Ansteckungsgefahr

3. Mai 2005 05:45

Mein lieber Freund!

Ich kaufe ein „A“.
Ein „A“ wie „Ansteckungsgefahr“, ein „A“ wie Arbeit“, oder „A“ wie „Arbeitnehmer“ oder „A“ wie „Arbeitslos“ oder ein „A“ wie Arbeitsfähig“ oder eine „A“ wie „Arglistig“ oder ein „A“ wie „A….loch“
Sollte ich irgendein „A“ vergessen haben, so bitte ich um Verzeihung.

Und dann kaufe ich ein „S“.
Ein „S“ wie „Superwolli“, ein „S“ wie „Sozial“, ein „S“ wie „Statistik“ ein „S“ wie „Schnupfen“, ein „S“ wie „Seuche“ oder ein „S“ wie „SARS“

Bevor ich jetzt aber noch weiter aushole, komme ich lieber gleich zum Thema!
Die Netzeitung brachte am 16.April 2005 folgende Meldung:

BA will Arbeitslosen-Statistik verstärkt prüfen
Die Bundesagentur will die Erwerbsfähigkeit von Arbeitslosen verstärkt prüfen. Kommunen werfen der BA «Frisieren der Statistik» vor.
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat laut Zeitungsbericht einer Überprüfung der Arbeitslosenstatistik «höchste Priorität» eingeräumt. Solange eine Erwerbsfähigkeit nicht zweifelsfrei feststehe, sei der Betroffene aus der Arbeitslosenstatistik zu streichen, zitiert das «Westfalen-Blatt» aus einer internen Geschäftsanweisung an die BA-Regionaldirektionen.
«Wir mussten die Statistik aufgrund von Fehlmeldungen dem realen Bild anpassen«, begründete BA-Sprecher Ulrich Waschki dem Bericht nach die Anweisung. Zahlen lägen noch nicht vor, obwohl die Prüfung bis zum 18. März abgeschlossen sein sollte.
Zeitverschwendung und Effekthascherei
Seit der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe werden ehemalige Empfänger von Sozialhilfe in der Arbeitslosenstatistik geführt, sofern sie in der Lage sind, mindestens drei Stunden am Tag zu arbeiten. Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) hatte den Kommunen vorgeworfen, viele Bedürftige zu Unrecht als erwerbsfähig eingestuft und so Kosten für Sozialhilfeleistungen an die BA abgeschoben zu haben.
Markus Keller vom Deutschen Landkreistag kritisierte das Vorgehen der Agentur als «Effekthascherei». Ein «Frisieren der Statistik» sei reine Zeitverschwendung, das niemandem zu Arbeit verhelfe, sagte er der Zeitung. So werde hinter kranken Arbeitslosen hertelefoniert, ob sie auch wirklich krankgeschrieben seien. Für die Zeit der Erkrankung würden sie dann nicht mehr als arbeitslos in der Statistik geführt. (nz)

Jetzt habe ich endlich verstanden, was in der Arbeitslosenstatistik als „saisonale Bereinigung“ zu verstehen ist. Da werden einfach die Heuverschnupften und Blütenstauballergiker und die Frühjahrsmüden herausgerechnet.
Sicher werde ich es noch erleben dürfen, dass dieses Verfahren zur Zahlenkosmetik auch bei der Berechnung der offenen Stellen angewendet wird.
Denn wenn ein arbeitsunfähiger Arbeitsloser nicht mehr in der Arbeitslosenstatistik geführt wird, dann muss ja zwangsläufig auch die Stelle von einem arbeitsunfähigen Arbeitnehmer als offene Stelle in der Statistik auftauchen.

Hurra – wir lösen unser Arbeitsmarktproblem einfach durch eine Massenepidemie:

SARS statt HARTZ IV - das brauchen wir!

Arbeitslosenzahlen runter – offene Stellen rauf, dank SARS IV.
Jetzt wissen wir auch, warum sich der Bundesgerd immer bei den Chinesen rumdrückt: „Wegen der Ansteckungsgefahr!
Und wir wissen auch, warum sich der Superwolli bei der Veröffentlichung der Arbeitslosenzahlen für April so gefreut hat, weil dem Projekt „SARSSaisonaler Abgleich zur Richtigstellung der Statistik“ Erfolg beschieden war.

Und ich kaufe jetzt ein „B“; ein „B“ wie „Bescheuert“, ein „B“ wie „Bundesagentur“ und ein „B“ wie „Böses Ende“.

Und allen Kranken dieser Republik wünsche ich von ganzem Herzen baldige Genesung, damit der Superwolli sein Versprechen mit „dem Gift nehmen“ baldmöglichst einlösen kann.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 3. Mai 2005 um 05:45:42 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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3. Mai 2005 05:45

Mein lieber Freund!

