Berufswinker

18. Juli 2006 05:45

Wie einst in der guten alten Ostzone und den angrenzenden Bruderländer bis zu dem Land, das den „Platz des himmlischen Friedens“ sein eigen nennt, erfährt der Beruf des systemkonformen Berufsjublers oder, mit einem Fähnchen ausgestattet, der Berufswinker ein unerwartetes Comeback – in Cooperation with A.M & G.W.B.
Handverlesen war daher auch das Publikum, das dem amerikanischen Münchhausen und der ostdeutschen Naiven beim Besuch in Rostock über zugeschweißten Kanaldeckeln zujubeln und zuwinken durfte.

Was beim Besuch von J.F.K. in Berlin anno 1963 noch unbezahlbar gewesen wäre, ist durch die tiefgreifende Reformierung des ersten deutschen Arbeitsmarktes nun mit Hilfe der Bundesagentur für Arbeitslosigkeit (BA) kein Problem mehr. Das Personalangebot der BA reicht zwischenzeitlich von „jubelnden Massen“ über „staunendes Publikum“ bis zu „patriotischen Fans“ beim Public Viewing.
Die Kosten selbst sind moderat und betragen im gesamten Bundesgebiet einheitlich 1 Euro je Humaneinheit und Stunde. Die Kosten für Auslandseinsätze jeder Art (wirtschaftlich/humanitär/militärisch/undercover) gibt es auf Anfrage bei der Bundesagentur für Auslandseinsätze (BA).
International beachtenswert ist auch ein Umschulungsprogramm in dem Langzeitfaulenzer mit deutscher Staatsbürgerschaft vom national unqualifizierten „SpargelausdeutschemBodenStecher“ zum international zertifizierten „KartoffelausdemFeuerHoler“ ausgebildet werden.

Die ungeahnten Möglichkeiten, die sich durch den rot-grün und schwarz-rot reformierten Arbeitsmarkt der BRddr bieten, hat nun auch der amerikanische Präsident erkannt, denn nach einer von der US-amerikanischen Haushaltbehörde CBO veröffentlichten Studie wird der Militäreinsatz im Irak die USA mehr als 500 Milliarden Dollar kosten, selbst wenn die amerikanischen Truppen bis 2009 abgezogen werden sollten.
Was liegt da näher für Dabbeljuh Bee, als mal kurz auf der Durchreise zu Dabbeljuh Pee. bei der Bundesangie, der Naiven aus der Uckermark, einen Zwischenstopp einzulegen um die kurzfristige und kostengünstige Personalersatzbeschaffung für den befriedeten Irak sicherzustellen.
Ist doch so ein bundesdeutscher ALGII (ALG-Two) viel billiger als ein amerikanischer GI (GEE-One).

Und nachdem nun endlich die Massenvernichtungswaffen im Irak alle in Massen vernichtet wurden, bestehen gegen solche „Gefälligkeiten unter Freunden“ auch keinerlei medizinische Bedenken mehr, erhält doch jeder an den Einsätzen Beteiligte eine Schutzimpfung, deren Kosten selbstverständlich von den GKV übernommen wird.
Entsprechende Änderungen sind im Rahmen der jüngsten Reform des Gesundheitswesens von den Berufswinkern in Fraktion und Parlament längst durchgewunken worden, während die Nation noch im „Wir-werden-Weltmeister-Fieber“ geistig darniederlag.
Forderungen der CSU, Auslandsverweigerern die bundesdeutsche ALGII-Stütze auf das Existenzminimum des Versendelandes zu kürzen, fanden bisher noch keine Mehrheit unter den Abgeordneten auch wenn sich bereits eine parteiübergreifende Mehrheit für die Aberkennung des passiven und aktiven Wahlrechts abzuzeichnen scheint.

