Strawberry Fields

29. Juli 2005 05:45

Mein lieber Freund!

An einem Samstag vor einigen Wochen habe ich mich unter die Erdbeerpflücker gemischt, da es der Besten aller Frauen reichlich spät einfiel, mich aus unerfindlichen Gründen, die ihre Ursache in den Tiefen der weiblichen Seele haben müssen (ein sehr interessantes Thema, auf das ich aber zu einem späteren Zeitpunkt eingehen möchte) mit einem selbstgebackenen Erdbeerkuchen erfreuen zu müssen.
Natürlich waren keine frischen Erdbeeren im Hause und alle in erreichbarer Nähe liegenden Gärtnereien und Supermärkte hatten bereits geschlossen oder hatten nur noch Ware im Angebot, die sich bereits auf dem Weg zum Marmeladengelee mit beginnender Pilzbildung befand.
Hilfe in der Versorgungsnot bot sich mir in Form eines Schildes, das „ERDBEEREN ZUM SELBERPFLÜCKEN“ offerierte. Nun bin ich von Geburt an kein Mensch dem beim Anblick eines Gemüsebeetes, eines früchtetragenden Baumes oder Strauches, oder eines trächtigen Ackers das Wasser im Munde zusammenläuft oder gar die Freudentränen aus dem Auge kullern. Aber was tut man(n) nicht alles um die Beste aller Frauen zu beglücken (auch das ein hochinteressantes Thema, auf das ich aber auch zu einem späteren Zeitpunkt nicht näher eingehen werde).
Also, langer Rede kurzer Sinn, bevor ich mich richtig versah, befand ich mich auf einem Acker mit langen, schnurgeraden Reihen voller pflückbereiter Erdbeeren, das Kilo zum Preis von 1,90 Euro. Ein entsprechendes Sammelbehältnis hatte ich gegen Entgelt am Eingang erwerben können und wollte mich nun unverzüglich ans Werk machen, um meine hausmännlichen Pflichten an diesem Tage zumindest teilweise zu erledigen. Nach einem kurzen informierenden Blick auf meine zahlreichen Mitpflücker, die sich scharenweise auf dem Acker tummelten, nahm ich auch deren hockende Position ein, wie jemand der auf einer Wiese im halbhohen Gras versucht seine Notdurft zu verrichten, ohne von der Straße aus gesehen werden zu können.
Allerdings stellte ich alsbald fest, dass ich in dieser Position, die vorher so zahlreichen roten Erdbeeren nun vor lauter Blattwerk nicht mehr richtig sehen konnte und meine Beinmuskulatur war von dieser Hockposition auch nicht gerade begeistert. Während ich die Sträucher nach roten, erdbeerkuchentauglichen Früchten absuchte, entwarf ich im Geiste das Zuchtverfahren für Hochstammerdbeeren und kam zu dem Schluss, dass sich das Zuchtergebnis aus zeitlichen Gründen sicher nicht mehr zum Wohle meiner Generation auswirken würde. In einem für mich eigentlichen unverständlichen und spontanen Anfall von Kommunikationsfreudigkeit wollte ich dies meinem Pflücknachbarn anvertrauen, der sich mit seinen zahlreichen Familienangehörigen bedrohliche nahe an mich herangefressen hatte, denn ein Sammelbehältnis führte er nicht mit sich.
„Die Erdbeeren müssten höher hängen“, gab ich scherzhaft zum Besten und hatte nicht erwartet, dass diese Bemerkung bei meinem Hocknachbarn einen derart verständnislosen Gesichtsausdruck auslösen würde. Er (der Mann da neben mir) hatte offensichtlich nicht nur keine Ahnung von Hochstammerdbeeren, sondern war zudem der deutschen Sprache nur soweit mächtig um ein „Hmmmm gudd“ von sich zu geben, bevor er sich die nächste Beere einverleibte.
Mir wurde schlagartig klar, dass

  1. ein weiterer Versuch zum Aufbau einer konstruktiven Kommunikation über die Zuchtproblematik der Hochstammerdbeere unmöglich war und
  2. beim Weiterpflücken in die Richtung, aus der der offensichtlich ausländische Mitbürger fremder Nation kam, mit äußerst niedrigeren Pflückerträgen gerechnet werden musste.