Ich kaufe ein „A“.
Ein „A“ wie „Ansteckungsgefahr“, ein „A“ wie Arbeit“, oder „A“ wie „Arbeitnehmer“ oder „A“ wie „Arbeitslos“ oder ein „A“ wie Arbeitsfähig“ oder eine „A“ wie „Arglistig“ oder ein „A“ wie „A….loch“
Sollte ich irgendein „A“ vergessen haben, so bitte ich um Verzeihung.

Und dann kaufe ich ein „S“.
Ein „S“ wie „Superwolli“, ein „S“ wie „Sozial“, ein „S“ wie „Statistik“ ein „S“ wie „Schnupfen“, ein „S“ wie „Seuche“ oder ein „S“ wie „SARS“

Bevor ich jetzt aber noch weiter aushole, komme ich lieber gleich zum Thema!
Die Netzeitung brachte am 16.April 2005 folgende Meldung:

BA will Arbeitslosen-Statistik verstärkt prüfen
Die Bundesagentur will die Erwerbsfähigkeit von Arbeitslosen verstärkt prüfen. Kommunen werfen der BA «Frisieren der Statistik» vor.
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat laut Zeitungsbericht einer Überprüfung der Arbeitslosenstatistik «höchste Priorität» eingeräumt. Solange eine Erwerbsfähigkeit nicht zweifelsfrei feststehe, sei der Betroffene aus der Arbeitslosenstatistik zu streichen, zitiert das «Westfalen-Blatt» aus einer internen Geschäftsanweisung an die BA-Regionaldirektionen.
«Wir mussten die Statistik aufgrund von Fehlmeldungen dem realen Bild anpassen«, begründete BA-Sprecher Ulrich Waschki dem Bericht nach die Anweisung. Zahlen lägen noch nicht vor, obwohl die Prüfung bis zum 18. März abgeschlossen sein sollte.
Zeitverschwendung und Effekthascherei
Seit der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe werden ehemalige Empfänger von Sozialhilfe in der Arbeitslosenstatistik geführt, sofern sie in der Lage sind, mindestens drei Stunden am Tag zu arbeiten. Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) hatte den Kommunen vorgeworfen, viele Bedürftige zu Unrecht als erwerbsfähig eingestuft und so Kosten für Sozialhilfeleistungen an die BA abgeschoben zu haben.
Markus Keller vom Deutschen Landkreistag kritisierte das Vorgehen der Agentur als «Effekthascherei». Ein «Frisieren der Statistik» sei reine Zeitverschwendung, das niemandem zu Arbeit verhelfe, sagte er der Zeitung. So werde hinter kranken Arbeitslosen hertelefoniert, ob sie auch wirklich krankgeschrieben seien. Für die Zeit der Erkrankung würden sie dann nicht mehr als arbeitslos in der Statistik geführt. (nz)

Jetzt habe ich endlich verstanden, was in der Arbeitslosenstatistik als „saisonale Bereinigung“ zu verstehen ist. Da werden einfach die Heuverschnupften und Blütenstauballergiker und die Frühjahrsmüden herausgerechnet.
Sicher werde ich es noch erleben dürfen, dass dieses Verfahren zur Zahlenkosmetik auch bei der Berechnung der offenen Stellen angewendet wird.
Denn wenn ein arbeitsunfähiger Arbeitsloser nicht mehr in der Arbeitslosenstatistik geführt wird, dann muss ja zwangsläufig auch die Stelle von einem arbeitsunfähigen Arbeitnehmer als offene Stelle in der Statistik auftauchen.

Hurra – wir lösen unser Arbeitsmarktproblem einfach durch eine Massenepidemie:

SARS statt HARTZ IV - das brauchen wir!

Arbeitslosenzahlen runter – offene Stellen rauf, dank SARS IV.
Jetzt wissen wir auch, warum sich der Bundesgerd immer bei den Chinesen rumdrückt: „Wegen der Ansteckungsgefahr!
Und wir wissen auch, warum sich der Superwolli bei der Veröffentlichung der Arbeitslosenzahlen für April so gefreut hat, weil dem Projekt „SARSSaisonaler Abgleich zur Richtigstellung der Statistik“ Erfolg beschieden war.

Und ich kaufe jetzt ein „B“; ein „B“ wie „Bescheuert“, ein „B“ wie „Bundesagentur“ und ein „B“ wie „Böses Ende“.

Und allen Kranken dieser Republik wünsche ich von ganzem Herzen baldige Genesung, damit der Superwolli sein Versprechen mit „dem Gift nehmen“ baldmöglichst einlösen kann.

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 3. Mai 2005 um 05:45:42 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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