Weihnachtsansprache 2005

27. Dezember 2005 05:45

Mein lieber Freund!

Es kam wie es kommen musste und „alle Jahre wieder“ findet sich das übliche Gesabber in den Reden zum Jahresende. Diesmal ließ es sich der Bundesköhler (Spitzname Valium) in seiner Weihnachtsansprache nicht nehmen die üblichen Plattitüden zur Glorifizierung der letzten 350 Tage des Jahres 2005 unters Volk zu bringen.

Liebe Landsleute“, hat der Bundeshotte am 24.12. in Berlin gesagt, „liebe Landleute, meine Frau und ich wünschen Ihnen frohe Weihnachten. In vielen Häusern herrscht jetzt fröhlicher Trubel; in anderen geht es eher besinnlicher zu.

Dass in vielen Häusern gar nichts mehr geht, vergaß der Herr Bundespräsident zu erwähnen und dass viele seiner lieben Landsleute gar kein Dach mehr über dem Kopf haben, das hat er wohl in seiner weihnachtlichen Gefühlsduselei gänzlich vergessen.
Ich habe mir die Rede, die auf der Website des Herrn Bundespräser www.bundespraesident.de veröffentlicht wurde, mehrfach durchgelesen und ich frage mich in welchem Land dieser Mensch eigentlich lebt.
Ganz im Stile der alten Durchhalteparolen werden da tumbe Füllsätze hirn- und sinnlos aneinandergereiht. Sätze, die man in beliebiger Sequenz wiedergeben kann, um endlos Nichtigkeiten von sich zu geben und um den heißen Brei herumzulabern:
Wir sind bereit, neue Erfahrungen zu sammeln. Dann können wir erleben: Veränderungen lassen sich gemeinsam gestalten, und die Dinge fügen sich. Wir werden dazulernen, und so werden wir neue Kraft gewinnen. Wir wissen: gemeinsam sind wir stark. Viel hat die Welt bewegt in diesem Jahr. Vielleicht ist das ein guter Ansatz, neue Wege bei der Lösung der Probleme zu gehen. Ein bisschen mehr Ehrlichkeit, Anständigkeit und Redlichkeit im täglichen Umgang können uns wirklich nicht schaden. Wir wollen eine Kraft sein, die zum Guten wirkt. Auf diesem Weg sollten wir die alten Tugenden nicht vergessen. Natürlich müssen wir alle anpacken, denn :“ Wir können alle nicht zaubern, nur arbeiten. Es wird Zeit brauchen.
Und unser Land hat zum ersten Mal eine Bundeskanzlerin. Unser Ziel ist klar: Im kommenden Jahr wollen wir Fußball-Weltmeister werden. Das schafft Arbeitsplätze und Sicherheit.

Und so weiter, und so weiter.
Und dann zitiert der Bundeshotte noch einen Satz von Jens Weißflog, dem Schanzenfloh aus Esten. Der soll einmal gesagt haben: „Man fliegt immer nur so weit, wie man im Kopf schon ist.”
Also wenn das so stimmt, dann müsste der Bundeshotte eigentlich am Ende des Schanzentisches zu Boden stürzen wie ein Sack.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 27. Dezember 2005 um 05:45:08 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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27. Dezember 2005 05:45

Mein lieber Freund!

Es kam wie es kommen musste und „alle Jahre wieder“ findet sich das übliche Gesabber in den Reden zum Jahresende. Diesmal ließ es sich der Bundesköhler (Spitzname Valium) in seiner Weihnachtsansprache nicht nehmen die üblichen Plattitüden zur Glorifizierung der letzten 350 Tage des Jahres 2005 unters Volk zu bringen.

Liebe Landsleute“, hat der Bundeshotte am 24.12. in Berlin gesagt, „liebe Landleute, meine Frau und ich wünschen Ihnen frohe Weihnachten. In vielen Häusern herrscht jetzt fröhlicher Trubel; in anderen geht es eher besinnlicher zu.

Dass in vielen Häusern gar nichts mehr geht, vergaß der Herr Bundespräsident zu erwähnen und dass viele seiner lieben Landsleute gar kein Dach mehr über dem Kopf haben, das hat er wohl in seiner weihnachtlichen Gefühlsduselei gänzlich vergessen.
Ich habe mir die Rede, die auf der Website des Herrn Bundespräser www.bundespraesident.de veröffentlicht wurde, mehrfach durchgelesen und ich frage mich in welchem Land dieser Mensch eigentlich lebt.
Ganz im Stile der alten Durchhalteparolen werden da tumbe Füllsätze hirn- und sinnlos aneinandergereiht. Sätze, die man in beliebiger Sequenz wiedergeben kann, um endlos Nichtigkeiten von sich zu geben und um den heißen Brei herumzulabern:
Wir sind bereit, neue Erfahrungen zu sammeln. Dann können wir erleben: Veränderungen lassen sich gemeinsam gestalten, und die Dinge fügen sich. Wir werden dazulernen, und so werden wir neue Kraft gewinnen. Wir wissen: gemeinsam sind wir stark. Viel hat die Welt bewegt in diesem Jahr. Vielleicht ist das ein guter Ansatz, neue Wege bei der Lösung der Probleme zu gehen. Ein bisschen mehr Ehrlichkeit, Anständigkeit und Redlichkeit im täglichen Umgang können uns wirklich nicht schaden. Wir wollen eine Kraft sein, die zum Guten wirkt. Auf diesem Weg sollten wir die alten Tugenden nicht vergessen. Natürlich müssen wir alle anpacken, denn :“ Wir können alle nicht zaubern, nur arbeiten. Es wird Zeit brauchen.
Und unser Land hat zum ersten Mal eine Bundeskanzlerin. Unser Ziel ist klar: Im kommenden Jahr wollen wir Fußball-Weltmeister werden. Das schafft Arbeitsplätze und Sicherheit.

Und so weiter, und so weiter.
Und dann zitiert der Bundeshotte noch einen Satz von Jens Weißflog, dem Schanzenfloh aus Esten. Der soll einmal gesagt haben: „Man fliegt immer nur so weit, wie man im Kopf schon ist.”
Also wenn das so stimmt, dann müsste der Bundeshotte eigentlich am Ende des Schanzentisches zu Boden stürzen wie ein Sack.

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