Parasiten

28. Oktober 2005 05:45

Mein lieber Freund!

Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass sich heutzutage fast jede Tageszeitung liest wie Brehms Tierleben?
In fast jedem Text geht es um Tiere.
Zum Beispiel um Vögel.
Konkret um kranke Vögel, die hinter der Gesundheit der Menschen her sind und sich dazu sogar tot vom Himmel fallen lassen können, oder versuchen den Menschen auf den Kopf zu kacken.
Noch konkreter um schräge Vögel, die hinter dem Geld der Menschen her sind und die lieber tot umfallen würden, als vor einem Mikrofon die Wahrheit zu sagen und immer versuchen den Menschen ins Gehirn zu kacken.

Dann ist noch viel von Heuschrecken zu lesen, die sich über dieses Land hermachen und es ratzekahl fressen wollen.
Gerade die Wanderheuschrecken, die in periodischen Abständen von 4 Jahren auftreten, sind für ihre Gefräßigkeit bekannt und vernichten mitunter ganze Ländereien. Ein einzelnes Tier kann an einem Tag so viel fressen, wie es selbst wiegt. Ein besonders großes Exemplar soll dieser Tage in der Nähe von Oggersheim gesehen worden sein. Auch in der Gegend von Berlin und in den Landeshauptstädten sind starke Konzentrationen dieser unbeliebten „biblischen Plage“ festgestellt worden

Ganz aktuell wird derzeit jedoch über das vermehrte Auftreten von Schmarotzern berichtet, in der Fachwelt auch bekannt unter dem Begriff „Parasiten“.
«Parasitismus ist die Wechselwirkung von Organismen unterschiedlicher Arten, bei denen der Vertreter einer Art Nutznießer (Parasit) und der Vertreter der anderen Art der Geschädigte ist (Wirt).Der Begriff ist weiter dadurch definiert, dass der Parasit einen deutlichen Vorteil dadurch hat, daß er sich größtenteils durch Bestandteile des Wirtes ernährt.» ©www.wikipedia.de

Ursprünglich kommt die Bezeichnung Parasit aus der griechischen Sprache und war die Bezeichnung für Vorkoster. Übrigens ein scheiß gefährlicher Job in den Diensten eines unbeliebten Herrschers.
Das deutsche Wort Schmarotzer für einen Parasiten stammt von mittelhochdeutschen smorotzer ab, das soviel wie Bettler heißt.
«Bettler sind Menschen, die ihren Lebensunterhalt ganz oder teilweise aus Almosen, milden Gaben anderer bestreiten. Meistens wird um Geld gebettelt. Die Ursachen des Bettelns sind vielfältig, besonders in wirtschaftlich unterentwickelten Ländern sind Bettler verbreitet. Arbeitslosigkeit, Unfälle, Alter, Faulheit oder die Verweigerung von Sozialhilfe werden als weitere Faktoren des Bettelns genannt
©www.wikipedia.de

Ganz interessant ist in diesem Zusammenhang auch ein Text, den ich „rein zufällig“ bei www.br-online.de gefunden habe:
«Das mittelalterliche Stadtbild war - entgegen der heutigen Vorstellung – nicht nur von Rittern, reichen Händlern und Handwerkern geprägt, sondern vor allem von Bettlern und Ausgegrenzten. Heute geht man davon aus, dass in Städten rund zwei Drittel der Bevölkerung um Almosen betteln mussten. So kamen z.B. in Straßburg auf 30.000 Einwohner wahrscheinlich 23.500 Bettler. Aber ein Bettler bettelte nicht nur, sondern betete auch für seinen Spender. Er gab also seinem Wohltäter etwas zurück und hatte so eine gewisse Aufgabe. Obwohl Armut an sich keine Schande war, wurden die Hilfsbedürftigen, ebenso wie andere soziale Randgruppen diskriminiert: die Henker, die Prostituierten, die Latrinenwäscher oder die fahrenden Künstler. Sie alle trugen etwas zur Gemeinschaft bei - und lebten trotzdem am Rande der Gesellschaft, ohne jegliche Möglichkeit, dies zu ändern

Jetzt muss ich gerade überlegen, wie ich eigentlich von den Tieren über die Schädlinge zu den Bettlern gekommen bin.
Ach ja, jetzt fällt es mir wieder ein, das war über Google, die geilste Erfindung seit dem Benzinfeuerzeug, dem idealen Werkzeug für Pyromanen. Wußten Sie eigentlich, dass der Reichstag in Berlin mal so richtig bis auf die Grundmauern abgebrannt ist?

Jaaa, man sollte es nicht glauben, aber so ein paar Parasiten, die können ein Land schon kahl fressen. Oder verwechsle ich das jetzt mit den Heuschrecken?
Falls ja, so möge man mir das verzeihen, aber in Geometrie war ich noch nie gut.
Und jetzt lasset uns beten, dass die Bettler dieser Republik für ihre Spender beten und ihr Flehen von den himmlischen Mächten erhört werde und diese uns von dem Übel befreien.
Welches Übel das ist, das überlasse ich ihrer Phantasie oder glauben Sie ich bin scharf auf eine Verleumdungsklage, wie sie gerade unserem lieben Superwolli für seine flotten Sprüche ins Haus steht.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 28. Oktober 2005 um 05:45:33 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass sich heutzutage fast jede Tageszeitung liest wie Brehms Tierleben?
In fast jedem Text geht es um Tiere.
Zum Beispiel um Vögel.
Konkret um kranke Vögel, die hinter der Gesundheit der Menschen her sind und sich dazu sogar tot vom Himmel fallen lassen können, oder versuchen den Menschen auf den Kopf zu kacken.
Noch konkreter um schräge Vögel, die hinter dem Geld der Menschen her sind und die lieber tot umfallen würden, als vor einem Mikrofon die Wahrheit zu sagen und immer versuchen den Menschen ins Gehirn zu kacken.

