Trouble with Douple U

23. Februar 2005 05:45

Mein lieber Freund!

Was vor zwei Jahren noch kaum jemand befürchtet hat, wird nun zum Albtraum einer ganzen Region.
George „Dabblju“ Bush“ traut sich nach „Old Europe“ und kommt ausgerechnet ins Rhein-Main-Gebiet. Wer bisher gedacht hat, er könnte dieses Jahrtausendereignis einfach ignorieren, hat sich gewaltig getäuscht!
Wir empfehlen allen Arbeitnehmer am 23. Februar Urlaub zu nehmen oder auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen“, sagt das Organisationsbüro der Polizei. Eine halbe Seite nimmt die Berichterstattung im „Äppler – Der Wochenendzeitung mit Biss“ unter den Überschriften „Riesenchaos bei Bush-Besuch“ und „Streckenkonzept Ringverkehr“ ein. In einem der am dichtesten besiedelten der BRddr werden nicht nur mehrere Autobahnen stundenweise komplett gesperrt, sondern auch noch teilweise zu Einbahnstraßen erklärt. Die Schifffahrt auf Rhein und Main wird komplett eingestellt. Schulen bleiben geschlossen, der öffentliche Nahverkehr und der Flugverkehr wird eingeschränkt. Die Straßen und Häuser entlang der voraussichtlichen Fahrtstrecke des amerikanischen Präsidenten wurden von der Polizei überprüft. Gullydeckel wurden verschweißt, Garagentore versiegelt, Mülltonnen und Briefkästen entfernt.
Kurz: Das komplette Rhein-Main-Gebiet ist lahmgelegt. Innerhalb des Bereichs vom Mainspitz Dreieck, Rüsselsheimer Dreieck, Mönchhof Dreieck, Wiesbadener Kreuz, Schliersteiner Kreuz und Kreuz Mainz liegt eine Art „verkehrsberuhigtes Bermudadreieck“ im Koma und die Menschen in diesem Bereich werden am Abend des 23. Februar 2005 das Kreuz machen, wenn diese Heimsuchung vorbei ist.
Denn bei dem amerikanischen Präsidenten handelt es sich um die am „höchsten gefährdete Person der Welt“.
Und das wird wohl seine Gründe haben
.

Für die „Fans“ von George „Dabbelju“ Bush wurden daher von den Sicherheitsbehörden sogenannte „Jubelpunkte“ eingerichtet. Ob auch für die Gegner des amerikanischen Präsidenten entsprechende „Unmutspunkte“ eingerichtet wurden, konnte ich unter der Hotlinenummer der Polizei 0800-0002841 und 0800-123512 nicht in Erfahrung bringen.
Wer also mehr als ein Auge auf den Herrn Bush werfen möchte, wird sich sicher sehr schwer tun, denn Diktatoren haben noch nie die Nähe des „gemeinen“ Volkes gesucht.

Also fragen wir uns lieber mal in aller Ruhe: „Was will der Kerl jetzt in und von Europa?“
Er kommt doch nicht deswegen nach „Old Europe“ weil er weiser geworden ist und eingesehen hat, dass man die Weltöffentlichkeit nicht anlügen darf, um einen Krieg vom Zaun zu brechen.
Glauben Sie, er ist nach Europa gekommen um jetzt hier zu Kreuze zu kriechen und eine andere Art amerikanischer Politik abzustimmen?
Oder glauben Sie er ist gekommen, weil seine Souffleuse „Condo(m)leezza“, die kleine Braune mit dem Pferdebiss, ihm das geraten hat?
Der Junge hat doch die brennende Fackel der Freiheit zum Kampf gegen das Böse im Gepäck und ist nicht nur hier um einen „getürkten Turkey“ zu servieren

Vielleicht haben die Amis gemerkt, dass Europa nicht nur aus gehorsamen Engländern und profilierungssüchtigen Spaniern und Polen besteht, deren Regierenden die Kopulation mit den USA nicht sonderlich gut bekommen ist. In Europa hat man eben nicht nur verschiedene Kulturen auf kleinstem Raum, sondern auch noch ein anderes Verhältnis zu Kriegen, die unter fadenscheinigen Gründen vom Zaun gebrochen werden.
Die Art und Weise wie hier der Präsident des „größten freiheitlich-demokratischen Landes“ der westlichen Welt geschützt werden muss, zeigt doch die Schizophrenie der amerikanischen Politik, durch die sich seit Jahrhunderten die Ausbeutung anderer Staaten zieht wie ein roter Faden. Oder könnte das auch eine, mal mehr oder minder sichtbare, Blutspur sein?
Haben doch gerade die Amis auf der Suche nach Gott und Gold bisher schon die meisten Länder dieser Erde mit ihren Truppen und Geheimdienstarmeen durchstöbert.

