Vogelgrippe

31. August 2005 05:45

Mein lieber Freund!

„Mit Vögeln sollte man in der nächsten Zeit vorsichtig sein“ meldet die Tagespresse und ich bin mir sicher, dass auf diesen Satz wieder einige Suchmaschinen hereinfallen werden, die meisten (Be)sucher keine Ornithologen sind und in der in der Zeit zwischen 23:00 Uhr abends und 4:00 Uhr morgens diese Zeilen (enttäuscht) gelesen werden.

So wie sich der Control String Tanga und der Knackarsch konstanter Beliebtheit erfreuen, wird sicher auch dieser Beitrag seinen Weg machen und dank Google Verbreitung um den gesamten Globus finden.
Aber zurück zum eigentlichen Thema.
Die Vogelgrippe, auch als Geflügelpest bekannt, breitet sich von Südostasien kommend über Russland in Richtung Europa aus.
Auch auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft wird auf diese Gefahr hingewiesen: «Wir verfolgen die Entwicklung der Vogelgrippe seit langem sehr aufmerksam. Das Bundesverbraucherministerium hat alle der derzeitigen Lage angemessenen Maßnahmen ergriffen, um ein Ausbreiten der Tierseuche “Vogelgrippe” nach Deutschland zu verhindern“.»

Mit der Verbreitung wächst nach Meinung vieler Experten die Gefahr, dass sich das tierische Virus mit einem menschlichen Erreger kreuzen und so ein hochgefährliches auf den Menschen übertragbares Supervirus entstehen könnte.

Dass diese Meinung nicht von allen Teilen der Bevölkerung geteilt wird, zeigt folgender Dialog eines Paares in den Fünfzigern, den zu belauschen mir vor einigen Tagen in einem Stuttgarter Cafe gegönnt war.
Während sie damit beschäftigt war das zweite Stück Schwarzwälder Kirschtorte auf die Fettpolster der prallen Hüften zu vermampfen, hatte er den Kopf dauerhaft zwischen den Seiten der lokalen Zeitung versenkt und schwieg sich aus.
Ohne die Zeitung zu senken, ertönte plötzlich laut und deutlich seine Stimme durch das fast leere Lokal: „Mit Vögeln muss man in der nächsten Zeit vorsichtig sein“.
Sie hielt mit dem nächsten Stück Torte auf dem Weg zum Mund kurz inne und meinte verwundert: „Wie meinst du das?“
Hinter der Zeitung erschien ein spärlich behaarter Schädel und kurz danach war die Erklärung, offensichtlich aus einem Artikel zitiert, zu hören: „Mit Beginn der Zugvögelzeit besteht die Gefahr, dass das Vögelgrippevirus auch nach Deutschland eingeschleppt und auf Menschen übertragen werden kann.“
Worauf sie erst mal genüsslich das Stück Torte im Mund zerkaute und anschließend noch die Kuchengabel mit der Zunge von einem letzten Rest Sahne befreite, dem es gelungen war sich zwischen den Gabelspitzen zu verstecken.
„Da musst du aber keine Angst haben“, ließ sie verlauten und leckte sich dabei die Lippen.
Der Schädel ihres Gatten schnellte ruckartig hinter der Zeitung hoch und sein Mund gab ein erschrecktes „Wie meinst du das?“ von sich.
Sie genoss es offensichtlich, seine Aufmerksamkeit erregt zu haben und ließ sich Zeit, bevor sie antwortete: „Ach du hast dich schon vor mehr als 20 Jahren mit dem Vögelkrüppelvirus angesteckt. Du bist doch in der Zwischenzeit längst iman geworden“.
Darauf er: „Das heißt nicht iman, du meinst bestimmt renitent“.

