Boxer Ausrüstung

14. September 2006 05:45

Milliardenschwere Rüstungspläne hat der Verteidungsjupp für die Wehr des Bundes. Noch in diesem Jahr wolle er neues Kriegsgerät auf den Weg und rund 6 Milliarden Euro zur Sicherung von Arbeitsplätzen unter die Industriebarone der Rüstungsindustrie bringen.

Unter den Beschaffungsmaßnahmen für Ausrüstung, Umrüstung und Aufrüstung sind auch vier Fregatten vom Typ 125 für 2,2 Milliarden Euro sowie zwei U-Boote vom Typ 212 für 864 Millionen Euro, die bei der aus bundesdeutscher Sicht so strategisch wichtigen Bewachung der libanesischen Küste eingesetzt werden könnten.

Außerdem sollen 272 Fahrzeuge vom Typ “Boxer” beschafft werden.
«Die Kosten dafür werden auf 891 Millionen Euro veranschlagt. 72 der für Auslandseinsätze wichtigen “Boxer” sollen als Sanitätsvariante zur Aufnahme von Verwundeten ausgerüstet werden. Den ersten “Boxer” erwarte die Bundeswehr 2008.», schreibt die Welt.

Boxer

Das ist jetzt zwar kostenmäßig nicht die Welt, aber auch nicht ganz konform mit dem deutschen Anteil an der UN-Resolution 1701, denn da handelt es sich ja für die deutschen Soldaten nicht um einen Kampfeinsatz bei dem es Verwundete geben könnte, außer es hat sich jemand beim Kartoffelschälen in den Finger geschnitten.

Aber wer weiß schon wie sich die Befriedung des Irak entwickelt und welche Ausmaße der Kampf gegen die „Achse der Bösen“ bis zum Ende der Amtszeit von George W. Bush angenommen haben wird. Viel Zeit bleibt dem Mann ja nicht mehr um einen Sieg zu erringen, der ihm eine lobende Erwähnung in den Geschichtsbüchern sichert.
Und ob, und auf welchem Niveau sich die Lage am Hindukusch oder im Kongo stabilisiert, kann man heute auch noch nicht mit Sicherheit sagen.

Da ist es wohl schon richtig, wenn man mal ein paar Milliarden in die Hand nimmt und rechtzeitig wüsten- und tropentaugliche Fahrzeuge zum Transport von Verletzten beschafft.

Jetzt warte ich nur noch darauf, dass der alte Flugzeugträger aus der Ostsee geborgen und zum Lazarettschiff umgebaut wird. Irgendwie hatten wir das doch alles schon einmal.
Und mir haben sie in der Schule immer erzählt, man sollte aus der Geschichte lernen und sich seiner Verantwortung für die Zukunft bewusst sein.
Aber dazu muss man wohl bei Bewusstsein sein.
Angesicht der Lage der Nation, bleibt sicher nicht nur mir bei der geplanten Umrüstung der Ausrüstung zur Aufrüstung nur die Entrüstung!


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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 14. September 2006 um 05:45:44 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

Eine Antwort zu “Boxer Ausrüstung”

  1. Machopan’s Rauchzeichen » Von Seichen und Schiffen meint:

    […] Aber „trau, schau wem“ und „Vertrauen ist gut, aber Kontrolle ist besser“ und deshalb war der Bundesverteidigungsfranzjosef himself vor Ort und hat sich von der Ordnungsmäßigkeit der eingesetzten Ziehungsgeräte zur Auslosung der zu kontrollierenden Schiffe durch eigenen Augenschein überzeugt. Schließlich kostet ja so ein Schiff, mit dem man da so zum Ruhme des weiter nördlich gelegenen Vaterlandes vor den Gestaden des Libanons herumschifft, auch keine Kleinigkeit. Und da ja der Verteidigungsjupp gerade erst vier neue Fregatten vom Typ 125 für schlaffe 2,2 Milliarden geordert hat und die Finanzierung über das bundeseigene Haushaltsloch sichergestellt wurde, wollte er diese Investments in die Verteidigung unseres Landes bei der strategisch so wichtigen Bewachung der libanesischen Küste eben auch mal in Aktion sehen. […]

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Boxer Ausrüstung

14. September 2006 05:45

Milliardenschwere Rüstungspläne hat der Verteidungsjupp für die Wehr des Bundes. Noch in diesem Jahr wolle er neues Kriegsgerät auf den Weg und rund 6 Milliarden Euro zur Sicherung von Arbeitsplätzen unter die Industriebarone der Rüstungsindustrie bringen.