Wenn also Georgie Boy jetzt die „Old Europeans“ zum Tischgebet bittet, dann sollte die Teilnehmer, die bisher eher zur „Achse der Bösen“ gehörten nicht glauben, dass dieses Gebet mit einem einfachen „Amen“ enden wird.
Das ist kein Kuschelkurs, wie die Süddeutsche Zeitung schreibt. Georgie ist kein Freund des lange „Herumfackelns“, hier gibt es nur „Partners & Goodies“ and the bad „rest of the world“. Georg Bush ist nicht geläutert oder gar bekehrt, dazu ist das Säbelrasseln aus dem Weißen Haus zu laut. Jedem und allem wird mit „militärischen“ Konsequenzen gedroht.
George „Dabblju“ Bush bringt keine Friedenstaube, keine Entschuldigung und keine Geschenke mit nach Europa, sondern Forderungen, die er den Zauderern in „Old Europe“ ins Gesicht sagen will. Entweder mit Amerika – oder dagegen. Und er will diese Entscheidung jetzt haben, denn um sich den Rücken für einen weiteren Krieg freizuhalten braucht er die militärische Hilfe, Geld und die politische Unterstützung von Kooperationspartnern.
Sieht doch einfach besser aus, als so ein Alleingang a la Rambo ;-)

Also soll nun vor dem Einmarsch in den Iran wohl nachgeholt werden, was vor dem Einmarsch in den Irak versäumt wurde.
Jetzt darf „Old Europe“ etwas mitdiskutieren, aber gemacht wird immer noch was die USA wollen, denn US-Präsident George W. Bush will mit Europas Hilfe seine Vision von einem demokratischen Nahen und Mittleren Osten verwirklichen.
Und nicht vergessen darf man auch, dass „partnership“ auf Deutsch „Partnerschaft“ bedeutet und von einem Amerikaner ohne Kenntnis fremder Kulturen immer noch als „der Partner schafft“ ausgelegt wird.

«Im Moment erscheinen die europäischen Verbündeten dem amerikanischen Präsidenten also als nützlich. Die Weltmacht hat festgestellt, dass selbst ihre erdrückende Militärmacht nicht ausreicht, um ein unterworfenes Land wie den Irak - “die jüngste Demokratie der Welt”, wie Bush sich nun ausdrückt - zu befrieden. Dazu die Provokationen aus Nordkorea, der schwelende Konflikt mit dem Iran, die Herausforderungen im Nahen Osten. Das wird auch den USA und ihrer brüchigen Koalition der Willigen zu viel. Das lässt sich weder diplomatisch noch militärisch allein bewältigen. Daher die Reise zu den Verbündeten, daher die freundliche Zuwendung.» schreibt die Berliner Zeitung in einem Kommentar.

Diese „freundliche Zuwendung“ wird die Ausnahme bleiben, denn es ist das Verhalten eines gewaltbereiten Kuhjungen, den man gerade in seiner zweiten Amtszeit als Sheriff einer Stadt im Goldrausch im Amt bestätigt hat und der nun seine „Freunde“ und „Opfer“ mit einem zynischen Lächeln auffordert „Bitte“ zu sagen, bevor er sie in die Fresse haut.

Wer glaubt „George W. Bush“ hätte sich geändert, wird bald eines Besseren belehrt werden.
Man muss sich ja nicht zweimal belügen und für dumm verkaufen lassen.

„God bless America“ because “George W. Bush” is a very special buddy.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten
Spielenswert
Bush - Shoot out, defend the White House

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 23. Februar 2005 um 05:45:09 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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23. Februar 2005 05:45

Mein lieber Freund!

