Katerstimmung

14. Juli 2006 05:45

Kaum noch Begeisterung für Europa sieht Jean-Claude Juncker bei der Mehrheit der Europäer: “Die Mehrheit der Menschen wolle nicht mehr Europa. Daher müsse die Politik ihnen erklären was die Politiker gemacht haben“.

Der gleiche Herr hatte am 26. Mai 2005, drei Tage bevor die Franzosen die EU-Verfassung mehrheitlich ablehnten, die Meinung vertreten, dass die Länder, die mit Nein stimmen, die Frage eben erneut stellen müssen.
Dass diesem “Eurokraten” jetzt in den Sinn kommt, den Menschen erklären zu müssen, was die Politik gemacht hat, kann man nur als eine Art “Katzenjammer” bezeichnen. Die Menschen in Europa wollen nicht nur nicht “mehr Europa”, sie wollen auch Europa nicht mehr.

Zumindest nicht DIESES Europa.
Dieses Europa der Bürokraten, der Eurokraten, dieses Europa der kollektiven Bevormundung, dieses Europa der Geldverschwendung, dieses Bolkestein-Europa, dieses Europa der wilden Migration, dieses Europa das nach Gutdünken von einer Kommission verwaltet und beherrscht wird, dieses Europa will der Mehrheit der Europäer nun wirklich nicht..
Das ist kein Europa der Kulturen, kein Europa der Menschen, kein Europa das seinen Menschen Sicherheit und Zuversicht vermittelt.

Die Erklärung warum das so ist, stammt auch von Jean-Claude Juncker.
Schon im Jahr 1999 hat er ausgeplaudert, wie seiner Meinung nach eine Demokratie funktioniert:
“Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.”

Bis jetzt hat das System ganz gut funktioniert, aber eben nur bis jetzt.
Und deshalb katzenjammert der Herr Juncker, denn die Menschen in Europa fangen an zu begreifen, was die Politiker gemacht haben.
Da helfen auch keine Erklärungen mehr. Und ein Zurück gibt es auch nicht mehr.
Und dennoch ist Frau Merkel auf dem besten Weg den gleichen Fehler zu machen.
Statt sich jetzt ein Herz zu fassen und endlich die Meinung der Deutschen zur europäischen Verfassung einzuholen, zieht sie es vor genau da weiter zu machen, wo die Karre im Dreck stecken blieb.
So kann aus der Katerstimmung nur ein Katzenjammer werden.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 14. Juli 2006 um 05:45:56 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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Der gleiche Herr hatte am 26. Mai 2005, drei Tage bevor die Franzosen die EU-Verfassung mehrheitlich ablehnten, die Meinung vertreten, dass die Länder, die mit Nein stimmen, die Frage eben erneut stellen müssen.
Dass diesem “Eurokraten” jetzt in den Sinn kommt, den Menschen erklären zu müssen, was die Politik gemacht hat, kann man nur als eine Art “Katzenjammer” bezeichnen. Die Menschen in Europa wollen nicht nur nicht “mehr Europa”, sie wollen auch Europa nicht mehr.

Zumindest nicht DIESES Europa.
Dieses Europa der Bürokraten, der Eurokraten, dieses Europa der kollektiven Bevormundung, dieses Europa der Geldverschwendung, dieses Bolkestein-Europa, dieses Europa der wilden Migration, dieses Europa das nach Gutdünken von einer Kommission verwaltet und beherrscht wird, dieses Europa will der Mehrheit der Europäer nun wirklich nicht..
Das ist kein Europa der Kulturen, kein Europa der Menschen, kein Europa das seinen Menschen Sicherheit und Zuversicht vermittelt.

Die Erklärung warum das so ist, stammt auch von Jean-Claude Juncker.
Schon im Jahr 1999 hat er ausgeplaudert, wie seiner Meinung nach eine Demokratie funktioniert:
“Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.”

Bis jetzt hat das System ganz gut funktioniert, aber eben nur bis jetzt.
Und deshalb katzenjammert der Herr Juncker, denn die Menschen in Europa fangen an zu begreifen, was die Politiker gemacht haben.
Da helfen auch keine Erklärungen mehr. Und ein Zurück gibt es auch nicht mehr.
Und dennoch ist Frau Merkel auf dem besten Weg den gleichen Fehler zu machen.
Statt sich jetzt ein Herz zu fassen und endlich die Meinung der Deutschen zur europäischen Verfassung einzuholen, zieht sie es vor genau da weiter zu machen, wo die Karre im Dreck stecken blieb.
So kann aus der Katerstimmung nur ein Katzenjammer werden.

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