Lottozahlen

12. April 2005 05:45

Mein lieber Freund!

Wer würde nicht gerne im Lotto gewinnen? Jeder der Mitspieler hofft doch auf den großen Gewinn, der ihn bis ans Ende seiner Tage aller Sorgen befreit.

Das Gewinnen im Lotto ist ganz einfach. Man muss nur sechs Zahlen in einem Kästchen von 7 mal 7 Zahlen ankreuzen, seinen Einsatz bezahlen und auf die nächste Ziehung warten.
So einfach ist das.
Kann fast der Mensch, der mit einem Schreibgerät sechs Kreuzchen machen kann.
Das eigentliche Problem beim Lotto sind die Zahlen, denn gewinnen kann nur wer die richtigen Zahlen angekreuzt hat. Und weil die Auswahl dieser sechs richtigen Zahlen so schwer fällt, tippen viele Lottospieler einfach Zahlen, die sie sich gut merken können. Zum Beispiel ihre Hausnummer, die Zahlen vom Geburtstag oder die vom Hochzeitstag und wenn dann noch eine Zahl fehlt, nimmt man einfach noch das Alter in Lebensjahren dazu, macht die entsprechenden Kreuzchen und dann kann der Millionengewinn kommen.

Doch eines Tage, man denkt sich nix Böses und füllt den Lottoschein aus wie immer, hat man plötzlich ein Problem, denn die Zahlen beim Lotto gehen nur bis 49 und seit dem letzten Geburtstag vor ein paar Tagen ist man selbst runde 50 Jahre alt. Jetzt ist Schluss mit Lotto in der gewohnten Form.
Da merkt man zum ersten Mal, dass man ab 50 nicht mehr so mitspielen darf, wie man das jahrelang gemacht hat. Mit 50 bist du aus dem Spiel raus, daran beißt die Maus keinen Faden ab und zusätzliche Kästchen auf den Lottoschein malen, hilft auch nix. Dadurch wird der Schein nur ungültig und die Lage nicht besser. Mit Zahlen ab 50 kannst du nicht mehr mitspielen, auch wenn du deinen Einsatz bezahlst.

Wer also 50 Jahre und älter ist, hat beim Lotto schlechte Karten.
Das gilt nicht nur fürs Lotto, auch auf dem Arbeitsmarkt sieht es schlecht aus.

Das hat der Bundesköhler jetzt auch schon gemerkt und hat diesem Thema sogar einen Teil seiner Grundsatzrede gewidmet: «Viel zu wenige ältere Menschen gingen einer Beschäftigung nach, dabei könne man auf ihr Wissen und ihre Erfahrung nicht verzichten. Alle Regelungen für den Arbeitsmarkt, ob gesetzlich oder tariflich, müssten daraufhin überprüft werden, ob sie die
Beschäftigung förderten».

Jetzt hört sich das aus dem Munde vom Bundeshotte ja so schön an und doch bekommen unsere Volks(ver)treter das Ding nicht gebacken. Jeder vierte der 5,2 Millionen Arbeitslosen ist älter als 50 Jahre. Zählt man diejenigen dazu, die sich im Vorruhestand befinden oder sich gezwungenermaßen für die 58-Regelung entschieden haben, fällt die Zahl noch höher aus.

Und bei jeder Entlassungswelle erwischt es die älteren Arbeitnehmer gleich doppelt. Sie fliegen nicht nur raus, sondern haben auch noch schlechte Möglichkeiten wieder rein zu kommen.
Nach einer aktuellen Studie sind fast 50 % der Unternehmen nicht bereit, ältere Arbeitnehmer bedingungslos einzustellen. Wer arbeitslos ist und nach einem Jahr noch keinen neuen Job hat, kann sich eigentlich nur noch die Kugel geben oder diesem Land den Rücken kehren. Wenn er noch kann.

