FuBaWeMe 2006

26. Januar 2006 05:45

Mein lieber Freund!

Die “FuBaWeMe 2006″ schafft was alle Beschäftigungsprogramme und Reformen des Arbeitsmarktes unter dem Titel „Agenda2010“ nicht geschafft haben: Der wirtschaftliche Aufschwung wird in Deutschland einfallen und mit seiner Kaufkraft die Handelshäuser, Kneipen und Nächtigungs- und „Verkehrs“betriebe der Nation von Ost nach West und Nord nach Süd oder auch andersrum, überrollen.

Die Fußballweltmeister schafft die Wende, stoppt die Talfahrt, überschwemmt Deutschland mit dem Aufschwung und sorgt für volle Kassen.
Kaum ein Politiker, der in den letzten Wochen und Monaten nicht schon die Macht des runden Leders beschworen hat und sich sicher ist: „Mit der FuBaWeMe 2006 wird alles gut.

Zwar glauben zwar knapp 80% der befragten bundesdeutschen Bevölkerung nicht an einen Sieg der deutschen Nationalmannschaft, aber dennoch meint unsere Frau Bundesmerkel, dass die FuBaWeMe für Deutschland so wichtig ist, wie anno dunnemals der Fall der Mauer.
Gut OK, unter der Mauer liegen neben einigen Vereinigungsversprechen, auch ein paar Mitbürger, die an die neu erblühenden Landschaften geglaubt haben.

Aber jetzt bei der FuBaWeMe ist das anders, denn wir werden alle gewinnen auch wenn wir verlieren. Damit garantiert nix schief geht, sollen sogar die Ladenschlusszeiten und die Sperrstunden aufgehoben, damit die Fußballfans so richtig Geld ausgeben können, wenn sie nicht im Stadion hocken oder grölend durch die Straßen ziehen. Ich kann mir das so richtig lebhaft vorstellen, wie Horden von siegestrunkenen und Fahnen schwenkenden Fans nach dem Spiel ihrer Mannschaft durch die Kaufhäuser der Innenstädte oder durch den Tante-Emma-Laden von Kleinkleckersdorf ziehen um dort ihr Geld liegen zu lassen.

Um diesen wirtschaftlichen Erfolg zu ermöglichen will die Frau Bundesmerkel sogar den Schwabenpfeil Jürgen Klinsmann, den Stolperer der Nation, kennen lernen. Sogar einen Besuch in der Mannschaftskabine könnte sie sich vorstellen, hat sie dem Spiegel erzählt. “Natürlich gehe ich da hin, zum geeigneten Zeitpunkt - übrigens auch, wenn wir Zweiter werden“, sagte Merkel. Das wäre mal was ganz Neues, so eine Art Boxenluder, nur beim Fußball in der Mannschafts(dusch)kabine halt.

Ich bin mir sicher, wir werden alle noch sehr viel Spaß haben mit der FuBaWeMe 2006, dem Aufschwung und dem Einzug ins Endspiel..
Und hinterher will es mal wieder keiner gewesen sein und natürlich haben es alle schon vorher gewusst.
Ich wage mal eine frühe Prognose: „Das Ganze könnte so oder so ausgehen – der Ball ist rund und ein Spiel dauert 90 Minuten! Jetzt schau mer halt mal!“

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 26. Januar 2006 um 05:45:35 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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FuBaWeMe 2006

26. Januar 2006 05:45

Mein lieber Freund!

Die “FuBaWeMe 2006″ schafft was alle Beschäftigungsprogramme und Reformen des Arbeitsmarktes unter dem Titel „Agenda2010“ nicht geschafft haben: Der wirtschaftliche Aufschwung wird in Deutschland einfallen und mit seiner Kaufkraft die Handelshäuser, Kneipen und Nächtigungs- und „Verkehrs“betriebe der Nation von Ost nach West und Nord nach Süd oder auch andersrum, überrollen.

Die Fußballweltmeister schafft die Wende, stoppt die Talfahrt, überschwemmt Deutschland mit dem Aufschwung und sorgt für volle Kassen.
Kaum ein Politiker, der in den letzten Wochen und Monaten nicht schon die Macht des runden Leders beschworen hat und sich sicher ist: „Mit der FuBaWeMe 2006 wird alles gut.

Zwar glauben zwar knapp 80% der befragten bundesdeutschen Bevölkerung nicht an einen Sieg der deutschen Nationalmannschaft, aber dennoch meint unsere Frau Bundesmerkel, dass die FuBaWeMe für Deutschland so wichtig ist, wie anno dunnemals der Fall der Mauer.
Gut OK, unter der Mauer liegen neben einigen Vereinigungsversprechen, auch ein paar Mitbürger, die an die neu erblühenden Landschaften geglaubt haben.

Aber jetzt bei der FuBaWeMe ist das anders, denn wir werden alle gewinnen auch wenn wir verlieren. Damit garantiert nix schief geht, sollen sogar die Ladenschlusszeiten und die Sperrstunden aufgehoben, damit die Fußballfans so richtig Geld ausgeben können, wenn sie nicht im Stadion hocken oder grölend durch die Straßen ziehen. Ich kann mir das so richtig lebhaft vorstellen, wie Horden von siegestrunkenen und Fahnen schwenkenden Fans nach dem Spiel ihrer Mannschaft durch die Kaufhäuser der Innenstädte oder durch den Tante-Emma-Laden von Kleinkleckersdorf ziehen um dort ihr Geld liegen zu lassen.

Um diesen wirtschaftlichen Erfolg zu ermöglichen will die Frau Bundesmerkel sogar den Schwabenpfeil Jürgen Klinsmann, den Stolperer der Nation, kennen lernen. Sogar einen Besuch in der Mannschaftskabine könnte sie sich vorstellen, hat sie dem Spiegel erzählt. “Natürlich gehe ich da hin, zum geeigneten Zeitpunkt - übrigens auch, wenn wir Zweiter werden“, sagte Merkel. Das wäre mal was ganz Neues, so eine Art Boxenluder, nur beim Fußball in der Mannschafts(dusch)kabine halt.

Ich bin mir sicher, wir werden alle noch sehr viel Spaß haben mit der FuBaWeMe 2006, dem Aufschwung und dem Einzug ins Endspiel..
Und hinterher will es mal wieder keiner gewesen sein und natürlich haben es alle schon vorher gewusst.
Ich wage mal eine frühe Prognose: „Das Ganze könnte so oder so ausgehen – der Ball ist rund und ein Spiel dauert 90 Minuten! Jetzt schau mer halt mal!“

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