Konjunktur Cha Cha

12. September 2006 05:45

Geh’ n Sie mit der Konjunktur, Geh’ n Sie mit auf diese Tour“, sang einst Hazy Osterwald und war 1961 mit dem „Konjunktur Cha-Cha“ nicht nur musikalisch, sondern auch finanziell sehr erfolgreich.
Erfolgreich war jetzt auch der Finanzpeer beim „Sparkurs Salsa“ für den Staatshaushalt 2006, der jedoch bei den Steuerzahlern als „Steuerabzock Rap“ tiefe Löcher im Privathaushalt hinterlassen hat.

Konjunktur Cha Cha ChaWährend der Peer jetzt mit Stolz geschwellter Brust aufatmet und den Strahlemann macht, der gut Lachen hat, weil es mit dem Staatsschotter angeblich bestens aussieht, drückt der kleinen Otto Normalverbraucher nun noch mehr „Steine“ ab und keucht unter der zunehmenden Fronarbeit von der er eigentlich dachte seit der Bauernbefreiung erlöst zu sein.
Doch das Jahr ist noch nicht um und „wer zuletzt lacht, lacht am besten“, denn schon unken die Statistiker und „Wirtschaftsexperten“, dass man diesen „Erfolg“ nicht einfach auf Jahresebene „hoch“rechnen dürfe, denn Voraussetzung für ein sinkendes Staatsdefizit sei eine moderate Ausgabenpolitik im weiteren Jahresverlauf.
Und da hat der Peer bisher so gut wie nix gemacht und nix erreicht. In seiner Personalbeurteilung müsste eigentlich stehen, dass „er sich bemüht hat, den an ihn gestellten Anforderungen gerecht zu werden“.
Will auf „arbeitergeberdeutsch“ heißen, dass die Aufgabe wohl eine Nummer zu groß für ihn ist und man von einer weiteren Beschäftigung dieser Person absehen sollte. Zumindest sollte man ihn baldmöglichst von seinen Aufgaben entbinden um bleibenden Schaden vom Unternehmen abzuwenden.
Auf „gut deutsch“, darf man aber sagen, dass der Peer einfach nur „Schwein“ gehabt hat, denn die Bundesbank meint, dass die positive Entwicklung nicht auf Einsparungen in den Haushalten von Bund, Ländern und Gemeinen zurückzuführen sei, sondern zum größten Teil auf die günstige Konjunktur.

Drum:
Geh’ n Sie mit der Konjunktur, Dreh’ n Sie mit an dieser Uhr,
schöpfen Sie ihr Teil und schröpfen Sie,
die andern köpfen Sie sonst später ohnehin.


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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 12. September 2006 um 05:45:18 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

Eine Antwort zu “Konjunktur Cha Cha”

  1. synchrono meint:

    Natürlich liegts an der Konjunktur… Und die ist ja schließlich wegen unserer Bundesregierung gekommen! Schließlich wollten sie mit ihrer Märchensteuerpolitik scheinbar mal zeigen, daß die Binnennachfrage sehr wohl die Konjunktur belebt, Arbeitsplätze schafft, die sozialen Sicherungssysteme entlastet und auch noch die Steuereinnahmen erhöht.

    Dummerweise ist die neoliberale Wirtschaftspolitik, die sie sonst so betreiben, an sich das ganze Gegenteil von “Belebung der Binnennachfrage” - Die Menschen haben in der Masse immer weniger Geld zur Verfügung.

    Besser kann man die eigene Politik und deren ideologischen Überbau gar nicht ad absurdum führen, als die derzeitige Bundesregierung…

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Konjunktur Cha Cha

12. September 2006 05:45

Geh’ n Sie mit der Konjunktur, Geh’ n Sie mit auf diese Tour“, sang einst Hazy Osterwald und war 1961 mit dem „Konjunktur Cha-Cha“ nicht nur musikalisch, sondern auch finanziell sehr erfolgreich.
Erfolgreich war jetzt auch der Finanzpeer beim „Sparkurs Salsa“ für den Staatshaushalt 2006, der jedoch bei den Steuerzahlern als „Steuerabzock Rap“ tiefe Löcher im Privathaushalt hinterlassen hat.

Konjunktur Cha Cha ChaWährend der Peer jetzt mit Stolz geschwellter Brust aufatmet und den Strahlemann macht, der gut Lachen hat, weil es mit dem Staatsschotter angeblich bestens aussieht, drückt der kleinen Otto Normalverbraucher nun noch mehr „Steine“ ab und keucht unter der zunehmenden Fronarbeit von der er eigentlich dachte seit der Bauernbefreiung erlöst zu sein.
Doch das Jahr ist noch nicht um und „wer zuletzt lacht, lacht am besten“, denn schon unken die Statistiker und „Wirtschaftsexperten“, dass man diesen „Erfolg“ nicht einfach auf Jahresebene „hoch“rechnen dürfe, denn Voraussetzung für ein sinkendes Staatsdefizit sei eine moderate Ausgabenpolitik im weiteren Jahresverlauf.
Und da hat der Peer bisher so gut wie nix gemacht und nix erreicht. In seiner Personalbeurteilung müsste eigentlich stehen, dass „er sich bemüht hat, den an ihn gestellten Anforderungen gerecht zu werden“.
Will auf „arbeitergeberdeutsch“ heißen, dass die Aufgabe wohl eine Nummer zu groß für ihn ist und man von einer weiteren Beschäftigung dieser Person absehen sollte. Zumindest sollte man ihn baldmöglichst von seinen Aufgaben entbinden um bleibenden Schaden vom Unternehmen abzuwenden.
Auf „gut deutsch“, darf man aber sagen, dass der Peer einfach nur „Schwein“ gehabt hat, denn die Bundesbank meint, dass die positive Entwicklung nicht auf Einsparungen in den Haushalten von Bund, Ländern und Gemeinen zurückzuführen sei, sondern zum größten Teil auf die günstige Konjunktur.

Drum:
Geh’ n Sie mit der Konjunktur, Dreh’ n Sie mit an dieser Uhr,
schöpfen Sie ihr Teil und schröpfen Sie,
die andern köpfen Sie sonst später ohnehin.


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  1. synchrono meint:

    Natürlich liegts an der Konjunktur… Und die ist ja schließlich wegen unserer Bundesregierung gekommen! Schließlich wollten sie mit ihrer Märchensteuerpolitik scheinbar mal zeigen, daß die Binnennachfrage sehr wohl die Konjunktur belebt, Arbeitsplätze schafft, die sozialen Sicherungssysteme entlastet und auch noch die Steuereinnahmen erhöht.

    Dummerweise ist die neoliberale Wirtschaftspolitik, die sie sonst so betreiben, an sich das ganze Gegenteil von “Belebung der Binnennachfrage” - Die Menschen haben in der Masse immer weniger Geld zur Verfügung.

    Besser kann man die eigene Politik und deren ideologischen Überbau gar nicht ad absurdum führen, als die derzeitige Bundesregierung…

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