Dann ist noch viel von Heuschrecken zu lesen, die sich über dieses Land hermachen und es ratzekahl fressen wollen.
Gerade die Wanderheuschrecken, die in periodischen Abständen von 4 Jahren auftreten, sind für ihre Gefräßigkeit bekannt und vernichten mitunter ganze Ländereien. Ein einzelnes Tier kann an einem Tag so viel fressen, wie es selbst wiegt. Ein besonders großes Exemplar soll dieser Tage in der Nähe von Oggersheim gesehen worden sein. Auch in der Gegend von Berlin und in den Landeshauptstädten sind starke Konzentrationen dieser unbeliebten „biblischen Plage“ festgestellt worden

Ganz aktuell wird derzeit jedoch über das vermehrte Auftreten von Schmarotzern berichtet, in der Fachwelt auch bekannt unter dem Begriff „Parasiten“.
«Parasitismus ist die Wechselwirkung von Organismen unterschiedlicher Arten, bei denen der Vertreter einer Art Nutznießer (Parasit) und der Vertreter der anderen Art der Geschädigte ist (Wirt).Der Begriff ist weiter dadurch definiert, dass der Parasit einen deutlichen Vorteil dadurch hat, daß er sich größtenteils durch Bestandteile des Wirtes ernährt.» ©www.wikipedia.de

Ursprünglich kommt die Bezeichnung Parasit aus der griechischen Sprache und war die Bezeichnung für Vorkoster. Übrigens ein scheiß gefährlicher Job in den Diensten eines unbeliebten Herrschers.
Das deutsche Wort Schmarotzer für einen Parasiten stammt von mittelhochdeutschen smorotzer ab, das soviel wie Bettler heißt.
«Bettler sind Menschen, die ihren Lebensunterhalt ganz oder teilweise aus Almosen, milden Gaben anderer bestreiten. Meistens wird um Geld gebettelt. Die Ursachen des Bettelns sind vielfältig, besonders in wirtschaftlich unterentwickelten Ländern sind Bettler verbreitet. Arbeitslosigkeit, Unfälle, Alter, Faulheit oder die Verweigerung von Sozialhilfe werden als weitere Faktoren des Bettelns genannt
©www.wikipedia.de

Ganz interessant ist in diesem Zusammenhang auch ein Text, den ich „rein zufällig“ bei www.br-online.de gefunden habe:
«Das mittelalterliche Stadtbild war - entgegen der heutigen Vorstellung – nicht nur von Rittern, reichen Händlern und Handwerkern geprägt, sondern vor allem von Bettlern und Ausgegrenzten. Heute geht man davon aus, dass in Städten rund zwei Drittel der Bevölkerung um Almosen betteln mussten. So kamen z.B. in Straßburg auf 30.000 Einwohner wahrscheinlich 23.500 Bettler. Aber ein Bettler bettelte nicht nur, sondern betete auch für seinen Spender. Er gab also seinem Wohltäter etwas zurück und hatte so eine gewisse Aufgabe. Obwohl Armut an sich keine Schande war, wurden die Hilfsbedürftigen, ebenso wie andere soziale Randgruppen diskriminiert: die Henker, die Prostituierten, die Latrinenwäscher oder die fahrenden Künstler. Sie alle trugen etwas zur Gemeinschaft bei - und lebten trotzdem am Rande der Gesellschaft, ohne jegliche Möglichkeit, dies zu ändern

Jetzt muss ich gerade überlegen, wie ich eigentlich von den Tieren über die Schädlinge zu den Bettlern gekommen bin.
Ach ja, jetzt fällt es mir wieder ein, das war über Google, die geilste Erfindung seit dem Benzinfeuerzeug, dem idealen Werkzeug für Pyromanen. Wußten Sie eigentlich, dass der Reichstag in Berlin mal so richtig bis auf die Grundmauern abgebrannt ist?

Jaaa, man sollte es nicht glauben, aber so ein paar Parasiten, die können ein Land schon kahl fressen. Oder verwechsle ich das jetzt mit den Heuschrecken?
Falls ja, so möge man mir das verzeihen, aber in Geometrie war ich noch nie gut.
Und jetzt lasset uns beten, dass die Bettler dieser Republik für ihre Spender beten und ihr Flehen von den himmlischen Mächten erhört werde und diese uns von dem Übel befreien.
Welches Übel das ist, das überlasse ich ihrer Phantasie oder glauben Sie ich bin scharf auf eine Verleumdungsklage, wie sie gerade unserem lieben Superwolli für seine flotten Sprüche ins Haus steht.

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