Digitale Identität

1. August 2006 05:45

Nachtigall ick hör dir trapsen“ könnte man denken, wenn man ein bisschen über die jüngste Erklärung der Frau Annette Zeisig, ähhh Ziesig nachdenkt, ist doch die Frau Ziesig Sprecherin des Bundesinnenministeriums.
«„Zu keinem Zeitpunkt hat das Bundesministerium des Innern die Frage aufgeworfen, inwiefern sensible Körpermerkmale kommerziellen Anbietern offen stehen sollen.“ Weder beim ePass, den die Einwohnermeldeämter seit November mitsamt einem darauf gespeicherten digitalen Gesichtsbild ausgeben, noch beim elektronischen Personalausweis „war je geplant, biometrische Daten kommerziellen Anbietern zugänglich zu machen“. Auch von seiten der Wirtschaft sei zu keinem Zeitpunkt ein entsprechender Wunsch an ihr Haus herangetragen worden. Biometrische Daten würden ausschließlich für hoheitliche Zwecke gespeichert und ausgelesen» steht bei Heise-Online zu lesen.

Nun ist es ja normalerweise ja eher unüblich, dass sich die Sprecherin eines Ministerium zu Dingen äußert, an die das Ministerium noch nicht einmal im Traum gedacht haben will.
Dennoch tauchen in regelmäßig unregelmäßigen Zeitabständen immer wieder Gerüchte über die kommerziellen Verwertung personenbezogener Daten aus den biometrischen Ausweisen auf. Darauf angesprochen meinte die Frau Ziesig, dass derartige „Gedankenspiele“ und „Denkmodelle“ erlaubt und notwendig wären, um die Machbarkeit mehrerer “Geschäftsmodelle” rund um den eAusweis “zeitnah transparent diskutieren zu können“.

Nachtigall ick hör dir doch trapsen!“.
Besonders wenn ich mich an andere Statements aus dem Ministerium des bunten Innern erinnere. So hatte sich erst Anfang des Jahres 2006 der Staatssekretär im Innenministerium, Bernhard Beus (nicht zu verwechseln mit dem Partner von Bianca aus dem Walt Disney Film „Die Mäusepolizei“) sich für die vielfältigen Möglichkeiten begeistert, die durch das Auslesen der biometrischen Daten der einfältigen Bürger aus dem epass möglich werden:
Denken Sie nur an die Kontoeröffnung, Paketabholung oder das Einchecken im Hotel, bei denen regelmäßig der Personalausweis zur Legitimierung benötigt wird. Ihr Geschäftspartner vertraut hier einem staatlichen Identitätsdokument, mit dem Sie die Personalien nachweisen können, die für den jeweiligen Geschäftprozess benötigt werden. Die für den Geschäftvorgang jeweils benötigten Identitätsdaten könnten dann “aus dem Chip ausgelesen und dem jeweiligen Geschäftspartner übermittelt werden“.

Daran will ich lieber nicht denken und das nicht nur weil ich weiß wie rasch man elektronische Daten kopiert, modifiziert, manipuliert, extrahiert und damit identifiziert, recherchiert, intrigiert, fingiert und denunziert.
Schneller als Ihnen jemand ein X für ein U vormachen kann, ist da aus einer Null eine Eins gemacht.
Und hinterher soll es dann doch wieder die Lerche gewesen sein..

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 1. August 2006 um 05:45:18 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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1. August 2006 05:45

Nachtigall ick hör dir trapsen“ könnte man denken, wenn man ein bisschen über die jüngste Erklärung der Frau Annette Zeisig, ähhh Ziesig nachdenkt, ist doch die Frau Ziesig Sprecherin des Bundesinnenministeriums.
«„Zu keinem Zeitpunkt hat das Bundesministerium des Innern die Frage aufgeworfen, inwiefern sensible Körpermerkmale kommerziellen Anbietern offen stehen sollen.“ Weder beim ePass, den die Einwohnermeldeämter seit November mitsamt einem darauf gespeicherten digitalen Gesichtsbild ausgeben, noch beim elektronischen Personalausweis „war je geplant, biometrische Daten kommerziellen Anbietern zugänglich zu machen“. Auch von seiten der Wirtschaft sei zu keinem Zeitpunkt ein entsprechender Wunsch an ihr Haus herangetragen worden. Biometrische Daten würden ausschließlich für hoheitliche Zwecke gespeichert und ausgelesen» steht bei Heise-Online zu lesen.

Nun ist es ja normalerweise ja eher unüblich, dass sich die Sprecherin eines Ministerium zu Dingen äußert, an die das Ministerium noch nicht einmal im Traum gedacht haben will.
Dennoch tauchen in regelmäßig unregelmäßigen Zeitabständen immer wieder Gerüchte über die kommerziellen Verwertung personenbezogener Daten aus den biometrischen Ausweisen auf. Darauf angesprochen meinte die Frau Ziesig, dass derartige „Gedankenspiele“ und „Denkmodelle“ erlaubt und notwendig wären, um die Machbarkeit mehrerer “Geschäftsmodelle” rund um den eAusweis “zeitnah transparent diskutieren zu können“.

Nachtigall ick hör dir doch trapsen!“.
Besonders wenn ich mich an andere Statements aus dem Ministerium des bunten Innern erinnere. So hatte sich erst Anfang des Jahres 2006 der Staatssekretär im Innenministerium, Bernhard Beus (nicht zu verwechseln mit dem Partner von Bianca aus dem Walt Disney Film „Die Mäusepolizei“) sich für die vielfältigen Möglichkeiten begeistert, die durch das Auslesen der biometrischen Daten der einfältigen Bürger aus dem epass möglich werden:
Denken Sie nur an die Kontoeröffnung, Paketabholung oder das Einchecken im Hotel, bei denen regelmäßig der Personalausweis zur Legitimierung benötigt wird. Ihr Geschäftspartner vertraut hier einem staatlichen Identitätsdokument, mit dem Sie die Personalien nachweisen können, die für den jeweiligen Geschäftprozess benötigt werden. Die für den Geschäftvorgang jeweils benötigten Identitätsdaten könnten dann “aus dem Chip ausgelesen und dem jeweiligen Geschäftspartner übermittelt werden“.

Daran will ich lieber nicht denken und das nicht nur weil ich weiß wie rasch man elektronische Daten kopiert, modifiziert, manipuliert, extrahiert und damit identifiziert, recherchiert, intrigiert, fingiert und denunziert.
Schneller als Ihnen jemand ein X für ein U vormachen kann, ist da aus einer Null eine Eins gemacht.
Und hinterher soll es dann doch wieder die Lerche gewesen sein..

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 1. August 2006 um 05:45:18 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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