Jubiläum

22. Januar 2005 05:45

Mein lieber Freund!

Vor wenigen Tage jährte sich, von den Massenmedien und der Mainstreampresse fast vollständig unbeachtet, das einjährige Bloggerjubiläum von Machopan beim Internetprovider Blogigo.

Was als spontane Idee begann und mit dem ersten auf Blogigo veröffentlichten Text „Thierse“ begann, hat seitdem mehr als 230.000 Besucher gefunden. Es soll sogar Besucher geben, die es wagen wieder zu kommen um die Hirnblähungen eines notorischen Quer- und Selbstdenkers und seinen täglichen Schriftwechsel mit einem „lieben Freund“ zu ertragen, wobei die Doppeldeutigkeit in der Anrede „Mein lieber Freund“ durchaus gewollt erscheint.

Nicht immer ist es für den Leser leicht, derart Gegranteltes und Gemotztes zu früher Morgenstunde zu sich zu nehmen. Denn während der Autor noch die Matratze abhorcht und mit der Muse schmust, erscheint täglich immer um 5.45 Uhr automatisch (Blogigo sei Dank) einer neuer Brief im Netz und findet binnen weniger Minuten die ersten Leser, die sich „Machopan’s Rauchzeichen“ zusammen mit der zweiten Tasse Kaffee und der ersten Zigarette bis zur morgendlichen Notdurft antun wollen.
Warum immer um 5.45 Uhr?
Auch dies hat, wie so vieles, was zwischen den Zeilen steht, seinen Grund. Denn in manchen Geschichtsbüchern kann man noch nachlesen, dass seit 5:45 Uhr zurückgeschossen wird. Genauso gut hätte aber auch eine andere geschichtsträchtige Uhrzeit Verwendung finden können. So war lange Zeit 11:11 Uhr die erste Wahl, nur kurzzeitig verdrängt von 5 vor zwölf und „High Noon“. Die Wahl fiel dann auf 5:45 Uhr, wobei den Ausschlag gab, dass es sich um eine historische Uhrzeit aus der deutschen Geschichte handelt, die den Beginn einer großen Katastrophe für die Menschheit markierte. Auch hier ist eine - wie auch immer geartete - Doppeldeutigkeit nicht ganz unbeabsichtigt.

Überhaupt stehen Menschen, vor allem die kleinen Leute im Schwitzkasten von Politik und Bürokratie im Mittelpunkt der „Rauchzeichen aus der hessischen Provinz“, die sich journalistisch eine teils „fäkale Ausdrucksweise“ nachsagen lassen müssen. „Nicht ungern und schon gar nicht ungewollt“, wie der streitbare Jubilar „Machopan“ bestätigt.
Auf seinen etwas ungewöhnlichen Nickname angesprochen hüllt er sich aber in Schweigen und weicht weiteren Fragen mit dem Hinweis auf Süßes (Marzipan), Männliches (Macho) und Behütendes und Musisches (Pan) geschickt aus.

Nach seinem innigsten Wunsch gefragt, bekundete der Jubilar starkes Interesse die gesamte Bundesregierung nebst einigen Herren aus Wirtschaft und Presse mit einer Zaunlatte durch die Straßen seiner Heimatstadt jagen zu dürfen.
Bedenken, dass er dazu wegen seines Alters und seiner überwiegend sitzenden Tätigkeit körperlich nicht in der Lage sein könnte, wollte sich der noch sehr rüstige und wackere Rentner nicht anschließen. „Das solle man schon seine Sorge sein lassen“, meinte er in vertrauter Runde, „er sei sich sicher, dass ein wütender Bürger dieses Landes schneller laufen und auch härter zuschlagen könne, als sich das vollgefressene und satte Politiker und Manager träumen lassen. Er wolle es deshalb gerne auf einen Versuch ankommen lassen.
Und mit einem verschmitzten Lächeln fügte er hinzu, dass „außerdem der Besitz einer Dach- oder Zaunlatte in diesem Lande noch nicht waffenscheinpflichtig wäre.“
Leider war noch kein Politiker zu dieser volksnahen Belustigung, die sicher hohes Medieninteresse finden würde, bereit.