Bei diesem Satz habe ich mich an meinem Kaffee verschluckt und durch einen lauten Lacher die Aufmerksamkeit des Pärchens erweckt, die mich fast synchron mit einem strafenden Blick ob der Störung abmahnten.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 31. August 2005 um 05:45:09 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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31. August 2005 05:45

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„Mit Vögeln sollte man in der nächsten Zeit vorsichtig sein“ meldet die Tagespresse und ich bin mir sicher, dass auf diesen Satz wieder einige Suchmaschinen hereinfallen werden, die meisten (Be)sucher keine Ornithologen sind und in der in der Zeit zwischen 23:00 Uhr abends und 4:00 Uhr morgens diese Zeilen (enttäuscht) gelesen werden.

So wie sich der Control String Tanga und der Knackarsch konstanter Beliebtheit erfreuen, wird sicher auch dieser Beitrag seinen Weg machen und dank Google Verbreitung um den gesamten Globus finden.
Aber zurück zum eigentlichen Thema.
Die Vogelgrippe, auch als Geflügelpest bekannt, breitet sich von Südostasien kommend über Russland in Richtung Europa aus.
Auch auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft wird auf diese Gefahr hingewiesen: «Wir verfolgen die Entwicklung der Vogelgrippe seit langem sehr aufmerksam. Das Bundesverbraucherministerium hat alle der derzeitigen Lage angemessenen Maßnahmen ergriffen, um ein Ausbreiten der Tierseuche “Vogelgrippe” nach Deutschland zu verhindern“.»

Mit der Verbreitung wächst nach Meinung vieler Experten die Gefahr, dass sich das tierische Virus mit einem menschlichen Erreger kreuzen und so ein hochgefährliches auf den Menschen übertragbares Supervirus entstehen könnte.

Dass diese Meinung nicht von allen Teilen der Bevölkerung geteilt wird, zeigt folgender Dialog eines Paares in den Fünfzigern, den zu belauschen mir vor einigen Tagen in einem Stuttgarter Cafe gegönnt war.
Während sie damit beschäftigt war das zweite Stück Schwarzwälder Kirschtorte auf die Fettpolster der prallen Hüften zu vermampfen, hatte er den Kopf dauerhaft zwischen den Seiten der lokalen Zeitung versenkt und schwieg sich aus.
Ohne die Zeitung zu senken, ertönte plötzlich laut und deutlich seine Stimme durch das fast leere Lokal: „Mit Vögeln muss man in der nächsten Zeit vorsichtig sein“.
Sie hielt mit dem nächsten Stück Torte auf dem Weg zum Mund kurz inne und meinte verwundert: „Wie meinst du das?“
Hinter der Zeitung erschien ein spärlich behaarter Schädel und kurz danach war die Erklärung, offensichtlich aus einem Artikel zitiert, zu hören: „Mit Beginn der Zugvögelzeit besteht die Gefahr, dass das Vögelgrippevirus auch nach Deutschland eingeschleppt und auf Menschen übertragen werden kann.“
Worauf sie erst mal genüsslich das Stück Torte im Mund zerkaute und anschließend noch die Kuchengabel mit der Zunge von einem letzten Rest Sahne befreite, dem es gelungen war sich zwischen den Gabelspitzen zu verstecken.
„Da musst du aber keine Angst haben“, ließ sie verlauten und leckte sich dabei die Lippen.
Der Schädel ihres Gatten schnellte ruckartig hinter der Zeitung hoch und sein Mund gab ein erschrecktes „Wie meinst du das?“ von sich.
Sie genoss es offensichtlich, seine Aufmerksamkeit erregt zu haben und ließ sich Zeit, bevor sie antwortete: „Ach du hast dich schon vor mehr als 20 Jahren mit dem Vögelkrüppelvirus angesteckt. Du bist doch in der Zwischenzeit längst iman geworden“.
Darauf er: „Das heißt nicht iman, du meinst bestimmt renitent“.

Bei diesem Satz habe ich mich an meinem Kaffee verschluckt und durch einen lauten Lacher die Aufmerksamkeit des Pärchens erweckt, die mich fast synchron mit einem strafenden Blick ob der Störung abmahnten.

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