Abgestimmt

1. November 2005 05:45

Mein lieber Freund!

Genau rechtzeitig zu Halloween und getreu dem Ruf „Cheat or Threat“ hat die SPD ihrem Parteivorsitzenden Franz „Münte“ Fering das Grauen gelehrt, denn im Kandidatenpoker um den Posten des Generalsekretärs der Partei, wurde der von ihm nominierte Kajo Wasserhövel mit 23 zu 14 Stimmen abgewatscht.

Das Lachen ist dem frohgemuten Sauerländer vergangen. Dafür schmollt der Münte jetzt und will unter den gegebenen Bedingungen nicht mehr Parteivorsitzender sein. Gleichzeitig stellte er auch seinen Eintritt in eine neue Regierung in Frage.

Na das ist doch schon mal was.
So viel Konkretes und Positives hätte man von dem immer süffisant grienenden Müntefering gar nicht mehr erwartet, selbst wenn man berücksichtigt, dass sein Demokratieverständnis durch die Kumpanei mit dem Bundesgerd etwas gelitten haben mag.
Der hatte erst vor wenigen Tagen im Personalstreit um den Generalsekretär der Partei vor einer Beschädigung des Parteichefs Franz Müntefering gewarnt.
Doch nach dem machtbesoffenen Nochkanzler Schröder hat sich jetzt der mit Sturheit und Überheblichkeit geschlagene zweite Mann der SPD in einem eingesprungen Flip mit halber Schraube selbst zerlegt. Den Schaden hatte er schon vorher.

«Beobachter sehen nun in seinem Rückzug von der Parteispitze einen schweren Schlag in die Eingeweide der Sozialdemokratie.», kann man bei 2DFheute.de lesen
Allein diese Formulierung ist ein Hohn für all jene, denen die tumpen Sprüche des Herrn Müntefering in den letzten Jahren auf den Sack gegangen sind, denn ihm war austeilen schon immer lieber als einstecken.
Wenn es nicht so schlimm wäre, könnte man sich vor lauter Schadenfreude ja fast besaufen, da nun ein abgewählter Kanzler und ein gescheiterter Parteivorsitzender „auf gleicher Augenhöhe“ mit der Union über das Koalitionsprogramm verhandeln werden.

Na ob dat tja man gut geht?

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 1. November 2005 um 05:45:44 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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Genau rechtzeitig zu Halloween und getreu dem Ruf „Cheat or Threat“ hat die SPD ihrem Parteivorsitzenden Franz „Münte“ Fering das Grauen gelehrt, denn im Kandidatenpoker um den Posten des Generalsekretärs der Partei, wurde der von ihm nominierte Kajo Wasserhövel mit 23 zu 14 Stimmen abgewatscht.

Das Lachen ist dem frohgemuten Sauerländer vergangen. Dafür schmollt der Münte jetzt und will unter den gegebenen Bedingungen nicht mehr Parteivorsitzender sein. Gleichzeitig stellte er auch seinen Eintritt in eine neue Regierung in Frage.

Na das ist doch schon mal was.
So viel Konkretes und Positives hätte man von dem immer süffisant grienenden Müntefering gar nicht mehr erwartet, selbst wenn man berücksichtigt, dass sein Demokratieverständnis durch die Kumpanei mit dem Bundesgerd etwas gelitten haben mag.
Der hatte erst vor wenigen Tagen im Personalstreit um den Generalsekretär der Partei vor einer Beschädigung des Parteichefs Franz Müntefering gewarnt.
Doch nach dem machtbesoffenen Nochkanzler Schröder hat sich jetzt der mit Sturheit und Überheblichkeit geschlagene zweite Mann der SPD in einem eingesprungen Flip mit halber Schraube selbst zerlegt. Den Schaden hatte er schon vorher.

«Beobachter sehen nun in seinem Rückzug von der Parteispitze einen schweren Schlag in die Eingeweide der Sozialdemokratie.», kann man bei 2DFheute.de lesen
Allein diese Formulierung ist ein Hohn für all jene, denen die tumpen Sprüche des Herrn Müntefering in den letzten Jahren auf den Sack gegangen sind, denn ihm war austeilen schon immer lieber als einstecken.
Wenn es nicht so schlimm wäre, könnte man sich vor lauter Schadenfreude ja fast besaufen, da nun ein abgewählter Kanzler und ein gescheiterter Parteivorsitzender „auf gleicher Augenhöhe“ mit der Union über das Koalitionsprogramm verhandeln werden.

Na ob dat tja man gut geht?

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