In seiner Rede bedankte sich der Jubilar -neben einigen Seitenhieben auf Politik und Wirtschaft- auch bei seinen vielen Unterstützern. Besondere Erwähnung erfuhren neben den unbekannten treuen Besuchern der Site, auch die Gäste, die sich die Mühe machen im Gästebuch einige Worte zu hinterlassen, was im Zeitalter von PISA und Tele Tubbies keine Selbstverständlichkeit mehr ist und für manchen Gast mit einigen Schwierigkeiten verbunden zu sein scheint
Seinen speziellen Dank sprach Machopan den Bloggern und Forenbetreibern aus, die sich auf „Machopan’s Rauchzeichen“ verlinken bzw. Beiträge in vor allem sozialkritischen Foren posten.

Jetzt will er mit der „besten aller Frauen“ erst mal Bloggerpause in Flut- und Wirbelsturm gefährdeten Gebieten dieser Erde machen, die sich jedoch durch höhere Tages- und Nachttemperaturen besser für den Aufenthalt älterer Mitbürger eignen, als milde Winter in der vom Reformstreusalz und Sozialneid zerfressenen wiedervereinigten BRddr. Auch sei von Zeit zu Zeit etwas Abstand zu den täglichen Horrormeldungen aus Politik und Wirtschaft angebracht, die dem Jubilar nicht nur Brechreiz verursachen, sondern -wie er es nennt- auch „auf die männlichen Weichteile“ gehen

Die zu den Jubiläumsfeierlichkeiten geladenen Ehrengäste wurden gebeten während der Feierlichkeiten von lautstarken Jubelschreien und unflätigen Verbalkommentaren Abstand zu nehmen.

Glückwünsche, Lobhudeleien, Neid- und Beileidsbezeugungen in Schriftform dürfen untertänigst im Gästebuch hinterlegt werden.
Wobei beleidigende, gesetzeswidrige, pornographische und rechtsradikale Äußerungen der gnadenlosen Zensur durch den Jubilar zum Opfer fallen werden.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 22. Januar 2005 um 05:45:05 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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22. Januar 2005 05:45

Mein lieber Freund!

Vor wenigen Tage jährte sich, von den Massenmedien und der Mainstreampresse fast vollständig unbeachtet, das einjährige Bloggerjubiläum von Machopan beim Internetprovider Blogigo.

Was als spontane Idee begann und mit dem ersten auf Blogigo veröffentlichten Text „Thierse“ begann, hat seitdem mehr als 230.000 Besucher gefunden. Es soll sogar Besucher geben, die es wagen wieder zu kommen um die Hirnblähungen eines notorischen Quer- und Selbstdenkers und seinen täglichen Schriftwechsel mit einem „lieben Freund“ zu ertragen, wobei die Doppeldeutigkeit in der Anrede „Mein lieber Freund“ durchaus gewollt erscheint.

Nicht immer ist es für den Leser leicht, derart Gegranteltes und Gemotztes zu früher Morgenstunde zu sich zu nehmen. Denn während der Autor noch die Matratze abhorcht und mit der Muse schmust, erscheint täglich immer um 5.45 Uhr automatisch (Blogigo sei Dank) einer neuer Brief im Netz und findet binnen weniger Minuten die ersten Leser, die sich „Machopan’s Rauchzeichen“ zusammen mit der zweiten Tasse Kaffee und der ersten Zigarette bis zur morgendlichen Notdurft antun wollen.
Warum immer um 5.45 Uhr?
Auch dies hat, wie so vieles, was zwischen den Zeilen steht, seinen Grund. Denn in manchen Geschichtsbüchern kann man noch nachlesen, dass seit 5:45 Uhr zurückgeschossen wird. Genauso gut hätte aber auch eine andere geschichtsträchtige Uhrzeit Verwendung finden können. So war lange Zeit 11:11 Uhr die erste Wahl, nur kurzzeitig verdrängt von 5 vor zwölf und „High Noon“. Die Wahl fiel dann auf 5:45 Uhr, wobei den Ausschlag gab, dass es sich um eine historische Uhrzeit aus der deutschen Geschichte handelt, die den Beginn einer großen Katastrophe für die Menschheit markierte. Auch hier ist eine - wie auch immer geartete - Doppeldeutigkeit nicht ganz unbeabsichtigt.

