Jugendgefährdung

14. Januar 2005 05:45

Mein lieber Freund!

Das Leben ist ein einziger Kampf ums Überleben.
Besonders Jugendliche scheinen extrem gefährlich zu leben.
Wie sonst erklärt sich die Tatsache, dass 59 % der Jugendlichen ein Handy für wichtig halten – vor allem für Anrufe in Notfällen.
So meldet das Heise-Online unter Bezug auf eine von der Zeitschrift Eltern in Auftrag gegebene Umfrage unter 1796 Schülern zwischen 9 und 19 Jahren.

Wo früher die durch kräftige Stimmbänder erzeugten analogen Schallwellen ausreichten um im Notfall um „Hilfe“ zu rufen, muss es heute schon ein digitaler Sprechprügel eines Markenherstellers möglichst mit UTMS, SMS, Voicebox, Vibrationsalarm, eigenem Logo und individuellem Klingelton sein, um einen „Notfallruf“ ins Netz abzusetzen.

Ich hatte immer gedacht und bin in dieser Meinung nicht nur durch eigene Beobachtungen und Medienberichte bestätigt worden, dass Handys für Jugendliche eher ein Spielzeug und Statussymbol sind.

Aber so kann man sich halt täuschen, wenn man sich auf seinen eigenen Eindruck verlässt. Dann werden sicher die hohen Kosten für den Betrieb des Handys auch mit den häufigen „Notrufen“ wegen „Jugendgefährdung“ zusammenhängen.
Oder irre ich mich da jetzt schon wieder?

Während das Schreiben von SMS nur für 14 % der Jugendlichen wichtig ist, steht bei 54 % der Wunsch im Vordergrund, stets erreichbar zu sein.
Die Werthaltigkeit dieser Behauptung können Sie ganz einfach selbst überprüfen, wenn Sie Ihren Nachwuchs mehrfach am Tag auf dem Handy anrufen, fragen wo er denn so ist, was er denn so treibt und sich erkundigen, ob er eventuell gefährdet oder gar in einer Notlage sein könnte.
Ich garantiere Ihnen, dass Sie spätestens nach dem dritten Anruf ein „Du nervst“ hören werden und bei weiteren Anrufen feststellen müssen, dass der Teilnehmer „vorübergehend nicht erreichbar ist“ und Sie mögen bitte Name und Telefonnummer für einen baldigen Rückruf hinterlassen.
Soviel zur permanenten Erreichbarkeit und zu Notfällen handybesitzender Jugendlicher.
Oder irre ich mich da schon wieder?

Dabei scheint nach neuesten Medienberichten die eigentliche Gefährdung vom Handy selbst auszugehen.
Oder werde ich da etwa schon wieder geirrt?

Und irre ich mich auch, wenn mir deucht, dass „Notrufe“ auch von einem Handy ohne SIM-Karte abgeschickt werden können?
Aber die Notrufzentrale bei „Jamba“ kann man damit natürlich nicht erreichen.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 14. Januar 2005 um 05:45:44 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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14. Januar 2005 05:45

Mein lieber Freund!

Das Leben ist ein einziger Kampf ums Überleben.
Besonders Jugendliche scheinen extrem gefährlich zu leben.
Wie sonst erklärt sich die Tatsache, dass 59 % der Jugendlichen ein Handy für wichtig halten – vor allem für Anrufe in Notfällen.
So meldet das Heise-Online unter Bezug auf eine von der Zeitschrift Eltern in Auftrag gegebene Umfrage unter 1796 Schülern zwischen 9 und 19 Jahren.

Wo früher die durch kräftige Stimmbänder erzeugten analogen Schallwellen ausreichten um im Notfall um „Hilfe“ zu rufen, muss es heute schon ein digitaler Sprechprügel eines Markenherstellers möglichst mit UTMS, SMS, Voicebox, Vibrationsalarm, eigenem Logo und individuellem Klingelton sein, um einen „Notfallruf“ ins Netz abzusetzen.

Ich hatte immer gedacht und bin in dieser Meinung nicht nur durch eigene Beobachtungen und Medienberichte bestätigt worden, dass Handys für Jugendliche eher ein Spielzeug und Statussymbol sind.

Aber so kann man sich halt täuschen, wenn man sich auf seinen eigenen Eindruck verlässt. Dann werden sicher die hohen Kosten für den Betrieb des Handys auch mit den häufigen „Notrufen“ wegen „Jugendgefährdung“ zusammenhängen.
Oder irre ich mich da jetzt schon wieder?

Während das Schreiben von SMS nur für 14 % der Jugendlichen wichtig ist, steht bei 54 % der Wunsch im Vordergrund, stets erreichbar zu sein.
Die Werthaltigkeit dieser Behauptung können Sie ganz einfach selbst überprüfen, wenn Sie Ihren Nachwuchs mehrfach am Tag auf dem Handy anrufen, fragen wo er denn so ist, was er denn so treibt und sich erkundigen, ob er eventuell gefährdet oder gar in einer Notlage sein könnte.
Ich garantiere Ihnen, dass Sie spätestens nach dem dritten Anruf ein „Du nervst“ hören werden und bei weiteren Anrufen feststellen müssen, dass der Teilnehmer „vorübergehend nicht erreichbar ist“ und Sie mögen bitte Name und Telefonnummer für einen baldigen Rückruf hinterlassen.
Soviel zur permanenten Erreichbarkeit und zu Notfällen handybesitzender Jugendlicher.
Oder irre ich mich da schon wieder?

Dabei scheint nach neuesten Medienberichten die eigentliche Gefährdung vom Handy selbst auszugehen.
Oder werde ich da etwa schon wieder geirrt?

Und irre ich mich auch, wenn mir deucht, dass „Notrufe“ auch von einem Handy ohne SIM-Karte abgeschickt werden können?
Aber die Notrufzentrale bei „Jamba“ kann man damit natürlich nicht erreichen.

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