Ich entschloss mich deshalb, mir eine andere Pflückreihe zu suchen und quälte mich mit lautem Ächzen und Stöhnen aus der Hocke in eine, aus orthopädischer Sicht, gekrümmte Stehposition. Mit der linken Hand drückte ich mein halbvolles Pflückbehältnis gegen die Leiste und mit der anderen Hand versuchte ich mein Rückrat wieder in eine schmerzfreie Position über dem Beckenbereich zu bringen, um zum aufrechten Gang meiner Vorfahren zurückkehren zu können.
Um nicht den Anschein eines gebrechlichen unsportlichen älteren Herrn zu erwecken, versuchte ich gleichzeitig so zu tun, als wäre diese Haltung notwendig um meine nähere Umgebung zu erkunden. Um diesen Eindruck zu verstärken, nahm ich die Hand vom schmerzenden Lendenwirbel und legte sie schützend gegen das gleißende Sonnenlicht über die Augen.
Wenn Sie jemals Pierre Price als Winnetou gesehen haben, wissen Sie was ich meine und jetzt ersetzen Sie einfach gedanklich Pierre Price durch Ralf Wolter und die Silberbüchse durch einen halbvollen Karton Erdbeeren und die Prärie durch einen Erdbeeracker.
Die Erkenntnis, dass ich mich erdbeerpflückend vom vertrauten heimatlichen Acker auf deutschem Boden, quer durch das fremdsprachige Europa bis ins ferne Morgenland vorbearbeitet hatte, erfüllte mich mit Erstaunen. Der Acker war übersät mit fremdländisch aussehenden Menschen in fremdländischer Kleidung. Trotz Temperaturen weit der für einen Mitteleuropäer noch angenehmen 25 Grad Celsius hockten zwischen den Reihen bundesdeutscher Erdbeeren bis zu den Augenbrauen vermummte Gestalten, die sich durch hellgraue bis anthrazitfarbige, sackartigen Gewänder vor der Sonne zu schützen versuchten.

„Sieht aus wie der Betriebsausflug eines Nonnenklosters, dessen Teilnehmer(innen?) sich zur kollektiven Befriedigung eines biologischen Bedürfnisses in die Büsche geschlagen haben, während der Bus mit laufendem Motor auf dem nahen Parkplatz wartet“, zog mir durch den Kopf, während ich mich hastig vom Acker machte und mich mit meinem halbvollen Karton an der Zahlstelle in eine längere Schlange wartender Menschen einreihte. Auch hier schien Deutsch eine Fremdsprache zu sein und wie ich beobachten konnte nahm das Gewicht der von den Wartenden gesammelten Erdbeeren mit zunehmender Wartezeit durch Eigenverzehr kontinuierlich ab.
Als ich endlich an der Reihe war und meinen Karton auf die Waage stellen konnte, hatte ich eine repräsentativen Streifzug durch die Sprachen Osteuropas bis weit über den Bosporus, die Karpaten und den Ural hinaus hinter mir.
Der Knopfdruck einer Verkäuferin veranlasste die Waage nach dem Wiegevorgang einen Zettel mit dem unglaublichen Zahlbetrag von 97 Cent auszugeben, was mich veranlasste den sagenhaften Betrag von 1 Euro auf den Tisch zu legen. Während ich beharrlich auf die Herausgabe der mir zustehenden 3 Cent Wechselgeld wartete, erlaubte ich mir eine Bemerkung machen zu müssen: „Sie müssen ihr Schild ändern. Statt Erdbeeren zum Selberpflücken muss das Erdbeeren zum Selberessen heißen, denn hier bei ihnen kommt doch so gut wie nichts mehr an. Sie brauchen eine Personenwaage und müssen die Leute mit ihren Schüsseln und Körbchen zusammen wiegen. So verdienen sie doch nix. Das rentiert sich doch nicht!“
Die Antwort der offensichtlich polnischen Verkäuferin, möchte ich ihnen ersparen, da ich nicht ausschließen kann, dass ich wegen meiner mangelhaften polnischen Sprachkenntnisse etwas falsch verstanden haben könnte.

