie wehren zu können.
Sicher sollte man damit nicht warten, bis es bei ALDI Waffenscheine im Sonderangebot gibt.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 6. Februar 2006 um 05:45:39 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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Islamophobie

6. Februar 2006 05:45

Mein lieber Freund!

Dieser Tage wird man von den Medien regelrecht zugeballert mit Informationen über die religiöse Befindlichkeit von 1.500.000.000 Muslimen, die sich als Leser der dänischen Zeitung „Jyllands-Posten“ über die Veröffentlichung einiger Karikaturen über alle Maßen erregen.

Kommen Sie jetzt um Allahs oder Gottes Willen nicht auf die Idee zu fragen was wichtiger ist, die Religions- oder die Meinungsfreiheit. Das spielt im vorliegenden Fall überhaupt keine Rolle (mehr).
Denn die in der „Jyllands-Posten“ abgebildeten Karikaturen sind dermaßen erschreckend, dass sie selbst mein religiöses Ehrgefühl als überzeugter Atheist aus den Grundfesten meiner kleinkarierten Weltordnung reißen.
Doch urteilen Sie selbst, welches erschreckendes Ausmaß die Dekadenz und Respektlosigkeit des Abendlandes vor den Kulturen und Religionen des Morgenlandes zwischenzeitlich erreicht hat.
Ist das nicht erschreckend?
Mal ganz ehrlich, hätten Sie auf diesem Bild erkannt, dass es sich bei der etwas dümmlich grinsenden Person mit leichtem Überbiss, die mit ihrer Nickelbrille eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Amerikaner aus Seattle zu haben scheint, um Allah, Mohammed oder einen anderen Propheten handeln könnte?
Mein Gott, würde diese Frage bei Jauch gestellt werden, würde sicher nicht nur ich mit 50 Euro nach Hause gehen.

Aber dieses Gekritzel, das aus der Feder eines mäßig begabten, spätpubertären Schülers stammen könnte, hat nun zu Massenprotesten in der islamischen Welt geführt und dort die Botschaften einiger westeuropäischer Staaten abgefackelt.

Stellen Sie sich mal vor, was erst geschehen würde wenn ein Italiener, der noch immer von der Macht Roms überzeugt ist, ein Heft von Asterix dem Gallier in die Hände fallen würde.
Denn dass die Römer spinnen, das wissen wir ja.
Aber sagen Sie das mal von einem Islamisten und sie werfen unweigerlich die Fackel des „Dschihad“ unter die Völker dieser Erde.

Der Präsident des französischen Muslimrates, Dalil Boubakeur, nannte in Paris die Karikaturen abscheulich und “eine wahre Provokation der Millionen Muslime in Frankreich“.
Der Sprecher der in London ansässigen Organisation al-Ghurabaa drohte sogar mit Mord. Der Koran ordne für jemanden, der den Propheten beleidige, die Todesstrafe an, sagte er im Interview.
Und der dänische Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen warnte in Kopenhagen vor einer globalen Ausweitung des Konfliktes.
Dem allgemeinen Gezeter möchte ich mich in Frankfurt (BRddr) anschließen und darauf hinweisen, dass ich mir nie hätte träumen lassen, dass der dritte Weltkrieg durch den Funkenflug einer Karikatur ausgelöst würde, auch wenn mir bekannt ist, dass schon der zweite Weltkrieg durch eine Witzfigur deutscher Nationalität vom Zaun gebrochen wurde.

Und ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie erinnert mich das Geschehen um die „Provokativen Karikaturen“ der Jyllands-Posten an die „Satanischen Verse“ von Salman Rushdie.

Und da ich jetzt auch zu den Provokateuren der Muslime gehöre, muss ich mir schon überlegen, was ich beim nächsten Mal trage wenn ich mein sicheres Heim verlasse: „Kugelsichere Weste oder Maschinenpistole.“
Vermutlich ist beides notwendig, um sich gegen die zunehmende Islamophobie wehren zu können.
Sicher sollte man damit nicht warten, bis es bei ALDI Waffenscheine im Sonderangebot gibt.

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