Martinstag

14. November 2005 05:45

Mein lieber Freund!

Das Timing hätte exakter nicht sein können. Exakt zum Martinstag, schon früher der Tag an dem die Untertanen ihre Steuern zu berappen hatten, wurde in Berlin der Mantel des konspirativen Schweigens geteilt. Wer nun gedacht hatte, dass nun wie beim heiligen Sankt Martin redlich geteilt würde, sah sich enttäuscht, denn zum Vorschein kam mal wieder die Erkenntnis, dass Nehmen eben doch seliger ist denn Geben.

Geben wird es außer Steuererhöhungen nichts und genommen wurde wohl dem letzten Idealisten die Illusion, dass mit dieser koalierenden Küngelbande ein Ruck durch das Land gehen könnte.

Wunder wie vom heiligen Sankt Martin, von dem überliefert ist, dass er sogar Tote wieder lebendig machen konnte, hatte wohl niemand wirklich erwartet.
Aber ein bisschen mehr hätte es nach den großen Tönen vom Wahlkampf schon sein können. Sowohl an Innovation und Mut zur Problembeseitigung, als auch an mehr Gerechtigkeit zur Lastenverteilung.
Im Gegensatz zum heiligen Sankt Martin wurde hier nun nicht der Mantel geteilt, sondern dem Bettler auch noch die Unterhose ausgezogen.

Auf die Geschichte mit den gerupften Martinsgänsen will ich erst gar nicht näher eingehen, sonst könnte man mir wieder mal übertriebenen Pessimismus unterstellen.

Lieber summse ich friedlich ein Lied aus fernen Kindertagen vor mich hin:

Ich geh mit meiner Laterne
und meine Laterne mit mir.
Die dort oben leuchten so gerne
und unten, da keuchen wir.
Geht uns das Licht erst aus
dann gehn wir raus
und dann macht’s
rabimmel, rabammel, rabum

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 14. November 2005 um 05:45:16 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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14. November 2005 05:45

Mein lieber Freund!

Das Timing hätte exakter nicht sein können. Exakt zum Martinstag, schon früher der Tag an dem die Untertanen ihre Steuern zu berappen hatten, wurde in Berlin der Mantel des konspirativen Schweigens geteilt. Wer nun gedacht hatte, dass nun wie beim heiligen Sankt Martin redlich geteilt würde, sah sich enttäuscht, denn zum Vorschein kam mal wieder die Erkenntnis, dass Nehmen eben doch seliger ist denn Geben.

Geben wird es außer Steuererhöhungen nichts und genommen wurde wohl dem letzten Idealisten die Illusion, dass mit dieser koalierenden Küngelbande ein Ruck durch das Land gehen könnte.

Wunder wie vom heiligen Sankt Martin, von dem überliefert ist, dass er sogar Tote wieder lebendig machen konnte, hatte wohl niemand wirklich erwartet.
Aber ein bisschen mehr hätte es nach den großen Tönen vom Wahlkampf schon sein können. Sowohl an Innovation und Mut zur Problembeseitigung, als auch an mehr Gerechtigkeit zur Lastenverteilung.
Im Gegensatz zum heiligen Sankt Martin wurde hier nun nicht der Mantel geteilt, sondern dem Bettler auch noch die Unterhose ausgezogen.

Auf die Geschichte mit den gerupften Martinsgänsen will ich erst gar nicht näher eingehen, sonst könnte man mir wieder mal übertriebenen Pessimismus unterstellen.

Lieber summse ich friedlich ein Lied aus fernen Kindertagen vor mich hin:

Ich geh mit meiner Laterne
und meine Laterne mit mir.
Die dort oben leuchten so gerne
und unten, da keuchen wir.
Geht uns das Licht erst aus
dann gehn wir raus
und dann macht’s
rabimmel, rabammel, rabum

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