Überhaupt stehen Menschen, vor allem die kleinen Leute im Schwitzkasten von Politik und Bürokratie im Mittelpunkt der „Rauchzeichen aus der hessischen Provinz“, die sich journalistisch eine teils „fäkale Ausdrucksweise“ nachsagen lassen müssen. „Nicht ungern und schon gar nicht ungewollt“, wie der streitbare Jubilar „Machopan“ bestätigt.
Auf seinen etwas ungewöhnlichen Nickname angesprochen hüllt er sich aber in Schweigen und weicht weiteren Fragen mit dem Hinweis auf Süßes (Marzipan), Männliches (Macho) und Behütendes und Musisches (Pan) geschickt aus.

Nach seinem innigsten Wunsch gefragt, bekundete der Jubilar starkes Interesse die gesamte Bundesregierung nebst einigen Herren aus Wirtschaft und Presse mit einer Zaunlatte durch die Straßen seiner Heimatstadt jagen zu dürfen.
Bedenken, dass er dazu wegen seines Alters und seiner überwiegend sitzenden Tätigkeit körperlich nicht in der Lage sein könnte, wollte sich der noch sehr rüstige und wackere Rentner nicht anschließen. „Das solle man schon seine Sorge sein lassen“, meinte er in vertrauter Runde, „er sei sich sicher, dass ein wütender Bürger dieses Landes schneller laufen und auch härter zuschlagen könne, als sich das vollgefressene und satte Politiker und Manager träumen lassen. Er wolle es deshalb gerne auf einen Versuch ankommen lassen.
Und mit einem verschmitzten Lächeln fügte er hinzu, dass „außerdem der Besitz einer Dach- oder Zaunlatte in diesem Lande noch nicht waffenscheinpflichtig wäre.“
Leider war noch kein Politiker zu dieser volksnahen Belustigung, die sicher hohes Medieninteresse finden würde, bereit.

In seiner Rede bedankte sich der Jubilar -neben einigen Seitenhieben auf Politik und Wirtschaft- auch bei seinen vielen Unterstützern. Besondere Erwähnung erfuhren neben den unbekannten treuen Besuchern der Site, auch die Gäste, die sich die Mühe machen im Gästebuch einige Worte zu hinterlassen, was im Zeitalter von PISA und Tele Tubbies keine Selbstverständlichkeit mehr ist und für manchen Gast mit einigen Schwierigkeiten verbunden zu sein scheint
Seinen speziellen Dank sprach Machopan den Bloggern und Forenbetreibern aus, die sich auf „Machopan’s Rauchzeichen“ verlinken bzw. Beiträge in vor allem sozialkritischen Foren posten.

Jetzt will er mit der „besten aller Frauen“ erst mal Bloggerpause in Flut- und Wirbelsturm gefährdeten Gebieten dieser Erde machen, die sich jedoch durch höhere Tages- und Nachttemperaturen besser für den Aufenthalt älterer Mitbürger eignen, als milde Winter in der vom Reformstreusalz und Sozialneid zerfressenen wiedervereinigten BRddr. Auch sei von Zeit zu Zeit etwas Abstand zu den täglichen Horrormeldungen aus Politik und Wirtschaft angebracht, die dem Jubilar nicht nur Brechreiz verursachen, sondern -wie er es nennt- auch „auf die männlichen Weichteile“ gehen

Die zu den Jubiläumsfeierlichkeiten geladenen Ehrengäste wurden gebeten während der Feierlichkeiten von lautstarken Jubelschreien und unflätigen Verbalkommentaren Abstand zu nehmen.

Glückwünsche, Lobhudeleien, Neid- und Beileidsbezeugungen in Schriftform dürfen untertänigst im Gästebuch hinterlegt werden.
Wobei beleidigende, gesetzeswidrige, pornographische und rechtsradikale Äußerungen der gnadenlosen Zensur durch den Jubilar zum Opfer fallen werden.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 22. Januar 2005 um 05:45:05 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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