BAZ

9. Januar 2006 05:45

Mein lieber Freund!

„Internet macht’s möglich“ und so kann es jeder Internetter und jede Internetterin zu jeder beliebigen Tages- und Nachtzeit ganz bequem von zu Hause aus.
Manchmal merkt man es gar nicht auf den ersten Blick, weil man sich auf die Site hingegoogelt hat oder hingelinkt wurde.
Ach so, jetzt habe ich vor lauter Begeisterung vergessen zu erwähnen was ich eigentlich meine: „Ausländische Zeitungen“ lesen meine ich natürlich.

Mich hatte es jetzt vor ein paar Tagen zu mitternächtlicher Zeit zur Basler Zeitung (BAZ) verschlagen und da habe ich mich dann längere Zeit herumgetrieben, weil es mich interessierte mit welchen Nachrichten sich unsere „angeblich“ auch deutschsprachigen Nachbarn im Süden unserer Republik so beschäftigen.

Erstaunliches gab es für die BAZ aus den USA zu melden, wo „11 Millionen Erwachsene Probleme mit Englisch“ haben. Ich habe die Zahlen jetzt nicht auf Anhieb im Kopf, aber bei uns in der BRD dürfte der Anteil der Erwachsenen mit Englischproblemen erheblich höher liegen. Wobei ich in diesem Zusammenhang nicht ohne Stolz erwähnen möchte, dass ich mit meinem Englisch keine Probleme habe, die haben nur die anderen.

Verwunderliches war aus Banja Luka (kleine Hilfe, das ist in Bosnien) zu lesen.
Dort hat ein unabhängiges Forschungsinstitut festgestellt, dass die „Totenzahl im Bosnienkrieg weit geringer als angenommen“ ist. Statt wie bisher angenommen weit über 200.000 kamen während dem bosnischen Bürgerkrieg von 1992 bis 1995 nur 93.837 Soldaten und Zivilisten um. Rund 68 Prozent der Opfer seien Moslems, 26 Prozent Serben und fünf Prozent Kroaten. Ein Prozent der Opfer seien Mitglieder anderer Gemeinschaften.
Ich hatte immer gedacht, dass es genügt Bosnier und tot zu sein, um in einer solchen Schreckensstatistik mitgezählt zu werden. Aber jetzt scheint aus statistischen Gründen auch noch die Richtung wichtig zu sein, in der die Toten auf die Reise zu ihrem Schöpfer geschickt wurden.

Nachdenkliches aus der Hauptstadt Chinas wird von der Nachrichtenagentur Xinhua berichtet Dort wurde ein „Chinesischer Beamter wegen Korruption hingerichtet“. Er wurde für schuldig befunden, als Transportbeauftragter der südwestlichen Provinz Guizhou 25,6 Millionen Yuan (rund 2,5 Millionen Euro) an Bestechungsgeldern kassiert zu haben.
Warum ich diese Meldung unter „Nachdenkliches“ eingestuft habe, wollen Sie wissen?
Weil ich mir nicht sicher bin, ob eine ähnliche Meldung aus der bundesdeutschen Hauptstadt wegen ähnlicher Delikte, bei mir nicht eine gewisse Genugtuung ausgelöst hätte.
Es müsste ja nicht gleich die Todesstrafe sein, aber mit lebenslanger Zwangsarbeit verbunden mit der wiedereingeführten Prügelstrafe wäre das Problem der ausufernden Korruption und Vorteilsnahme im Amt sicher auch in den Griff zu bekommen.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 9. Januar 2006 um 05:45:07 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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BAZ

9. Januar 2006 05:45

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„Internet macht’s möglich“ und so kann es jeder Internetter und jede Internetterin zu jeder beliebigen Tages- und Nachtzeit ganz bequem von zu Hause aus.
Manchmal merkt man es gar nicht auf den ersten Blick, weil man sich auf die Site hingegoogelt hat oder hingelinkt wurde.
Ach so, jetzt habe ich vor lauter Begeisterung vergessen zu erwähnen was ich eigentlich meine: „Ausländische Zeitungen“ lesen meine ich natürlich.

Mich hatte es jetzt vor ein paar Tagen zu mitternächtlicher Zeit zur Basler Zeitung (BAZ) verschlagen und da habe ich mich dann längere Zeit herumgetrieben, weil es mich interessierte mit welchen Nachrichten sich unsere „angeblich“ auch deutschsprachigen Nachbarn im Süden unserer Republik so beschäftigen.

Erstaunliches gab es für die BAZ aus den USA zu melden, wo „11 Millionen Erwachsene Probleme mit Englisch“ haben. Ich habe die Zahlen jetzt nicht auf Anhieb im Kopf, aber bei uns in der BRD dürfte der Anteil der Erwachsenen mit Englischproblemen erheblich höher liegen. Wobei ich in diesem Zusammenhang nicht ohne Stolz erwähnen möchte, dass ich mit meinem Englisch keine Probleme habe, die haben nur die anderen.

Verwunderliches war aus Banja Luka (kleine Hilfe, das ist in Bosnien) zu lesen.
Dort hat ein unabhängiges Forschungsinstitut festgestellt, dass die „Totenzahl im Bosnienkrieg weit geringer als angenommen“ ist. Statt wie bisher angenommen weit über 200.000 kamen während dem bosnischen Bürgerkrieg von 1992 bis 1995 nur 93.837 Soldaten und Zivilisten um. Rund 68 Prozent der Opfer seien Moslems, 26 Prozent Serben und fünf Prozent Kroaten. Ein Prozent der Opfer seien Mitglieder anderer Gemeinschaften.
Ich hatte immer gedacht, dass es genügt Bosnier und tot zu sein, um in einer solchen Schreckensstatistik mitgezählt zu werden. Aber jetzt scheint aus statistischen Gründen auch noch die Richtung wichtig zu sein, in der die Toten auf die Reise zu ihrem Schöpfer geschickt wurden.

Nachdenkliches aus der Hauptstadt Chinas wird von der Nachrichtenagentur Xinhua berichtet Dort wurde ein „Chinesischer Beamter wegen Korruption hingerichtet“. Er wurde für schuldig befunden, als Transportbeauftragter der südwestlichen Provinz Guizhou 25,6 Millionen Yuan (rund 2,5 Millionen Euro) an Bestechungsgeldern kassiert zu haben.
Warum ich diese Meldung unter „Nachdenkliches“ eingestuft habe, wollen Sie wissen?
Weil ich mir nicht sicher bin, ob eine ähnliche Meldung aus der bundesdeutschen Hauptstadt wegen ähnlicher Delikte, bei mir nicht eine gewisse Genugtuung ausgelöst hätte.
Es müsste ja nicht gleich die Todesstrafe sein, aber mit lebenslanger Zwangsarbeit verbunden mit der wiedereingeführten Prügelstrafe wäre das Problem der ausufernden Korruption und Vorteilsnahme im Amt sicher auch in den Griff zu bekommen.

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 9. Januar 2006 um 05:45:07 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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