Tarnfarben

19. Juli 2005 05:45

Mein lieber Freund!

„Farbe ist Programm“. Zumindest bei den Chamäleons
Diese Reptilien haben eine sprichwörtliche Fähigkeit zum Farbwechsel. Dazu verwenden sie kleinste Muskeln, die darunter liegende Farbpigmente freilegen respektive überdecken können. Früher glaubte man, diese Fähigkeit sei dazu da, sich an die Umgebung anzupassen, um Räuber und Beute zu täuschen. Mittlerweile hat man aber herausgefunden, dass der Farbwechsel auf Erregungszuständen des Tieres beruht, also auf Faktoren wie Wohlbefinden, Krankheit, Angst oder Wärme. Die Färbung der Tiere dient somit vor allem der innerartlichen Kommunikation.

Zur Verbesserung dieser innerartlichen Kommunikation wechselt jetzt auch die SPD ihre Farbe, was man gut verstehen kann, denn nach den Ergebnissen der Landtagswahl in NRW ist den Genossen ja jede Farbe aus den entgleisten Gesichtszügen gewichen.

Nun soll die Farbe „Umbra“ die Genossen retten
«Der neue Ton, auch Erdbraun oder brauner Ocker genannt, hat nichts mit Ikea oder Feng Shui zu tun, auch wenn er stark daran erinnert. Er ist aber auch nicht zufällig gewählt worden, sondern auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse. “Studien” hätten ergeben, dass Umbra die Inhalte der SPD am besten transportiere, sagte Bundesgeschäftsführer Kajo Wasserhövel heute in vollem Ernst. “Wir haben eine Farbe gewählt, die die Aussagen des Wahlkampfs unterstützt. Umbra sei “eine gute und richtige Wahl”. Sie hebe die Aussagen der SPD stärker hervor “» schreibt der Spiegel.

Na, guck a mol do!
Die Farbe Umbra hebt die Aussagen der SPD stärker hervor und transportiert die Inhalte der Partei am besten!
Ja, fragt sich halt nur wohin!

Solch bedeutsame Veränderungen des Corporate Identity muss der unwissende Bürger und Wähler natürlich sofort bei Wikipedia nachschlagen und erfährt dort Erstaunliches über die Erdfarbe „Umbra“ oder richtigerweise „Umbraun“, die häufig auch nichts anderes ist als „Bolus“.

Ich persönlich bin ja der Meinung, dass die SPD mit der Änderung der Farbe einen ganz wesentlichen Schritt zur Wahrheit vollzogen hat. Sie hat die Farbe ihres Corporate Identity der Qualität ihrer Politik angepasst – so eine Art erdnussfarbiges Kackabraun am rechten Rand der rektalen Farbenpalette.
Ob das allerdings zum Zustrom rechter Wählerschichten und zum Klassenerhalt reichen wird – das wollen wir dann doch nicht hoffen.
Darum singen wir alle, zwo drei vier: „Umbra umbra umbra tätäräääääää – tätäräääääää – tätäräääääää:“

Solle mer se naus losse - die Narren!

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 19. Juli 2005 um 05:45:53 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können ein Kommentar schreiben oder ein Trackback hinterlegen.

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19. Juli 2005 05:45

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„Farbe ist Programm“. Zumindest bei den Chamäleons
Diese Reptilien haben eine sprichwörtliche Fähigkeit zum Farbwechsel. Dazu verwenden sie kleinste Muskeln, die darunter liegende Farbpigmente freilegen respektive überdecken können. Früher glaubte man, diese Fähigkeit sei dazu da, sich an die Umgebung anzupassen, um Räuber und Beute zu täuschen. Mittlerweile hat man aber herausgefunden, dass der Farbwechsel auf Erregungszuständen des Tieres beruht, also auf Faktoren wie Wohlbefinden, Krankheit, Angst oder Wärme. Die Färbung der Tiere dient somit vor allem der innerartlichen Kommunikation.

Zur Verbesserung dieser innerartlichen Kommunikation wechselt jetzt auch die SPD ihre Farbe, was man gut verstehen kann, denn nach den Ergebnissen der Landtagswahl in NRW ist den Genossen ja jede Farbe aus den entgleisten Gesichtszügen gewichen.

Nun soll die Farbe „Umbra“ die Genossen retten
«Der neue Ton, auch Erdbraun oder brauner Ocker genannt, hat nichts mit Ikea oder Feng Shui zu tun, auch wenn er stark daran erinnert. Er ist aber auch nicht zufällig gewählt worden, sondern auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse. “Studien” hätten ergeben, dass Umbra die Inhalte der SPD am besten transportiere, sagte Bundesgeschäftsführer Kajo Wasserhövel heute in vollem Ernst. “Wir haben eine Farbe gewählt, die die Aussagen des Wahlkampfs unterstützt. Umbra sei “eine gute und richtige Wahl”. Sie hebe die Aussagen der SPD stärker hervor “» schreibt der Spiegel.

Na, guck a mol do!
Die Farbe Umbra hebt die Aussagen der SPD stärker hervor und transportiert die Inhalte der Partei am besten!
Ja, fragt sich halt nur wohin!

Solch bedeutsame Veränderungen des Corporate Identity muss der unwissende Bürger und Wähler natürlich sofort bei Wikipedia nachschlagen und erfährt dort Erstaunliches über die Erdfarbe „Umbra“ oder richtigerweise „Umbraun“, die häufig auch nichts anderes ist als „Bolus“.

Ich persönlich bin ja der Meinung, dass die SPD mit der Änderung der Farbe einen ganz wesentlichen Schritt zur Wahrheit vollzogen hat. Sie hat die Farbe ihres Corporate Identity der Qualität ihrer Politik angepasst – so eine Art erdnussfarbiges Kackabraun am rechten Rand der rektalen Farbenpalette.
Ob das allerdings zum Zustrom rechter Wählerschichten und zum Klassenerhalt reichen wird – das wollen wir dann doch nicht hoffen.
Darum singen wir alle, zwo drei vier: „Umbra umbra umbra tätäräääääää – tätäräääääää – tätäräääääää:“

Solle mer se naus losse - die Narren!

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