Mit meinen 3 Cent Wechselgeld und meinem Schächtelchen selbstgepflückter Erdbeeren machte ich mich hurtig auf den Weg nach Hause, wo die Beste aller Frauen sich bereits Sorgen wegen meines langen Ausbleibens machte.

„Wo warst du denn so lange?“
„Na Erdbeeren besorgen, es gab ja um diese Zeit nirgends mehr welche!“
„Und wo kommt dann diese Handvoll Erdbeeren her?“
„Aus Anatolien.“
„Du meinst sicher Andalusien, aber in Erdkunde warst du noch nie gut. Außerdem reichen die Erdbeeren nicht für einen Kuchen.“
„Ich mag auch gar keinen Erdbeerkuchen mehr.“
„Und warum nicht?“
„Weil ich jetzt keine Zeit zum Kaffee trinken und Erdbeerkuchen essen habe. Ich muss mich um die Aufzucht der Hochstammerdbeere, der „Fragaria contus altus“ kümmern und einen „Business Case“ schreiben.“
„Was für einen Business Case?“
„Ich werde Landwirt und dann baue auf meinem Gelände Hochstammerdbeeren an. Und zur Erntezeit darf dann jeder der mag soviel essen wie er will und das kostet gar nix.“
„Aber da gehst du doch pleite, wie willst du mit einer solchen Geschäftsidee Geld verdienen?“
„Ganz einfach - ich vermiete für viel Geld die Leitern, die man zum Pflücken braucht!“

Also echt - den Gesichtsausdruck der Besten aller Frauen hätten Sie sehen sollen!
Sie hat sich halt auch noch nie so intensiv mit der EU-Osterweiterung beschäftigt, wie ich.
Strawberry Fields for ever – irgendjemand ist mit so etwas schon mal richtig reich geworden. Mir fällt nur im Moment nicht ein, wer das war.

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 29. Juli 2005 um 05:45:05 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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29. Juli 2005 05:45

Mein lieber Freund!

An einem Samstag vor einigen Wochen habe ich mich unter die Erdbeerpflücker gemischt, da es der Besten aller Frauen reichlich spät einfiel, mich aus unerfindlichen Gründen, die ihre Ursache in den Tiefen der weiblichen Seele haben müssen (ein sehr interessantes Thema, auf das ich aber zu einem späteren Zeitpunkt eingehen möchte) mit einem selbstgebackenen Erdbeerkuchen erfreuen zu müssen.
Natürlich waren keine frischen Erdbeeren im Hause und alle in erreichbarer Nähe liegenden Gärtnereien und Supermärkte hatten bereits geschlossen oder hatten nur noch Ware im Angebot, die sich bereits auf dem Weg zum Marmeladengelee mit beginnender Pilzbildung befand.
Hilfe in der Versorgungsnot bot sich mir in Form eines Schildes, das „ERDBEEREN ZUM SELBERPFLÜCKEN“ offerierte. Nun bin ich von Geburt an kein Mensch dem beim Anblick eines Gemüsebeetes, eines früchtetragenden Baumes oder Strauches, oder eines trächtigen Ackers das Wasser im Munde zusammenläuft oder gar die Freudentränen aus dem Auge kullern. Aber was tut man(n) nicht alles um die Beste aller Frauen zu beglücken (auch das ein hochinteressantes Thema, auf das ich aber auch zu einem späteren Zeitpunkt nicht näher eingehen werde).
Also, langer Rede kurzer Sinn, bevor ich mich richtig versah, befand ich mich auf einem Acker mit langen, schnurgeraden Reihen voller pflückbereiter Erdbeeren, das Kilo zum Preis von 1,90 Euro. Ein entsprechendes Sammelbehältnis hatte ich gegen Entgelt am Eingang erwerben können und wollte mich nun unverzüglich ans Werk machen, um meine hausmännlichen Pflichten an diesem Tage zumindest teilweise zu erledigen. Nach einem kurzen informierenden Blick auf meine zahlreichen Mitpflücker, die sich scharenweise auf dem Acker tummelten, nahm ich auch deren hockende Position ein, wie jemand der auf einer Wiese im halbhohen Gras versucht seine Notdurft zu verrichten, ohne von der Straße aus gesehen werden zu können.
Allerdings stellte ich alsbald fest, dass ich in dieser Position, die vorher so zahlreichen roten Erdbeeren nun vor lauter Blattwerk nicht mehr richtig sehen konnte und meine Beinmuskulatur war von dieser Hockposition auch nicht gerade begeistert. Während ich die Sträucher nach roten, erdbeerkuchentauglichen Früchten absuchte, entwarf ich im Geiste das Zuchtverfahren für Hochstammerdbeeren und kam zu dem Schluss, dass sich das Zuchtergebnis aus zeitlichen Gründen sicher nicht mehr zum Wohle meiner Generation auswirken würde. In einem für mich eigentlichen unverständlichen und spontanen Anfall von Kommunikationsfreudigkeit wollte ich dies meinem Pflücknachbarn anvertrauen, der sich mit seinen zahlreichen Familienangehörigen bedrohliche nahe an mich herangefressen hatte, denn ein Sammelbehältnis führte er nicht mit sich.
„Die Erdbeeren müssten höher hängen“, gab ich scherzhaft zum Besten und hatte nicht erwartet, dass diese Bemerkung bei meinem Hocknachbarn einen derart verständnislosen Gesichtsausdruck auslösen würde. Er (der Mann da neben mir) hatte offensichtlich nicht nur keine Ahnung von Hochstammerdbeeren, sondern war zudem der deutschen Sprache nur soweit mächtig um ein „Hmmmm gudd“ von sich zu geben, bevor er sich die nächste Beere einverleibte.
Mir wurde schlagartig klar, dass