Unter den Beschaffungsmaßnahmen für Ausrüstung, Umrüstung und Aufrüstung sind auch vier Fregatten vom Typ 125 für 2,2 Milliarden Euro sowie zwei U-Boote vom Typ 212 für 864 Millionen Euro, die bei der aus bundesdeutscher Sicht so strategisch wichtigen Bewachung der libanesischen Küste eingesetzt werden könnten.

Außerdem sollen 272 Fahrzeuge vom Typ “Boxer” beschafft werden.
«Die Kosten dafür werden auf 891 Millionen Euro veranschlagt. 72 der für Auslandseinsätze wichtigen “Boxer” sollen als Sanitätsvariante zur Aufnahme von Verwundeten ausgerüstet werden. Den ersten “Boxer” erwarte die Bundeswehr 2008.», schreibt die Welt.

Boxer

Das ist jetzt zwar kostenmäßig nicht die Welt, aber auch nicht ganz konform mit dem deutschen Anteil an der UN-Resolution 1701, denn da handelt es sich ja für die deutschen Soldaten nicht um einen Kampfeinsatz bei dem es Verwundete geben könnte, außer es hat sich jemand beim Kartoffelschälen in den Finger geschnitten.

Aber wer weiß schon wie sich die Befriedung des Irak entwickelt und welche Ausmaße der Kampf gegen die „Achse der Bösen“ bis zum Ende der Amtszeit von George W. Bush angenommen haben wird. Viel Zeit bleibt dem Mann ja nicht mehr um einen Sieg zu erringen, der ihm eine lobende Erwähnung in den Geschichtsbüchern sichert.
Und ob, und auf welchem Niveau sich die Lage am Hindukusch oder im Kongo stabilisiert, kann man heute auch noch nicht mit Sicherheit sagen.

Da ist es wohl schon richtig, wenn man mal ein paar Milliarden in die Hand nimmt und rechtzeitig wüsten- und tropentaugliche Fahrzeuge zum Transport von Verletzten beschafft.

Jetzt warte ich nur noch darauf, dass der alte Flugzeugträger aus der Ostsee geborgen und zum Lazarettschiff umgebaut wird. Irgendwie hatten wir das doch alles schon einmal.
Und mir haben sie in der Schule immer erzählt, man sollte aus der Geschichte lernen und sich seiner Verantwortung für die Zukunft bewusst sein.
Aber dazu muss man wohl bei Bewusstsein sein.
Angesicht der Lage der Nation, bleibt sicher nicht nur mir bei der geplanten Umrüstung der Ausrüstung zur Aufrüstung nur die Entrüstung!


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  1. Machopan’s Rauchzeichen » Von Seichen und Schiffen meint:

    […] Aber „trau, schau wem“ und „Vertrauen ist gut, aber Kontrolle ist besser“ und deshalb war der Bundesverteidigungsfranzjosef himself vor Ort und hat sich von der Ordnungsmäßigkeit der eingesetzten Ziehungsgeräte zur Auslosung der zu kontrollierenden Schiffe durch eigenen Augenschein überzeugt. Schließlich kostet ja so ein Schiff, mit dem man da so zum Ruhme des weiter nördlich gelegenen Vaterlandes vor den Gestaden des Libanons herumschifft, auch keine Kleinigkeit. Und da ja der Verteidigungsjupp gerade erst vier neue Fregatten vom Typ 125 für schlaffe 2,2 Milliarden geordert hat und die Finanzierung über das bundeseigene Haushaltsloch sichergestellt wurde, wollte er diese Investments in die Verteidigung unseres Landes bei der strategisch so wichtigen Bewachung der libanesischen Küste eben auch mal in Aktion sehen. […]

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