Wie die Amerikaner seit ihrem Unabhängigkeitskrieg aus eigener Erfahrung wissen, ist es ja auch nicht zum ersten Mal in der deutschen Geschichte, dass Landesfürsten ihre Bürger gegen Entgelt exportieren um die klamme Haushaltskasse aufzubessern.
Nicht umsonst schimpft sich dieses Land seit langer Zeit Exportweltmeister.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 18. Juli 2006 um 05:45:55 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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Berufswinker

18. Juli 2006 05:45

Wie einst in der guten alten Ostzone und den angrenzenden Bruderländer bis zu dem Land, das den „Platz des himmlischen Friedens“ sein eigen nennt, erfährt der Beruf des systemkonformen Berufsjublers oder, mit einem Fähnchen ausgestattet, der Berufswinker ein unerwartetes Comeback – in Cooperation with A.M & G.W.B.
Handverlesen war daher auch das Publikum, das dem amerikanischen Münchhausen und der ostdeutschen Naiven beim Besuch in Rostock über zugeschweißten Kanaldeckeln zujubeln und zuwinken durfte.

Was beim Besuch von J.F.K. in Berlin anno 1963 noch unbezahlbar gewesen wäre, ist durch die tiefgreifende Reformierung des ersten deutschen Arbeitsmarktes nun mit Hilfe der Bundesagentur für Arbeitslosigkeit (BA) kein Problem mehr. Das Personalangebot der BA reicht zwischenzeitlich von „jubelnden Massen“ über „staunendes Publikum“ bis zu „patriotischen Fans“ beim Public Viewing.
Die Kosten selbst sind moderat und betragen im gesamten Bundesgebiet einheitlich 1 Euro je Humaneinheit und Stunde. Die Kosten für Auslandseinsätze jeder Art (wirtschaftlich/humanitär/militärisch/undercover) gibt es auf Anfrage bei der Bundesagentur für Auslandseinsätze (BA).
International beachtenswert ist auch ein Umschulungsprogramm in dem Langzeitfaulenzer mit deutscher Staatsbürgerschaft vom national unqualifizierten „SpargelausdeutschemBodenStecher“ zum international zertifizierten „KartoffelausdemFeuerHoler“ ausgebildet werden.

Die ungeahnten Möglichkeiten, die sich durch den rot-grün und schwarz-rot reformierten Arbeitsmarkt der BRddr bieten, hat nun auch der amerikanische Präsident erkannt, denn nach einer von der US-amerikanischen Haushaltbehörde CBO veröffentlichten Studie wird der Militäreinsatz im Irak die USA mehr als 500 Milliarden Dollar kosten, selbst wenn die amerikanischen Truppen bis 2009 abgezogen werden sollten.
Was liegt da näher für Dabbeljuh Bee, als mal kurz auf der Durchreise zu Dabbeljuh Pee. bei der Bundesangie, der Naiven aus der Uckermark, einen Zwischenstopp einzulegen um die kurzfristige und kostengünstige Personalersatzbeschaffung für den befriedeten Irak sicherzustellen.
Ist doch so ein bundesdeutscher ALGII (ALG-Two) viel billiger als ein amerikanischer GI (GEE-One).

Und nachdem nun endlich die Massenvernichtungswaffen im Irak alle in Massen vernichtet wurden, bestehen gegen solche „Gefälligkeiten unter Freunden“ auch keinerlei medizinische Bedenken mehr, erhält doch jeder an den Einsätzen Beteiligte eine Schutzimpfung, deren Kosten selbstverständlich von den GKV übernommen wird.
Entsprechende Änderungen sind im Rahmen der jüngsten Reform des Gesundheitswesens von den Berufswinkern in Fraktion und Parlament längst durchgewunken worden, während die Nation noch im „Wir-werden-Weltmeister-Fieber“ geistig darniederlag.
Forderungen der CSU, Auslandsverweigerern die bundesdeutsche ALGII-Stütze auf das Existenzminimum des Versendelandes zu kürzen, fanden bisher noch keine Mehrheit unter den Abgeordneten auch wenn sich bereits eine parteiübergreifende Mehrheit für die Aberkennung des passiven und aktiven Wahlrechts abzuzeichnen scheint.

Wie die Amerikaner seit ihrem Unabhängigkeitskrieg aus eigener Erfahrung wissen, ist es ja auch nicht zum ersten Mal in der deutschen Geschichte, dass Landesfürsten ihre Bürger gegen Entgelt exportieren um die klamme Haushaltskasse aufzubessern.
Nicht umsonst schimpft sich dieses Land seit langer Zeit Exportweltmeister.

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