  1. ein weiterer Versuch zum Aufbau einer konstruktiven Kommunikation über die Zuchtproblematik der Hochstammerdbeere unmöglich war und
  2. beim Weiterpflücken in die Richtung, aus der der offensichtlich ausländische Mitbürger fremder Nation kam, mit äußerst niedrigeren Pflückerträgen gerechnet werden musste.

Ich entschloss mich deshalb, mir eine andere Pflückreihe zu suchen und quälte mich mit lautem Ächzen und Stöhnen aus der Hocke in eine, aus orthopädischer Sicht, gekrümmte Stehposition. Mit der linken Hand drückte ich mein halbvolles Pflückbehältnis gegen die Leiste und mit der anderen Hand versuchte ich mein Rückrat wieder in eine schmerzfreie Position über dem Beckenbereich zu bringen, um zum aufrechten Gang meiner Vorfahren zurückkehren zu können.
Um nicht den Anschein eines gebrechlichen unsportlichen älteren Herrn zu erwecken, versuchte ich gleichzeitig so zu tun, als wäre diese Haltung notwendig um meine nähere Umgebung zu erkunden. Um diesen Eindruck zu verstärken, nahm ich die Hand vom schmerzenden Lendenwirbel und legte sie schützend gegen das gleißende Sonnenlicht über die Augen.
Wenn Sie jemals Pierre Price als Winnetou gesehen haben, wissen Sie was ich meine und jetzt ersetzen Sie einfach gedanklich Pierre Price durch Ralf Wolter und die Silberbüchse durch einen halbvollen Karton Erdbeeren und die Prärie durch einen Erdbeeracker.
Die Erkenntnis, dass ich mich erdbeerpflückend vom vertrauten heimatlichen Acker auf deutschem Boden, quer durch das fremdsprachige Europa bis ins ferne Morgenland vorbearbeitet hatte, erfüllte mich mit Erstaunen. Der Acker war übersät mit fremdländisch aussehenden Menschen in fremdländischer Kleidung. Trotz Temperaturen weit der für einen Mitteleuropäer noch angenehmen 25 Grad Celsius hockten zwischen den Reihen bundesdeutscher Erdbeeren bis zu den Augenbrauen vermummte Gestalten, die sich durch hellgraue bis anthrazitfarbige, sackartigen Gewänder vor der Sonne zu schützen versuchten.

