Surfbrett

31. Januar 2006 05:45

Mein lieber Freund!

Um richtig Surfen zu können, darf man das Brett nicht immer vor dem Kopf haben, sondern zum richtigen Zeitpunkt unter den Füßen.
Und jetzt kann man gerade richtig Surfen. Mitten in Deutschland. Wenn man kein Brett vor dem Kopf hat.
Hohe Wellen schlägt die E.ON-Korruptionsaffäre“ schreibt das Saar-Echo am 19. Januar 2006 und erschreckt mich mit der Vorstellung ein Tsunami könnte so klamm und heimlich die Stadt Essen plattgemacht haben.

Aber alles halb so wild, denn nur ein paar klamme kommunale Politiker nebst Gattinnen sind auf Kosten des Energiekonzern E.ON heimlich lustgereist.
Und nun ist die Kölner Staatsanwaltschaft gegen rund 100 Bürgermeister und Bürgermeisterinnen, Ratsmitglieder und Ratsohneglieder, Beigeordnete, Beigestandene und Beigeschlafene heftig am ermitteln, weil die Jungs und Mädels sich auf Reisen vergnügt haben sollen.
Es bestehe daher bei den Reisenden der Verdacht auf Vorteilsannahme und einigen Mitarbeitern des Reiseveranstalters E.ON Verdacht auf Vorteilsgewährung. Der Grünen-Politiker Priggen meinte dazu, «er sehe ”eine gewisse Tradition darin, dass Entsorgungsunternehmen, aber auch Energieerzeuger versuchten, ”sich Kommunalpolitiker gefügig zu machen”. Für ihn sei das ”ein fließender Übergang zur Korruption»

Also ich finde das schon ein bisschen hart ausgedrückt, diese Art der “Finanziellen Nötigung” als „Fließenden Übergang zur Korruption“ zu bezeichnen. Nur weil sich ein paar kommunale Bedienstete für die Energieversorgung in Belgien, Frankreich, Spanien und Norwegen interessieren, statt immer nur im Amtszimmer oder Sitzungssaal zu hocken und langfristig laufende Verträge mit E.ON zur Energieversorgung der Kommunen und ihrer Bürger zu unterschreiben.

Da lob ich mir doch Politiker, die statt in der Weltgeschichte herumzureisen und die Umwelt zu belasten, sich das Geld der Energieversorger lieber gleich aufs eigene Bankkonto überweisen lassen, wie der CDA-Vorsitzende Hermann-Josef Arentz und sein Parteikollege und Generalsekretär Laurenz Meyer.
Wie heißt es in den Medien doch so schön: „Wir sind die Energie“ und „Du bist Deutschland

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 31. Januar 2006 um 05:45:51 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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Um richtig Surfen zu können, darf man das Brett nicht immer vor dem Kopf haben, sondern zum richtigen Zeitpunkt unter den Füßen.
Und jetzt kann man gerade richtig Surfen. Mitten in Deutschland. Wenn man kein Brett vor dem Kopf hat.
Hohe Wellen schlägt die E.ON-Korruptionsaffäre“ schreibt das Saar-Echo am 19. Januar 2006 und erschreckt mich mit der Vorstellung ein Tsunami könnte so klamm und heimlich die Stadt Essen plattgemacht haben.

Aber alles halb so wild, denn nur ein paar klamme kommunale Politiker nebst Gattinnen sind auf Kosten des Energiekonzern E.ON heimlich lustgereist.
Und nun ist die Kölner Staatsanwaltschaft gegen rund 100 Bürgermeister und Bürgermeisterinnen, Ratsmitglieder und Ratsohneglieder, Beigeordnete, Beigestandene und Beigeschlafene heftig am ermitteln, weil die Jungs und Mädels sich auf Reisen vergnügt haben sollen.
Es bestehe daher bei den Reisenden der Verdacht auf Vorteilsannahme und einigen Mitarbeitern des Reiseveranstalters E.ON Verdacht auf Vorteilsgewährung. Der Grünen-Politiker Priggen meinte dazu, «er sehe ”eine gewisse Tradition darin, dass Entsorgungsunternehmen, aber auch Energieerzeuger versuchten, ”sich Kommunalpolitiker gefügig zu machen”. Für ihn sei das ”ein fließender Übergang zur Korruption»

Also ich finde das schon ein bisschen hart ausgedrückt, diese Art der “Finanziellen Nötigung” als „Fließenden Übergang zur Korruption“ zu bezeichnen. Nur weil sich ein paar kommunale Bedienstete für die Energieversorgung in Belgien, Frankreich, Spanien und Norwegen interessieren, statt immer nur im Amtszimmer oder Sitzungssaal zu hocken und langfristig laufende Verträge mit E.ON zur Energieversorgung der Kommunen und ihrer Bürger zu unterschreiben.

Da lob ich mir doch Politiker, die statt in der Weltgeschichte herumzureisen und die Umwelt zu belasten, sich das Geld der Energieversorger lieber gleich aufs eigene Bankkonto überweisen lassen, wie der CDA-Vorsitzende Hermann-Josef Arentz und sein Parteikollege und Generalsekretär Laurenz Meyer.
Wie heißt es in den Medien doch so schön: „Wir sind die Energie“ und „Du bist Deutschland

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