Was vor zwei Jahren noch kaum jemand befürchtet hat, wird nun zum Albtraum einer ganzen Region.
George „Dabblju“ Bush“ traut sich nach „Old Europe“ und kommt ausgerechnet ins Rhein-Main-Gebiet. Wer bisher gedacht hat, er könnte dieses Jahrtausendereignis einfach ignorieren, hat sich gewaltig getäuscht!
Wir empfehlen allen Arbeitnehmer am 23. Februar Urlaub zu nehmen oder auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen“, sagt das Organisationsbüro der Polizei. Eine halbe Seite nimmt die Berichterstattung im „Äppler – Der Wochenendzeitung mit Biss“ unter den Überschriften „Riesenchaos bei Bush-Besuch“ und „Streckenkonzept Ringverkehr“ ein. In einem der am dichtesten besiedelten der BRddr werden nicht nur mehrere Autobahnen stundenweise komplett gesperrt, sondern auch noch teilweise zu Einbahnstraßen erklärt. Die Schifffahrt auf Rhein und Main wird komplett eingestellt. Schulen bleiben geschlossen, der öffentliche Nahverkehr und der Flugverkehr wird eingeschränkt. Die Straßen und Häuser entlang der voraussichtlichen Fahrtstrecke des amerikanischen Präsidenten wurden von der Polizei überprüft. Gullydeckel wurden verschweißt, Garagentore versiegelt, Mülltonnen und Briefkästen entfernt.
Kurz: Das komplette Rhein-Main-Gebiet ist lahmgelegt. Innerhalb des Bereichs vom Mainspitz Dreieck, Rüsselsheimer Dreieck, Mönchhof Dreieck, Wiesbadener Kreuz, Schliersteiner Kreuz und Kreuz Mainz liegt eine Art „verkehrsberuhigtes Bermudadreieck“ im Koma und die Menschen in diesem Bereich werden am Abend des 23. Februar 2005 das Kreuz machen, wenn diese Heimsuchung vorbei ist.
Denn bei dem amerikanischen Präsidenten handelt es sich um die am „höchsten gefährdete Person der Welt“.
Und das wird wohl seine Gründe haben
.

Für die „Fans“ von George „Dabbelju“ Bush wurden daher von den Sicherheitsbehörden sogenannte „Jubelpunkte“ eingerichtet. Ob auch für die Gegner des amerikanischen Präsidenten entsprechende „Unmutspunkte“ eingerichtet wurden, konnte ich unter der Hotlinenummer der Polizei 0800-0002841 und 0800-123512 nicht in Erfahrung bringen.
Wer also mehr als ein Auge auf den Herrn Bush werfen möchte, wird sich sicher sehr schwer tun, denn Diktatoren haben noch nie die Nähe des „gemeinen“ Volkes gesucht.

Also fragen wir uns lieber mal in aller Ruhe: „Was will der Kerl jetzt in und von Europa?“
Er kommt doch nicht deswegen nach „Old Europe“ weil er weiser geworden ist und eingesehen hat, dass man die Weltöffentlichkeit nicht anlügen darf, um einen Krieg vom Zaun zu brechen.
Glauben Sie, er ist nach Europa gekommen um jetzt hier zu Kreuze zu kriechen und eine andere Art amerikanischer Politik abzustimmen?
Oder glauben Sie er ist gekommen, weil seine Souffleuse „Condo(m)leezza“, die kleine Braune mit dem Pferdebiss, ihm das geraten hat?
Der Junge hat doch die brennende Fackel der Freiheit zum Kampf gegen das Böse im Gepäck und ist nicht nur hier um einen „getürkten Turkey“ zu servieren

Vielleicht haben die Amis gemerkt, dass Europa nicht nur aus gehorsamen Engländern und profilierungssüchtigen Spaniern und Polen besteht, deren Regierenden die Kopulation mit den USA nicht sonderlich gut bekommen ist. In Europa hat man eben nicht nur verschiedene Kulturen auf kleinstem Raum, sondern auch noch ein anderes Verhältnis zu Kriegen, die unter fadenscheinigen Gründen vom Zaun gebrochen werden.
Die Art und Weise wie hier der Präsident des „größten freiheitlich-demokratischen Landes“ der westlichen Welt geschützt werden muss, zeigt doch die Schizophrenie der amerikanischen Politik, durch die sich seit Jahrhunderten die Ausbeutung anderer Staaten zieht wie ein roter Faden. Oder könnte das auch eine, mal mehr oder minder sichtbare, Blutspur sein?
Haben doch gerade die Amis auf der Suche nach Gott und Gold bisher schon die meisten Länder dieser Erde mit ihren Truppen und Geheimdienstarmeen durchstöbert.

