Finanzchaosgipfel

20. Juni 2005 05:45

Mein lieber Freund!

Gerhard der Schredder, Prinz von Volkes Gnaden aus dem Hause „Kann und Taugt nix“ hat sich zum Finanzchaos der Europäischen Union geäußert.
Mehr zahlen wollt er gerne, damit die anderen wieder alle lieb zu einander sind und die Briten weiter Rabattmarken in ihr „Maggie-Thatcher-Rabattheft“ kleben können und den Franzosen nicht die Agrarsubventionen streitig machen.

Ich finde das ist endlich mal eine richtig innovative Idee vom Bundeskasper, vor allem vor dem Hintergrund, dass während seiner nun siebenjährigen Regentschaft bereits zum vierten Male gegen den europäischen Stabilitätspakt verstoßen wurde und an Staatsvermögen alles verscherbelt wurde, was nicht niet- und nagelfest war oder von seinen Besitzern rechtzeitig ins Ausland geschafft werden konnte.

Es macht richtig Spaß –zumindest mir, der von Geburt an eine gehörige Portion Schadenfreude sein eigen nennen darf, zu sehen, dass dieses „Europa“ das vor Monaten noch der einzig glückseligmachende Weg zu Friede, Freude und Eierkuchen war, jetzt unter die Räder schnöder finanzieller Interessen gerät, denn beim Geld hört schließlich jede Freundschaft auf.
Ganz besonders wenn zu wenig da ist.

«Insbesondere Schröder schlug auf seiner Pressekonferenz einen ungewöhnlich scharfen Ton an. Das Scheitern sei der “völligen Uneinsichtigkeit zweier Länder geschuldet”, giftete er. Und er nannte die Schuldigen beim Namen: Das Verhalten der Regierungschefs Tony Blair und Jan Peter Balkenende sei “beschämend”.» schreibt der Spiegel.

Naja, es geht halt nicht jeder so sorglos mit dem Geld seiner Bürger um, wie sich das der Bundeskasper in den letzten Jahren angewöhnt hat.
Dass die „armen“ Länder der Europäischen Union Opfer bringen wollten und einen „teilweisen“ Verzicht auf die ihnen „zustehenden“ Finanzhilfen anboten beschrieb der Bundeskasper «als “berührendes” Erlebnis, das ihm Hoffnung für die europäische Zukunft mache. “Der Funke wird überspringen”, zeigte er sich überzeugt. Europas Bevölkerung werde die politische Union irgendwann “erzwingen”».
Allein schon dieser Satz sollte eigentlich genügen, um ihn wegen erwiesenem Realitätsverlust in eine geschlossene Anstalt einweisen zu lassen. Scheint es doch vollkommen an unserem Kanzler vorüber gegangen zu sein, dass Europas Bevölkerung – soweit sie sich überhaupt dazu äußern durfte – bereits Zwang ausübt. Und wenn dieser Funke überspringt, dann haben einige lernresistente Eurokraten und Regionalpolitiker nichts zu Lachen.

Am Ende dieses historischen Tages, an dem auf dem Partydampfer Europa erst mal Schluss mit Lustig war, trat ein «müder und enttäuschter Beichtvater Juncker vor die Presse. Er schäme sich, sagte der luxemburgische Premier. Seine Europa-Begeisterung habe “einen tiefen Knacks” bekommen.»
Na Klasse, kann ich da nur sagen - dann sind wir ja schon zu Zweit, die einen tiefen Europaknacks haben. Allerdings schäme ich mich deswegen nicht. Wirklich nicht die Bohne!

Kennen Sie übrigens den Unterschied zwischen einem Spieler und einem Bundeskanzler?
Der Spieler bringt sein Vermögen unters Volk, hebt die Hand zum Schwur und geht in die Insolvenz.
Der Bundeskanzler hebt die Hand zum Schwur, bringt sein Volk ums Vermögen und geht in die Pension.
Spätestens im Herbst, wenn die Bürger wieder wählen dürfen.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 20. Juni 2005 um 05:45:27 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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20. Juni 2005 05:45

Mein lieber Freund!