Die Gründe für diese bescheidene Situation finden sich in einer seit Jahrzehnten verfehlten Tarif- und Arbeitsmarktpolitik, die darauf ausgerichtet war, ältere Arbeitnehmer loszuwerden. Dass die Vorruhestandregelungen, der jahrelange Bezug von Arbeitslosengeld und die 58-Regelungen zu Lasten der Sozialkassen ging, war den Nutznießern dabei schon klar, aber im Interesse der Sache vernachlässigbar.
So verschwanden ältere Arbeitnehmer ohne großes Tamtam im Einvernehmen zwischen Politik, Arbeitgebern und Arbeitnehmern. in den vorgezogenen Ruhestand.
Und heute wird rumgejammert, dass die Sozialversicherungssysteme die Belastungen nicht mehr aushalten können.
Als ob die Arbeitnehmer quasi schlagartig über Nacht altern und völlig überraschend in Rente gehen, hört man jetzt die Politiker von demographischen Verschiebungen und Überalterung der bundesdeutschen Bevölkerung labern und „den Gürtel enger“ fordern.
Natürlich wird es jetzt eng, nachdem man sechs Jahre lang rumgetönt und gepennt hat, weil Bundesgerd und Genossen das Problem unterschätzt und vor lauter „Hurra, jetzt sind wir an der Macht“ die Sprengkraft des Eies übersehen haben, das ihnen die schwarz-gelben Beutegeier im Horst des Bundesadlers hinterlassen haben.
Statt Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Gesellschaft konsequent in die Pflicht zu nehmen und die Umbruchstimmung der Bevölkerung zu nutzen, hat man sich immer weiter vom Bürger der 1998 für die Veränderung gestimmt hatte, entfernt.
Die AKW’s, die (vielleicht) in 25 Jahren abgeschaltet werden, waren wichtiger.
Eine Flut von Gesetzen, Verordnungen und Kompetenzerweiterungen für Behörden und zunehmende Bespitzelung der Bevölkerung waren wichtiger.
Wenn man sich die Presse der letzten Jahre durchsieht, dann wimmelt es da nur so von Themen wie: Zuwanderung, Asylanten, Ausländerintegration, Antisemitismus, Gleichberechtigung, Diskriminierung, gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften, Solarenergie, Windkraft, Müllsortierung, Flaschenpfand, Umwelt- und Artenschutz und und und ….
Sicher habe ich bei dieser Aufzählung noch einiges vergessen.
Genauso wie unsere Volks(ver)treter, den kleinen Mann, Otto Normalverbraucher und seine Familie vergessen haben.
Otto spielt nicht mehr Lotto. Otto kann nicht mehr Lotto zahlen.
Otto hat man aus der Lottogemeinschaft ausgeschlossen.

Gegen Arbeitslosigkeit hilft nur Arbeit und sonst nix. Arbeit von der man leben kann.
Doch die gibt es nicht.
Da helfen auch keine neuen Antragsformulare und die Behördenumbenennung von Bundesanstalt in Bundesagentur. Solange an den Schreibtischen die gleiche Denke und der gleiche Filz sitzen bleibt, kann sich nichts ändern.

Erst wenn den Verlierern und Betrogenen der rot-grünen „Reformen“ klar wird, dass man sie um die Früchte ihrer jahrzehntelangen Arbeit bringt und in die Altersarmut schickt, wird sich das Klima in diesem Land schlagartig verändern.
Und wenn dann noch den Jungen, trotz PISA, ein Licht aufgeht, dass eine Zukunft ohne Arbeit und ohne Kohle eigentlich keine erstrebenswerte Zukunft werden wird, dann könnte der kollektive Rundumbefreiungsschlag gelingen um das Joch der Politzecken und Wirtschaftssklavenhalter abzuwerfen und diese Republik wieder zu einem freien Land mit freien Bürgern zu machen, die sich durch ihrer eigenen Hände Arbeit ernähren, ihre Familien schützen und ihre Kinder großziehen können, ohne von einem außer Kontrolle geratenen Verwaltungsapparat ständig wie Kriminelle und geistige Behinderte behandelt zu werden.

Solange „Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland“ nur auf dem Papier steht und nicht etwas ist, wonach „wir alle streben, brüderlich mit Herz und Hand“, können sich Wirtschaftsprofiteure und Politiker damit genüsslich den Arsch abwischen,.

Die Deutschen haben schon einmal gezeigt, dass sie in wirtschaftlichen Notlagen und 5 Millionen Arbeitslosen zu radikalen politischen Änderungen neigen.
Ich bin nicht unbedingt scharf drauf, dass das nochmals geschieht.
Obwohl es mir schon heftig in den Fingern juckt, wenn ich mir diese Plattnasen in Berlin und anderswo so ansehe.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 12. April 2005 um 05:45:44 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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12. April 2005 05:45

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Wer würde nicht gerne im Lotto gewinnen? Jeder der Mitspieler hofft doch auf den großen Gewinn, der ihn bis ans Ende seiner Tage aller Sorgen befreit.