Wenn also Georgie Boy jetzt die „Old Europeans“ zum Tischgebet bittet, dann sollte die Teilnehmer, die bisher eher zur „Achse der Bösen“ gehörten nicht glauben, dass dieses Gebet mit einem einfachen „Amen“ enden wird.
Das ist kein Kuschelkurs, wie die Süddeutsche Zeitung schreibt. Georgie ist kein Freund des lange „Herumfackelns“, hier gibt es nur „Partners & Goodies“ and the bad „rest of the world“. Georg Bush ist nicht geläutert oder gar bekehrt, dazu ist das Säbelrasseln aus dem Weißen Haus zu laut. Jedem und allem wird mit „militärischen“ Konsequenzen gedroht.
George „Dabblju“ Bush bringt keine Friedenstaube, keine Entschuldigung und keine Geschenke mit nach Europa, sondern Forderungen, die er den Zauderern in „Old Europe“ ins Gesicht sagen will. Entweder mit Amerika – oder dagegen. Und er will diese Entscheidung jetzt haben, denn um sich den Rücken für einen weiteren Krieg freizuhalten braucht er die militärische Hilfe, Geld und die politische Unterstützung von Kooperationspartnern.
Sieht doch einfach besser aus, als so ein Alleingang a la Rambo ;-)

Also soll nun vor dem Einmarsch in den Iran wohl nachgeholt werden, was vor dem Einmarsch in den Irak versäumt wurde.
Jetzt darf „Old Europe“ etwas mitdiskutieren, aber gemacht wird immer noch was die USA wollen, denn US-Präsident George W. Bush will mit Europas Hilfe seine Vision von einem demokratischen Nahen und Mittleren Osten verwirklichen.
Und nicht vergessen darf man auch, dass „partnership“ auf Deutsch „Partnerschaft“ bedeutet und von einem Amerikaner ohne Kenntnis fremder Kulturen immer noch als „der Partner schafft“ ausgelegt wird.

«Im Moment erscheinen die europäischen Verbündeten dem amerikanischen Präsidenten also als nützlich. Die Weltmacht hat festgestellt, dass selbst ihre erdrückende Militärmacht nicht ausreicht, um ein unterworfenes Land wie den Irak - “die jüngste Demokratie der Welt”, wie Bush sich nun ausdrückt - zu befrieden. Dazu die Provokationen aus Nordkorea, der schwelende Konflikt mit dem Iran, die Herausforderungen im Nahen Osten. Das wird auch den USA und ihrer brüchigen Koalition der Willigen zu viel. Das lässt sich weder diplomatisch noch militärisch allein bewältigen. Daher die Reise zu den Verbündeten, daher die freundliche Zuwendung.» schreibt die Berliner Zeitung in einem Kommentar.

Diese „freundliche Zuwendung“ wird die Ausnahme bleiben, denn es ist das Verhalten eines gewaltbereiten Kuhjungen, den man gerade in seiner zweiten Amtszeit als Sheriff einer Stadt im Goldrausch im Amt bestätigt hat und der nun seine „Freunde“ und „Opfer“ mit einem zynischen Lächeln auffordert „Bitte“ zu sagen, bevor er sie in die Fresse haut.

Wer glaubt „George W. Bush“ hätte sich geändert, wird bald eines Besseren belehrt werden.
Man muss sich ja nicht zweimal belügen und für dumm verkaufen lassen.

„God bless America“ because “George W. Bush” is a very special buddy.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten
Spielenswert
Bush - Shoot out, defend the White House

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 23. Februar 2005 um 05:45:09 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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