„Sieht aus wie der Betriebsausflug eines Nonnenklosters, dessen Teilnehmer(innen?) sich zur kollektiven Befriedigung eines biologischen Bedürfnisses in die Büsche geschlagen haben, während der Bus mit laufendem Motor auf dem nahen Parkplatz wartet“, zog mir durch den Kopf, während ich mich hastig vom Acker machte und mich mit meinem halbvollen Karton an der Zahlstelle in eine längere Schlange wartender Menschen einreihte. Auch hier schien Deutsch eine Fremdsprache zu sein und wie ich beobachten konnte nahm das Gewicht der von den Wartenden gesammelten Erdbeeren mit zunehmender Wartezeit durch Eigenverzehr kontinuierlich ab.
Als ich endlich an der Reihe war und meinen Karton auf die Waage stellen konnte, hatte ich eine repräsentativen Streifzug durch die Sprachen Osteuropas bis weit über den Bosporus, die Karpaten und den Ural hinaus hinter mir.
Der Knopfdruck einer Verkäuferin veranlasste die Waage nach dem Wiegevorgang einen Zettel mit dem unglaublichen Zahlbetrag von 97 Cent auszugeben, was mich veranlasste den sagenhaften Betrag von 1 Euro auf den Tisch zu legen. Während ich beharrlich auf die Herausgabe der mir zustehenden 3 Cent Wechselgeld wartete, erlaubte ich mir eine Bemerkung machen zu müssen: „Sie müssen ihr Schild ändern. Statt Erdbeeren zum Selberpflücken muss das Erdbeeren zum Selberessen heißen, denn hier bei ihnen kommt doch so gut wie nichts mehr an. Sie brauchen eine Personenwaage und müssen die Leute mit ihren Schüsseln und Körbchen zusammen wiegen. So verdienen sie doch nix. Das rentiert sich doch nicht!“
Die Antwort der offensichtlich polnischen Verkäuferin, möchte ich ihnen ersparen, da ich nicht ausschließen kann, dass ich wegen meiner mangelhaften polnischen Sprachkenntnisse etwas falsch verstanden haben könnte.

Mit meinen 3 Cent Wechselgeld und meinem Schächtelchen selbstgepflückter Erdbeeren machte ich mich hurtig auf den Weg nach Hause, wo die Beste aller Frauen sich bereits Sorgen wegen meines langen Ausbleibens machte.

„Wo warst du denn so lange?“
„Na Erdbeeren besorgen, es gab ja um diese Zeit nirgends mehr welche!“
„Und wo kommt dann diese Handvoll Erdbeeren her?“
„Aus Anatolien.“
„Du meinst sicher Andalusien, aber in Erdkunde warst du noch nie gut. Außerdem reichen die Erdbeeren nicht für einen Kuchen.“
„Ich mag auch gar keinen Erdbeerkuchen mehr.“
„Und warum nicht?“
„Weil ich jetzt keine Zeit zum Kaffee trinken und Erdbeerkuchen essen habe. Ich muss mich um die Aufzucht der Hochstammerdbeere, der „Fragaria contus altus“ kümmern und einen „Business Case“ schreiben.“
„Was für einen Business Case?“
„Ich werde Landwirt und dann baue auf meinem Gelände Hochstammerdbeeren an. Und zur Erntezeit darf dann jeder der mag soviel essen wie er will und das kostet gar nix.“
„Aber da gehst du doch pleite, wie willst du mit einer solchen Geschäftsidee Geld verdienen?“
„Ganz einfach - ich vermiete für viel Geld die Leitern, die man zum Pflücken braucht!“

Also echt - den Gesichtsausdruck der Besten aller Frauen hätten Sie sehen sollen!
Sie hat sich halt auch noch nie so intensiv mit der EU-Osterweiterung beschäftigt, wie ich.
Strawberry Fields for ever – irgendjemand ist mit so etwas schon mal richtig reich geworden. Mir fällt nur im Moment nicht ein, wer das war.

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 29. Juli 2005 um 05:45:05 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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