Neuwahlen

6. Juni 2005 05:45

Mein lieber Freund!

Streng vertraulich hat der Bundesgerd dem Bundeshotte Köhler innerhalb 20 Minuten das Versagen der Rot-Grünen Regierung in den letzten sieben Jahren verklickert.
Es gebe ihm gegenüber, so der Bundesgerd in dem persönlichen Gespräch, „ein erhöhtes Erpressungspotential in der Fraktion und in der Koalition. Die Kritik an seinem Reformkurs nehme ständig zu und seine Regierungsmehrheit sei instabil“. So steht das im Spiegel.
Weiter erläuterte Schröder dem Bundesköhler, «dass er sich auf seine Fraktion auch bei der beabsichtigten Vertrauensfrage nicht mehr verlassen könne. Diejenigen, die ihm misstrauten, würden das nicht durch ihr Abstimmungsverhalten dokumentieren wollen. Diese Parlamentarier könnten möglicherweise seine “Absicht konterkarieren”. Daher sei geplant, dass die Kabinettsmitglieder geschlossen gegen ihn stimmen würden. Falls der Präsident den Bundestag nicht auflösen werde, denke er keineswegs an Demission, teilte Schröder dem Präsidenten zum Abschluss des Gesprächs mit: “Dann bleibe ich selbstverständlich im Amt“.»

Man muss sich derart wirres Zeug schon mehr als einmal durchlesen um die „Message“ zu verstehen: „Ich habe fertig, keiner traut mir, keiner mag mich, aber egal wie – ich muss Kanzler bleiben. Und jetzt Hotte mach mal zu“.

Bundeshotte Köhler muß eigentlich schön blöde sein, wenn er diesem durchsichtigem Konstrukt sehr rasch seinen präsidialen Segen geben würde, denn dass Schröder geht oder gegangen wird, ist so klar wie Kloßbrühe. Es dreht sich nur noch um den Zeitpunkt wann.
Im Gespräch wird als möglichen Termin für Gerhards Verabschiedung mehrheitlich der 18. September genannt. Eine Woche früher wäre ja auch zu symbolträchtig, auch wenn dem noch amtierenden Kanzler ein gewisser Hang zu Katastrophen nachgesagt wird.

Ich persönlich verstehe ja nicht ganz, was sich der Bundesgerd von vorgezogenen Neuwahlen verspricht, denn in allen möglichen Szenarien über den Ausgang dieser Wahl ist eigentlich kein Platz mehr für einen Bundeskanzler namens Gerhard Schröder. Egal welche Kombination von Parteien die nächste Wahl auch ergeben wird, ob Schwarz-Rot, Schwarz-Gelb, Schwarz-Grün-und andere. Dass Rot oder Rot-Grün oder Rot-irgendwas nochmals eine Mehrheit bekommt und den Kanzler nominieren kann, darauf werden doch nun wirklich nur noch Gehirnamputierte mit totalem Realitätsverlust spekulieren.

Und jeder Regent mit einem Rest Anstand im Leibe würde aus einer derartigen Lage die Konsequenz ziehen, sich selbst die Kugel geben oder in sein Schwert stürzen, sofern er das nicht auch schon verkauft hat.
Doch den Bundesgerd werden wir beim (oder nach dem) Sturm auf das Kanzleramt erschießen und aus dem Amte tragen müssen.
Und mit Angie „Missgriff“ Merkel und den schwarzen Bimbeskofferträgern und Amigos machen wir das auch so, wenn sie glauben so weitermachen zu können, wie die rot-grünen Genossen.

Aber jetzt muss der Bundeshotte Köhler das Spiel vom Bundesgerd erst mal mitspielen.
Bei allen verfassungsrechtlichen Bedenken wird er dabei auch daran denken, wer ihm das höchste Amt im Staate zugeschanzt hat. Erinnern wir uns doch kurz zurück. Das war nicht der Mann in Nöten, der amtierende Kanzler, sondern die Kanzlerkandidatin.
Und wenn die so klug ist, wie sie tut – dann wird die es sicher nicht so eilig haben mit der Machtübernahme, denn ein schlüssiges Programm für die Zeit nach der Wahl hat sie auch nicht und nur ein bisschen „Deutschland“ dienen wollen reicht nicht.
Doch die Zeit arbeitet für sie und gegen Rot-Grün, die eine Landtagswahl nach der anderen verlieren und keine Mehrheit mehr im Bundesrat haben.
So darf der Bundesgerd natürlich noch ein paar Monate im Amt bleiben, weiterwursteln und sogar auf europäischer Ebene dicke Backen machen.
Angie „Missgriff“ Merkel kann seelenruhig zusehen, wie er sich die Schlinge am Hals immer weiter zuzieht. Selbst wenn Schröder noch versuchen sollte, sein Kabinett durch den Rauswurf einiger Luschen (in alphabetischer Reihenfolge) Clements, Eichel, Schmidt und Stolpe aufzupeppen, so wird ihm das sicher im siebten Jahr der rot-grünen Ehe auch nichts mehr helfen.

Es wird geschieden werden, was sich als zu klein und stumpig für die Probleme dieses Landes erwiesen hat. Aber solange darf der Zwerg mit der großen Klappe „selbstverständlich noch im Amt bleiben“.
Viel größer kann der Schaden den er angerichtet hat, ja wohl nicht mehr werden!

