Wahlgelaber 05

14. September 2005 05:45

Mein lieber Freund!

Man kann abends ja nicht mehr durch die TV-Känale zappen, ohne früher oder später auf eine
Runde bekannter Gesichter zu stoßen, die über die Lage der Nation im Speziellen und die Lage der Parteien im Besonderen debattieren.

Mir kommt das manchmal vor wie die fünfte Wiederholung vom Wort zum Sonntag, obwohl ab und an schon mal einige Sitzfindigkeiten, Unterstellungen und sonstige Nettigkeiten den Besitzer wechseln. Doch summa summarum muss man feststellen, dass der Unterhaltungswert mehr und mehr gegen Null läuft, zunehmend Plattitüden und Abgelutschtes Verwendung finden und das Floskelrisiko neue Höchststände feiert.

Diesmal hatten sich vor den Kameras der ARD in einer Art Stuhlkreis mit Gregor Gysi, Joschka Fischer, Gerhard Schröder, Angela Merkel, Edmund Stoiber und Guido Westerwelle, die Spitzenkandidaten der Parteien eingefunden.
Ob Sie es glauben oder nicht, ich musste jetzt beim Schreiben dieser Zeilen einige Zeit darüber nachdenken wie die Damen und Herren mit bürgerlichem Namen heißen, denn ich wollte dem Ernst der Lage gerecht werden und nicht die allseits bestens bekannten Künstlernamen dieser Personen verwenden.

Glaubt man dem Spiegel, dann war was ich da in der ARD gesehen habe eine „aggressive Attacke beim Wahlkampffinale“.
Auf mich machte es eher den Eindruck einer lieblos arrangierten Laberrunde, deren Ablauf samt abgedroschener Phrasen nach Drehbuch abgespult wurde.

Der Bundesschröder sagte, «er sei sehr optimistisch, dass er die Nase vorn haben werde, denn die Menschen würden letztlich sagen: “Die haben bewiesen, dass sie es können.”»

Das Guido meinte richtigerweise, wenn es für Schwarz-Gelb nicht reiche: «Dann sind wir in der Opposition.»

Der Spitzenkandidat der Linkspartei, Gregor Gysi, forderte, «endlich einmal über Alternativen zu diskutieren.»

Vom Aussenjoschka war zu erfahren, «dass die Dinge in Bewegung geraten sind», wobei er jedoch offen ließ in welche Richtung.

Angie warf dem Bundeskaper «unwürdige Polemik im Wahlkampf und das unnötige Schüren von Ängsten» vor.

Der Spitzenkandidat der Linkspartei, Gregor Gysi, forderte, «endlich einmal über Alternativen zu diskutieren.»

Scatman Soiber sprach sich «gegen eine große Koalition und für ein Bündnis mit der FDP aus.»

Der Bundesschröder beschuldigte CDU und CSU, «während ihrer Regierungszeit in den 90er Jahren die notwendigen Reformen nicht angepackt zu haben.»

Der Spitzenkandidat der Linkspartei, Gregor Gysi, forderte, «endlich einmal über Alternativen zu diskutieren.»

Falls Sie die Sendung gar nicht oder nicht vollständig gesehen haben, darf ich Ihnen mitteilen, dass Sie nichts versäumt haben.
Lediglich die Bemerkung vom Aussenjoschka, dass die CDU ihren Finanzexperten Kirchhof «für den Rest der Woche im Heizungskeller eingesperrt hat, damit er möglichst nicht zum Vorschein Kommt» erscheint mir noch erwähnenswert.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 14. September 2005 um 05:45:25 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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Runde bekannter Gesichter zu stoßen, die über die Lage der Nation im Speziellen und die Lage der Parteien im Besonderen debattieren.

Mir kommt das manchmal vor wie die fünfte Wiederholung vom Wort zum Sonntag, obwohl ab und an schon mal einige Sitzfindigkeiten, Unterstellungen und sonstige Nettigkeiten den Besitzer wechseln. Doch summa summarum muss man feststellen, dass der Unterhaltungswert mehr und mehr gegen Null läuft, zunehmend Plattitüden und Abgelutschtes Verwendung finden und das Floskelrisiko neue Höchststände feiert.

Diesmal hatten sich vor den Kameras der ARD in einer Art Stuhlkreis mit Gregor Gysi, Joschka Fischer, Gerhard Schröder, Angela Merkel, Edmund Stoiber und Guido Westerwelle, die Spitzenkandidaten der Parteien eingefunden.
Ob Sie es glauben oder nicht, ich musste jetzt beim Schreiben dieser Zeilen einige Zeit darüber nachdenken wie die Damen und Herren mit bürgerlichem Namen heißen, denn ich wollte dem Ernst der Lage gerecht werden und nicht die allseits bestens bekannten Künstlernamen dieser Personen verwenden.

Glaubt man dem Spiegel, dann war was ich da in der ARD gesehen habe eine „aggressive Attacke beim Wahlkampffinale“.
Auf mich machte es eher den Eindruck einer lieblos arrangierten Laberrunde, deren Ablauf samt abgedroschener Phrasen nach Drehbuch abgespult wurde.

Der Bundesschröder sagte, «er sei sehr optimistisch, dass er die Nase vorn haben werde, denn die Menschen würden letztlich sagen: “Die haben bewiesen, dass sie es können.”»

Das Guido meinte richtigerweise, wenn es für Schwarz-Gelb nicht reiche: «Dann sind wir in der Opposition.»

Der Spitzenkandidat der Linkspartei, Gregor Gysi, forderte, «endlich einmal über Alternativen zu diskutieren.»

Vom Aussenjoschka war zu erfahren, «dass die Dinge in Bewegung geraten sind», wobei er jedoch offen ließ in welche Richtung.

Angie warf dem Bundeskaper «unwürdige Polemik im Wahlkampf und das unnötige Schüren von Ängsten» vor.

Der Spitzenkandidat der Linkspartei, Gregor Gysi, forderte, «endlich einmal über Alternativen zu diskutieren.»

Scatman Soiber sprach sich «gegen eine große Koalition und für ein Bündnis mit der FDP aus.»

Der Bundesschröder beschuldigte CDU und CSU, «während ihrer Regierungszeit in den 90er Jahren die notwendigen Reformen nicht angepackt zu haben.»

Der Spitzenkandidat der Linkspartei, Gregor Gysi, forderte, «endlich einmal über Alternativen zu diskutieren.»

Falls Sie die Sendung gar nicht oder nicht vollständig gesehen haben, darf ich Ihnen mitteilen, dass Sie nichts versäumt haben.
Lediglich die Bemerkung vom Aussenjoschka, dass die CDU ihren Finanzexperten Kirchhof «für den Rest der Woche im Heizungskeller eingesperrt hat, damit er möglichst nicht zum Vorschein Kommt» erscheint mir noch erwähnenswert.

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