Luftschlacht

2. November 2005 05:45

Mein lieber Freund!

Seltsames geschieht derzeit in Berlin.
Nach dem Ausgang der Bundestagswahlen und dem langsamen Erkennen, dass jetzt Schluss mit der Alleinherrschaft von Gerhard Lustig & Co. ist, kommt nun zunehmend Freude auf über die Art und Weise wie sich das schwindende Häuflein der Genossen selbst zerlegt.

Die Grünen haben sich geschickt diesem Vorgang entzogen und sind in die 4-jährige Warteschleife über dem Reichstag gegangen, während die Roten im Kampf gegen die Schwarzen um die Herrschaft im Berliner Luftraum sich nun selbst abschießen.
Nachdem der Bomber „Gerhard von Schredder“, mit seiner Agenda2010 für flächendeckende Verwüstungen und Verwerfungen der sozialen und wirtschaftlichen Landschaft verantwortlich zeichnet, bevor er vom gemeinen Fußvolk abgeschossen wurde und inmitten einer Rauchfahne hinter dem Horizont verschwand, hat es nun den „Roten Baron“ Franzl Müntefering, den größten Kunstflieger des roten Geschwaders erwischt.
Allerdings wurde er nicht im Luftkampf abgeschossen, sondern in der eigenen Offizierkantine wegen einer eher unwichtigen Sachfrage hinterrücks gemeuchelt.

Fast erinnern die Vorgänge an die Geschichte von „Snoopy and the Red Baron“:

After the turn of the century
In the clear blue skies of Germany
Came a roar and a thunder men had never heard
Like the scream and the sound of a big war birdThat Bloody Red Baron was in a fix
He’d tried everything, but he’d run out of tricks
Snoopy fired once, and he fired twice
And that Bloody Red Baron went spinning out of sight

Dabei hatte „Snoopy“ Nahles im vorliegenden Falle eigentlich gar nicht selbst geschossen.
Das haben die Mitglieder des Rote-Socken-Vorstandes für sie übernommen und wollten dem von Baron Franzl Müntefering favorisierten Kandidaten Kajo „Wer“ Wasserhövels den Orden eines Generalssekretärs eben nicht an die herausgestreckte Brust heften, sondern haben sich lieber für den Busen von Frau „Snoopy“ Nahles entschieden.
Sexistisch, wie ich ab und an mal bin, kann ich dafür als Macho durchaus Verständnis aufbringen.

Nach einer Meldung im Spiegel ist sich nun aber „Snoopy“ Nahles ihres Sieges nicht mehr so sicher und schwenkt die Friedensfahne, denn:
«Es gehe nicht um eine Person, sondern um die Handlungsfähigkeit der SPD. Wenn gestern Abend im Parteivorstand klar gewesen wäre, dass es nicht um eine Kampfabstimmung um den Generalsekretär gehe, sondern um den Parteivorsitzenden selber, dann wäre es nicht dazu gekommen. Da bin ich mir sicher.» leitete die Siegerin den Rückzug ein.

Sowas wäre zu Zeiten des „Roten Barons“ als Feigheit vor dem Feind mit dem Tode bestraft worden. Auch wenn zuvor, wie der Spiegel schreibt, «die vom Vorstand als Generalsekretärin nominierte Nahles wegen ihrer Mitschuld an Münteferings Rückzug alle ihre Ämter niederlegen solle.»

Mir unverständlich bleibt, warum man nicht gleich den Parteiaustritt gefordert hat, wie in anderen Fällen einer gegen die Interessen der Parteioberen gerichteten Meinung.
Aber das könnte den Linksparteien neuen Auftrieb geben, also hat man sich für eine Art Degradierung wegen „Gottes Lästerung“ entschieden.
Dabei handelt es sich doch bei einer Wahl um einen angeblich äußerst demokratischen Vorgang, bei dem die Anzahl der erhaltenen Stimmen entscheidend ist. Und wenn das jemand nicht klar ist, dann darf er eben keine Wahlen durchführen.
Das gilt auch für vorgezogenen Neuwahlen!!!
Wenn man nicht verlieren kann, dann sollte man besser keinen Krieg vom Zaun brechen.
Nicht gegen die eigenen Kameraden und schon gar nicht gegen das eigene Volk.
Denn irgendwann schießen auch die besten Freunde zurück.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 2. November 2005 um 05:45:11 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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2. November 2005 05:45

Mein lieber Freund!