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 6. Juni 2005 um 05:45:27 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können ein Kommentar schreiben oder ein Trackback hinterlegen.

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Streng vertraulich hat der Bundesgerd dem Bundeshotte Köhler innerhalb 20 Minuten das Versagen der Rot-Grünen Regierung in den letzten sieben Jahren verklickert.
Es gebe ihm gegenüber, so der Bundesgerd in dem persönlichen Gespräch, „ein erhöhtes Erpressungspotential in der Fraktion und in der Koalition. Die Kritik an seinem Reformkurs nehme ständig zu und seine Regierungsmehrheit sei instabil“. So steht das im Spiegel.
Weiter erläuterte Schröder dem Bundesköhler, «dass er sich auf seine Fraktion auch bei der beabsichtigten Vertrauensfrage nicht mehr verlassen könne. Diejenigen, die ihm misstrauten, würden das nicht durch ihr Abstimmungsverhalten dokumentieren wollen. Diese Parlamentarier könnten möglicherweise seine “Absicht konterkarieren”. Daher sei geplant, dass die Kabinettsmitglieder geschlossen gegen ihn stimmen würden. Falls der Präsident den Bundestag nicht auflösen werde, denke er keineswegs an Demission, teilte Schröder dem Präsidenten zum Abschluss des Gesprächs mit: “Dann bleibe ich selbstverständlich im Amt“.»

Man muss sich derart wirres Zeug schon mehr als einmal durchlesen um die „Message“ zu verstehen: „Ich habe fertig, keiner traut mir, keiner mag mich, aber egal wie – ich muss Kanzler bleiben. Und jetzt Hotte mach mal zu“.

Bundeshotte Köhler muß eigentlich schön blöde sein, wenn er diesem durchsichtigem Konstrukt sehr rasch seinen präsidialen Segen geben würde, denn dass Schröder geht oder gegangen wird, ist so klar wie Kloßbrühe. Es dreht sich nur noch um den Zeitpunkt wann.
Im Gespräch wird als möglichen Termin für Gerhards Verabschiedung mehrheitlich der 18. September genannt. Eine Woche früher wäre ja auch zu symbolträchtig, auch wenn dem noch amtierenden Kanzler ein gewisser Hang zu Katastrophen nachgesagt wird.

Ich persönlich verstehe ja nicht ganz, was sich der Bundesgerd von vorgezogenen Neuwahlen verspricht, denn in allen möglichen Szenarien über den Ausgang dieser Wahl ist eigentlich kein Platz mehr für einen Bundeskanzler namens Gerhard Schröder. Egal welche Kombination von Parteien die nächste Wahl auch ergeben wird, ob Schwarz-Rot, Schwarz-Gelb, Schwarz-Grün-und andere. Dass Rot oder Rot-Grün oder Rot-irgendwas nochmals eine Mehrheit bekommt und den Kanzler nominieren kann, darauf werden doch nun wirklich nur noch Gehirnamputierte mit totalem Realitätsverlust spekulieren.

Und jeder Regent mit einem Rest Anstand im Leibe würde aus einer derartigen Lage die Konsequenz ziehen, sich selbst die Kugel geben oder in sein Schwert stürzen, sofern er das nicht auch schon verkauft hat.
Doch den Bundesgerd werden wir beim (oder nach dem) Sturm auf das Kanzleramt erschießen und aus dem Amte tragen müssen.
Und mit Angie „Missgriff“ Merkel und den schwarzen Bimbeskofferträgern und Amigos machen wir das auch so, wenn sie glauben so weitermachen zu können, wie die rot-grünen Genossen.

Aber jetzt muss der Bundeshotte Köhler das Spiel vom Bundesgerd erst mal mitspielen.
Bei allen verfassungsrechtlichen Bedenken wird er dabei auch daran denken, wer ihm das höchste Amt im Staate zugeschanzt hat. Erinnern wir uns doch kurz zurück. Das war nicht der Mann in Nöten, der amtierende Kanzler, sondern die Kanzlerkandidatin.
Und wenn die so klug ist, wie sie tut – dann wird die es sicher nicht so eilig haben mit der Machtübernahme, denn ein schlüssiges Programm für die Zeit nach der Wahl hat sie auch nicht und nur ein bisschen „Deutschland“ dienen wollen reicht nicht.
Doch die Zeit arbeitet für sie und gegen Rot-Grün, die eine Landtagswahl nach der anderen verlieren und keine Mehrheit mehr im Bundesrat haben.
So darf der Bundesgerd natürlich noch ein paar Monate im Amt bleiben, weiterwursteln und sogar auf europäischer Ebene dicke Backen machen.
Angie „Missgriff“ Merkel kann seelenruhig zusehen, wie er sich die Schlinge am Hals immer weiter zuzieht. Selbst wenn Schröder noch versuchen sollte, sein Kabinett durch den Rauswurf einiger Luschen (in alphabetischer Reihenfolge) Clements, Eichel, Schmidt und Stolpe aufzupeppen, so wird ihm das sicher im siebten Jahr der rot-grünen Ehe auch nichts mehr helfen.

Es wird geschieden werden, was sich als zu klein und stumpig für die Probleme dieses Landes erwiesen hat. Aber solange darf der Zwerg mit der großen Klappe „selbstverständlich noch im Amt bleiben“.
Viel größer kann der Schaden den er angerichtet hat, ja wohl nicht mehr werden!

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