Gerhard der Schredder, Prinz von Volkes Gnaden aus dem Hause „Kann und Taugt nix“ hat sich zum Finanzchaos der Europäischen Union geäußert.
Mehr zahlen wollt er gerne, damit die anderen wieder alle lieb zu einander sind und die Briten weiter Rabattmarken in ihr „Maggie-Thatcher-Rabattheft“ kleben können und den Franzosen nicht die Agrarsubventionen streitig machen.

Ich finde das ist endlich mal eine richtig innovative Idee vom Bundeskasper, vor allem vor dem Hintergrund, dass während seiner nun siebenjährigen Regentschaft bereits zum vierten Male gegen den europäischen Stabilitätspakt verstoßen wurde und an Staatsvermögen alles verscherbelt wurde, was nicht niet- und nagelfest war oder von seinen Besitzern rechtzeitig ins Ausland geschafft werden konnte.

Es macht richtig Spaß –zumindest mir, der von Geburt an eine gehörige Portion Schadenfreude sein eigen nennen darf, zu sehen, dass dieses „Europa“ das vor Monaten noch der einzig glückseligmachende Weg zu Friede, Freude und Eierkuchen war, jetzt unter die Räder schnöder finanzieller Interessen gerät, denn beim Geld hört schließlich jede Freundschaft auf.
Ganz besonders wenn zu wenig da ist.

«Insbesondere Schröder schlug auf seiner Pressekonferenz einen ungewöhnlich scharfen Ton an. Das Scheitern sei der “völligen Uneinsichtigkeit zweier Länder geschuldet”, giftete er. Und er nannte die Schuldigen beim Namen: Das Verhalten der Regierungschefs Tony Blair und Jan Peter Balkenende sei “beschämend”.» schreibt der Spiegel.

Naja, es geht halt nicht jeder so sorglos mit dem Geld seiner Bürger um, wie sich das der Bundeskasper in den letzten Jahren angewöhnt hat.
Dass die „armen“ Länder der Europäischen Union Opfer bringen wollten und einen „teilweisen“ Verzicht auf die ihnen „zustehenden“ Finanzhilfen anboten beschrieb der Bundeskasper «als “berührendes” Erlebnis, das ihm Hoffnung für die europäische Zukunft mache. “Der Funke wird überspringen”, zeigte er sich überzeugt. Europas Bevölkerung werde die politische Union irgendwann “erzwingen”».
Allein schon dieser Satz sollte eigentlich genügen, um ihn wegen erwiesenem Realitätsverlust in eine geschlossene Anstalt einweisen zu lassen. Scheint es doch vollkommen an unserem Kanzler vorüber gegangen zu sein, dass Europas Bevölkerung – soweit sie sich überhaupt dazu äußern durfte – bereits Zwang ausübt. Und wenn dieser Funke überspringt, dann haben einige lernresistente Eurokraten und Regionalpolitiker nichts zu Lachen.

Am Ende dieses historischen Tages, an dem auf dem Partydampfer Europa erst mal Schluss mit Lustig war, trat ein «müder und enttäuschter Beichtvater Juncker vor die Presse. Er schäme sich, sagte der luxemburgische Premier. Seine Europa-Begeisterung habe “einen tiefen Knacks” bekommen.»
Na Klasse, kann ich da nur sagen - dann sind wir ja schon zu Zweit, die einen tiefen Europaknacks haben. Allerdings schäme ich mich deswegen nicht. Wirklich nicht die Bohne!

Kennen Sie übrigens den Unterschied zwischen einem Spieler und einem Bundeskanzler?
Der Spieler bringt sein Vermögen unters Volk, hebt die Hand zum Schwur und geht in die Insolvenz.
Der Bundeskanzler hebt die Hand zum Schwur, bringt sein Volk ums Vermögen und geht in die Pension.
Spätestens im Herbst, wenn die Bürger wieder wählen dürfen.

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 20. Juni 2005 um 05:45:27 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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