Paraskavedekatriaphobie

13. Januar 2006 05:45

Mein lieber Freund!

Sollte sich Ihnen die Bedeutung des Wortes „Paraskavedekatriaphobie“ nicht auf Anhieb erschließen, so befinden Sie sich vermutlich in bester Gesellschaft. Auch ich hatte einige Mühen das Wort ohne bleibende Zungenschäden zu vertonen.

Monday I have Friday on my mind“, dichtelte im Jahre 1967 die australische Beatgruppe „The Easybeats“ und sang damit Millionen von Arbeitnehmern aus dem Herzen, denn ein Text wie:

Monday morning feels so bad
Everybody seems to nag me
Coming Tuesday I feel better
Even my old mam looks good
Wednesday just won’t go
Thursday goes too slow
I’ve got Friday on my mind

geht doch gerade Angehörigen der in abhängiger Arbeit Ausgebeuteten runter wie Öl.

Arbeitswissenschaftler bezeichnen diese Phänomen zur Bewältigung des täglichen Überlebenskampfes als „Robinsonmethode“, da deren Anhänger sich überwiegend mit dem „Warten auf Freitag“ beschäftigen.
Um in unseren heutigen Gesellschaft wie Robinson zu leben, bedarf es keiner einsamen Insel mehr. Das funktioniert mitten in der Großstadt ebenso gut wie auf dem Lande. Es genügt vollkommen wirtschaftlichen Schiffbruch zu erleiden, um an den unwirtlichen Gestaden einer aus den Fugen geratenen Gesellschaft zu stranden und durch Ebbe und Flut zwischen den Klippen zermahlen zu werden oder den Kannibalen in die Hände zu fallen.

Nun sind heute viele unserer Mitbürger am Ziel ihrer Wünsche angekommen, denn heute ist Freitag.
Doch dieser Freitag hat es in und an sich, denn es ist ein ganz besonderer Freitag.
Gilt schon der Freitag seit dem Tod Christi nicht unbedingt als Glückstag, kommt dem heutigen Tag in Verbindung mit der Zahl Dreizehn eine ganz besondere Bedeutung zu:
Heute ist Freitag der Dreizehnte!
Für Menschen, die unter Paraskavedekatriaphobie leiden, so ziemlich das Schlimmste, die Summe aller übelsten Übel.
Vom Börsenkrach im Jahre 1927 und den anschließenden Fensterstürzen bis zum Absturz von Raumschiff Apollo 13, das ausgerechnet an einem Freitag im Jahre 1970 gestartet war, reicht die Palette der Negativbeispiele für diesen besonderen Tag.

Da hilft nur – zu Hause bleiben und die Bettdecke über den Kopf ziehen.
Denn überall lauern Gefahren, schwarze Katzen, zersplitterte Spiegel und Murphys Gesetz „Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.“
Da nützt es auch nichts, wenn man sich an den Bildschirm setzt und diesen Text liest, denn Freitag, der Dreizehnte, ist auch ein beliebter Termin für die Aktivierung von Computerviren und die Easybeats würden ihren obigen Song wohl so vollenden:

And then i dedected
that my Computer was infected

Happy Freuday und File Krise wünscht der

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 13. Januar 2006 um 05:45:21 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können ein Kommentar schreiben oder ein Trackback hinterlegen.

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Paraskavedekatriaphobie

13. Januar 2006 05:45

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Sollte sich Ihnen die Bedeutung des Wortes „Paraskavedekatriaphobie“ nicht auf Anhieb erschließen, so befinden Sie sich vermutlich in bester Gesellschaft. Auch ich hatte einige Mühen das Wort ohne bleibende Zungenschäden zu vertonen.

Monday I have Friday on my mind“, dichtelte im Jahre 1967 die australische Beatgruppe „The Easybeats“ und sang damit Millionen von Arbeitnehmern aus dem Herzen, denn ein Text wie:

Monday morning feels so bad
Everybody seems to nag me
Coming Tuesday I feel better
Even my old mam looks good
Wednesday just won’t go
Thursday goes too slow
I’ve got Friday on my mind

geht doch gerade Angehörigen der in abhängiger Arbeit Ausgebeuteten runter wie Öl.

Arbeitswissenschaftler bezeichnen diese Phänomen zur Bewältigung des täglichen Überlebenskampfes als „Robinsonmethode“, da deren Anhänger sich überwiegend mit dem „Warten auf Freitag“ beschäftigen.
Um in unseren heutigen Gesellschaft wie Robinson zu leben, bedarf es keiner einsamen Insel mehr. Das funktioniert mitten in der Großstadt ebenso gut wie auf dem Lande. Es genügt vollkommen wirtschaftlichen Schiffbruch zu erleiden, um an den unwirtlichen Gestaden einer aus den Fugen geratenen Gesellschaft zu stranden und durch Ebbe und Flut zwischen den Klippen zermahlen zu werden oder den Kannibalen in die Hände zu fallen.

Nun sind heute viele unserer Mitbürger am Ziel ihrer Wünsche angekommen, denn heute ist Freitag.
Doch dieser Freitag hat es in und an sich, denn es ist ein ganz besonderer Freitag.
Gilt schon der Freitag seit dem Tod Christi nicht unbedingt als Glückstag, kommt dem heutigen Tag in Verbindung mit der Zahl Dreizehn eine ganz besondere Bedeutung zu:
Heute ist Freitag der Dreizehnte!
Für Menschen, die unter Paraskavedekatriaphobie leiden, so ziemlich das Schlimmste, die Summe aller übelsten Übel.
Vom Börsenkrach im Jahre 1927 und den anschließenden Fensterstürzen bis zum Absturz von Raumschiff Apollo 13, das ausgerechnet an einem Freitag im Jahre 1970 gestartet war, reicht die Palette der Negativbeispiele für diesen besonderen Tag.

Da hilft nur – zu Hause bleiben und die Bettdecke über den Kopf ziehen.
Denn überall lauern Gefahren, schwarze Katzen, zersplitterte Spiegel und Murphys Gesetz „Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.“
Da nützt es auch nichts, wenn man sich an den Bildschirm setzt und diesen Text liest, denn Freitag, der Dreizehnte, ist auch ein beliebter Termin für die Aktivierung von Computerviren und die Easybeats würden ihren obigen Song wohl so vollenden:

And then i dedected
that my Computer was infected

Happy Freuday und File Krise wünscht der

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