Seltsames geschieht derzeit in Berlin.
Nach dem Ausgang der Bundestagswahlen und dem langsamen Erkennen, dass jetzt Schluss mit der Alleinherrschaft von Gerhard Lustig & Co. ist, kommt nun zunehmend Freude auf über die Art und Weise wie sich das schwindende Häuflein der Genossen selbst zerlegt.

Die Grünen haben sich geschickt diesem Vorgang entzogen und sind in die 4-jährige Warteschleife über dem Reichstag gegangen, während die Roten im Kampf gegen die Schwarzen um die Herrschaft im Berliner Luftraum sich nun selbst abschießen.
Nachdem der Bomber „Gerhard von Schredder“, mit seiner Agenda2010 für flächendeckende Verwüstungen und Verwerfungen der sozialen und wirtschaftlichen Landschaft verantwortlich zeichnet, bevor er vom gemeinen Fußvolk abgeschossen wurde und inmitten einer Rauchfahne hinter dem Horizont verschwand, hat es nun den „Roten Baron“ Franzl Müntefering, den größten Kunstflieger des roten Geschwaders erwischt.
Allerdings wurde er nicht im Luftkampf abgeschossen, sondern in der eigenen Offizierkantine wegen einer eher unwichtigen Sachfrage hinterrücks gemeuchelt.

Fast erinnern die Vorgänge an die Geschichte von „Snoopy and the Red Baron“:

After the turn of the century
In the clear blue skies of Germany
Came a roar and a thunder men had never heard
Like the scream and the sound of a big war birdThat Bloody Red Baron was in a fix
He’d tried everything, but he’d run out of tricks
Snoopy fired once, and he fired twice
And that Bloody Red Baron went spinning out of sight

Dabei hatte „Snoopy“ Nahles im vorliegenden Falle eigentlich gar nicht selbst geschossen.
Das haben die Mitglieder des Rote-Socken-Vorstandes für sie übernommen und wollten dem von Baron Franzl Müntefering favorisierten Kandidaten Kajo „Wer“ Wasserhövels den Orden eines Generalssekretärs eben nicht an die herausgestreckte Brust heften, sondern haben sich lieber für den Busen von Frau „Snoopy“ Nahles entschieden.
Sexistisch, wie ich ab und an mal bin, kann ich dafür als Macho durchaus Verständnis aufbringen.

Nach einer Meldung im Spiegel ist sich nun aber „Snoopy“ Nahles ihres Sieges nicht mehr so sicher und schwenkt die Friedensfahne, denn:
«Es gehe nicht um eine Person, sondern um die Handlungsfähigkeit der SPD. Wenn gestern Abend im Parteivorstand klar gewesen wäre, dass es nicht um eine Kampfabstimmung um den Generalsekretär gehe, sondern um den Parteivorsitzenden selber, dann wäre es nicht dazu gekommen. Da bin ich mir sicher.» leitete die Siegerin den Rückzug ein.

Sowas wäre zu Zeiten des „Roten Barons“ als Feigheit vor dem Feind mit dem Tode bestraft worden. Auch wenn zuvor, wie der Spiegel schreibt, «die vom Vorstand als Generalsekretärin nominierte Nahles wegen ihrer Mitschuld an Münteferings Rückzug alle ihre Ämter niederlegen solle.»

Mir unverständlich bleibt, warum man nicht gleich den Parteiaustritt gefordert hat, wie in anderen Fällen einer gegen die Interessen der Parteioberen gerichteten Meinung.
Aber das könnte den Linksparteien neuen Auftrieb geben, also hat man sich für eine Art Degradierung wegen „Gottes Lästerung“ entschieden.
Dabei handelt es sich doch bei einer Wahl um einen angeblich äußerst demokratischen Vorgang, bei dem die Anzahl der erhaltenen Stimmen entscheidend ist. Und wenn das jemand nicht klar ist, dann darf er eben keine Wahlen durchführen.
Das gilt auch für vorgezogenen Neuwahlen!!!
Wenn man nicht verlieren kann, dann sollte man besser keinen Krieg vom Zaun brechen.
Nicht gegen die eigenen Kameraden und schon gar nicht gegen das eigene Volk.
Denn irgendwann schießen auch die besten Freunde zurück.

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