Terminator

20. Januar 2006 05:45

Mein lieber Freund!

Was erwartet der Wähler, wenn er einen Mann, der als sich als „Terminator“ einen Namen gemacht hat, zum ersten Mann des Staates wählt.
Als Gouvernator wurde er doch sicher nicht deswegen gewählt, weil er dafür bekannt war ein Weichei zu sein, sondern eher weil man mit seiner Person assoziiert, für Recht und Ordnung, dem Schutz der Schwachen und der gnadenlosen Bestrafung des Bösen einzutreten.
Nun hat der Gouvernator Schwarzenegger genau dieses getan und schon wieder ist es einigen Zeitgenossen mal wieder nicht recht.

Unter dem Aufmacher „Schwarzenegger für Hinrichtung von Blindem“ berichtet die Netzeitung am 14. Januar 2006, «dass der kalifornische Gouverneur Schwarzenegger das Gnadengesuch eines blinden und im Rollstuhl sitzenden Todeskandidaten abgelehnt hat, denn Alter und Krankheit seien kein Grund für Gnade.»

Der weitere Artikel liest sich dann tendenziell so, als würde der Unmensch Schwarzenegger einem armen, blinden, fast tauben und behinderten alten Menschen, der dazu auch noch seine Unschuld beteuert, Unrecht antun und ihn grundlos und aus reiner Lust und Laune ums Leben bringen wollen.
Erst ganz am Ende erfährt der Leser, dass »der Delinquent als Anführer einer Diebesbande 1977 wegen Anstiftung zum Mord zu lebenslänglicher Haft verurteilt worden war. Vom Gefängnis aus soll er drei weitere Morde angeordnet haben, die von Komplizen ausgeführt wurden. Dafür erhielt er 1982 die Todesstrafe.»

Nun hätte der Gouvernator Schwarzenegger natürlich die Möglichkeit, rechtskräftig zum Tode verurteilte Straftäter auf Antrag zu begnadigen. Allerdings nicht nach eigenem Gutdünken oder nach Lust und Laune, sondern auf der Basis des Gesetzes nach dem der Delinquent zum Tode verurteilt worden war.
Dass der Mann zwischenzeitlich alt, blind und tatterich geworden ist, ändert ja wohl nichts an seinen Taten und seiner rechtskräftigen Verurteilung.
Warum nun Gnade vor Recht ergehen soll und der „gnadenlose“ Terminator angeprangert wird, ist schon eine seltsame Verdrehung der Tatsachen, denn das Todesurteil zu verhindern wäre nur dann seine Aufgabe, wenn es sich bei der Verurteilung zur Todesstrafe um einen Justizirrtum handeln würde.

Manchmal wünschte ich mir wirklich, man würde um die Opfer von Straftaten auch so ein Gedöns machen, wie um die Täter.

Übrigens finde ich (persönlich) die Terminatorfilme reinen „bullshit“.
Von dem im Koma liegenden Barbar erst gar nicht zu reden.
Dieser Film machte Arnold Schwarzenegger als Filmschauspieler weltbekannt, obwohl er im gesamten Film kaum mehr als ein paar ruppige Halbsätze von sich gibt und sich seine schauspielerischen Fähigkeiten sich auf reine körperliche Präsenz reduziert.
Aber das ist, wie man an Ronald Reagan sehen kann, in den USA kein Hinderungsgrund um höchste politische Ämter besetzen zu können.
Stellen Sie sich das doch mal bei uns in der BRD vor: „Götz „Schimanski“ George als Bundeskanzler und Pierre „Winnetou“ Brice als Ministerpräsident von Hessen.“
Dann schon lieber Angela „Nscho-Tschi“ Merkel.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 20. Januar 2006 um 05:45:25 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können ein Kommentar schreiben oder ein Trackback hinterlegen.

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20. Januar 2006 05:45

Mein lieber Freund!

Was erwartet der Wähler, wenn er einen Mann, der als sich als „Terminator“ einen Namen gemacht hat, zum ersten Mann des Staates wählt.
Als Gouvernator wurde er doch sicher nicht deswegen gewählt, weil er dafür bekannt war ein Weichei zu sein, sondern eher weil man mit seiner Person assoziiert, für Recht und Ordnung, dem Schutz der Schwachen und der gnadenlosen Bestrafung des Bösen einzutreten.
Nun hat der Gouvernator Schwarzenegger genau dieses getan und schon wieder ist es einigen Zeitgenossen mal wieder nicht recht.

Unter dem Aufmacher „Schwarzenegger für Hinrichtung von Blindem“ berichtet die Netzeitung am 14. Januar 2006, «dass der kalifornische Gouverneur Schwarzenegger das Gnadengesuch eines blinden und im Rollstuhl sitzenden Todeskandidaten abgelehnt hat, denn Alter und Krankheit seien kein Grund für Gnade.»

Der weitere Artikel liest sich dann tendenziell so, als würde der Unmensch Schwarzenegger einem armen, blinden, fast tauben und behinderten alten Menschen, der dazu auch noch seine Unschuld beteuert, Unrecht antun und ihn grundlos und aus reiner Lust und Laune ums Leben bringen wollen.
Erst ganz am Ende erfährt der Leser, dass »der Delinquent als Anführer einer Diebesbande 1977 wegen Anstiftung zum Mord zu lebenslänglicher Haft verurteilt worden war. Vom Gefängnis aus soll er drei weitere Morde angeordnet haben, die von Komplizen ausgeführt wurden. Dafür erhielt er 1982 die Todesstrafe.»

Nun hätte der Gouvernator Schwarzenegger natürlich die Möglichkeit, rechtskräftig zum Tode verurteilte Straftäter auf Antrag zu begnadigen. Allerdings nicht nach eigenem Gutdünken oder nach Lust und Laune, sondern auf der Basis des Gesetzes nach dem der Delinquent zum Tode verurteilt worden war.
Dass der Mann zwischenzeitlich alt, blind und tatterich geworden ist, ändert ja wohl nichts an seinen Taten und seiner rechtskräftigen Verurteilung.
Warum nun Gnade vor Recht ergehen soll und der „gnadenlose“ Terminator angeprangert wird, ist schon eine seltsame Verdrehung der Tatsachen, denn das Todesurteil zu verhindern wäre nur dann seine Aufgabe, wenn es sich bei der Verurteilung zur Todesstrafe um einen Justizirrtum handeln würde.

Manchmal wünschte ich mir wirklich, man würde um die Opfer von Straftaten auch so ein Gedöns machen, wie um die Täter.

Übrigens finde ich (persönlich) die Terminatorfilme reinen „bullshit“.
Von dem im Koma liegenden Barbar erst gar nicht zu reden.
Dieser Film machte Arnold Schwarzenegger als Filmschauspieler weltbekannt, obwohl er im gesamten Film kaum mehr als ein paar ruppige Halbsätze von sich gibt und sich seine schauspielerischen Fähigkeiten sich auf reine körperliche Präsenz reduziert.
Aber das ist, wie man an Ronald Reagan sehen kann, in den USA kein Hinderungsgrund um höchste politische Ämter besetzen zu können.
Stellen Sie sich das doch mal bei uns in der BRD vor: „Götz „Schimanski“ George als Bundeskanzler und Pierre „Winnetou“ Brice als Ministerpräsident von Hessen.“
Dann schon lieber Angela „Nscho-Tschi“ Merkel.

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