Hochsprung

16. November 2005 05:45

Mein lieber Freund!

Jeder Sportler weiß, dass es beim Hochsprung nicht alleine genügt nur hoch zu hüpfen, sondern man muss den Hüpfer auch noch mit dem richtigen Anlauf kombinieren um nicht wie ein nasser Sack vor der Latte umzufallen.

Für die Art, wie man die Latte überquert, gibt es verschiedene Variationen, angefangen beim Schersprung, über den Rollsprung, den Wälzer bis zum Flop. Beim Flop selbst unterscheidet man noch zwischen dem Speedflop, bei dem der Springer aus einer hohen Anlaufgeschwindigkeit springt und dem Powerflop, bei dem die Kraft zum Überqueren der Latte aus dem Absprung kommt.
Nicht verwechseln sollte man beide Techniken mit dem Eichelflop, bei dem der Springer dem staunenden Publikum seinen Rekordsprung zuerst vollmundig und lauthals ankündigt, dann im Zickzackkurs auf die Hürde zueiert, um vor dem Hindernis in der Frontalhocke zu verharren und darüber zu philosophieren, ob wohl der Parallel-Rücken-Rollsprung, der Rollsprung oder gar der Scher-Kehr-Sprung zum Erfolg führen könnte.

Nach mehreren Fehlversuchen wurde der Springer Hans Eichel jetzt aus dem Wettbewerb genommen, nach dem seine Hüpfversuche beim gelangweilten Publikum nur noch Pfiffe und Buhrufe und in der Fachwelt nur noch mitleidiges Staunen auslöste.
Nun macht sich Peer Steinbrück daran die Drei-Prozent-Hürde zu schaffen und es scheint, dass er aus den Misserfolgen seines Vorhüpfers nichts gelernt hat, denn auch er irrt bereits im Anlauf.
Und selbst wenn er die Kurve noch bekommen sollte, können Sie sich bei der Figur von Peer Steinbrück vorstellen, wie er auf den letzten Schritten den Rumpf dreht, seinen Corpus Pyknikus (frei nach Kretschmer) hoch wuchtet, elegant um die Latte schmiegt und sie rücklings überquert?
Also ich kann das beim besten Willen nicht!

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 16. November 2005 um 05:45:47 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können ein Kommentar schreiben oder ein Trackback hinterlegen.

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Jeder Sportler weiß, dass es beim Hochsprung nicht alleine genügt nur hoch zu hüpfen, sondern man muss den Hüpfer auch noch mit dem richtigen Anlauf kombinieren um nicht wie ein nasser Sack vor der Latte umzufallen.

Für die Art, wie man die Latte überquert, gibt es verschiedene Variationen, angefangen beim Schersprung, über den Rollsprung, den Wälzer bis zum Flop. Beim Flop selbst unterscheidet man noch zwischen dem Speedflop, bei dem der Springer aus einer hohen Anlaufgeschwindigkeit springt und dem Powerflop, bei dem die Kraft zum Überqueren der Latte aus dem Absprung kommt.
Nicht verwechseln sollte man beide Techniken mit dem Eichelflop, bei dem der Springer dem staunenden Publikum seinen Rekordsprung zuerst vollmundig und lauthals ankündigt, dann im Zickzackkurs auf die Hürde zueiert, um vor dem Hindernis in der Frontalhocke zu verharren und darüber zu philosophieren, ob wohl der Parallel-Rücken-Rollsprung, der Rollsprung oder gar der Scher-Kehr-Sprung zum Erfolg führen könnte.

Nach mehreren Fehlversuchen wurde der Springer Hans Eichel jetzt aus dem Wettbewerb genommen, nach dem seine Hüpfversuche beim gelangweilten Publikum nur noch Pfiffe und Buhrufe und in der Fachwelt nur noch mitleidiges Staunen auslöste.
Nun macht sich Peer Steinbrück daran die Drei-Prozent-Hürde zu schaffen und es scheint, dass er aus den Misserfolgen seines Vorhüpfers nichts gelernt hat, denn auch er irrt bereits im Anlauf.
Und selbst wenn er die Kurve noch bekommen sollte, können Sie sich bei der Figur von Peer Steinbrück vorstellen, wie er auf den letzten Schritten den Rumpf dreht, seinen Corpus Pyknikus (frei nach Kretschmer) hoch wuchtet, elegant um die Latte schmiegt und sie rücklings überquert?
Also ich kann das beim besten Willen nicht!

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