Vertrauen

6. September 2005 05:45

Mein lieber Freund!

Glaubt man den aktuellen Meinungsumfragen, so sind viele Wähler noch unentschlossen für welche Plage sie sich beim nächsten Urnengang entscheiden sollen. Wählt man Miss Piggy Merkel, die an jeder Straßenkreuzung dem vom Benzinpreis gequälten Autofahrer in zartem Schweinchenrosa Mut entgegenlächelt oder den Bundesschröder, der in seinem vor sieben Jahren gegebenen Versprechen „Wir wollen nicht alles anders, aber vieles besser machen.“ wohl einige Wörter durcheinander gebracht hat.
Neben „Wir wollen nicht vieles besser, aber alles anders machen.“ lassen sich daraus auch von PISA geschädigten Mitbürgern vielfältige Variationen bauen.

Es ist für den Wähler dieses Mal wirklich nicht leicht sich zu entscheiden zwischen

  • einem verlogenem Rechtsanwalt aus Hannover,
  • einem eisernen Mädchen und kinderlosen Pastorentochter aus der Uckermark
  • einem pockennarbigen, homosexuellen Strahlemännchen
  • einem mollig und hängebackig gewordenen 68-Steinewerfer und Möchtegernstudenten
  • einem Altdemagogen und für der Sozialisten nützlichen Idioten (lt. WAMS) von der Saar
  • und einigen anderen Kandidaten, deren explizite Erwähnung hier reine Zeitverschwendung wäre

Nicht leichter wird die Angelegenheit dadurch, dass dem Wähler durchaus bewusst ist, dass die vor der Wahl gegebenen „Versprechen“ sowohl als „Absichtserklärung“, als auch als „etwas falsch oder fälschlicherweise Ausgesprochenes“ verstanden werden dürfen.
Bei Wikipedia kann man dazu nachlesen, dass „Versprechen auf einer fehlerhaften Verarbeitung bei der Ausgabe von Gedanken beruhen“.

Versprechen, die anlässlich und vor einer Wahl erfolgen nennt man „Wahlversprechen“, in ihrer verschärften Form auch als „leere Versprechen“ bekannt.
Dass Politiker diese Versprechen nach erfolgter Wahl spätestens bei der Ableistung des Amtseides „so wahr ihnen Gott helfe“ vergessen, schafft natürlich beim Wähler nicht unbedingt Vertrauen.

Denn „Vertrauen ist die subjektive Überzeugung (auch Glaube) der Richtigkeit bzw. Wahrheit von Handlungen“, wobei Vertrauen ein Phänomen ist, das meist in unsicheren Situationen auftritt, weil wer sich einer Sache sicher sein kann, der muss nicht vertrauen.

Daher verstehe ich auch nicht, dass sich die Marketingstrategen der SPD ausgerechnet den Spruch „Vertrauen in Deutschland“ ausgesucht haben um für ihre „fehlerhafte Verarbeitung bei der Ausgabe von Gedanken“ zu werben.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 6. September 2005 um 05:45:57 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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Glaubt man den aktuellen Meinungsumfragen, so sind viele Wähler noch unentschlossen für welche Plage sie sich beim nächsten Urnengang entscheiden sollen. Wählt man Miss Piggy Merkel, die an jeder Straßenkreuzung dem vom Benzinpreis gequälten Autofahrer in zartem Schweinchenrosa Mut entgegenlächelt oder den Bundesschröder, der in seinem vor sieben Jahren gegebenen Versprechen „Wir wollen nicht alles anders, aber vieles besser machen.“ wohl einige Wörter durcheinander gebracht hat.
Neben „Wir wollen nicht vieles besser, aber alles anders machen.“ lassen sich daraus auch von PISA geschädigten Mitbürgern vielfältige Variationen bauen.

Es ist für den Wähler dieses Mal wirklich nicht leicht sich zu entscheiden zwischen

  • einem verlogenem Rechtsanwalt aus Hannover,
  • einem eisernen Mädchen und kinderlosen Pastorentochter aus der Uckermark
  • einem pockennarbigen, homosexuellen Strahlemännchen
  • einem mollig und hängebackig gewordenen 68-Steinewerfer und Möchtegernstudenten
  • einem Altdemagogen und für der Sozialisten nützlichen Idioten (lt. WAMS) von der Saar
  • und einigen anderen Kandidaten, deren explizite Erwähnung hier reine Zeitverschwendung wäre

Nicht leichter wird die Angelegenheit dadurch, dass dem Wähler durchaus bewusst ist, dass die vor der Wahl gegebenen „Versprechen“ sowohl als „Absichtserklärung“, als auch als „etwas falsch oder fälschlicherweise Ausgesprochenes“ verstanden werden dürfen.
Bei Wikipedia kann man dazu nachlesen, dass „Versprechen auf einer fehlerhaften Verarbeitung bei der Ausgabe von Gedanken beruhen“.

Versprechen, die anlässlich und vor einer Wahl erfolgen nennt man „Wahlversprechen“, in ihrer verschärften Form auch als „leere Versprechen“ bekannt.
Dass Politiker diese Versprechen nach erfolgter Wahl spätestens bei der Ableistung des Amtseides „so wahr ihnen Gott helfe“ vergessen, schafft natürlich beim Wähler nicht unbedingt Vertrauen.

Denn „Vertrauen ist die subjektive Überzeugung (auch Glaube) der Richtigkeit bzw. Wahrheit von Handlungen“, wobei Vertrauen ein Phänomen ist, das meist in unsicheren Situationen auftritt, weil wer sich einer Sache sicher sein kann, der muss nicht vertrauen.

Daher verstehe ich auch nicht, dass sich die Marketingstrategen der SPD ausgerechnet den Spruch „Vertrauen in Deutschland“ ausgesucht haben um für ihre „fehlerhafte Verarbeitung bei der Ausgabe von Gedanken“ zu werben.

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