Schönes Arschloch

19. April 2005 05:45

Mein lieber Freund!

Kennen Sie den Unterschied zwischen einem genuschelten „schönen Arschloch“ und einem „n‘schönen Abend noch“?

Dieser Unterschied, das ist amtlich, beträgt exakt 90.000 Euro.
Das entspricht dem Gegenwert von 20 Tagessätzen a 4.500 Euro. Bezahlen muss diesen Betrag der Fußballspieler Stefan Effenberg, bekannt wegen seiner schlagartigen Fingererektion und sonstiger seltsamer Benehmlichkeiten, nun wegen seiner undeutlichen Aussprache nach einer Verkehrskontrolle.
Ich hatte bereits im Jahr 2003 davon berichtet.

Effe will „Abend“ gesagt haben, doch am Trommelfell zweier Polizeikommissare kamen die Schallwellen als „Arschloch“ an. Der betroffene Beamte bestätigte dem Gericht erneut, die Beleidigung “laut und deutlich” vernommen zu haben.
Dem Physiker sind derartige akustische Phänomene nichts Neues und als Frequenzmodulation bestens bekannt. Derartigen Modulationen unterliegen oftmals auch die Wahlversprechen von Politikern, wo „verdoppeln“ von den Arbeitslosen als „halbieren“ verstanden wurde.

Weil sich auch Frau Effenberg verhört und „Abend“ verstanden haben will, ermittelt jetzt die Justiz wegen uneidlicher Falschaussage in zwei Fällen gegen die bessere Hälfte von Nuschler Effenberg. Die gesetzliche Mindeststrafe für Falschaussage liege bei drei Monaten Freiheitsstrafe oder 90 Tagessätzen pro Fall.
Das wären im Falle einer Verurteilung dann noch mal 405.000 Euro – je Fall versteht sich.

Übrigens habe ich gerade gelesen, dass der ehemalige Innenminister Kanther und somit oberster Dienstherr der beiden Polizeikommissare wegen fahrlässigem Umgang mit 20,8 Millionen DM Parteivermögen, dessen Herkunft auch heute noch weitgehend im Dunkeln liegt, zu einer Geldstrafe von 25.000 Euro verurteilt wurde. Sein Helferlein, der Finanzberater Horst Weyrauch wurde wegen Beihilfe zur Untreue zur einer Geldstrafe von 360 Tagessätzen je 170 Euro, also 61.200 Euro verurteilt. Die beiden hatten versucht, durch den Geldtransfer den Steuerzahler um ca. 10.000.000 Millionen Euro zu bescheißen.

Also ich bin mir sicher, dass sich mein „n‘schönen Abend noch“ unter bestimmten Umständen auch wie „n‘ schönes Arschloch“ anhören könnte.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 19. April 2005 um 05:45:44 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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Kennen Sie den Unterschied zwischen einem genuschelten „schönen Arschloch“ und einem „n‘schönen Abend noch“?

Dieser Unterschied, das ist amtlich, beträgt exakt 90.000 Euro.
Das entspricht dem Gegenwert von 20 Tagessätzen a 4.500 Euro. Bezahlen muss diesen Betrag der Fußballspieler Stefan Effenberg, bekannt wegen seiner schlagartigen Fingererektion und sonstiger seltsamer Benehmlichkeiten, nun wegen seiner undeutlichen Aussprache nach einer Verkehrskontrolle.
Ich hatte bereits im Jahr 2003 davon berichtet.

Effe will „Abend“ gesagt haben, doch am Trommelfell zweier Polizeikommissare kamen die Schallwellen als „Arschloch“ an. Der betroffene Beamte bestätigte dem Gericht erneut, die Beleidigung “laut und deutlich” vernommen zu haben.
Dem Physiker sind derartige akustische Phänomene nichts Neues und als Frequenzmodulation bestens bekannt. Derartigen Modulationen unterliegen oftmals auch die Wahlversprechen von Politikern, wo „verdoppeln“ von den Arbeitslosen als „halbieren“ verstanden wurde.

Weil sich auch Frau Effenberg verhört und „Abend“ verstanden haben will, ermittelt jetzt die Justiz wegen uneidlicher Falschaussage in zwei Fällen gegen die bessere Hälfte von Nuschler Effenberg. Die gesetzliche Mindeststrafe für Falschaussage liege bei drei Monaten Freiheitsstrafe oder 90 Tagessätzen pro Fall.
Das wären im Falle einer Verurteilung dann noch mal 405.000 Euro – je Fall versteht sich.

Übrigens habe ich gerade gelesen, dass der ehemalige Innenminister Kanther und somit oberster Dienstherr der beiden Polizeikommissare wegen fahrlässigem Umgang mit 20,8 Millionen DM Parteivermögen, dessen Herkunft auch heute noch weitgehend im Dunkeln liegt, zu einer Geldstrafe von 25.000 Euro verurteilt wurde. Sein Helferlein, der Finanzberater Horst Weyrauch wurde wegen Beihilfe zur Untreue zur einer Geldstrafe von 360 Tagessätzen je 170 Euro, also 61.200 Euro verurteilt. Die beiden hatten versucht, durch den Geldtransfer den Steuerzahler um ca. 10.000.000 Millionen Euro zu bescheißen.

Also ich bin mir sicher, dass sich mein „n‘schönen Abend noch“ unter bestimmten Umständen auch wie „n‘ schönes Arschloch“ anhören könnte.

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