H5N1

21. Oktober 2005 05:45

Mein lieber Freund!

Von „Experten“ sind wir ja schon einiges gewohnt, doch was ich dieser Tage in einer Radiosendung zum Thema „Vogelgrippe“ zu hören bekam, schlägt wirklich dem Fass den Boden ins Gesicht.
Auf die Frage des Moderators, ob denn die Vogelgrippe bis nach Deutschland kommen könne, antwortete der Experte: „Nein, dies ist nicht möglich, da das Grippevirus die Vögel binnen kurzer Zeit tötet. Ein infizierter Vogel würde daher den langen Flug von Asien bis nach Deutschland nicht überleben.“

Ahaaa …
Ähhhh …
Ähmm …
Ach soo ..
Uppps …
Aber …
Na denn …

Also mir fällt dazu nix mehr ein.
Oder doch?
Vielleicht behauptet ja demnächst ein „Experte“, dass die Vogelgrippe schon deshalb nicht nach Deutschland kommen könne, weil die Vögel beim Flug gegen die Schallmauer prallen werden und beim Absturz in Richtung Erdoberfläche in der Atmosphäre umweltverträglich verglühen.
Wenn Sie also zu den Mitbürgern gehören sollten, die noch daran glauben, dass ihnen in diesem Lande die gebratenen Tauben in den Mund fliegen, dann sollten Sie daran denken dass es sich dabei zukünftig um unvollständig verglühte Zugvögel handeln könnte, die durch das Virus H5N1 vorzeitig auf die Reise zu unserem Schöpfer geschickt wurden.

Dieser Expertenmeinung kann sich der Umweltjürgen, der nach dem Rücktritt der Landwirtschaftsrenate auch für Landwirtschaft und Verbraucherschutz verantwortlich ist, nicht anschließen: „Wir müssen vermeiden, daß sich dieses Virus weiter ausbreitet. Die Gefahr, dass heimische Bestände durch Zugvögel angesteckt würden, sei jedoch „gering bis mäßig. Mehr Sorge machen uns illegale Transporte, Schmuggel und auch unvorsichtig reisende Menschen”, sagte der Minister der begierig nach Neuigkeiten lechzenden Presse.
Er habe deshalb schon mit dem Finanzhans vereinbart, dass der Zoll Reisende verstärkt kontrolliert. Erste Erfolge zeigten sich zum Beispiel schon am Frankfurter Flughafen, wo bei Kontrollen 826 Kilogramm illegal eingeführtes Fleisch festgestellt worden war.
Unbestätigt blieben Meldungen, dass es sich dabei um eine mit dem Vögelvirus infizierte Reisegruppe junger Asiatinnen handelte, die ihr Touristenvisum zu einem Erholungsurlaub im Frankfurter Rotlichtmilieu nutzen wollten.

Ebenso unbestätigt blieb die wohl fälschlicherweise dem Innenschily oder gar dem Stiefelwüpfchen zugeschriebene Aussage, falls die Vogelgrippe in Deutschland ausbrechen sollte, dann würde man sie durch die mittlerweile flächendeckende Videoüberwachung und Erfassung von biometrischen Daten binnen Stundenfrist lokalisiert und dingfest gemacht haben, damit die Strafermittlungsbehörden ihres Amtes walten können.
So wahr uns Big Brother helfe.

In diesem Sinne: Happy Weekend und achten Sie mal darauf, wer sich bei diesem berüchtigten schottischen Spezialitätenrestaurant noch einen „Chicken Mac Nackig“ zu bestellen traut.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 21. Oktober 2005 um 05:45:40 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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H5N1

21. Oktober 2005 05:45

Mein lieber Freund!

Von „Experten“ sind wir ja schon einiges gewohnt, doch was ich dieser Tage in einer Radiosendung zum Thema „Vogelgrippe“ zu hören bekam, schlägt wirklich dem Fass den Boden ins Gesicht.
Auf die Frage des Moderators, ob denn die Vogelgrippe bis nach Deutschland kommen könne, antwortete der Experte: „Nein, dies ist nicht möglich, da das Grippevirus die Vögel binnen kurzer Zeit tötet. Ein infizierter Vogel würde daher den langen Flug von Asien bis nach Deutschland nicht überleben.“

Ahaaa …
Ähhhh …
Ähmm …
Ach soo ..
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Aber …
Na denn …

Also mir fällt dazu nix mehr ein.
Oder doch?
Vielleicht behauptet ja demnächst ein „Experte“, dass die Vogelgrippe schon deshalb nicht nach Deutschland kommen könne, weil die Vögel beim Flug gegen die Schallmauer prallen werden und beim Absturz in Richtung Erdoberfläche in der Atmosphäre umweltverträglich verglühen.
Wenn Sie also zu den Mitbürgern gehören sollten, die noch daran glauben, dass ihnen in diesem Lande die gebratenen Tauben in den Mund fliegen, dann sollten Sie daran denken dass es sich dabei zukünftig um unvollständig verglühte Zugvögel handeln könnte, die durch das Virus H5N1 vorzeitig auf die Reise zu unserem Schöpfer geschickt wurden.

Dieser Expertenmeinung kann sich der Umweltjürgen, der nach dem Rücktritt der Landwirtschaftsrenate auch für Landwirtschaft und Verbraucherschutz verantwortlich ist, nicht anschließen: „Wir müssen vermeiden, daß sich dieses Virus weiter ausbreitet. Die Gefahr, dass heimische Bestände durch Zugvögel angesteckt würden, sei jedoch „gering bis mäßig. Mehr Sorge machen uns illegale Transporte, Schmuggel und auch unvorsichtig reisende Menschen”, sagte der Minister der begierig nach Neuigkeiten lechzenden Presse.
Er habe deshalb schon mit dem Finanzhans vereinbart, dass der Zoll Reisende verstärkt kontrolliert. Erste Erfolge zeigten sich zum Beispiel schon am Frankfurter Flughafen, wo bei Kontrollen 826 Kilogramm illegal eingeführtes Fleisch festgestellt worden war.
Unbestätigt blieben Meldungen, dass es sich dabei um eine mit dem Vögelvirus infizierte Reisegruppe junger Asiatinnen handelte, die ihr Touristenvisum zu einem Erholungsurlaub im Frankfurter Rotlichtmilieu nutzen wollten.

Ebenso unbestätigt blieb die wohl fälschlicherweise dem Innenschily oder gar dem Stiefelwüpfchen zugeschriebene Aussage, falls die Vogelgrippe in Deutschland ausbrechen sollte, dann würde man sie durch die mittlerweile flächendeckende Videoüberwachung und Erfassung von biometrischen Daten binnen Stundenfrist lokalisiert und dingfest gemacht haben, damit die Strafermittlungsbehörden ihres Amtes walten können.
So wahr uns Big Brother helfe.

In diesem Sinne: Happy Weekend und achten Sie mal darauf, wer sich bei diesem berüchtigten schottischen Spezialitätenrestaurant noch einen „Chicken Mac Nackig“ zu bestellen traut.

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 21. Oktober 2005 um 05:45:40 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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