Kanzlerfrage

31. Mai 2005 05:45

„Kann oder darf eine Frau Kanzler werden?“
Grammatikalisch ist diese Frage leicht mit „Nein“ zu beantworten, denn eine Frau kann/darf/muss immer mit der weiblichen Form der von ihr ausgeübten Tätigkeit bezeichnet oder angesprochen werden. Also kann eine Frau nur Kanzlerin werden, aber niemals nicht Kanzler. Sowas dürfte man den Bürgerinnen und Bürgern, den Arbeiterinnen und Arbeitern, den Wählerinnen und Wählern, ja nicht einmal den Genossinnen und Genossen niemals nie zumuten. Von den Arbeitslosinnen und Arbeitslosen in diesem unserem Lande mal ganz zu schweigen.

Also muss die Frage grammatikalisch wohl richtigerweise lauten: „Kann oder darf eine Frau Kanzlerin werden?“
Über die Antwort zu dieser Frage wird seit dem „Wahlerfolg“ von Rot-Grün in NRW heftig bis heftigst diskutiert. Dabei reicht die Bandbreite der Argumentationen vom kategorischen „Nein, aber“ über ein beharrendes „Ja, aber“ bis zum entschiedenen „Vielleicht, aber“.

Manche Zeitgenossen und Zeitgenossinnen meinen ja, dass zur Qualifikation als Kanzler oder Kanzlerin neben den geschlechtsspezifischen Merkmalen auch noch andere Eigenschaften, Tugenden und Erfahrungen gehören. So sollte fachliches Wissen in einem erlernten und ausgeübten Beruf mindestens noch durch Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und langjährige Erfahrung in Eheleben und Kindererziehung ergänzt werden.
Sowas sollte eine Kanzlerin schon mitbringen, wenn sie gegen den derzeitigen Stelleninhaber antreten will. Eine Scheidung und eine zweite kinderlose Ehe als Gegengewicht zu drei Scheidungen und vier kinderlosen Ehen, wenn man mal von dem Ostimport im Jahre 2004 absieht, erscheinen nun doch ein bisschen dürftig für eine Kanzlerin.

Mir persönlich ist es ja ziemlich schnuppe, ob nun ein Kanzler oder eine Kanzlerin an der Spitze dieses geplagten Landes steht. Denn was macht es für einen Unterschied, ob sich diese Spitze täglich die Haare im Gesicht entfernen muss oder alle zwei Wochen die Beinbehaarung, wenn die gemachte Politik den Bürgern und Bürgerinnen die Zornesröte ins Gesicht treibt, man sich grün und blau ärgert und für die eigene Zukunft schwarz sieht?

Da spielt das Geschlecht der „Spitze“ keine große Rolle mehr, denn ab einer gewissen Höhe wird die Macht ohnehin geschlechtslos.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 31. Mai 2005 um 05:45:23 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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„Kann oder darf eine Frau Kanzler werden?“
Grammatikalisch ist diese Frage leicht mit „Nein“ zu beantworten, denn eine Frau kann/darf/muss immer mit der weiblichen Form der von ihr ausgeübten Tätigkeit bezeichnet oder angesprochen werden. Also kann eine Frau nur Kanzlerin werden, aber niemals nicht Kanzler. Sowas dürfte man den Bürgerinnen und Bürgern, den Arbeiterinnen und Arbeitern, den Wählerinnen und Wählern, ja nicht einmal den Genossinnen und Genossen niemals nie zumuten. Von den Arbeitslosinnen und Arbeitslosen in diesem unserem Lande mal ganz zu schweigen.

Also muss die Frage grammatikalisch wohl richtigerweise lauten: „Kann oder darf eine Frau Kanzlerin werden?“
Über die Antwort zu dieser Frage wird seit dem „Wahlerfolg“ von Rot-Grün in NRW heftig bis heftigst diskutiert. Dabei reicht die Bandbreite der Argumentationen vom kategorischen „Nein, aber“ über ein beharrendes „Ja, aber“ bis zum entschiedenen „Vielleicht, aber“.

Manche Zeitgenossen und Zeitgenossinnen meinen ja, dass zur Qualifikation als Kanzler oder Kanzlerin neben den geschlechtsspezifischen Merkmalen auch noch andere Eigenschaften, Tugenden und Erfahrungen gehören. So sollte fachliches Wissen in einem erlernten und ausgeübten Beruf mindestens noch durch Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und langjährige Erfahrung in Eheleben und Kindererziehung ergänzt werden.
Sowas sollte eine Kanzlerin schon mitbringen, wenn sie gegen den derzeitigen Stelleninhaber antreten will. Eine Scheidung und eine zweite kinderlose Ehe als Gegengewicht zu drei Scheidungen und vier kinderlosen Ehen, wenn man mal von dem Ostimport im Jahre 2004 absieht, erscheinen nun doch ein bisschen dürftig für eine Kanzlerin.

Mir persönlich ist es ja ziemlich schnuppe, ob nun ein Kanzler oder eine Kanzlerin an der Spitze dieses geplagten Landes steht. Denn was macht es für einen Unterschied, ob sich diese Spitze täglich die Haare im Gesicht entfernen muss oder alle zwei Wochen die Beinbehaarung, wenn die gemachte Politik den Bürgern und Bürgerinnen die Zornesröte ins Gesicht treibt, man sich grün und blau ärgert und für die eigene Zukunft schwarz sieht?

Da spielt das Geschlecht der „Spitze“ keine große Rolle mehr, denn ab einer gewissen Höhe wird die Macht ohnehin geschlechtslos.

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