Das Gewinnen im Lotto ist ganz einfach. Man muss nur sechs Zahlen in einem Kästchen von 7 mal 7 Zahlen ankreuzen, seinen Einsatz bezahlen und auf die nächste Ziehung warten.
So einfach ist das.
Kann fast der Mensch, der mit einem Schreibgerät sechs Kreuzchen machen kann.
Das eigentliche Problem beim Lotto sind die Zahlen, denn gewinnen kann nur wer die richtigen Zahlen angekreuzt hat. Und weil die Auswahl dieser sechs richtigen Zahlen so schwer fällt, tippen viele Lottospieler einfach Zahlen, die sie sich gut merken können. Zum Beispiel ihre Hausnummer, die Zahlen vom Geburtstag oder die vom Hochzeitstag und wenn dann noch eine Zahl fehlt, nimmt man einfach noch das Alter in Lebensjahren dazu, macht die entsprechenden Kreuzchen und dann kann der Millionengewinn kommen.

Doch eines Tage, man denkt sich nix Böses und füllt den Lottoschein aus wie immer, hat man plötzlich ein Problem, denn die Zahlen beim Lotto gehen nur bis 49 und seit dem letzten Geburtstag vor ein paar Tagen ist man selbst runde 50 Jahre alt. Jetzt ist Schluss mit Lotto in der gewohnten Form.
Da merkt man zum ersten Mal, dass man ab 50 nicht mehr so mitspielen darf, wie man das jahrelang gemacht hat. Mit 50 bist du aus dem Spiel raus, daran beißt die Maus keinen Faden ab und zusätzliche Kästchen auf den Lottoschein malen, hilft auch nix. Dadurch wird der Schein nur ungültig und die Lage nicht besser. Mit Zahlen ab 50 kannst du nicht mehr mitspielen, auch wenn du deinen Einsatz bezahlst.

Wer also 50 Jahre und älter ist, hat beim Lotto schlechte Karten.
Das gilt nicht nur fürs Lotto, auch auf dem Arbeitsmarkt sieht es schlecht aus.

Das hat der Bundesköhler jetzt auch schon gemerkt und hat diesem Thema sogar einen Teil seiner Grundsatzrede gewidmet: «Viel zu wenige ältere Menschen gingen einer Beschäftigung nach, dabei könne man auf ihr Wissen und ihre Erfahrung nicht verzichten. Alle Regelungen für den Arbeitsmarkt, ob gesetzlich oder tariflich, müssten daraufhin überprüft werden, ob sie die
Beschäftigung förderten».

Jetzt hört sich das aus dem Munde vom Bundeshotte ja so schön an und doch bekommen unsere Volks(ver)treter das Ding nicht gebacken. Jeder vierte der 5,2 Millionen Arbeitslosen ist älter als 50 Jahre. Zählt man diejenigen dazu, die sich im Vorruhestand befinden oder sich gezwungenermaßen für die 58-Regelung entschieden haben, fällt die Zahl noch höher aus.

Und bei jeder Entlassungswelle erwischt es die älteren Arbeitnehmer gleich doppelt. Sie fliegen nicht nur raus, sondern haben auch noch schlechte Möglichkeiten wieder rein zu kommen.
Nach einer aktuellen Studie sind fast 50 % der Unternehmen nicht bereit, ältere Arbeitnehmer bedingungslos einzustellen. Wer arbeitslos ist und nach einem Jahr noch keinen neuen Job hat, kann sich eigentlich nur noch die Kugel geben oder diesem Land den Rücken kehren. Wenn er noch kann.

