Macho Superstar

5. Dezember 2005 05:45

Mein lieber Freund!

Die Schlagzeile im Sportteil des österreichischen „Kurier“ riss mir fast die Pupille aus der Augenhöhle.
Macho im FCK-Tor“ stand da in dicken Lettern und spontane Begeisterung raste mir durch die Adern, denn endlich hatte wohl jemand mein wahres Talent entdeckt.
Fortan würde ich meine Millionen auf dem Rasen verdienen können, die Massen begeistern und am Stadionausgang würden die Groupies lauern um einen Blick auf mich zu erhaschen und mit feuchten Augen erwartungsvoll nach meiner Telefonnummer fragen.

Doch die weitere Lektüre des Artikels brachte die schlagartige Ernüchterung, denn ein deutschsprachiger Ausländer hatte sich mit meinem Namen, oder Teilen davon, in die Mannschaft des 1 FC Kaiserslautern eingeschlichen und soll jetzt beim Tabellenletzten gegen den Abstieg kämpfen.

Na, für den Abstiegskampf hätten sie auch mich verpflichten können, denn einen besseren Garant für den Abstieg wie mich gibt es gar nicht. Ich hätte diesen Verein todsicher in die zweite Bundesliga führen können.
Aber mich fragt ja mal wieder keiner.

Gut, ok, meine besten Zeiten auf dem Platz sind vorbei, aber für den Tabellenletzten reicht es noch allemal. Schließlich hätte ich, als mein Kickerstern damals im Zenit stand, ja auch mal zu Real Madrid nach Spanien wechseln können.
Jaaaa, da staunen Sie jetzt aber. Für 10 Millionen Euro hätte ich zum spanischen Meister wechseln können. Das Problem war nur – soviel Geld hatte ich nicht.

Aber jetzt beim KSC würde ja alles passen, denn die haben das Geld auch nicht, oder auch nicht mehr.
Ich würde ja gerne mal den Herr Jäggi anrufen, aber der soll seit einigen Tagen so schlecht erreichbar sein.
Na ja, schau mer mal. Dann ruf ich halt die elfachtundachtzignull oder gleich den Herrn Hoeneß an, denn der hat die meisten Telefonnummern im Kopf. Und außerdem noch solche Sprüche wie: “Ich glaube nicht, daß wir das Spiel verloren hätten, wenn es 1:1 ausgegangen wäre.
Außerdem hat er mal gesagt, dass jeder der den Ball viermal hochhalten kann, ein Superstar ist.
Na dann wird sich sicher schon der ehemalige Bundesschröder bei ihm beworben haben..

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 5. Dezember 2005 um 05:45:10 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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Mein lieber Freund!

Die Schlagzeile im Sportteil des österreichischen „Kurier“ riss mir fast die Pupille aus der Augenhöhle.
Macho im FCK-Tor“ stand da in dicken Lettern und spontane Begeisterung raste mir durch die Adern, denn endlich hatte wohl jemand mein wahres Talent entdeckt.
Fortan würde ich meine Millionen auf dem Rasen verdienen können, die Massen begeistern und am Stadionausgang würden die Groupies lauern um einen Blick auf mich zu erhaschen und mit feuchten Augen erwartungsvoll nach meiner Telefonnummer fragen.

Doch die weitere Lektüre des Artikels brachte die schlagartige Ernüchterung, denn ein deutschsprachiger Ausländer hatte sich mit meinem Namen, oder Teilen davon, in die Mannschaft des 1 FC Kaiserslautern eingeschlichen und soll jetzt beim Tabellenletzten gegen den Abstieg kämpfen.

Na, für den Abstiegskampf hätten sie auch mich verpflichten können, denn einen besseren Garant für den Abstieg wie mich gibt es gar nicht. Ich hätte diesen Verein todsicher in die zweite Bundesliga führen können.
Aber mich fragt ja mal wieder keiner.

Gut, ok, meine besten Zeiten auf dem Platz sind vorbei, aber für den Tabellenletzten reicht es noch allemal. Schließlich hätte ich, als mein Kickerstern damals im Zenit stand, ja auch mal zu Real Madrid nach Spanien wechseln können.
Jaaaa, da staunen Sie jetzt aber. Für 10 Millionen Euro hätte ich zum spanischen Meister wechseln können. Das Problem war nur – soviel Geld hatte ich nicht.

Aber jetzt beim KSC würde ja alles passen, denn die haben das Geld auch nicht, oder auch nicht mehr.
Ich würde ja gerne mal den Herr Jäggi anrufen, aber der soll seit einigen Tagen so schlecht erreichbar sein.
Na ja, schau mer mal. Dann ruf ich halt die elfachtundachtzignull oder gleich den Herrn Hoeneß an, denn der hat die meisten Telefonnummern im Kopf. Und außerdem noch solche Sprüche wie: “Ich glaube nicht, daß wir das Spiel verloren hätten, wenn es 1:1 ausgegangen wäre.
Außerdem hat er mal gesagt, dass jeder der den Ball viermal hochhalten kann, ein Superstar ist.
Na dann wird sich sicher schon der ehemalige Bundesschröder bei ihm beworben haben..

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