Suze

30. Januar 2006 05:45

Mein lieber Freund!

Früher (ja ja, lang ist es her) fand ich es in der Schule klasse einen Spruch wie „Wer das liest ist doff“ an die Tafel zu schreiben und mich (innerlich) dumm und dämlich zu lachen, wenn der Lehrer ins Zimmer kam und beim Anblick des Geschriebenen fragte „wer war das?“.
Heute ist mir klar, dass er wohl wusste wer das war, denn es gab sicher keinen zweiten Schüler in der Klasse, der das Wort „doof“ mit zwei Eff schrieb.

Heute finde ich es doof, wenn ich Dinge wie „Diese Vereinigte der Kleinbürger (s. Kommentarleiste gestern bei Machopan), geht mir dermassen auf den Senkel, dass ich mich wie in die Klippschule versetzt fühle“ lesen muss.
Und lachen kann ich darüber auch nicht.

Aber lustig finde ich es schon, wie jemand, der erst seit dem 20.12.2005, also gerade mal seit sechs Wochen am Bloggen ist, mit der gegenteiligen Meinung anderer Leute umgeht.
Von Zeter und Mordio wird da geblögt, von „subtilem Psychoterror“ gemutmaßt und über “die verpennte Chance der Schläfer und Träumer in unserer Demokratie” gelästert.

Man kann sicher über den Zustand unserer Demokratie „Absurdistan“ trefflich diskutieren und sich empören, aber sind wir wirklich ein „Land der Drückeberger und Kriecher, der Verschwiegenen?

Nun befähige auch ich mich (teilweise *schäm*) meist einer kräftigen Sprache und gelegentlich einer recht derben Ausdrucksweise.
Aber bei allem Verständnis für eine (nach eigenen Aussagen) „emanzipierte Frau“ und „Kämpferin“ mit starkem Ego, finde ich die medienwirksame Beschimpfung Andersmeinender als „Postmaster-Türken“, „Hempels“, „Stasi-Blogger“, „Kleinbürger“, Drückeberger“, „Kriecher“, „Penner“, „Schrotlader“, „Knüppeltüllen“, „Waschweiber“, „kleine Wixer“ und „Flachschüler“ in Anbetracht der Wichtigkeit der Kontroverse nun doch etwas übertrieben.
Vor allem, wenn man wie Suze gleichzeitig behauptet: „In meinem Blog stehen Texte, zu denen man ganz unterschiedliche Meinungen haben kann.

Ja, nur hat die liebe Suze dabei wohl übersehen, dass die „Postmaster-Türken“, „Hempels“, „Stasi-Blogger“, „Kleinbürger“, Drückeberger“, „Kriecher“, „Penner“, „Schrotlader“, „Knüppeltüllen“ „Waschweiber“, „kleine Wixer“ und „Flachschüler“ das als Aufforderung sehen könnten und von ihrem Recht auf freie und gegenteilige Meinungsäußerung in einer Demokratie eifrig Gebrauch machen.
Auch wenn es am eigentlichen Thema „Fubaweme“ und „Titelschutz“ vorbeigeht.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 30. Januar 2006 um 05:45:28 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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30. Januar 2006 05:45

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Früher (ja ja, lang ist es her) fand ich es in der Schule klasse einen Spruch wie „Wer das liest ist doff“ an die Tafel zu schreiben und mich (innerlich) dumm und dämlich zu lachen, wenn der Lehrer ins Zimmer kam und beim Anblick des Geschriebenen fragte „wer war das?“.
Heute ist mir klar, dass er wohl wusste wer das war, denn es gab sicher keinen zweiten Schüler in der Klasse, der das Wort „doof“ mit zwei Eff schrieb.

Heute finde ich es doof, wenn ich Dinge wie „Diese Vereinigte der Kleinbürger (s. Kommentarleiste gestern bei Machopan), geht mir dermassen auf den Senkel, dass ich mich wie in die Klippschule versetzt fühle“ lesen muss.
Und lachen kann ich darüber auch nicht.

Aber lustig finde ich es schon, wie jemand, der erst seit dem 20.12.2005, also gerade mal seit sechs Wochen am Bloggen ist, mit der gegenteiligen Meinung anderer Leute umgeht.
Von Zeter und Mordio wird da geblögt, von „subtilem Psychoterror“ gemutmaßt und über “die verpennte Chance der Schläfer und Träumer in unserer Demokratie” gelästert.

Man kann sicher über den Zustand unserer Demokratie „Absurdistan“ trefflich diskutieren und sich empören, aber sind wir wirklich ein „Land der Drückeberger und Kriecher, der Verschwiegenen?

Nun befähige auch ich mich (teilweise *schäm*) meist einer kräftigen Sprache und gelegentlich einer recht derben Ausdrucksweise.
Aber bei allem Verständnis für eine (nach eigenen Aussagen) „emanzipierte Frau“ und „Kämpferin“ mit starkem Ego, finde ich die medienwirksame Beschimpfung Andersmeinender als „Postmaster-Türken“, „Hempels“, „Stasi-Blogger“, „Kleinbürger“, Drückeberger“, „Kriecher“, „Penner“, „Schrotlader“, „Knüppeltüllen“, „Waschweiber“, „kleine Wixer“ und „Flachschüler“ in Anbetracht der Wichtigkeit der Kontroverse nun doch etwas übertrieben.
Vor allem, wenn man wie Suze gleichzeitig behauptet: „In meinem Blog stehen Texte, zu denen man ganz unterschiedliche Meinungen haben kann.

Ja, nur hat die liebe Suze dabei wohl übersehen, dass die „Postmaster-Türken“, „Hempels“, „Stasi-Blogger“, „Kleinbürger“, Drückeberger“, „Kriecher“, „Penner“, „Schrotlader“, „Knüppeltüllen“ „Waschweiber“, „kleine Wixer“ und „Flachschüler“ das als Aufforderung sehen könnten und von ihrem Recht auf freie und gegenteilige Meinungsäußerung in einer Demokratie eifrig Gebrauch machen.
Auch wenn es am eigentlichen Thema „Fubaweme“ und „Titelschutz“ vorbeigeht.

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