Diplomarbeit

13. September 2005 05:45

Mein lieber Freund!

In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit häufen sich die Bewerbungsunterlagen in den Personalabteilungen zu sicherheitsbedrohlichen Bergen. Auch bei einer guten Organisation bleibt den Verantwortlichen nicht viel Zeit zur Bearbeitung der gewünschten und wilden Bewerbungen.
So wird sich ein Mitarbeiter ausschließlich darum kümmern, den Eingang der Bewerbung per Email oder Post zu bestätigen und darauf hinweisen, dass die Bearbeitung einige Zeit in Anspruch nehmen wird.
Da die meisten Bewerbungen zwischenzeitlich per Email eingehen, unterzieht ein weiterer Mitarbeiter die empfangenen Unterlagen einer Vollständigkeitsüberprüfung und fordert gegebenenfalls fehlende Zeugnisse und Bescheinigungen und druckt die Bewerbung aus, um sie in die Fachbereiche weiterzureichen.

Und dort sorgen dann Bewerbungen wie diese für allgemeines Staunen und Rätselraten, denn der sich als „J2EE-Architect“ mit fünfjähriger Berufserfahrung bewerbende Kandidat hat gerade sein Studium der Religionswissenschaft an der Universität in Bremen zum Thema Kulturökologie und interkulturelle Kommunikation abgeschlossen.
Schwerpunkte des Studiums waren die historischen, ethnologischen und psychologischen Implikationen interkultureller Kommunikation sowie die interdisziplinäre Frage zu Grundstrukturen der Kommunikation und des Verhaltens von Säugetieren.

Und jetzt wundere ich mich nicht nur, was den Kandidaten seiner Meinung nach für den Job als „J2EE-Architect“ qualifiziert, sondern auch wie jemand glauben kann nach einem derartigen Studium mit dem Erlernten seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 13. September 2005 um 05:45:52 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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So wird sich ein Mitarbeiter ausschließlich darum kümmern, den Eingang der Bewerbung per Email oder Post zu bestätigen und darauf hinweisen, dass die Bearbeitung einige Zeit in Anspruch nehmen wird.
Da die meisten Bewerbungen zwischenzeitlich per Email eingehen, unterzieht ein weiterer Mitarbeiter die empfangenen Unterlagen einer Vollständigkeitsüberprüfung und fordert gegebenenfalls fehlende Zeugnisse und Bescheinigungen und druckt die Bewerbung aus, um sie in die Fachbereiche weiterzureichen.

Und dort sorgen dann Bewerbungen wie diese für allgemeines Staunen und Rätselraten, denn der sich als „J2EE-Architect“ mit fünfjähriger Berufserfahrung bewerbende Kandidat hat gerade sein Studium der Religionswissenschaft an der Universität in Bremen zum Thema Kulturökologie und interkulturelle Kommunikation abgeschlossen.
Schwerpunkte des Studiums waren die historischen, ethnologischen und psychologischen Implikationen interkultureller Kommunikation sowie die interdisziplinäre Frage zu Grundstrukturen der Kommunikation und des Verhaltens von Säugetieren.

Und jetzt wundere ich mich nicht nur, was den Kandidaten seiner Meinung nach für den Job als „J2EE-Architect“ qualifiziert, sondern auch wie jemand glauben kann nach einem derartigen Studium mit dem Erlernten seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können.

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