Die Gründe für diese bescheidene Situation finden sich in einer seit Jahrzehnten verfehlten Tarif- und Arbeitsmarktpolitik, die darauf ausgerichtet war, ältere Arbeitnehmer loszuwerden. Dass die Vorruhestandregelungen, der jahrelange Bezug von Arbeitslosengeld und die 58-Regelungen zu Lasten der Sozialkassen ging, war den Nutznießern dabei schon klar, aber im Interesse der Sache vernachlässigbar.
So verschwanden ältere Arbeitnehmer ohne großes Tamtam im Einvernehmen zwischen Politik, Arbeitgebern und Arbeitnehmern. in den vorgezogenen Ruhestand.
Und heute wird rumgejammert, dass die Sozialversicherungssysteme die Belastungen nicht mehr aushalten können.
Als ob die Arbeitnehmer quasi schlagartig über Nacht altern und völlig überraschend in Rente gehen, hört man jetzt die Politiker von demographischen Verschiebungen und Überalterung der bundesdeutschen Bevölkerung labern und „den Gürtel enger“ fordern.
Natürlich wird es jetzt eng, nachdem man sechs Jahre lang rumgetönt und gepennt hat, weil Bundesgerd und Genossen das Problem unterschätzt und vor lauter „Hurra, jetzt sind wir an der Macht“ die Sprengkraft des Eies übersehen haben, das ihnen die schwarz-gelben Beutegeier im Horst des Bundesadlers hinterlassen haben.
Statt Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Gesellschaft konsequent in die Pflicht zu nehmen und die Umbruchstimmung der Bevölkerung zu nutzen, hat man sich immer weiter vom Bürger der 1998 für die Veränderung gestimmt hatte, entfernt.
Die AKW’s, die (vielleicht) in 25 Jahren abgeschaltet werden, waren wichtiger.
Eine Flut von Gesetzen, Verordnungen und Kompetenzerweiterungen für Behörden und zunehmende Bespitzelung der Bevölkerung waren wichtiger.
Wenn man sich die Presse der letzten Jahre durchsieht, dann wimmelt es da nur so von Themen wie: Zuwanderung, Asylanten, Ausländerintegration, Antisemitismus, Gleichberechtigung, Diskriminierung, gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften, Solarenergie, Windkraft, Müllsortierung, Flaschenpfand, Umwelt- und Artenschutz und und und ….
Sicher habe ich bei dieser Aufzählung noch einiges vergessen.
Genauso wie unsere Volks(ver)treter, den kleinen Mann, Otto Normalverbraucher und seine Familie vergessen haben.
Otto spielt nicht mehr Lotto. Otto kann nicht mehr Lotto zahlen.
Otto hat man aus der Lottogemeinschaft ausgeschlossen.

Gegen Arbeitslosigkeit hilft nur Arbeit und sonst nix. Arbeit von der man leben kann.
Doch die gibt es nicht.
Da helfen auch keine neuen Antragsformulare und die Behördenumbenennung von Bundesanstalt in Bundesagentur. Solange an den Schreibtischen die gleiche Denke und der gleiche Filz sitzen bleibt, kann sich nichts ändern.

Erst wenn den Verlierern und Betrogenen der rot-grünen „Reformen“ klar wird, dass man sie um die Früchte ihrer jahrzehntelangen Arbeit bringt und in die Altersarmut schickt, wird sich das Klima in diesem Land schlagartig verändern.
Und wenn dann noch den Jungen, trotz PISA, ein Licht aufgeht, dass eine Zukunft ohne Arbeit und ohne Kohle eigentlich keine erstrebenswerte Zukunft werden wird, dann könnte der kollektive Rundumbefreiungsschlag gelingen um das Joch der Politzecken und Wirtschaftssklavenhalter abzuwerfen und diese Republik wieder zu einem freien Land mit freien Bürgern zu machen, die sich durch ihrer eigenen Hände Arbeit ernähren, ihre Familien schützen und ihre Kinder großziehen können, ohne von einem außer Kontrolle geratenen Verwaltungsapparat ständig wie Kriminelle und geistige Behinderte behandelt zu werden.

Solange „Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland“ nur auf dem Papier steht und nicht etwas ist, wonach „wir alle streben, brüderlich mit Herz und Hand“, können sich Wirtschaftsprofiteure und Politiker damit genüsslich den Arsch abwischen,.

Die Deutschen haben schon einmal gezeigt, dass sie in wirtschaftlichen Notlagen und 5 Millionen Arbeitslosen zu radikalen politischen Änderungen neigen.
Ich bin nicht unbedingt scharf drauf, dass das nochmals geschieht.
Obwohl es mir schon heftig in den Fingern juckt, wenn ich mir diese Plattnasen in Berlin und anderswo so ansehe.

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